Apple

Neue Benefits für Apple Mitarbeiter

9 Kommentare 26 Januar 2012

Tim Cook Keynote

Der neue Kapitän von Apple sorgt sich um seine Mitarbeiter. Kaum war Tim Cook im Amt, gab es extra Ferientage und nun gibt es wieder ein Zugeständnis an die Leute, welche Tag für Tag dafür sorgen, dass Apple das wohl erfolgreichste Unternehmen der Welt ist.

Für gestern Abend hat Tim Cook ja bekanntlich ein internes Meeting per Mail bei seinen Mitarbeiter rund um die Welt einberufen mit dem süssen Ausschnitt “…and discuss some exciting new things going on at Apple…”. Nicht wenige Blogger haben damit vermutet, dass Tim Cook an dem internen Meeting gleich noch neue Produkte vorstellt. Dem war, wie bereits vermutet, natürlich nicht so. Es wurden über die aktuellen Verkaufszahlen gesprochen und mit den tollen Dingen, welche bei Apple abgehen, da hat Cook eine neue Vergünstigung für Apple Mitarbeiter gemeint.

Wenn ein Apple Mitarbeiter einen neuen Mac (exklusiv Mac mini) kauft, so bekommt er diesen rund 500 US-Dollar günstiger. Wenn er sich für ein iPad entscheidet, dann bekommt er dieses 250 Dollar günstiger. Kein schlechter Rabatt, denn bisher hatten die Angestellten einen fixen Rabatt von 25% auf die Mac und iPad Einkäufe.

Allerdings sind die Vergünstigungen natürlich an Bedingungen geknüpft. Zum einen wird das neue System erst im Juni eingeführt (aufgepasst lieben Gerüchteküchen-Köche). Weiter gelten die Rabatte nur für Angestellte welche mindestens seit 90 Tagen bei Apple arbeiten und der Rabatt kann nur alle drei Jahren in Anspruch genommen werden.


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9 Comments so far

  1. Moritz sagt:

    Sorry, aber das ist lächerlich. Apple sollte weiter die Situation der Arbeiter in China verbessern, statt die eigenen Mitarbeiter mit Rabatten fester an sich zu binden. Abgesehen davon: Der Artikel selbst ist leider mal wieder nur plumpes Apple-Gelobe. Ein bisschen mehr Kritikfähigkeit täte dem Apfelblog – genau wie vielen Apple-Fanboys – ganz gut. Denn: Man kann Apple-Produkte toll finden, und trotzdem all ihre Schwächen erkennen und kritisieren. Und Schwächen haben Apples Produkte und der Konzern jede Menge.

    In diesem Sinne: Wünsche mir hier mehr Kritik und weniger “Apple – das sind die Guten”.

  2. Joost sagt:

    Hallo, mich würde mal interessieren, wie das mit den Rabatten vorher geregelt war. Also die 25% konnte man auch immer anwenden oder ebenfalls alle drei Jahre?
    Wenn dem so ist, dann finde ich die neue “Masche” auch etwas belustigend..
    Zu der Kritikfähigkeit muss ich sagen, dass ich diesem Artikel gar kein Loben & Preisen entnehmen kann.. Apple ist wohl das erfolgreichste Unternehmen auf der Welt und dieser Artikel hatte ja nichts mit den Arbeitnehmern von Apples Zulieferern zu tun, sodass Renato gar nicht auf eben die Probleme eingehen sollte. Er sollte lediglich, und das hat er mehr oder minder ausführlich getan, auf Apples wirtschaftliche Lage und vor allem die Veränderungen bei Apples Angestellten eingehen.
    Dennoch stimmt es, dass Apple, HP, Dell & Co sicherlich zu einer Verbesserung bei Foxxconn beitragen sollten..

  3. Epicor sagt:

    Jeder Betrieb und jedes Unternehmen könnte / sollte besser auf die Zulieferer etc. achten. Aber das ist eben dank der Globalisierung etwas schwierig.

    Wäre ja schon nicht schlecht, wenn man mal innerhalb Europas damit anfangen würde.

    Ich habe früher auch bei einem Sicherheitsdienst gearbeitet.
    Und diese Sicherheitsfirma war unter anderem für ein großes bekanntes Medienunternehmen in Österreich tätig, in welchem ich dann letztendlich gearbeitet habe.
    Das Medienunternehmen hat es aber auch nicht die Bohne interessiert, welche Arbeitsbedingungen wir hatten. Ich musste 6 Tage pro Woche jeweils 12h Nachtdienst absolvieren und hatte in 6 Jahren nicht ein einziges Mal Urlaub, da keine Urlaubsvertretung da war.

    Also wie gesagt, man sollte erst in Europa anfangen, bessere Arbeitsverhältnisse zu schaffen, denn nicht nur in China sind die Umstände mehr als schlecht…

    btw: Apple kann für die Arbeitsbedingungen nichts dafür – das is einzig und allein Foxxconn’s Verschulden…

  4. Moritz sagt:

    @Joost: Tim Cook “sorgt” sich um seine Mitarbeiter. Er macht “Zugeständnisse”. “Neue Benefits für Apple-Mitarbeiter”. Allesamt positiv wertende Formulierungen, findest du nicht? Und ob er auf das Thema Foxconn eingeht oder nicht, ist natürlich dem Autor selbst überlassen. Aber mir persönlich sind zwei Seiten immer lieber, als eine.

    @Epicor: Dazu, dass Apple nichts für die Arbeitsbedingungen bei Foxconn könne: Natürlich können sie! Sie sind Apple Inc.! Sie haben a) das nötige Geld und b) die nötige Macht. Dass sie ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, dürfte andere Gründe haben (und es ändert sich nach dem Tod von Steve Jobs evtl. ja auch Schritt für Schritt – s.h. Offenlegung der Zulieferer, etc.).

  5. Renato sagt:

    @Moritz: Jeder einzelne Angestellte bei Apple sorgt dafür, dass wir alle coole Produkte haben. Jeder Angestellte ist somit auch verantwortlich, dass Apple einen solchen Erfolg hat. Ich finde es daher durchaus lobenswert wenn ein Grosskonzern wie Apple sich dann auch den Mitarbeiter annimmt und ihnen eine Wertschätzung zukommen lässt. Gerade Grosskonzerne vergessen gerne einmal, dass es da noch ganz normale Angestellte gibt und nicht nur Top-Manager.

    Das ewige Thema Foxconn. Ja, Apple lässt sich von Foxconn beliefern. Ja, Foxconn könnte die Arbeitsbedingungen verbessern. Übrigens, die Offenlegung der Zulieferer hilft keinem einzigen Chinesen in einer Fabrik! Dafür hat Apple seit Jahren alle Verstösse aufgezeichnet und konfrontiert die Zulieferer auch damit. Es werden auf verschiedenen Ebenen für Änderungen in den Fabriken gesorgt.
    Was aber gerne immer wieder unter den Teppich gekehrt wird, ist die Tatsache das so ziemlich ALLE grossen Player in der Computer und Smartphone Szene Kunden von Foxconn sind. Was tun denn HP, Dell, Nintendo und Co. bei Foxconn? Warten bis Apple für bessere Arbeitsbedingungen gesorgt hat? Gerade Samsung ist in China sehr stark unter Druck weil man Mitarbeiter wissentlich in gefährlichen Zonen hat arbeiten lassen. Mehrere Personen sind gestorben und dutzende nun schwerst behindert. Aber das interessiert niemanden, ist ja nur Samsung…

    Ich kann durchaus gegen Apple ausholen. Gerade das Thema Foxconn war schon öfters ein Thema. Aber das hast Du dann wohl überlesen. Übrigens, Gastbeiträge sind immer sehr willkommen…

  6. Moritz sagt:

    @Renato: Ich stimme dir da fast überall zu. Mich selbst nervt es unglaublich, wenn ich als Apple-Fan auf die schlechten Arbeitsbedingungen in China hingewiesen werde – von Leuten, die Windows benutzen (Microsoft gibt auch Aufträge an Foxconn), oder Dell, etc. Apple ist nicht der einzige Konzern, der da Dreck am Stecken hat. Nur einer der mit Abstand erfolgreichsten.

    Worum es mir beim obigen Artikel hauptsächlich geht ist folgender Einwand: Diese 50%-Rabatte hören sich nett an. Aber in meinen Augen sind sie dazu da, die Belegschaft an die eigenen Produkte zu binden, und gleichzeitig Werbung zu machen (das Thema wird ja sicherlich von mehreren Blogs, vielleicht sogar Zeitungen aufgenommen worden sein). Und das stört mich: Apple gibt sich auf der einen Seite spendabel, und ist auf der anderen Seite doch genauso knausrig wie der Rest.

    Abgesehen davon: Die Foxconn-Mitarbeiter tragen diesen Erfolg von Apple auch mit. Aber die Boni gehen an ihre Kollegen in den USA und Europa – bin ich der einzige, dem das komisch vorkommt?

    Vielen Dank für deine Antwort – deine Kritikfähigkeit freut mich :)

    P.S.: Noch ein letzter Punkt (da ich das Thema Foxconn nunmal ganz am Anfang angerissen habe^^): Solange Apple nicht von unabhängiger Seite kontrollieren lässt, sind ihre “Bemühungen” für mich nichtig.

  7. Renato sagt:

    @Moritz: Leider hast Du Dich mit dem Thema immer noch nicht richtig auseinander gesetzt… Apple ist der Non-Profit Organisation Fair Labor Association (FLA) beigetreten welche die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken kontrolliert. Apple ist bisher immer noch das einzige IT-Unternehmen welches sich von einer unabhängigen Organisation kontrollieren lässt! Und der CEO von FLA ist zuversichtlich mit Apple zusammen einen neuen Standard für die Elektronik-Branche zu setzen. Das braucht aber Zeit und kann nicht von einem auf den anderen Tag geändert werden.

    Die Firma Foxconn ist hat einen Auftrag für Apple ausgeführt. Foxconn gehört nicht zum Apple Konzern. Oder glaubst Du, wenn die Swisscom gewinn macht, dass die Modem und TV-Box Hersteller wie Motorola und Co. einen Bonus bekommen? Wenn jemand den Erfolg an die Mitarbeiter weitergeben muss, dann ist hier die Firmenspitze von Foxconn verantwortlich. Haben die den Auftrag von Apple und anderen Auftraggeber gut abgewickelt, dann kann Foxconn auch mit guten Einnahmen rechnen und den Gewinn weiter tragen.

    Es ist auch normal das Firmen aus dem eigenen Produkt-Portfolio die Mitarbeiter “verwöhnen”. Swisscom Mitarbeiter dürfen bis zu CHF 200.- im Monat kostenlos telefonieren (Festnetz, Mobile, TV, Internet… zumindest vor ein paar Jahren). Natürlich bindet man die Mitarbeiter an die eigenen Produkte, sofern man Produkte hat, die man an die Belegschaft weitergeben kann. Ich kenne kein Unternehmen, welches das so nicht machen würden… Kommt dazu, Apple hat diese Internas nicht veröffentlicht, sondern Mitarbeiter von Apple haben das der Presse zugesteckt…

  8. Moritz sagt:

    Soweit ich das richtig verstanden habe, ist Apple der FLA aber doch erst vor kurzem beigetreten, oder? Das heißt, dass alle vorherigen Kontrollen eben nicht von außen kamen.

    Zu Foxconn: Apple kann Druck aufbauen. Foxconn würde vermutlich nur ungern so einen guten Kunden verlieren, oder?

    Zum Rest: Wie gesagt, ich bin nicht der Ansicht, dass Apple da irgendwie schlimmer als andere Unternehmen ist. Nur tun sie trotz allem viel zu wenig. Die aktuellen Änderungen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Aber sie sind hoffentlich erst ein Anfang.


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  1. Das ewige Thema Foxconn… - Apple - ApfelBlog - 27. Januar 2012

    [...] wird man automatisch zur Zielscheibe von Apple-Gegner und bekommt dann gerne mal Mails oder Kommentare wie diesen hier von Moritz:Sorry, aber das ist lächerlich. Apple sollte weiter die Situation der Arbeiter in China [...]



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