iPod und iTunes

Musikpiraten, DRM und iTunes

18 Kommentare 13 Januar 2009

drm-itunes
Illustration von Martin Krzywinski unter der Creative Common Lizenz

Bei 20Minuten wurde man heute über einen Artikel bei CNET informiert. Darin wurden die Leser über das “entfernte” DRM von Apple aufgeklärt. Eigentlich nichts neues, denn darüber hat uns Martin Thomas bereits aufgeklärt:

‘Without DRM’ heisst derzeitig lediglich, dass bei den Songs anstatt ‘FairPlay’ nur noch das Wasserzeichen integriert wird – es beinhaltet nach wie vor die Accountinformation des Käufers sowie das Erwerbsdatum.

Wobei mit Accountinformationen sind nicht etwa verschlüsselte Daten oder ein ID gemeint. Apple packt so locker, flocker die E-Mail Adresse in die Datei. Diese kann man mit einem einfachen Editor wie TextEdit auch heraus lesen. Nehmt einfach irgend einen Song den Ihr im iTunes Store gekauft habt, öffnet die Datei mit TextEdit, oder einem ähnlichen Editor. Sucht jetzt einfach nach dem “@”-Zeichen, oder direkt nach Eurer Mailadresse mit welcher Ihr Euch in iTunes anmeldet…

drm

Falls es also jemand in Betracht zieht, Dateien aus dem iTunes Store ins Netz zum download anzubieten, dann wäre hier die letzte Warnung! Wie man sieht ist es sehr einfach den Urheber ausfindig zu machen…

Diejenigen, welche die Datei runterladen haben, zumindest in der Schweiz, nichts zu befürchten. Denn hier bei den Eidgenossen ist das downloaden von Dateien erlaubt. Lediglich das Bereitstellen von rechtlich geschützten Inhalten ist verboten…

Danke an ifrog für den Hinweis.


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Your Comments

18 Comments so far

  1. Hmm… ich hätte fast gefragt, was mit dem Datenschutz ist, aber das wäre wohl blöd zu fragen…

  2. ad sagt:

    Da muss man nicht im Quelltext rumwuseln. Das findet man auch, wenn man mit Apfel+I in die Informationen des Songs geht. Und übrigens war das schon immer – also seit Einführung der Plus-Songs so!

  3. clandestin sagt:

    Ist ja krass, man sollte sich also gut überlegen an was für “Freunde”, ist bei uns ja legal, man die Songs weitergibt.
    Kann man die Adresse auslöschen?

  4. Oli sagt:

    Naja, solche Sachen sind Softwaretechnisch kein Problem zu umgehen. Gibt schon jetzt eine entsprechende Software für Windows.
    Böse Filesharer werden also weiterhin Musik ins Netz stellen. Die Verlierer sind die Leute, welche ihre Musik der kleinen Schwester oder einem technisch nicht versierten Freund im Vertrauen geben und ein paar Wochen später eine Rechnug von RIAA im Briefkasten haben, weil die andere Person die Musik im Filesharing Ordner abgelegt hat…

  5. florian1992 sagt:

    oha
    hab da mal was auf youtube geladen.. soll ich das wieder löschen?

  6. Danke für den Hinweis auf die integrierte E-Mail. Was passiert denn wenn man die E-Mail Adresse mit dem Texteditor rauslöscht? Ist das File dann kaputt?

    Ansonsten hab ich damit eigentlich kein Problem denn meine Musik bleibt auch meine Musik.

  7. Anonymuser sagt:

    “hab da mal was auf youtube geladen.. soll ich das wieder löschen?”

    [ironie]

    Ja, auf youtube sind MP3′s verfügbar

    [/ironie]

  8. Guru sagt:

    Ich schmeiss mal den Hinweis hierhin, passt zwar nur so am Rande, aber hier fällts wohl am besten auf ;-)

    Ich vermute mal, beim Release wird es eh einen eigenen Blogeintrag geben.

    Das Geheimnis um redsn0w ist gelüftet: es handelt sich um den (lange erwarteten) Jailbreak des iPod Touch 2G.

    http://redsn0w.com/
    http://blog.iphone-dev.org/pos.....uclear-pop

  9. Martin Thomas sagt:

    @Christian Leu

    Das Verändern des File-Fingerprint-Datenbestandes (via Texteditor) führt im ‘Normalfall’ zur Unabspielbarkeit des Songs; ein Rückgängigmachen der entsprechenden Modifikation (ebenfalls manuell via Texteditor) machte die Datei übrigens wieder verwendbar -> Die besagten Metadaten sind also noch mindestens ein weiteres mal in ‘gehashter’ Form vorhanden und werden vor dem Abspielen überprüft.
    Natürlich gibt es (andere, effektive) technische Mittel und Wege zur Entfernung des ‘Fingerprints’, welche ich jedoch derzeitig aus rechtlichen Gründe nicht genauer benennen, geschweige denn propagieren wollte.

  10. Nadine sagt:

    Ha! Ich weiß schon, warum ich keinen iTunes-Account hab.

  11. woohoo sagt:

    für mich ist das eigentlich kein Problem – ich kaufe die Songs für mich. Und $0.99 pro song sollte sich eigentlich jeder leisten können, d.h. es gibt keinen Grund, dei Titel weiterzugeben.

  12. rk sagt:

    @Martin Thomas

    Der Header mit den Metadaten hat eine bestimmte Länge, wenn man Name und Adresse einfach nur löscht, wird dadurch die Datei unlesbar. Allerdings lässt sich das Problem leicht umgehen, indem man die Daten einfach überschreibt.

  13. Holger sagt:

    Wer seine Musik bei iTunes gekauft hat wird diese ja wohl kaum in Tauschbörsen anderen schenken oder? Sö blöd kann keiner sein ;-)

  14. Mal abgesehen davon, dass es sowieso nicht legal ist. Aber es geht wohl eher ums Tauschen unter Freunden.

  15. Martin Thomas sagt:

    @rk

    Auch wenn durch die vorgängig beschriebene Modifikationmethode die in der ID verwendeten Charaktere alleinig durchmischt (Bsp: Beinhaltet eine ID ‘thomas’, könnte man dies durch ‘mohast’ ersetzten), wird der Song bereits nicht mehr abspielbar, obwohl dabei der Header in seiner Länge nicht unbedingt verändert wird.
    Da das Entfernen des ‘Fingerprints’ rechtlich durchaus als das Umgehen/Aushebeln einer vorhandenen Kopierschutzmassnahme betrachtet werden könnte, möchte ich mich hier (wie bereits erwähnt) nicht zu möglichen Methoden äussern, welche diese besagten IDs allenfalls ‘erfolgreich’ entfernen.

    Gruss,
    MT

  16. rk sagt:

    @rk
    Ich habe es selbst getestet. Die Dateien lassen sich einwandfrei abspielen. Also zumindest jene, die ich getestet habe. Das Wasserzeichen scheint, nur aus der Email-Adresse und dem Namen in Klartext zu bestehen.

  17. Martin Thomas sagt:

    @rk

    Ich hab’ mich nach dem Lesen deiner Nachricht (welche mich zugegebenermassen im ersten Moment doch etwas stutzig machte :) erneut mit dem ‘Fingerprint’ beschäftigt und kann nun die unterschiedlichen Ergebnisse nachvollziehen.
    In der Tat ist es bei ‘einer überwiegenden Mehrheit’ meiner Testdateien gelungen ‘auf einfachste, oben angedeutete Weise’ die besagten Metadaten zu verändern ohne das Lied zu beschädigen. Klar entgegen meinen ersten Annahmem, liesse sich der gefundene Weg sogar absolut trivial für eine grosse Menge an Input-Datenmaterial automatisieren (open-find&replace-close).
    Aus rechtlichen, ebenfalls oben angeführten Überlegungen möchte ich jedoch mit Nachdruck jedem von einem, nun allfällig ins Auge gefassten Vorhaben die ID-Infos zu modifizieren klar und unmissverständlich abraten. Die von mir zu den Testzwecken verwendeten Musikdateien tragen mittlerweilen alle wieder die ursprünlichen Originalmetadaten.

    Gruss & Danke für deine erneute Rückmeldung
    MT


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  1. r.o.b.'s Kellerclub » iTunes, DRM vs. Datenschutz - 10. Juni 2010

    [...] iTunes, DRM vs. Datenschutz Robert Sideblog 07.06.2010 var flattr_wp_ver = '0.9.10'; var flattr_uid = '15377'; var flattr_url = 'http://www.kellerclub.eu/2010/.....utz/'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_hide = 0; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tle = 'iTunes, DRM vs. Datenschutz'; var flattr_dsc = '‘Without DRM’ heisst derzeitig lediglich, dass bei den Songs anstatt ‘FairPlay’ nur noch das Wasserzeichen integriert wird – es beinhaltet nach wie vor die Accountinformation des Käufers sowie das Erwerbsdatum. via apfelblog.ch Habe ich gerade per Zufall im Netz gefunden. Der Beitrag datiert zwar auf Januar 2009 zuürck, aber: Ich habe das mal bei einer meiner letzten iTunes-Einkäufe aus dem April 2010 gecheckt: das ist immer noch so! iTunes schreibt die Emailadresse, das Kaufdatum (mit Uhrzeit) und eine "ID" in die m4a-Datei. Nervtötend ist dabei total: die Kaufhistorie bleibt nicht gespeichert. Wenn meine Platte irgendwann mal futsch ist, darf ich die ganze Musik im iTunes-Store neu kaufen, statt sie über die Account-Historie erneut runter zu laden. Posted via web from r-post'; var flattr_tag = 'DRM,iTunes'; ‘Without DRM’ heisst derzeitig lediglich, dass bei den Songs anstatt ‘FairPlay’ nur noch das Wasserzeichen integriert wird – es beinhaltet nach wie vor die Accountinformation des Käufers sowie das Erwerbsdatum. via apfelblog.ch [...]



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