iPod und iTunes

Smart Baby Monitor ist gut, aber nicht perfekt

11 Kommentare 28 November 2011

Smart Baby Phone von Withings

Seit kurzem ist ja das dritte Produkt aus dem Hause Withings erhältlich. Nach der Internet-Waage und dem intelligenten Blutdruck-Messgerät kommt nun endlich, nach sehr langer Wartezeit, das Babyphone. Wie bereits bei den vorhergegangenen Produkte wird auch der Smart Baby Monitor mit einer iOS App gesteuert. Die Beschreibungen der Funktionen klingen super. Neben Standardfunktionen, welche jedes Babyphone haben sollte, gibt es auch einiges was sich ganz gut anhört. Aber eines nach dem anderen…

In der Schachtel
Die Verpackung alleine ist schon sehr aufwändig gemacht und das auspacken macht genau so wie Spass wie das Öffnen einer MacBook- oder iPhone-Schachtel. Darin befindet sich der Monitor, ein Akku, eine Vorrichtung, um den Monitor am Bettchen zu installieren und einen Sack in dem man das Zubehör bequem verstauen kann, falls man das ganze Material beispielsweise mit in die Ferien nehmen möchte. Natürlich befindet sich in der Schachtel auch eine einfache Bedienungsanleitung in diversen Sprachen.

Der Monitor selber ist sehr qualitativ verarbeitet und hätte locker den Apple-Stempel verdienen. Wenn man bedenkt wie viele Funktionen in dem effizienten und funktionalen Design untergebracht ist…

Einfache Installation
Die Installation ist kinderleicht. Wenn der Monitor eingeschaltet ist, kann man sich mit dem iPod touch, iPad oder iPhone per Bluetooth verbinden. Kaum verbunden kommt auch schon der Hinweis, dass man nun die kostenlose WithBaby App herunter laden soll. Darüber lässt sich dann alles einstellen. Es muss ein kostenloser Account erstellt werden, welcher auf allen möglichen Devices einrichten lässt. Auf den Monitor kann man über WLAN, Ethernet oder Bluetooth zugreifen. Rund 15 Minuten im Tag kann man auch per Fernzugriff auf den Monitor zugreifen, falls man ausserhalb der WLAN und Bluetooth Sendegebiets ist.

Die Funktionen
Bei den Funktionen möchte ich nicht zu sehr ins Detail eingehen weil ich zum einen hier schon darüber berichtet habe, aber natürlich auch beim Hersteller ausführlich beschrieben. Bild, Video, Bewegungen, Geräusche, Luftfeuchtigkeit und Temperatur werden vom Monitor jederzeit an das iOS-Gerät übermittelt. Man kann über einen Lautsprecher mit dem Kind kommunizieren, ein Licht in der gewünschten Farbe aufleuchten lassen und Musik (nur ein Lied) abspielen.

Bildqualität
Beim Hersteller wird die super Bildqualität angepriesen. Bei hellen Räumen mag das durchaus sein, in der Nachtsicht lässt die Qualität aber merklich nach, insbesondere wenn man das Bild per Finger-Gesten vergrössert. Hier konnten die Hersteller nicht besser abschneiden als ein besseres Babyphone mit Videoübertragung.

Tonqualität
Auch beim Ton verspricht Withings einen kristallklaren Ton und das störende Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden. Das kann ich nicht bestätigen. Ein ständiges, leichtes Rauschen wird immer mit gesendet. Übrigens, Bild und Ton wird rund eine Sekunde verzögert übertragen. Ist weiter nicht schlimm, Babyphones sind aber schneller.

Alarmierung mit (zu)vielen Möglichkeiten
Über die iPhone App kann man sich die Alarmierung einstellen lassen: Geräusche, Bewegungen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei allen vier Alarmierungen kann man sich eine definierte Spannweite einstellen lassen, ab wann man sich alarmieren lassen will. Beispielsweise bei Geräuschen ab Level XY und dieser mehr als 5 Sekunden dauert…

Eine Alarmierung äussert sich in einer iOS-Nachricht auf dem iPod touch, iPhone oder eben dem iPad. Angenommen bei Schlaf ist gut und die iTochter weint seit 15 Sekunden. Dann habe ich eine popelige Nachricht auf dem iPod touch. Ist dieser nicht gerade auf voller Lautstärke, so könnte es sein, dass ich das tatsächlich verpenne. Wenn ich mich nicht nur auf die Nachricht verlassen will, dann kann ich auch einfach den Ton und/oder Video auf dem iPod touch laufen lassen. Wie gesagt wird der Ton aber mit einem rauschen begleitet. Damit ich noch schlafen kann, muss die Lautstärke herunter geschraubt werden. Hier muss ich noch die perfekte Balance finden zwischen “nichts wichtiges verpassen” und “normale Geräusche ausblenden”…

Da ist dann so ein normale Babyphone einfacher gestrickt. Passiert nichts, bzw. keine Besonderheiten, so ist das Babyphone auf Standby. Wird die iTochter laut, so geht der Monitor an und der Ton wird aus dem Kinderzimmer übertragen. So werde ich auch aus dem Tiefschlaf wach. So was wünschte ich mir jetzt noch für den Smart Baby Monitor…

Die Software wird weiter entwickelt
Kaum hatte ich den Smart Baby Monitor online, schon wurde mir mitgeteilt, dass für den Monitor ein Update zur Verfügung steht. Mit anderen Worten, ich bin zuversichtlich, dass die Tonqualität noch verbessert werden kann. Vielleicht können die Entwickler von Withings der App auch noch beibringen etwas entschlossener die schlafenden Eltern zu wecken wenn der Nachwuchs Laute von sich gibt… Vielleicht liegt das aber an Apple, dass solche Aktionen gar nicht zugelassen werden…

Mein Fazit
Der Smart Baby Monitor ist ein super Babyphone mit wunderbaren Funktionen und einer übersichtlichen Steuerungs-App. Dank dem Einsatz von Withings gibt es nun auch keine Frequenzprobleme zwischen dem herkömmlichen Babyphone und dem WLAN, da der Smart Baby Monitor ja auch über das WLAN arbeitet. Leider kann ich den Monitor von Withings nicht ausnahmslos empfehlen. Wie gesagt, die Alarmierung kann zwar sehr fein eingestellt werden, die tatsächliche Alarmierung müsste aber noch etwas entschlossener sein. Naja, in den nächsten Tagen werde ich das ganze noch weiter ausprobieren und testen.

     


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+Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Blogger, Apple Evangelist, Social Media Manager bei MySign AG, Twitterer, Vater und Ehemann.

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11 Comments so far

  1. Manuel sagt:

    Danke für den Tets, hört sich ja gar nicht so schlecht an. Was ich nicht verstehe ist diese Passage:
    “Rund 15 Minuten im Tag kann man auch per Fernzugriff auf den Monitor zugreifen”
    Sind am Tag nur 15 Minuten vom Hersteller/Server erlaubt, oder was soll das bedeuten?

  2. kusmi sagt:

    Gibt es schon Preise, wieviel es kostet, wenn man mehr als 15 min am Tag “Fernzugriff” haben möchte?

  3. Renato sagt:

    @Manuel: Über das eigene WLAN und Bluetooth kannst Du unbegrenzte Zeit mit den iOS-Geräten auf den Monitor zugreifen. Damit der Zugriff aber beispielsweise vom Büro aus funktioniert, muss das Signal über das Internet gesendet werden. Damit das mit dem Zugriff ohne grosse Installation gemacht werden kann, geht das Signal über Withings. 15 Minuten pro Tag von diesem Internetzugriff wird von Withings zur Verfügung gestellt. Wer mehr will, muss bezahlen. Die Preise sind bislang leider noch nicht bekannt.

  4. dem sagt:

    scheisse ihr habt echt einen Schaden. Den Ortungs chip schon implantiert?

    Und zum Glück hab ich keine iTocher, die ist nämlich vom mir und nicht vom Apfel.

  5. degoethe sagt:

    Bin gespannt auf weitere Berichte zum Babyphone von Withings – übrigens, hast du das Ding direkt über den Webshop der Seite gekauft? Preis/Lieferung irgendwelche Probleme gehabt? Habe irgendwo gelesen, dass das Ding erst ab dem 15. Dezember lieferbar ist. Stimmt das wohl nicht? Ich will so ein Ding, jedoch habe ich noch etwas Zeit, bis “MyBaby” auf die Welt kommt :-)

  6. Manuel sagt:

    Bei dem Preis noch zusätzlich für eine Netzübertragung Geld zu verlangen ist echt ein Witz!
    Aber grundsätzlich finde ich es eine Gute Idee! Die Wlan Geschichte oder Bluetooth wird in meinen Räumlichkeiten aufgrund der Entfernung und den massiven Betonzwischendecken nicht funktionieren.

    @dem: Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen :-)

  7. dem sagt:

    @Manuel

    Jaja, aber das Ding strahlt wie ein Weihnachtsbaum in der Mikrowelle. Und den ganzen Plunder wie Temperatur oder Luftfeuchte braucht kein Mensch. Aber die wichtigsten funktionen wie Reichweite oder das es nur angeht wenn was ist kann es nicht. Ich sag dir das Ding wird dich zu Tode nerven.

    Ausserdem viel Spass beim Baby kochen.

  8. miro sagt:

    nach meiner erfahrung mit dem izon würde ich mir kein wlan babymonitor mehr kaufen: unstabil, verzögerungen, unmobil (unbrauchbar in hotels ohne wlan. bluetooth ist die reichweite bekanntlich auch nicht kilometerweit), und dies noch bei den heutigen akkuproblemen des iphones… ;-) habe mir schlussendlich bei digitec ein philips scd600 für 180 stutz gekauft, und bin super happy damit (withings ist bei knapp 400 stutz…). übrigens… wer ein occ. izon möchte, darf sich gerne bei mir melden! ;-)

  9. Manuel sagt:

    @dem
    Ich gebe Dir in vielen Punkten recht, wenn ich mir ao ansehe wieviele Elektrogeräte (Funk, kabelgebunde Geräte, Dect oder alleine die Netzteile etc.) so bei mir im Haus verteilt sind. Bei meinem ersten Babyphone habe ich noch darauf geachtet, dass es kein Dect-Gerät ist, mitlerweile habe ich dafür drei Telefonmobilteile plus Basisstation, die vielleicht nicht im Zimmer der kleinen sind, tagsüber aber auch immer häufiger als Spielzeug genutzt werden…

  10. Oliver Bornhauser sagt:

    In den kommenden Tagen steht die Geburt unseres 2. Kindes an. Seit Monaten sind wir mittlerweile am überlegen ob eir uns nicht dieses Babyphone holen sollen.

    Zur Zeit hindert uns der Preis von knapp CHF 400.- noch daran. Ein wirklich gutes Babyphone ohne Kamera bekommt man doch für knapp die Hälfte…

    Jetzt ist halt die ob dieser Mehrpreis gerechtfertigt ist oder nicht?!?

  11. Renato sagt:

    @Oliver, hast Du den Artikel gelesen? Darin müssten eigentlich alle Elemente enthalten so das Du Dir ein eigenes Bild darüber machen kannst, ob der Mehrpreis gegen ist oder nicht… Wenn Du konkrete Fragen hast, kann ich Dir sicher weiterhelfen. Und im übrigen, meiner Meinung nach hilft ein Bild zu den Geräuschen schon…


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