Kaum hat Manuel den ersten Gastbeitrag verfasst, folgt auch schon der nächste. Viel Spass bei der nicht unwichtigen Information zum Thema SBB Mobile App und Zugbegleiter. Übrigens, Manuel hat jetzt auch ein Blog gestartet, jedoch im Bereich Ferien und Reisen: HolidayBlog.ch, das offizielle Schwester-Blog von ApfelBlog.ch!
Gerade für mich als Journalist und Nicht-GA-Besitzer ist das SBB-App fürs iPhone eine tolle Sache. Muss man spontan an einen Einsatz mit dem Zug, kann man zwischen Redaktion und dem Bahnhof noch schnell ein Ticket lösen. Damit bin ich wohl nicht der einzige. Jedoch kann das ganz schön nach hinten los gehen, wie die Geschichte einer ApfelBlog-Leserin zeigt.
Sie wollte vergangene Woche mit dem Zug von Aarau nach Bern fahren und löste eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges in Aarau ihr SBB-Ticket auf dem iPhone. Prompt wurde sie im Zug kontrolliert. Die Zugbegleiterin der SBB sagte ihr dann, dass sie eigentlich 10 Franken zusätzlich verlangen müsste (den Zuschlag, den man auch bezahlen muss, wenn man ein normales Ticket im Zug kauft, A.d.R.), weil sie das Ticket nicht vor Abfahrt des Zuges gelöst hatte. Die ApfelBlog-Leserin erwiderte darauf, das Billett eine halbe Stunde zuvor gekauft zu haben. Die Zeitangabe auf dem Billett bestätigte dies. Die Zugbegleiterin meinte darauf, dass die Zeit des Zuges AM STARTORT (in ihrem Falle vermutlich Zürich oder sogar St. Gallen) gelte.
Wir gingen dieser Geschichte auf den Grund. Das wäre für uns ein absoluter Negativpunkt dieser eigentlich tollen Applikation. Stellen wir uns nur mal vor, jemand nimmt die Bahn von Zug nach Zürich und erwischt den Intercity aus Chiasso oder sogar Mailand. Dann müsste man das Ticket fast 3 Stunden vor Abfahrt gelöst haben.
Bei der Medienstelle wurden unsere Anfrage sehr rasch beantwortet. Roman Marti, SBB-Mediensprecher erklärte gegenüber ApfelBlog.ch, dass es sich dabei um ein Missverständnis handelt:
Derart profunde Fahrplankenntnisse erwarten wir von unseren Kundinnen und Kunden definitiv nicht.
Laut Roman Marti ist die fahrplanmässige Abfahrtszeit des Zuges am Ausgangspunkt der eigenen Bahnreise massgebend (siehe auch http://www.sbb-mobileworld.ch/tickets/iphone/tipps/#billettfunktionen2) . Der Grund für diese Massnahme ist klar:
Wir wollen Leuten zuvorkommen, die erst beim Auftauchen eines Zugbegleiters noch rasch ein Ticket ordern.
Wir hoffen, dass alle ApfelBlog-Leser nun aufgeklärt sind und wissen, wie sie reagieren müssen, falls sie mal in eine ähnliche Situation geraten.
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Also ich hab zeitweise oft mein Ticket per SBB iApp gelöst. Verlief immer gut und sie fragten einfach nach wo ich eingestiegen bin. Danach war der Fall klar.
War ja wohl klar, dass das ein Missverständnis war… Das normale Billet kauft man ja auch nicht bei Abfahrt des Zuges in Genf sonder ab dem Ort an dem in den Zug einsteigt… Der Beitrag ist für mich überflüssig.
mich würde interessieren, ob das billet irgendwie entwertet wird (in einer datenbank oder so)? oder wäre es prinzipiell möglich, 2x das gleiche billet zu brauchen wenn man auch 2x dieselbe strecke fährt an einem tag?
Ihr Schweizer habt wenigstens ein Bahn App!
Unsere ÖBB bietet uns eine Fahrplan App und sonst nur das SMS-Ticket welches teilweise gar nicht funktioniert…-.-
Da hat die Zugbegleiterin tatsächlich etwas falsch verstanden.
Irgendwo braucht es ja auch gesunden Menschenverstand; wenn ein Kunde das iPhone-Billett vier Minuten nach Abfahrtszeit, aber 35 Minuten vor meiner Kontrolle löst (in einem Nonstop-Zug Zürich – Bern kann es das durchaus geben), dann weise ich als Zugbegleiter ihn zwar darauf hin, dass dies grundsätzlich 10 Franken kosten würde, belasse es dann aber bei diesem mündlichen Hinweis.
@ bodhi:
Wir scannen das iPhone-Billett ja nicht ohne Grund ein. ;-)
Ich hatte das gleiche Problem auch schon. Ich war 10 Minuten vor Abfahrt schon im Zug und hab versucht, das Ticket zu lösen, aber mit Server- und Netzwerkstau wurde dann die Transaktion so lange hinausgezögert, dass es erst ca 2 Minuten NACH Abfahrt funktioniert hat. Der Kontrolleur wollte dann auch tatsächlich die 10 einkassieren, aber ich habe mich geweigert, und er hat’s dann sein lassen …
Ich hatte schon diverse Problem damit:
Einmal hatte ich auf dem Bahngleis gelöst, ca. 30 sec. vor Abfahrt. Da meinte die Schaffnerin, dass das eigentlich zu spät ist, da es bei ihr auf dem Screen etwas “rot” anzeigt (im Sinne von erst gelöst wenn der Schaffner kommt und nicht vor dem Einsteigen).
Dann ein iPhone Problem: Billett gelöst, in den Zug eingestiegen, Kontrolleur kommt, iPhone hervorgeholt, KEIN AKKU mehr ;)
Und seit neustem gibts bei mir immer eine Fehlermeldung, wenn ich ein Billet lösen will.
Generell finde ich es wirklich eine super Sache, aber könnte noch ein bisschen besser gemacht werden!
Das mit dem Akku leer ist nicht so schlimm. Man kann es nachträglich zeigen.
und Apple kassiert dann pro Billet auch die 30%?
Hatte noch nie Probleme mit Tickets via App. Einzig das Scannen geht manchmal sehr lange. Da ich es aber nicht eilig hab, is mir dat wurscht :-) Schade ist allerdings, dass man nur für sich selber ein Billett kaufen kann und nicht auch für die Reisebegleitung.
Gut zu wissen!
Dankke :-)
Kann mir mal bitte jemand erklären, weshalb es immer wieder Leute gibt, die “das” App statt DIE App schreiben?
App = Applikation
ergo: DIE Applikation
…oder habe ich hier etwas falsch verstanden und wurde das mittlerweile so in der neuen Rechtschreibung aufgenommen..?
Kann mir jemand erklären, was eigentlich so schlimm daran ist, wenn man erst im Zug oder – Gott behüte – nach Abfahrt des Zuges das Ticket löst? Man bezahlt ja so oder so für die Fahrt; warum sollte also der Zeitpunkt des Ticketkaufs eine Rolle spielen?
@ Parkettpolitur:
Du könntest sonst auf die Idee kommen, erst dann zu lösen, wenn ein Zugbegleiter auftaucht.
@Andreas Hobi: OK, aber dann würde ich ja immer noch bezahlen ;)
Ne, ich seh was Du meinst…
Ich habe ein Ticket 1 Minute zu spät fertig gelöst (dauert ja insgesamt 3-5 Minuten). Bei der Kontrolle 10 Minuten später wurde ich mit CHF 80.- gebüsst. Es war ja völlig offensichtlich, dass ich das Ticket regulär lösen wollte, trotzdem besteht die SBB auf einer Busse!!!