Feb 18

Auch wenn Steve Jobs bei gewissen Apple-Jünger als Gott verehrt wird und er als CEO schon diverse Preise abgeräumt hat, so wissen wir spätestens seit dem Buch Apple – Streng vertraulich, dass auch er nicht unfehlbar ist und sich gerne auch mal auf Kosten anderer durchsetzt. Bei Wired hat man seine letzten sechs Falschaussagen zusammengetragen:

  1. Ein Computer für 500 Dollar ist nichts wert!
    In einer Telefonkonferenz im Jahr 2008 erklärte Steve Jobs, dass ein Rechner für 500 US-Dollar nur ein Haufen Schrott sein könne. Da frage ich mich doch, ist das iPad nur Schrott, oder sind die Herstellungkosten seit 2008 derart gefallen?
  2. Apple plant kein Tablet!
    Mr. Jobs meinte 2003 an der “All Things Digital”-Konferenz: ”Wir haben keinerlei Pläne für einen Tablet. Es ist eindeutig erkennbar, dass die AnwenderInnen eine Tastatur wollen…Wir schauen uns die heutigen Tablets an und denken, dass sie scheitern werden.”
    Aber schon 2004 beantragte Apple ein Patent für ein Touchscreen Tablet.
  3. Kein Interesse am Mobiltelefon
    Jobs erklärte im selben Gespräch (siehe Tablet oben), dass Apple nicht  in die Handybranche einsteigen werde: “Wir haben sehr viel Druck vom Markt gehabt, um einen PDA zu produzieren. Was die Leute wirklich wollen, ist Daten immer mit dabei haben. Wir glauben, dass Handys diese Informationen tragen werden. Aber wir glauben nicht, dass wir im Handygeschäft erfolgreich sein würden. Wir haben uns stattdessen entschieden, die bestmögliche Synchronisationssoftware zwischen den unterschiedlichen Endgeräten zu schreiben. Wir haben uns entscheiden den iPod anstelle eines PDAs zu fertigen.
  4. Die Leute wollen nicht mehr Lesen
    2008 meinte Jobs zum Kindle: “Es ist egal, wie gut oder schlecht Produkte sind, die Leute wollen einfach nicht mehr Lesen. Vierzig Prozent der US-AmerikanerInnen lesen ein Buch oder weniger im Jahr. Das ganze Konzept (von Amazon) ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil die Leute eben einfach nicht mehr Lesen.
    Scheinbar hat sich Steve Jobs nun doch anders entschieden…
  5. Keine Filme auf kleinen Displays
    Der Apple CEO war der Meinung, dass die Videofunktionalität im iPod überflüssig sei: “Ich glaube nicht, dass die Menschen auf derart kleinen Displays Filme schauen wollen.
  6. “Wir müssen keine weiteren Neuerungen inkludieren”
    Im September 2009 fragte der New York Times Journalist David Pogue Steve Jobs, warum man den iPod nano mit einer Kamera ausgestattet hat, nicht aber den iPod touch! Jobs antwortete: “Wir müssen keine weiteren Neuerungen und Funktionen integrieren, wir müssen den Preis niedrig halten.” Kurz darauf kam das Gerücht auf, dass die Kamera für den iPod touch angedacht war, sie aber wegen technischen Schwierigkeiten doch nicht eingesetzt wurde. Vielleicht kommt die Kamera ja demnächst?

(via und via)

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Feb 17

John Gruder, der Profi-Blogger hinter Daring Fireball hat an der Macworld Expo 2010 die Schwachpunkte von Apple aufgezählt. Das sind die 10 dringsten Probleme von Apple:

  1. Steve Jobs
    Nicht nur Gruber hält Steve Jobs für unersetzlich! Früher oder später muss es aber ohne Mr. Jobs weiter gehen. Interessanterweise funktioniert Pixar sehr gut ohne die strenge Hand von Steve Jobs, warum aber klappt es bei Apple (angeblich) nicht?
  2. AT & T
    Mit AT & T hat sich Apple einen Partner ausgesucht, welcher grosse Probleme hat überhaupt die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen. Auch sonst kämpft der amerikanische Telekom-Riese mit Support- und Service-Problemen. AT & T ist auf das iPhone angewiesen und Apple weiss das ganz genau. So ist in der Lage die eigenen Bedingungen dem Mobilfunkunternehmen aufzuzwingen. Vielleicht schluckt Apple AT & T bald einmal?
  3. Computer
    Gruber ist überzeugt vom iPad. “Es ist wirklich, wirklich gut”, schwärmte er. Er befürchtet aber auch, dass das iPad die einfachen MacBook konkurrieren wird. Ähnliches hat sich Apple schon einmal abgespielt. Damals verdrängte der Mac Computer den erfolgreichen Apple II. Kommt es wieder zu einem Showdown zwischen zwei Apple Produkten oder können die zwei Geräte nebeneinander exisitieren?
  4. Der App Store
    Es gibt grundsätzlich, wie schon oft hier im ApfelBlog erwähnt, zwei Fronten. Die einen sind dafür, dass Apple sich öffnet wie Google mit dem Android-Martplatz. Alles was eingereicht wird, kann vom Endbenutzer heruntergeladen und genutzt werden. Egal ob es stabil, sicher oder ein Trojaner-Programm ist. Die anderen Schätzen die Kontrolle für mehr Sicherheit und Kontrolle, auch wenn es keine Garantie bringt. Schliesslich gibt es ja geschlossenere System, oder habt Ihr schon mal probiert ein Programm für die Nintendo Wii einzureichen?
  5. Sicherheit
    Gruber will nicht messen, welches Betriebssystem das sicherste ist. Was ihm sorgen bereitet ist die Tatsache, dass Apple immer sehr, sehr zögerlich und langsam auf aufgedeckte Sicherheitslücken reagiert. John Gruber ist klar der Meinung, dass ein Unternehmen wie Apple bei bekannten Schwachstellen als Erster das Problem lösen muss.
  6. Mobile Me
    Klar, für die Synchronisierung des iPhone mit dem Mac ist Mobile Me toll. Aber was ist der Sinn von Mobile Me Web-Anwendungen? Wenn man am Mac sitzt, benutzt man Mail und Kalender und nicht Mobile Me! Wäre die Positionierung und der Mehrwert klarer, wäre Mobile Me wohl auch ein grösserer Verkaufserfolg!
  7. Backups
    Wer es schon erlebt hat weis, ein Datenverlust ist eine regelrechte Tragödie. Time Capsule ist die richtige Idee, aber es ist nicht wirklich eine Lösung für alle diejenigen Benutzer, welche nicht einmal wissen, dass sie ihr iPhone mit dem Mac synchronisieren sollten um die Daten zu sichern.
    Gruber sagt: “Letztlich die langfristige Lösung besteht darin, die Daten in der Wolke zu sichern”. Schliesslich gibt es ja schon Gerüchte, dass Apple eine Server-Farm aufbaut. Vielleicht bekommt dann auch Mobile Me eine weitere Daseinsberechtigung?
  8. Apple TV
    Nicht umsonst wird die Apple TV als Stiefkind von Apple betitelt. Gruber findet aber lediglich das Angebot zu mager! Technisch gesehen wäre eine Annäherung an die sonstigen Fernsehgewohnheiten (Sendungen aufnehmen) wohl auch Verkaufsfördernd, aber würde Apple mehr Inhalte wie Filme, Serien, etc. für den iTunes Store akqurieren, dann wäre die Apple TV wesentlich atraktiver! Besonders wir in der Schweiz können davon ein lied singen. Schliesslich haben wir weder Filme noch Serien! Lediglich Podcasts. Und solange sich daran nicht ändert, sehe ich auch absolut keinen Grund, warum ich mir eine Apple TV kaufen soll.
  9. Erzrivalen
    Damit ein Unternehmen hungrig und innovativ bleibt, braucht es direkte Konkurrenten! Gruber befürchtet, dass Apple inzwischen so gross und mächtig ist, dass es kaum noch Mitbewerber fürchten muss.
    Ich denke mit dem Palm WebOS und Google Nexus (Android) wurde Apple gezeigt, dass es auch anders, bzw, ohne iPhone geht.
  10. Credits
    Dieser Punkt mag wohl händeringend gesucht wirken, aber dennoch sollte das Problem angesprochen werden. In keinem Programm aus dem hause Apple werden die Programmierer und Personen genannt, welche an der Herstellung beteiligt waren. Es handelt sich noch um ein Überbleibsel aus der erfolgreichen Dotcom-Zeit als gute Programmierer zu dutzenden von Headhunter abgeworben wurden. Software ist eine Art von Kunst. Und deshalb sollten die Künstler die Möglichkeit haben, ihre Arbeit zu unterzeichnen.

(via)

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Feb 09

Der Apple Online Store wurde heute kurz nach 12:30 von Netz genommen und wie immer hängt das berühmteste Post-It der Welt im Browser. Was denkt Ihr? Was wird es geben? Kommen endlich überarbeitete MacBook Pro in den Store, oder kann man ab heute das iPad vorbestellen?

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Jan 27

Endlich! Heute ist es soweit! Apple lichtet seinen Vorhang um 19:00 Uhr stellt uns neue Produkte vor. Wie immer wird die Keynote nur von fleissigen Tipper als Liveticker übertragen, oder aber ein paar weniger versuchen das ganze als Stream übers Internet zu publizieren. Schliesslich fiebern tausende von Apple-Fans mit ob und in welcher Form Apple heute sein Tablet Computer vorstellen wird…

Damit Ihr das ganze Live miterleben könnt, möchte ich Euch hier eine Übersicht bieten über alle mir bekannten Liveticker und Streams zur Keynote. Hinweise von Euch welche per Mail oder Kommentar eintreffen werde ich nachtragen. Ich würde mich freuen wenn wir hier ein grosses Verzeichnis von Live-Berichterstatter zusammen bekommen.

Deutsche Liveticker

Deutsche Streams

Englische Liveticker

Englische Streams

  • Noch keine bekannt…

Ich selber werde es unterlassen mich als Liveticker auszugeben, denn schliesslich bin ich wie die meisten von Euch auch nur auf englische Ticker angewiesen. Ich werde jedoch die Keynote mitverfolgen und kurz nach Ende der Keynote eine Zusammenfassung und mein persönliches Fazit zur Präsentation und den Produkten veröffentlichen. So wie ich es immer gemacht habe in den letzten drei Jahren… So und jetzt heisst es abwarten und Tee trinken!

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Jan 22

Zweifelsohne ist die “Get a Mac” Werbekampagne eine der besten und unterhaltsamsten Kampagnen welche ich je gesehen habe! Kein Wunder wurden dafür auch schon Auszeichnungen vergeben! Drüben bei Adfreak hat man sich die Mühe gemacht und sämtliche “Get a Mac” Werbespots in einer Übersicht, sortiert nach Erscheinungsdatum, aufgelistet. Habt ihr gewusst, dass mittlerweile ganze 66 Spots veröffentlicht wurden?

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Jan 20

Einer der grössten Werbe-Hits von Apple wäre beinahe in der Schublade gelandet ohne je ausgestrahlt zu werden… Aber beginnen wir am Anfang von der Geschichte.

Um dem ersten Macintosh Computer, die Ablösung für den Apple II, einen bombastischen Start zu bescheren, wollte Apple eine unvergessliche Werbekampagne starten. Für die Idee und Umsetzung wurde die Werbeagentur Chiat/Day verpflichtet, welche Apple schon seit einigen Jahren begleitet. Für den Macintosh wollte das Team einen Werbespot für den kommenden Super Bowl mit einem nie dagewesenen Drehbuch umsetzen. Als Regisseur wurde kein geringerer als Ridley Scott (Alien, Blade Runner) verpflichtet.

Im Drehbuch war vorgesehen, dass eine hübsche, athletische Heldin mit einem Hammer durch kahle Hallen rennt, verfolgt von behelmten Sturmtruppen. Sie platzt in eine Aula mit endlosen Reihen von kahlköpfigen, drohnenartigen Arbeitern welche auf einen gigantischen Fernseher schauen, auf dessen Monitor der “Big Brother” ideologische Hetzparolen verbreitet. Die Heldin schleudert den Hammer gegen den Bildschirm und die Arbeiter erblicken das Licht der Erkenntnis…

Für den Spot “1984″ benötigte Ridley Scott rund 200 Statisten, natürlich kahlköpfig… Dazu warb er echte britische Skinheads an oder bezahlte Amateurschauspieler rund 125 US-Dollar pro Tag, wenn sie sich den Kopf scheren lassen. Auch die Rolle der Heldin konnte nicht einfach besetzt werden. Alle Schauspielerinnen und Models waren nicht in der Lage den Hammer glaubwürdig in eine vorgegeben Richtung zu werfen. Doch dann kam Anja Major. Sie war früher Diskuswerferin und konnte den Hammer gezielt werfen.

Der fertige Film wurde von Chiat/Day an Steve Jobs und John Scully vorgeführt. Die beiden waren begeistert. Schnell sollte der Film dem Direktorium von Apple gezeigt werden. Doch die Mitglieder waren gar nicht erfreut. Der erste Satz nach dem Ende der Vorführung war: “Wer kümmert sich um eine neue Agentur…?”. Keiner der Vorstandsmitglieder fand den Film gut. Scully, um sich abzusichern, überlies dann zuletzt dem Marketing, namentlich William V. Campbell und E. Floyd Kvamme, die Entscheidung oder der Werbespot “1984″ laufe soll, oder doch nur der staubtrockene Spot “Manuals” gezeigt wird. Sie entschieden sich für 1984! Ihnen haben wir es zu verdanken, dass der etwas andere Werbespot nicht in einer Schublade verstaubt ist. Wäre doch schade gewesen um den rund 2 Millionen US-Dollar teuren Film!

Der Werbespot löste eine Kontroverse aus. Viele Bürger riefen bei Apple an. Was aber am besten war, viele Medien haben die Meinungen zum Werbespot in den Nachrichten aufgenommen und berichteten darüber im TV und den Zeitungen. Apple erreichte eine Publicity im Wert von rund 5 Millionen. nach Schätzungen erreichte Apple mit dem Spot und den nachfolgenden Berichterstattungen rund 50% der amerikanischen Haushalte…

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Jan 18

Bildquelle: Apple Inc.

Jetzt ist es hoch offiziell! Apple hat eingeladen für den Mittwoch, 27. Januar 2010! Unter dem Motto “Come see our latest creation“. Der Event findet, wie schon vermutet im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco statt und soll um 19 Uhr beginnen.

Bildquelle: 9to5Mac.com

Was an der Veranstaltung gezeigt wird bleibt natürlich bis dahin ein gut gehütetes Geheimnis! Doch der FoxNews Reporter Clayton Morris will mehr erfahren haben:

I spoke to a source at Apple this morning, before the invite hit my inbox, who said the event would likely focus on three projects: The tablet device, iPhone 4, and a new round of iLife 2010 software. While we won’t see new iPhone hardware just yet, we will see the next-generation software.

Wenn man also dieser Quelle glauben darf, so wird am 27. Januar 2010 nicht nur ein Apple Tablet vorgestellt, sondern auch die neue iPhone 4.0 Software und iLife ‘10. Klingt also nach einem spannenden Abend, oder?

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Jan 15
Jef Raskin

Jef Raskin

Was viele nicht wissen, nicht Steve Jobs und auch nicht Steve Wozniak haben dem Macintosh das Leben eingehaucht. Es war Jef Raskin der für den Macintosh gekämpft hat!

Während der grösste Teil der Apple Belegschaft 1979 mit der Entwicklung des Lisa-Computers beschäftigt war, erhielt Jef den Auftrag des damaligen Chairman Mike Markkula, einen günstigeren Computer ohne Bildschirm und ohne Festplatte zu entwerfen. Doch Jef hatte andere Pläne.

Er wollte einen Computer für gewöhnliche Anwender (PITS – Person in the Street) bauen. Man darf nicht vergessen, zu der damaligen Zeit brauchte man enormes technisches Knowhow um einen Computer aufzurüsten! Jef hat also seine Vorstellungen zu Papier gebracht und gab dem Projekt den Namen Macintosh:

  • Die Anwender sollen nie den Computer öffnen müssen. Also braucht es von aussen zugängliche Erweiterungsteckplätze (externe Ports)
  • Der Arbeitsspeicher wird so gross eingebaut, dass alle Anwendungen auf dem Rechner laufen würden
  • Bildschirm, Tastatur, Speicher und Drucker (wurde später verworfen) sollten in einem Gehäuse sein
  • Ein komplettes System mit dem man Zeichen und Grafik kontrollieren kann
  • Der Computer muss leicht genug sein, dass man in auch tragen konnte

Für Jef Raskin war Macintosh nur der Projektname, später soll der Computer als Apple V verkauft werden. Er hatte auch schon genaue Vorstellungen wann und zu welchem Preis der Computer über die Theke soll. Doch Steve Jobs hasste die Idee! Er war der schärfste Kritiker des Macintosh und war fest davon überzeugt, dass es so nicht funktionieren kann!

Raskin konnte sich bei Vorstand aber über Steve Jobs hinwegsetzen und bekam den Forschungsauftrag! Später dann hat Jobs doch noch das Potential des Mac erkannt und sich in das Team “hinein geschmuggelt”. Wohl auch weil kein anderes Team bei Apple mit Steve Jobs zu tun haben wollte. Mit diversen Aktionen und Aussagen hat er es sich damals mit den Mitarbeiter verspielt…

Auch im Mac-Projekt riss Jobs alles an sich was er konnte und teilte Raskin im Februar 1982 mit, dass er nun die Software übernehme und Raskin die Dokumentation schreiben könne. Doch Jef Raskin wurde wütend und kündigte!

Jobs verpasste zwei der ursprünglichen Auslieferungstermine und IBM konkurrierte mit einem eigenen PC den Markt. Die Spezifikationen mussten angepasst werden.

Der Traum von Jef Raskin einen 500 Dollar Computer für jedermann zu entwickeln, endete 1984 in einem 2495 US-Dollar Computer. Immerhin war der Macintosh 1000 Dollar günstiger als der Lisa 2 Computer von Apple.

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Jan 06
Ronald Gerald Wayne

Ronald Wayne (Bildquelle: Owen Linzmayer)

Im Volksmund glaubt man ja, dass Apple im April 1976 von Steve Wozniak und Steve Jobs gegründet wurde. Tatsächlich wurde Apple aber von drei Herren gegründet: Steve Wozniak, Steve Jobs und Ronald Gerald Wayne, auch eher bekannt als Ron Wayne!

Jobs arbeitete vor der Apple Gründung als freier Techniker bei Atari und hat da den rund 20 Jahre älteren Ron Wayne kennen gelernt. Mit Ron und den beiden Steves wurde also die Firma Apple gegründet. Ron erhielt einen Anteil von 10% an Apple. Ron blieb aber nicht lange bei Apple, er hatte das vertrauen in die Firma verloren, denn zu beginn sah es alles andere als rosig aus. Doch bevor Ronald Wayne ausstieg, war es alles andere als untätig.

Das erste Apple Logo von Ron Wayne

Das erste Apple Logo

Zum einen war er es, der den Gesellschaftervertrag für die Applegründer schrieb. Er hat auch das Benutzerhandbuch für den Apple I geschrieben. Aber, Ron war es auch der das erste Apple Logo in einem aufwändigen Prozess zu Papier brachte.

Als Ronald Wayne ausstieg, verkaufte er seine Anteile für 800 US-Dollar. Wäre er mutiger gewesen, so hätte Ron sich bei Apple zum Millionär machen lassen können. Mit seinen Anteilen, dem Börsengang 1980, der Aktiensplittung am 15. Mai 1987, wäre sein Vermögen 1991 bei ca. 244 Millionen US-Dollar gewesen. Selbst beim Aktien Tiefstand von nur 12,75 Dollar pro Aktie wäre der Anteil von Ron noch 42,5 Millionen US-Dollar wert gewesen.

Doch Ron bereut seinen Ausstieg damals gar nicht! Er fest überzeugt, dass er mit den Informationen von damals richtig gehandelt hat. Die beiden Steves hatten kein Geld, die Gläubiger standen vor der Türe und um die ersten Aufträge abzuwickeln fehlte das Geld um das fehlende Material einzukaufen…

Wenigstens bekam Ron noch rund 1800 Dollar, als die 1976 gegründete Apple Partnerschaft am 3. Januar 1977 in eine Gesellschaft umgewandelt wurde. Das ganze hatte einen juristischen Hintergrund, so das Ron später keine Ansprüche mehr erheben kann.

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Jan 05

Zu Weihnachten habe ich einmal mehr, wie im letzten Jahr, ein Buch über Apple geschenkt bekommen. Wieder von Steffi und meinem Bruder. Das Buch von Owen W. Linzmayer mit dem spannenden Titel “Apple – Streng vertraulich! Die Tops und Flops der Macintosh-Geschichte” klingt nicht nur gut, sondern wird auch hoch gelobt!

Das Buch ist nicht nur für Apple-Fans, sondern auch für Kritiker sehr lesenswert. Wer den Werdegang von Apple und die Machenschaften von Steve Jobs noch nicht alle kennt, der sollte unbedingt einen Blick in das Buch werfen. Denn trotz den vielen Auszeichnungen welche Steve Jobs gerade in der Vergangenheit eingeheimst hat, wohl ebenso viele Personen hat Jobs zu beginn seiner Apple Karriere übers Ohr gehauen und ausgenutzt…

Leider endet das Buch Ende 1999 mit der Erzählung. Genau da, also Apple mit dem iPod die Eroberung der Welt begonnen hat und Apple mit seinen Mac Computer unter einem neuen Stern hat aufleuchten lassen. Schade eigentlich, hoffentlich gibt es bald einmal ein genau so gutes und kritisch Buch über Apple, welches die Zeit zwischen 1999 und 2010 beschreibt. Denn für mich ist es immer wieder erstaunlich wie viele Umsteiger Apple alleine mit den iPod und iPhone Modellen zum Wechsel auf einen Mac Computer bewegen konnte… War das nur Glück, oder eine Strategie? Vielleicht erfahren wir es irgendwann einmal…

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