Mrz 08

Gestern wurden bekanntlich die Oscars an die Filmschaffenden verliehen. Die Werbepause nutzte Apple um den ersten iPad Werbespot zu zeigen. Das hat schon Tradition, denn bereits 2007 nutzte Apple die Möglichkeit den ersten iPhone Werbespot zu zeigen. Wie Macprime.ch entdeckt hat, kommt auch die Schweiz ein bisschen im Werbespot vor, denn es gibt eine E-Mail “Winter Vacation in Switzerland” auf dem iPad. Den Werbespot gibt es gleich hier unten als YouTube Film oder wie gewohnt bei Apple selber.

Auch Steve Jobs selber liess es sich nicht nehmen an den Oscar-Verleihungen teilzunehmen.

Bildquelle: 9to5mac.com

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Feb 23

Steve Jobs fragte den ehemaligen Apple Mitarbeiter und Experten für Gestaltung von Bedienoberflächen Alan Kay nach seiner Meinung zum iPhone.  Kay meinte dann:

Make the screen five inches by eight inches, and you’ll rule the world.

Einige Leute, welche sich mit den Bedienobflächen und Eingaben von Computergeräten beschäftigen, sind der Meinung, dass das iPad die einfachste Art und Weise sei, einen Computer zu bedienen. Das sieht auch Evan Doll so. Die Benutzereingabe sei so einfach, dass rund 95% der Bevölkerung mit dem iPad arbeiten kann.

Die folgende Slideshow von Evan Doll könnt Ihr auch als Präsentation via iTunes U ansehen.

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Feb 18

Auch wenn Steve Jobs bei gewissen Apple-Jünger als Gott verehrt wird und er als CEO schon diverse Preise abgeräumt hat, so wissen wir spätestens seit dem Buch Apple – Streng vertraulich, dass auch er nicht unfehlbar ist und sich gerne auch mal auf Kosten anderer durchsetzt. Bei Wired hat man seine letzten sechs Falschaussagen zusammengetragen:

  1. Ein Computer für 500 Dollar ist nichts wert!
    In einer Telefonkonferenz im Jahr 2008 erklärte Steve Jobs, dass ein Rechner für 500 US-Dollar nur ein Haufen Schrott sein könne. Da frage ich mich doch, ist das iPad nur Schrott, oder sind die Herstellungkosten seit 2008 derart gefallen?
  2. Apple plant kein Tablet!
    Mr. Jobs meinte 2003 an der “All Things Digital”-Konferenz: ”Wir haben keinerlei Pläne für einen Tablet. Es ist eindeutig erkennbar, dass die AnwenderInnen eine Tastatur wollen…Wir schauen uns die heutigen Tablets an und denken, dass sie scheitern werden.”
    Aber schon 2004 beantragte Apple ein Patent für ein Touchscreen Tablet.
  3. Kein Interesse am Mobiltelefon
    Jobs erklärte im selben Gespräch (siehe Tablet oben), dass Apple nicht  in die Handybranche einsteigen werde: “Wir haben sehr viel Druck vom Markt gehabt, um einen PDA zu produzieren. Was die Leute wirklich wollen, ist Daten immer mit dabei haben. Wir glauben, dass Handys diese Informationen tragen werden. Aber wir glauben nicht, dass wir im Handygeschäft erfolgreich sein würden. Wir haben uns stattdessen entschieden, die bestmögliche Synchronisationssoftware zwischen den unterschiedlichen Endgeräten zu schreiben. Wir haben uns entscheiden den iPod anstelle eines PDAs zu fertigen.
  4. Die Leute wollen nicht mehr Lesen
    2008 meinte Jobs zum Kindle: “Es ist egal, wie gut oder schlecht Produkte sind, die Leute wollen einfach nicht mehr Lesen. Vierzig Prozent der US-AmerikanerInnen lesen ein Buch oder weniger im Jahr. Das ganze Konzept (von Amazon) ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil die Leute eben einfach nicht mehr Lesen.
    Scheinbar hat sich Steve Jobs nun doch anders entschieden…
  5. Keine Filme auf kleinen Displays
    Der Apple CEO war der Meinung, dass die Videofunktionalität im iPod überflüssig sei: “Ich glaube nicht, dass die Menschen auf derart kleinen Displays Filme schauen wollen.
  6. “Wir müssen keine weiteren Neuerungen inkludieren”
    Im September 2009 fragte der New York Times Journalist David Pogue Steve Jobs, warum man den iPod nano mit einer Kamera ausgestattet hat, nicht aber den iPod touch! Jobs antwortete: “Wir müssen keine weiteren Neuerungen und Funktionen integrieren, wir müssen den Preis niedrig halten.” Kurz darauf kam das Gerücht auf, dass die Kamera für den iPod touch angedacht war, sie aber wegen technischen Schwierigkeiten doch nicht eingesetzt wurde. Vielleicht kommt die Kamera ja demnächst?

(via und via)

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Feb 17

John Gruder, der Profi-Blogger hinter Daring Fireball hat an der Macworld Expo 2010 die Schwachpunkte von Apple aufgezählt. Das sind die 10 dringsten Probleme von Apple:

  1. Steve Jobs
    Nicht nur Gruber hält Steve Jobs für unersetzlich! Früher oder später muss es aber ohne Mr. Jobs weiter gehen. Interessanterweise funktioniert Pixar sehr gut ohne die strenge Hand von Steve Jobs, warum aber klappt es bei Apple (angeblich) nicht?
  2. AT & T
    Mit AT & T hat sich Apple einen Partner ausgesucht, welcher grosse Probleme hat überhaupt die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen. Auch sonst kämpft der amerikanische Telekom-Riese mit Support- und Service-Problemen. AT & T ist auf das iPhone angewiesen und Apple weiss das ganz genau. So ist in der Lage die eigenen Bedingungen dem Mobilfunkunternehmen aufzuzwingen. Vielleicht schluckt Apple AT & T bald einmal?
  3. Computer
    Gruber ist überzeugt vom iPad. “Es ist wirklich, wirklich gut”, schwärmte er. Er befürchtet aber auch, dass das iPad die einfachen MacBook konkurrieren wird. Ähnliches hat sich Apple schon einmal abgespielt. Damals verdrängte der Mac Computer den erfolgreichen Apple II. Kommt es wieder zu einem Showdown zwischen zwei Apple Produkten oder können die zwei Geräte nebeneinander exisitieren?
  4. Der App Store
    Es gibt grundsätzlich, wie schon oft hier im ApfelBlog erwähnt, zwei Fronten. Die einen sind dafür, dass Apple sich öffnet wie Google mit dem Android-Martplatz. Alles was eingereicht wird, kann vom Endbenutzer heruntergeladen und genutzt werden. Egal ob es stabil, sicher oder ein Trojaner-Programm ist. Die anderen Schätzen die Kontrolle für mehr Sicherheit und Kontrolle, auch wenn es keine Garantie bringt. Schliesslich gibt es ja geschlossenere System, oder habt Ihr schon mal probiert ein Programm für die Nintendo Wii einzureichen?
  5. Sicherheit
    Gruber will nicht messen, welches Betriebssystem das sicherste ist. Was ihm sorgen bereitet ist die Tatsache, dass Apple immer sehr, sehr zögerlich und langsam auf aufgedeckte Sicherheitslücken reagiert. John Gruber ist klar der Meinung, dass ein Unternehmen wie Apple bei bekannten Schwachstellen als Erster das Problem lösen muss.
  6. Mobile Me
    Klar, für die Synchronisierung des iPhone mit dem Mac ist Mobile Me toll. Aber was ist der Sinn von Mobile Me Web-Anwendungen? Wenn man am Mac sitzt, benutzt man Mail und Kalender und nicht Mobile Me! Wäre die Positionierung und der Mehrwert klarer, wäre Mobile Me wohl auch ein grösserer Verkaufserfolg!
  7. Backups
    Wer es schon erlebt hat weis, ein Datenverlust ist eine regelrechte Tragödie. Time Capsule ist die richtige Idee, aber es ist nicht wirklich eine Lösung für alle diejenigen Benutzer, welche nicht einmal wissen, dass sie ihr iPhone mit dem Mac synchronisieren sollten um die Daten zu sichern.
    Gruber sagt: “Letztlich die langfristige Lösung besteht darin, die Daten in der Wolke zu sichern”. Schliesslich gibt es ja schon Gerüchte, dass Apple eine Server-Farm aufbaut. Vielleicht bekommt dann auch Mobile Me eine weitere Daseinsberechtigung?
  8. Apple TV
    Nicht umsonst wird die Apple TV als Stiefkind von Apple betitelt. Gruber findet aber lediglich das Angebot zu mager! Technisch gesehen wäre eine Annäherung an die sonstigen Fernsehgewohnheiten (Sendungen aufnehmen) wohl auch Verkaufsfördernd, aber würde Apple mehr Inhalte wie Filme, Serien, etc. für den iTunes Store akqurieren, dann wäre die Apple TV wesentlich atraktiver! Besonders wir in der Schweiz können davon ein lied singen. Schliesslich haben wir weder Filme noch Serien! Lediglich Podcasts. Und solange sich daran nicht ändert, sehe ich auch absolut keinen Grund, warum ich mir eine Apple TV kaufen soll.
  9. Erzrivalen
    Damit ein Unternehmen hungrig und innovativ bleibt, braucht es direkte Konkurrenten! Gruber befürchtet, dass Apple inzwischen so gross und mächtig ist, dass es kaum noch Mitbewerber fürchten muss.
    Ich denke mit dem Palm WebOS und Google Nexus (Android) wurde Apple gezeigt, dass es auch anders, bzw, ohne iPhone geht.
  10. Credits
    Dieser Punkt mag wohl händeringend gesucht wirken, aber dennoch sollte das Problem angesprochen werden. In keinem Programm aus dem hause Apple werden die Programmierer und Personen genannt, welche an der Herstellung beteiligt waren. Es handelt sich noch um ein Überbleibsel aus der erfolgreichen Dotcom-Zeit als gute Programmierer zu dutzenden von Headhunter abgeworben wurden. Software ist eine Art von Kunst. Und deshalb sollten die Künstler die Möglichkeit haben, ihre Arbeit zu unterzeichnen.

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Feb 13

Im Trailer zum neuen Disney Pixar Animationsfilm Toy Story 3 hat der ApfelBlog Leser Thiago den iMac entdeckt. Das Appel Apple Logo wurde zwar durch Post-It Kleber verdeckt, aber es lässt sich trotzdem die alte Plastik-Generation des iMac erkennen.

Im zweiten Bild kann man auch die alte Apple Tastatur erkennen.

Den Kenner mag das nicht verwundern, denn Steve Jobs hat Pixar aufgebaut und den lukrativen Deal zwischen Disney und Pixar unter Dach und Fach gebracht und sitzt dadurch im Verwaltungsrat von Disney. So kommen immer wieder kleine Hinweise zu Apple in den Pixar Filmen vor, wie beispielsweise bei Wall-E!

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Feb 01

Was will man dazu noch sagen?

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Jan 27

Bildquelle: Engadget.com

Tatsächlich ist nun endlich eingetroffen worüber in der Apple-Szene seit 8 Jahren gerätselt wird! Das Apple Tablet iPad! Die Marketing-Leute von Apple haben sich alle Mühe gegeben die Fans, Medien und Mitbewerber an der Nase herum zu führen. Lange wurde vermutet das Tablet heisst Slate, oder iSlate. Daraus wurde nix und der Microsoft CEO Steve Ballmer hat das HP Tablet vergebens Slate genannt… ;-)

iPad – Die Übersicht
Das iPad ist die perfekte Verschmelzung von iPhone und MacBook. Von aussen gesehen sieht das Tablet tatsächlich wie ein zu grosses iPhone aus. Das Betriebssystem sieht zuerst aus wie das iPhone OS mit den Icons. Aber… Hinter den Icons verstecken sich iPhoto, iTunes, Maps, Cal und Mobil Safari in einem schönen und grosszügigem Design. Alle Bedienungselemente sind ebenfalls gross genug gemacht um sie bequem mit dem Finger zu bedienen.

iPad – Die Kosten
Das wichtigste zuerst! Ein iPad Tablet gibt es bereits ab 499 US-Dollar. Weltweit kann das iPad mit Wifi in 60 Tagen gekauft werden. Die noch mobilere Variante mit Wifi und 3G ist in 90 Tagen erhältlich!

  • iPad – Wifi, 16GB: 499 $
  • iPad – Wifi32GB: 599 $
  • iPad – Wifi64GB: 699 $
  • iPad – Wifi und 3G, 16GB: 629 $
  • iPad – Wifi und 3G, 32GB: 729 $
  • iPad – Wifi und 3G, 64GB:  829 $

iPad – Die Technik
Schauen wir uns einmal das technische an. Gerade einmal 1,3cm dick ist das iPad und wiegt leichte 680 Gramm. Angetrieben wird das Tablet von einem 1GHz Apple A4 chip Prozessor und hat Flash-Speicher in den Grössen 16, 32 und 64GB! Kommunizieren kann das iPad wie Bluetooth 2.1 + EDR und Wifi im 802.11n Standard. Zudem verfügt das Tablet über Lautsprecher, ein Mikrofon und einem Kopfhörer-Anschluss. Sagenhafte 10 Stunden Laufzeit bietet das iPad und über einen Monat Standby Zeit! Damit kann man also locker über den grossen Teich nach Amerika fliegen und die ganze Zeit Spiele spielen oder einen Film nach eigener Wahl schauen. Die Airlines können also das Board Entertainment System ausbauen…

Es wird auch iPad Modelle geben, welche mit dem 3G Mobilfunkstandard kommunizieren können. Aber keine Angst, alle iPad kommen ohne Sim-Lock und sollen im internationalen Markt per Juni zusammen mit Mobilfunkanbieter angeboten werden. Das Tablet kann per GSM Micro SIM’s ins mobile Funknetz einsteigen. Also brauchen wir eine neue Sim-Karte!

iPad – Die Programme
Gerade die beiden Programme iCal (Kalender) und Adressbuch (Kontakte) sehen sehr spannend aus. Sie wirken wie Bücher. Ich bin wirklich gespannt wie einfach sich die Daten darin pflegen lassen! Das Kartenprogramm kennen wir so bereits vom iPhone, nur ist es einiges Grösser. Ebenfalls sehr grosszügig sind Mail, Safari und iTunes ausgefallen.

Hier noch ein paar weitere nennenswerte Programm für den iPad:

  • Sämtliche Apps aus dem iTunes App Store sind auf dem iPad Lauffähig. Man kann sie klein laufen lassen, oder Fullscreen, wobei dann die Optik etwas leidet. Neuere Programm sind extra für das iPad hochauflösend gemacht!
  • Sehr interessant sind auch neue Malprogramme wie Brushes. Damit lässt sich mit den Finger malen… und wie schön!
  • Das Beispiel der New York Times Zeitung war leider nicht so innovativ wie gedacht, aber sehr angenehm zum lesen!
  • Apple lobt die Vorarbeit von Amazon mit dem Kindle, klopft Ihnen auf die Schultern und präsentiert sofort das Programm iBooks. Natürlich handelt es sich um einen E-Book Reader. iBooks hat schon eine ganz schöne Menge an Bücher zu lesen und es werden noch mehr folgen…

iPad und iWork
Mich hat das persönlich sehr erstaunt. Mit dem iPad soll auch gearbeitet werden! Apple hat dafür eigens ein neues Interface gebaut, damit man die programme Keynote, Pages und Numbers auch per Finger einfach bedienen kann! Die drei Apps kosten je nur rund 10 Dollar.

iPad – Die Synchronisation
Photos, Musik, Filme, TV Shows, Kontakte, Kalender, Bookmarks und Applikationen werden wie gewohnt zwischen dem iPad und iTunes synchronisiert. Für das iPad gibt es auch ein Dock und per Aluminium Bluetooth Tastatur kann man auch ganz bequem grössere Texte eingeben.

Fazit
Die Apple Keynote hat genau das gebracht, worauf die meisten von uns schon lange gewartet haben. Ein Tablet. Wie erwartet ist es ein grosses iPhone mit einer besseren Eingabemöglichkeit. Es gibt spezielle Apps, man kann damit überall ins Internet und Bücher lesen. Für mich etwas fragwürdig ist das Tablet mit und ohne GSM Micro SIM. Wer ein iPhone hat, kann ja eigentlich dieses per USB Kabel ans Tablet hängen und per Tethering ins Internet. Dann genügt eigentlich ein Tablet mit Wifi… So kommt man eher ans Tablet und braucht nur eine SIM-Karte, bzw. nur ein Vertrag mit einem Mobilfunkprovider. Leider verfügt das Tablet über keinen USB-Anschluss! Daher kann das iPhone nicht als Modem angehängt werden…

Ich bin schon gespannt, ob die Tablets von Swisscom und Co. auch subventioniert werden wie die Mobiltelefone wenn man dazu einen  Vertrag unterschreibet.

Enttäuscht wurden vor allem Leute, die auch gerne etwas über das neue iPhone oder eine neue Software für das iPhone gehört hätten. Offen bleibt im Moment auch noch per wann man das Tablet vorbestellen kann. Zur Zeit hat sich im Online Store noch nichts getan. Dafür wurde eine Infoseite aufgeschaltet: http://www.apple.com/ipad/ Das ist neu und aussergewöhnlich für Apple! Schade das man Produkte nicht mehr dann vorstellt, wenn man die dann auch sofort bestellen kann! Die Zeiten ändern sich…

Auf jeden Fall bleibe ich am Ball und ApfelBlog Leser erfahren natürlich sofort per wann das iPad bestellt werden kann! ich danke für die Aufmerksamkeit und würde mich freuen wenn Ihr Eure Eindrücke und Meinungen mit mir hier im Blog teilen würdet.

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Jan 20

Einer der grössten Werbe-Hits von Apple wäre beinahe in der Schublade gelandet ohne je ausgestrahlt zu werden… Aber beginnen wir am Anfang von der Geschichte.

Um dem ersten Macintosh Computer, die Ablösung für den Apple II, einen bombastischen Start zu bescheren, wollte Apple eine unvergessliche Werbekampagne starten. Für die Idee und Umsetzung wurde die Werbeagentur Chiat/Day verpflichtet, welche Apple schon seit einigen Jahren begleitet. Für den Macintosh wollte das Team einen Werbespot für den kommenden Super Bowl mit einem nie dagewesenen Drehbuch umsetzen. Als Regisseur wurde kein geringerer als Ridley Scott (Alien, Blade Runner) verpflichtet.

Im Drehbuch war vorgesehen, dass eine hübsche, athletische Heldin mit einem Hammer durch kahle Hallen rennt, verfolgt von behelmten Sturmtruppen. Sie platzt in eine Aula mit endlosen Reihen von kahlköpfigen, drohnenartigen Arbeitern welche auf einen gigantischen Fernseher schauen, auf dessen Monitor der “Big Brother” ideologische Hetzparolen verbreitet. Die Heldin schleudert den Hammer gegen den Bildschirm und die Arbeiter erblicken das Licht der Erkenntnis…

Für den Spot “1984″ benötigte Ridley Scott rund 200 Statisten, natürlich kahlköpfig… Dazu warb er echte britische Skinheads an oder bezahlte Amateurschauspieler rund 125 US-Dollar pro Tag, wenn sie sich den Kopf scheren lassen. Auch die Rolle der Heldin konnte nicht einfach besetzt werden. Alle Schauspielerinnen und Models waren nicht in der Lage den Hammer glaubwürdig in eine vorgegeben Richtung zu werfen. Doch dann kam Anja Major. Sie war früher Diskuswerferin und konnte den Hammer gezielt werfen.

Der fertige Film wurde von Chiat/Day an Steve Jobs und John Scully vorgeführt. Die beiden waren begeistert. Schnell sollte der Film dem Direktorium von Apple gezeigt werden. Doch die Mitglieder waren gar nicht erfreut. Der erste Satz nach dem Ende der Vorführung war: “Wer kümmert sich um eine neue Agentur…?”. Keiner der Vorstandsmitglieder fand den Film gut. Scully, um sich abzusichern, überlies dann zuletzt dem Marketing, namentlich William V. Campbell und E. Floyd Kvamme, die Entscheidung oder der Werbespot “1984″ laufe soll, oder doch nur der staubtrockene Spot “Manuals” gezeigt wird. Sie entschieden sich für 1984! Ihnen haben wir es zu verdanken, dass der etwas andere Werbespot nicht in einer Schublade verstaubt ist. Wäre doch schade gewesen um den rund 2 Millionen US-Dollar teuren Film!

Der Werbespot löste eine Kontroverse aus. Viele Bürger riefen bei Apple an. Was aber am besten war, viele Medien haben die Meinungen zum Werbespot in den Nachrichten aufgenommen und berichteten darüber im TV und den Zeitungen. Apple erreichte eine Publicity im Wert von rund 5 Millionen. nach Schätzungen erreichte Apple mit dem Spot und den nachfolgenden Berichterstattungen rund 50% der amerikanischen Haushalte…

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Jan 15
Jef Raskin

Jef Raskin

Was viele nicht wissen, nicht Steve Jobs und auch nicht Steve Wozniak haben dem Macintosh das Leben eingehaucht. Es war Jef Raskin der für den Macintosh gekämpft hat!

Während der grösste Teil der Apple Belegschaft 1979 mit der Entwicklung des Lisa-Computers beschäftigt war, erhielt Jef den Auftrag des damaligen Chairman Mike Markkula, einen günstigeren Computer ohne Bildschirm und ohne Festplatte zu entwerfen. Doch Jef hatte andere Pläne.

Er wollte einen Computer für gewöhnliche Anwender (PITS – Person in the Street) bauen. Man darf nicht vergessen, zu der damaligen Zeit brauchte man enormes technisches Knowhow um einen Computer aufzurüsten! Jef hat also seine Vorstellungen zu Papier gebracht und gab dem Projekt den Namen Macintosh:

  • Die Anwender sollen nie den Computer öffnen müssen. Also braucht es von aussen zugängliche Erweiterungsteckplätze (externe Ports)
  • Der Arbeitsspeicher wird so gross eingebaut, dass alle Anwendungen auf dem Rechner laufen würden
  • Bildschirm, Tastatur, Speicher und Drucker (wurde später verworfen) sollten in einem Gehäuse sein
  • Ein komplettes System mit dem man Zeichen und Grafik kontrollieren kann
  • Der Computer muss leicht genug sein, dass man in auch tragen konnte

Für Jef Raskin war Macintosh nur der Projektname, später soll der Computer als Apple V verkauft werden. Er hatte auch schon genaue Vorstellungen wann und zu welchem Preis der Computer über die Theke soll. Doch Steve Jobs hasste die Idee! Er war der schärfste Kritiker des Macintosh und war fest davon überzeugt, dass es so nicht funktionieren kann!

Raskin konnte sich bei Vorstand aber über Steve Jobs hinwegsetzen und bekam den Forschungsauftrag! Später dann hat Jobs doch noch das Potential des Mac erkannt und sich in das Team “hinein geschmuggelt”. Wohl auch weil kein anderes Team bei Apple mit Steve Jobs zu tun haben wollte. Mit diversen Aktionen und Aussagen hat er es sich damals mit den Mitarbeiter verspielt…

Auch im Mac-Projekt riss Jobs alles an sich was er konnte und teilte Raskin im Februar 1982 mit, dass er nun die Software übernehme und Raskin die Dokumentation schreiben könne. Doch Jef Raskin wurde wütend und kündigte!

Jobs verpasste zwei der ursprünglichen Auslieferungstermine und IBM konkurrierte mit einem eigenen PC den Markt. Die Spezifikationen mussten angepasst werden.

Der Traum von Jef Raskin einen 500 Dollar Computer für jedermann zu entwickeln, endete 1984 in einem 2495 US-Dollar Computer. Immerhin war der Macintosh 1000 Dollar günstiger als der Lisa 2 Computer von Apple.

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Jan 06
Ronald Gerald Wayne

Ronald Wayne (Bildquelle: Owen Linzmayer)

Im Volksmund glaubt man ja, dass Apple im April 1976 von Steve Wozniak und Steve Jobs gegründet wurde. Tatsächlich wurde Apple aber von drei Herren gegründet: Steve Wozniak, Steve Jobs und Ronald Gerald Wayne, auch eher bekannt als Ron Wayne!

Jobs arbeitete vor der Apple Gründung als freier Techniker bei Atari und hat da den rund 20 Jahre älteren Ron Wayne kennen gelernt. Mit Ron und den beiden Steves wurde also die Firma Apple gegründet. Ron erhielt einen Anteil von 10% an Apple. Ron blieb aber nicht lange bei Apple, er hatte das vertrauen in die Firma verloren, denn zu beginn sah es alles andere als rosig aus. Doch bevor Ronald Wayne ausstieg, war es alles andere als untätig.

Das erste Apple Logo von Ron Wayne

Das erste Apple Logo

Zum einen war er es, der den Gesellschaftervertrag für die Applegründer schrieb. Er hat auch das Benutzerhandbuch für den Apple I geschrieben. Aber, Ron war es auch der das erste Apple Logo in einem aufwändigen Prozess zu Papier brachte.

Als Ronald Wayne ausstieg, verkaufte er seine Anteile für 800 US-Dollar. Wäre er mutiger gewesen, so hätte Ron sich bei Apple zum Millionär machen lassen können. Mit seinen Anteilen, dem Börsengang 1980, der Aktiensplittung am 15. Mai 1987, wäre sein Vermögen 1991 bei ca. 244 Millionen US-Dollar gewesen. Selbst beim Aktien Tiefstand von nur 12,75 Dollar pro Aktie wäre der Anteil von Ron noch 42,5 Millionen US-Dollar wert gewesen.

Doch Ron bereut seinen Ausstieg damals gar nicht! Er fest überzeugt, dass er mit den Informationen von damals richtig gehandelt hat. Die beiden Steves hatten kein Geld, die Gläubiger standen vor der Türe und um die ersten Aufträge abzuwickeln fehlte das Geld um das fehlende Material einzukaufen…

Wenigstens bekam Ron noch rund 1800 Dollar, als die 1976 gegründete Apple Partnerschaft am 3. Januar 1977 in eine Gesellschaft umgewandelt wurde. Das ganze hatte einen juristischen Hintergrund, so das Ron später keine Ansprüche mehr erheben kann.

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