Der neue Mac Pro ist wirklich neu. Komplett neu.

Der neue Mac Pro ist wirklich neu. Komplett neu.

Mac Pro

Den neuen Mac Pro durften wir schon vor einiger Zeit bestaunen und nun sind auch die Details da. Unter anderem auch der Preis.

Mit dem neuen Mac Pro hat Apple den Desktop-Computer wie wir ihn bis dahin kannten in Frage gestellt. Warum immer die Tower-Gehäuse? Warum die Innereien nicht nach Funktionen oder Problem-Lösungen anordnen? Dabei kam der Zylinder heraus. Ein bemerkenswerter kleiner Zylinder muss man dazu sagen. So klein und so speziell, dass man auf dem engen Schreibtisch gerne einen Platz frei macht für das kleine Kraft-Wunder.

Für Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple, ist der Mac Pro der Beweis, dass Apple nichts an Innovationskraft eingebüsst hat:

Der neue Mac Pro ist unsere Vision der Zukunft des professionellen Desktops, alles an ihm ist neu konzipiert worden und es gab niemals zuvor etwas Vergleichbares. Der neue Mac Pro packt bis zu 12-Kern Xeon CPUs, Dual FirePro GPUs, ultraschnellen ECC-Arbeitsspeicher, neuen PCIe Flash-Speicher, Thunderbolt 2 Erweiterbarkeit und vieles mehr in ein radikal neues Design, das nur einem Achtel der Grösse der Vorgängergeneration des Mac Pro entspricht.

Aber auch aussenstehende sind vom kleinen Mac pro überzeugt. Grant Petty, CEO von Blackmagic Design, meint:

Von der rasend schnellen Performance von DaVinci Resolve bis zu Videoaufnahmen mit UltraStudio 4K in Echtzeit stellt der Mac Pro eine Revolution bei professionellem Desktop Design und Leistung dar.

Bill Collis, CEO von The Foundry, sagt:

Mit den neuen GPUs der Dual-Workstation-Klasse des Mac Pro haben wir gesehen, dass MARI fünfmal schneller läuft und damit ein flüssiges Zeichnungs-Erlebnis schafft, wie wir es zuvor noch nie gesehen haben.

Auch James Lee, CEO von PROMISE Technology, ist glücklich:

Mit 20 GBit/s bläst der Mac Pro mit Thunderbolt 2 alles andere vom Markt und verändert die externe Speicherlandschaft komplett.

Das markante, runde Gehäuse kommt daher, dass die Komponenten um einen vereinheitlichten Wärmekern angeordnet sind. Ein Lüfter zieht sehr effizient Luft in das Gehäuse und macht den Mac Pro so leise wie einen Mac mini, oder fast halb so laut wie der bisherige Mac Pro.

Auch Kraft hat der neue Mac Pro genug, denn er bietet 4-Kern, 6-Kern, 8-Kern oder 12-Kern Intel Xeon Prozessoren, die mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 GHz die doppelte Geschwindigkeit von Gleitkomma-Berechnungen liefern als die vorhergehende Generation des Mac Pro. Zwei AMD FirePro-GPUs mit bis zu 12GB Videospeicher bieten bis zu 7 Teraflops an Rechenleistung und bis zu acht Mal bessere Grafikleistung als die bisherige Mac Pro Generation. OpenGL und OpenCL sind in OS X Mavericks optimiert um die volle Computingleistung der neuen Mac Pro CPUs und GPUs auszuschöpfen. Auch der Arbeitsspeicher kann auf 60GB RAM aufgerüstet werden. Die Rechenleistung gegenüber dem Vorgängermodell wurde mehr als verdoppelt. Über die Anschlüsse an der Rückseite des Mac lassen sich bis zu 36 Geräte an den Mac Pro koppeln. Unter anderem drei 4K Displays, oder sechs Thunderbolt Displays.

Preise & Verfügbarkeit

Der neue Mac Pro wird im Dezember über den Apple Online Store, die Apple Retail Stores und über ausgewählte autorisierte Apple Händler verfügbar sein. Der Mac Pro ist mit 3,7 GHz Quad-Core Intel Xeon E5 Prozessor mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten bis zu 3,9 GHz, dualen AMD FirePro D300 GPUs mit jeweils 2GB VRAM, 12GB Arbeitsspeicher und 256GB PCIe-basierten Flash-Speicher ab CHF 3’399.- verfügbar; und ist mit 3,5 GHz 6-Core Intel Xeon E5 Prozessor mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten bis zu 3,9 GHz, dualen AMD FirePro D500 GPUs mit jeweils 3GB VRAM, 16GB Arbeitsspeicher und 256GB PCIe-basierten Flash-Speicher ab CHF 4’499.- verfügbar.

Ganz schön teuer, aber ganz viel Kraft steckt in dem Zylinder! Ist der Mac Pro für euch ein Go oder No-Go?

  • Tino

    Ich finde den neuen Mac Pro sehr spannend und ehrlich gesagt reizt mich das Teil schon auch wenn es eigentlich schon fast übertrieben ist. Auf der anderen Seite ist der Preis doch ganz schön anständig und mit dem Mac Pro alleine wäre es bei mir nicht getan. Die vielen Daten (RAW-Dateien) müssten auch noch irgendwie passend und mit der nötigen Geschwindigkeit ausgelagert werden. Genau den Punkt habe ich nach der ersten Vorstellung auch als negativ angeschaut, doch mittlerweile bin ich der Meinung, dass die Richtung die Apple hier mit dem neuen Mac Pro einschlägt doch die richtige ist. Im wirklich proffesionellen Umfeld wo mit sehr viel Daten gearbeitet wird, dürften mit grosser Wahrscheinlichkeit der Platz für interne Festplatten auch nicht immer ausgereicht haben.

    Mal schauen wie die Geschichte dann aussieht wenn der neue auch erhältlich ist. Ich für meinen Teil werde wohl noch einen Moment mit meinem aktuellen Mac Pro 5.1 arbeiten und mich aber trotz allem weiter umsehen was es für passende externe Speichermöglichkeiten gäbe die in meine Arbeitsumgebung passen würden. Im Moment geht dabei die Tendenz in Richtung Drobo 5D, der scheint bei Fotografen sehr beliebt zu sein und auch in Sachen Geschwindigkeit anständige Werte liefern.

    Tino

  • Rainer

    Haben wollen.
    ;-)
    Leider habe ich keine Verwendung dafür – allerdings stelle ich mir die Frage, ob die Vorstellung des MacPro einen Einfluss auf zukünftige Updates des MacMini hat.
    Nicht, dass am Ende der MacMini ganz eingestellt wird. Weil die neuen iMacs ja fast nicht mehr reparierbar sind, überlege ich mir, lieber einen MacMini zu kaufen, wo man zur Not auch mal eine Festplatte bzw. SSD selber tauschen kann.
    Mein iMac ist von 2008 (bis jetzt war nie was kaputt, aber Festplatten leben ja auch nicht ewig und mit Mavericks ist er doch einen Tick zu langsam, vor allem beim Booten…).

  • Michael

    Hihi, sieht irgendwie aus wie ein Abfalleimer ;) Sorry, war der erste Gedanke, der mir grad durch den Kopf schoss. Aber ich finde auch es wird Zeit, dass die riiiiisigen viereckigen Kasten unter dem Schreibtisch mal abgelöst werden.

    Lieber hätte ich irgendwo gut verstaut einen Power-PC und dann ein kleines Streaminggerät auf dem Schreibtisch.

  • Der Vergleich mit dem Eimer (iMer) ist nicht ganz neu und tatsächlich gibt es wirklich sehr ähnliche Abfalleimer. Trotzdem, sieht sehr sexy aus auf dem Schreibtisch und wenn man was anschliessen muss, braucht man nicht unter den Tisch zu krabbeln.

  • Tom M.

    SIeht schon nett aus.. Aber was nützt mir das schöne Designerstück auf dem Pult wenn ich für externe Sieicherlösungen mangels interner (Disk-) Ausbaumöglichkeiten daneben oder unter dem Pult ein NAS oder sonstige (Thunderbolt oder was auch immer) Diskgehäuse stapeln muss?

    MIch persönlich stört die Kiste unter dem Pult zu wenig, als dass ich wegen dem „Aha“ Effekt was auf dem Pult stehen haben muss.. Just my 2 cents..

  • mike2097

    Der Preis ist keine Überraschung! Mit zwei derartigen Grafikkarten, superschnellem RAM und SSD war nichts anderes zu erwarten. Und nein, gleichwertige PCs sind nicht günstiger, wenn man sie überhaupt findet…

  • ted

    leider läuft das Teil nicht mit Windows und der Preis ist mir auch viel zu hoch. Ansonsten gute Arbeit und endlich wieder mal ein Produkt mit wow-Effekt. Und nicht langweilige Geräte Upgrades mit kaum Veränderung wie beim iPhone, iPad.

  • Dan

    Sehr schickes Ding! Jedoch finde ich lohnt sich die Investition nur für sehr aufwändige 3D Arbeiten oder Movie/Sound Produktionen.
    Der Preis ist dann völlig in Ordnung, denn mit diesen Komponenten kommt man bei einem PC etwa auf die gleiche Summe, dabei aber noch lange nicht so chic und ausgeklügelt!
    Greets!

  • Michael

    jap, sieht schon cool aus und man kann sogar Kuli und Brieföffner gleich drin aufstellen ;)

  • John Deere

    Man ja kann ja auch Windows drauf installieren. Aber wer möchte dass schon freiwillig tun? :-)))

  • ted

    dafür kann man dann bei einem normalen PC die Komponenten auswechseln wenn man mehr Leistung braucht ;) und einfach erweitern. Hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

  • Das wiederum würde ich nicht machen. Das würde die Lüftung blockieren…

  • Wobei man dank den schnellen Thunderbolt-Schnittstellen auch sehr einfach erweitern kann. Das Grafikboard könnte auch ausgewechselt werden, bloss wird der Formfaktor noch nicht unterstützt von weiteren Anbietern.

  • so

    Genau und vor lauter Kabel, externen Gehäusen für RAID und eigentlich internen Karten, CD-ROM usw braucht man einen neuen Schreibtisch und sieht den Designer Topf gar nicht mehr. Kostet dann auch das doppelte und braucht 10x soviel Strom. Und….. sieht irgendwie so richtig Pro aus. Amiga Style. :)

  • Dan

    Ja da hast du recht, jedoch kauft man sich wirtschaftlich gesehen so ein Ding ja für eine weile, dementsprechend schon so konfigueriert das es eine Zeit lang alles bietet was man braucht.

    Denn wenn du nach ein par Jahren etwas upgraden möchtest, lohnt es sich je nach dem nicht wircklich nur eine Komponente zu wechseln (natürlich nicht auf HDs bezogen), denn dan sind z.T andere Komponenten nicht mehr auf der selben Höhe, somit muss mann dan doch mehrer Sachen upgraden um das maximum rauszuholen und dann muss man sich wieder überlegen ob es sich lohnt.

    Ausser man ist ein Gamer und kauf sich alle 6-12 Monate eine neue GK, aber zum gamen kauft man sich ja auch keinen Mac ;)

  • Michael Marheine

    Professionelle Bildbearbeiter oder auch für 3D-Anwendungen … da ist das angesiedelt. Power ohne Ende …im Vergleich zu der immer gelobten Windows-Welt, die ja immer über den hohen MAC-Preis herzieht, ist der Preis eher eine Kampfansage, denn der liegt auf dem selben Niveau! Wenngleich das nicht für den Normalanwender vertretbar ist, so lohnt sich bei einem Profi-Arbeitsplatz diese Investition durchaus. Man braucht aber auch die Aufträge dazu und den Operator, vor allem die Kundenaufträge.

    Da mittlerweile alle Laptops so immens aufgerüstet haben, der Trend des Arbeitens sogar vom Home Office zum Mobile Office dreht, bedarf es nur für Wenige, sich solch ein schönes und bahnbrechendes Design(Sahne)stückchen zuzulegen.

    Nur des Designs wegen wird man es sich nicht leisten wollen. So, wie es noch bei anderen Standmodellen durchaus mal der Fall war. Zeiten ändern sich …

    Michael Marheine

    Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc., durchlebte alle Stufen vom Angestellten. Startup, Selbständigen, erfolgreichen Unternehmer bis hin zum Unabhängigen (Unternehmer)

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