Datenschutz bei Apple.

Datenschutz bei Apple.

Tim Cook Apple

Egal welches Unternehmen, egal welcher Internetdienst, all buhlen um die Gunst der Benutzer und wollen sich in Sachen Datenschutz transparent zeigen. Auch Facebook geht neue Wege und will die neuen AGBs möglichst gut den Benutzer erklären. Denn gerade das grösste Social Network steht immer in der Kritik zu viele Daten der Benutzer haben, obwohl wahrscheinlich Google einiges mehr über die Benutzer weiss als Facebook.

Auch Apple gerät immer wieder mal in die Kritik bezüglich Bewegungsdaten der iPhones oder den neuen Internetdiensten in der iCloud. Spätestens seit definitiv bekannt ist, welche Informationen die NSA über uns hat, steht auch Apple in der Kritik Daten an die Regierung weiterzugeben.

Dem versucht nun Apple mit Transparenz entgegen zu wirken. Tim Cook persönlich erklärt in einem offenen Brief wie Apple mit den Daten umgeht. Auf einer weiteren Seite werden alle Dienste erklärt und wie bezüglich der Verwendung der Daten im Vergleich zu den Mitbewerber steht. Ohne es zu nennen, wird mit Google verglichen. Bei Google sind alle Dienste kostenlos, wobei Google alle Inhalte der Benutzer (anonym) analysieren kann um passende Werbung anzuzeigen. Etwas was Apple nicht tun muss, weil es keine Werbung gibt in den bezahlten Services. Dazu gibt es eine Seite, auf der genau erklärt wird, wie man die eigenen Geräte und Dienste so einstellt, dass die Privatsphäre geschützt ist. Es wird auch gezeigt, wie man mit Anfragen von Behörden zu Benutzeraccounts umgeht. Zu guter Letzt kann man sich noch die aktuellen Datenschutzrichtlinien im Detail anschauen.

Apple sucht die Distanz zu Google und bekräftigt keine Hintertüren für Regierungen zu öffnen und auch die Werbeindustrie kommt nicht an relevante Daten. Und einmal mehr gibt sich Apple aussergewöhnlich transparent. Was haltet ihr von der Offensive?

 

  • Tom

    Also wenn ich das richtig verstehe, dann ist iCloud Mail a) nicht (oder nur zum Teil) auf Apple eigenen Servern gespeichert und b) als einziger Dienst nur in der Übertragung verschlüsselt, während es die gespeicherten Nachrichten nicht sind. Das finde ich doch ziemlich seltsam, dass Apple einerseits damit wirbt, dass mein Kalender und die Kontakte verschlüsselt gespeichert sind, während es meine Emails nicht sind. Wo werde ich wohl eher sensible Daten dabei haben? Ein Schelm wer dabei Böses denkt, vor allem scheint sich Apple des Problems durchaus bewusst zu sein, sonst wäre Mail in der Übersichtstabelle nicht ganz unten und noch hinter iTunes in der Cloud gelandet. Oder sehe ich das etwa falsch? Andererseits, welche Alternativen gibt es an wirklich sicheren IMAP Servern?

  • Capo

    Alle grossen Firmen machen viel in sachen Datenschutz.

    Da ist weder Google, noch Apple oder Facebook besser oder schlechter.

    Die Daten werden überall ausgewertet. Jede Firma die auf diesem Goldhaufen sitzt würde ihn nutzen.

    Bei Apple bezahlt man für die Dienste, bei Google sieht man Werbung.

    Was für einen besser passt muss jeder selber entscheiden.

  • Wo Werbung geschaltet wird, werden die Daten (anonymisiert) an Werbetreibende weitergegeben, damit diese gezielt Werbung schalten können. Bei Facebook geht es noch weiter und das eigene Profilbild wird für Werbung verwendet. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Aber ja natürlich, am Ende muss jeder selber wissen was er will. Wichtig ist nur, dass man sich gut informiert.

  • name

    Apple ist nicht in der Lage, Daten, auf welche sie selbst oder Dritte zugreifen können, in irgend einer nennenswerten Art zu schützen. Insofern sind auch jegliche Aussagen zu ‚Datenschutz‘ sachlich vollständig belanglos, solange das Unternehmen nicht zusichern kann/darf/will, dass nach ihrem besten Wissen weder sie noch Dritte auf die ’schützenswerten‘ Informationen zugreifen können. Der ‚Vertrauensbonus‘ von welchem ggf. einige Unternehmen einst, wie sich in nahezu jedem Falle herausstellte ungerechtfertigterweise, profitierten, ist verspielt worden: Kein auch nur halbwegs intelligenter Mensch würde derzeit irgendwelche ’schützenswerte Informationen‘ zu Apple, Google, etc. tragen; dass es den IT-Global-Player noch verhältnismässig gut geht, ist m. E. dem Umstand geschuldet, dass vielen Leuten den Anfall von best. Daten sowie dessen Wert (und somit deren ‚Schutzbedürftigkeit‘) schlicht nicht bewusst ist… und vielleicht gibts ja doch nicht so viele intelligente Leute.

  • DaFel-IT

    Je mehr private Daten ein großes Unternehmen besitzt desto mehr muss es sich auch um die Sicherheit kümmern. Wäre nicht das erste mal das sich daran jemand zu schaffen macht.

    Auch wenn man für einen Dienst bezahlt heist das noch lange nicht das die Daten nicht weiter gegeben werden. Ich denke nicht das jeder das Kleingedruckte liest, wenn er einen Vertrag abschließt…

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