Digitales Moleskine: Courier

Das Microsoft Prototyp-Tablet Courier hat ja schon vor einiger Zeit für aufsehen gesorgt. An der Idee scheint Microsoft festgehalten zu haben und ist in der Weiterentwicklung fortgeschritten. Gemäss Gizmodo befindet sich das Gerät in einer „späten Prototypenphase“. Sehr beeindruckt hat mich damals das folgende Video:

Ich persönlich bin gerne kreativ und benutze dazu auch gerne mal ein Bleistift, ein paar Farbstifte, ein Lineal und Papier. So richtig offline. Auch Weblayouts skizziere ich gerne im vornherein per Hand und erst später dann werden die entsprechenden Grafiken per Photoshop erstellt und der zugehörige Code geschrieben. Doch eines hat mich an dem Prozess immer gestört. Arbeiten, welche ich per Hand auf einen Skizzenblock zeichne, müssen danach mühsam eingescannt werden wenn ich die Arbeiten gerne teilen, oder ein Feedback per E-Mail einholen möchte. Und jetzt kennt Ihr auch schon den Grund warum ich von dem Video so beeindruckt bin.

Meiner Meinung nach scheint das Microsoft Courier Tablet, bzw. das gezeigte Programm, eine Art digitales Moleskine-Buch zu werden. Verschiedene Bilder lassen auch darauf schliessen, dass das Courier Tablet, zusammengeklappt, ziemlich die Grösse eines klassischen Moleskine-Buch hat. Auch der Umschlag und die Blätter in dem Video sind sehr an das Moleskine-Prinzip angelegt. In solchen Bücher ist man eben auch kreativ, kritzelt mal was rein, klebt Fotos und Muster rein… Genau das alles ginge danach mit dem Courier. Hier ein Foto, da ein Foto, ein bild von einer Website und dazu ein paar eigene Zeichnungen und Schriftbilder und schon steht der Prototyp für das nächste Design!

Ehrlich gesagt möchte ich genau so ein Programm auf dem iPad. Ich bräuchte nicht mal zwei Bildschirme! Mir würde es genügen wenn es einen hat. Dafür möchte ich auch darauf zeichnen können. Ähnlich wie im Video wie bei einem Malkast meine eigenen Farben zusammen mischen und nicht aus einer Palette von vorgegebenen Farben auswählen oder aus einem Farbraster… ich möchte kreativ sein und die Ergebnisse schnell teilen und digital weiter verarbeiten…

Mit Brushes für iPhone und iPad (Siehe Video ab 03:26) ist man noch weit entfernt von dem, was ich möchte.

Zugegeben, man kann da relativ einfach malen. Mir fehlt aber die Integration von Fotos und Bilder aus dem Internet. Zudem würde man auch viel Text dazu krizzeln. Das wiederum könnte mit dem Finger schwierig werden. Vielleicht bräuchte man dann für eine Moleskine App eben doch einen Stylus-Stift?

Naja, das alles sind eigentlich nur Ideen und Wünsche. Falls ein begnadeter App-Entwickler da draussen ist, der so was bauen kann und will, dann dürft Ihr meine Idee gerne übernehmen. Ich wäre nur froh, wenn Ihr mich über die Entwicklung informiert, damit ich wieder davon berichten kann und als erster die App einkaufen kann!

  • Pingback: Marc Holsten()

  • Pingback: René Stalder()

  • Pingback: Christian Deysson()

  • Pingback: Christian Deysson()

  • Pascal

    Da bin ich absolut deiner Meinung. Wenn das Microsoft Curier tatsächlich realisiert wird (anscheinend ja jetzt schon), dann muss ich mir die ganze Geschichte schon noch einmal überlegen…
    Die Frage die sich stellt; Wann würde das Gerät auf den Markt kommen?

    Vielleicht lohnt es sich ja „als Überbrückung“ ein iPad zu kaufen. ;-)

  • Don Fair

    Da mir die Moleskine Notizbücher auch sehr gefallen, hat mich der Courier recht überzeugt… Hoffe es wird ne iPad App geben, welche das selbe kann :-) sonst muss ich’s mir wohl oder über überlegen wer das rennen macht..

  • Pingback: Julian()

  • Mike

    Nach all dem Gerede von wegen Microsoft sei nicht mehr innovativ hat die Firma mit dem Courier und winMobile7 zwei sehr interessante Entwicklungen gezeigt!

    Bravo Microsoft… Ich hatte Euch schon lange aufgegeben ;))

  • Pingback: David Peyer()

  • Pingback: Andrej()

  • Pingback: Daniel Sachse()

  • Mäneluk

    Ich befürchte, das schlägt das iPad um längen, wenn es denn so fliessend läuft und alles funktioniert.

  • Wie sagte Steve Jobs schon wieder? ‚Real artists ship.‘

    Microsoft kann noch so viele schöne Konzeptvideos zeigen, so lange man das Gerät nicht kaufen kann, Konkurrenz macht das dem iPad nicht.

    Laut Engadget komme das Courier Ende 2010 heraus. Gizmodo berichtet von ‚ganz sicher nicht mehr dieses Jahr‘. Und Apple beginnt am 3. April mit Verkaufen & Erfahrungen sammeln.

  • Braugold

    Erstmal, ein guter Beitrag, du sprichst mir aus der Seele :)
    Ich finde das Konzept nach wie vor Überwältigend und denke, dass man das iPad und den Courier nicht wirklich vergleichen kann.
    In erster Linie wäre für mich das Courier eine Arbeitsmaschine und das iPad ein Fungerät.

    Courier
    – besseres Verwalten von Kontakten, zwei Displays, bessere Copy/Paste-Funktion, Stiftfunktion(!), sehr wahrscheinlich Multitasking > effektiveres Arbeiten

    iPad
    – wahrscheinlich größeres Display – daher besser für Spiele, Filme, etc… , riesige Programmvielfalt > Fun

    beide sind sicherlich in dem gut, für das sie konzipiert sind.
    Nur weigere ich mich zu glauben, dass man auf solchen geräten mit TFT oder AMOLED Display ein komplettes Buch schaffen soll ohne „Augenkrebs“ zu bekommen. Beide müssten dann in e ink umswitchen können. Erst dann könnte man mit dem ebook-Argument kommen. Was sich Apple dabei gedacht hat, weiß ich nicht. Bei dem Courier gibts keine ja zZ keine Infos.

  • Ralph

    Ich denke auch nicht, dass die beiden Produkte sich gross Konkurrieren werden: Ich meine für Mail, surfen, Movies, Photos, Youtube, TV (Zattoo, Hulu, Podcasts), Apps scheint mir das iPad klar die Nase vorn zu haben. Ich will ja nicht surfen oder Movies schauen auf einem zweiteiligen Bildschirm. Und fürs Arbeiten…… könnte der Courier wirklich extrem interessant sein. Mir gefällt vor allem die Texterkennung, da ich mir viel Notizen machen muss, und dann einen Tag später meine Schrift nicht mehr lesen kann :)

    Aber eben, ich sage „könnte……“, von so einem animierten Concept Video bis zur Umsetzung braucht es noch noch ein groooooosses Stück Arbeit und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das alles so flüssig laufen soll! Vielleicht kommt das Ding erst Ende 10 / Anfangs 11 da sie noch einen Chip Generation abwarten wollen!

    We’ll see………… für uns „Consumers“ kann das nur gut sein um Apple dazu bewegen, vom hohen Ross zu kommen (-> Thetering fürs iPad)

  • H-man

    Ich finde das Konzept echt gelungen, ist genau dass was ich eigentlich von einem iPad erwartet hätte. Keine lästigen Notizzettel oder Blätter mehr. Man hockt in einer Sitzung bei der Arbeit und kann die Notizen, Skizzen usw. die man gemacht hat speichern, weiterleiten später nachbearbeiten. Noch besser beim Studium oder in der Schule, man sitzt in einer Vorlesung hat diese als PDF gespeichert und kann sogleich Handnotizen reinmachen, oder ein neues Blatt einfügen. Ich habe ja schon immer mein Macbook dabei, aber wie soll ich da z.B. in einer Mathevorlesung in einem Worddoc mitschreiben mit dem Formeledior, ohne dass ich eine ewigkeit habe.

    Aber genug geträumt, wie schon von meinen Vorschreibern erwähnt ist es eine Studie, und eine Studie ist immer die Idealvorstellung. Intressant ist sicher, dass mal wieder was innovatives von einer anderen Firma ausser Apple kommt, ich denke das belebt den Markt.

    Auch schwer hoffe ich, dass Apple nach der ersten Verkaufsphase des iPads, solche Anregungen einfliessen lässt.

    Übrigens noch, hat jemand erfahrung mit dem Stylus-Stift? Wie fein kann man damit schreiben?

  • Pingback: Rene()

  • Etwas macht mich an der Studie von Microsoft noch stutzig. Zum einen soll man das Courier mit den Finger bedienen, zum anderen mit einem Stylus drauf schreiben können. Also darf ich den Handballen nciht auf dem Tablet ablegen um zu schreiben? Sonst könnte das als Geste verstanden werden…

    Vegesst bitte auch nicht, die Software welche hier gezeigt wird, könnte man als App auch für das iPad machen. Lediglich auf die zwei kleinen Screens müsste man verzichten, hätte dafür einen grossen Screen…

    Mir persönlich geht es in erster Linie um die Software. Sowas ist auch mit dem iPad möglich und ich würde eine solche Umsetzung sehr begrüssen!

  • marc69

    …Bluescreen inklusive??

    Weil: Computers are like air conditioners, they stop working properly if you open windows….

  • CueqzappeR

    Das mit der Handballe kann man per Software lösen.

    Ich weiss nicht wie das bei OS X ist, aber mein ThinkPad hat ne Einstellung, welche Handballen erkennen soll (und das meiner Erfahrung nach auch recht zuverlässig).

    Das grössere Problem ist wahrscheinlich eher in dem Form-Faktor und dem geplanten Gewicht eine vernünftige Akku-Laufzeit zu erzielen (sind ja immerhin 2 screens inkl. 2 mal Hintergrundbeleuchtung).

    Insgesamt sehe ich die Geräte aber nicht als Konkurrenz, denn das Courier verstehe ich doch eher als reine Arbeitshilfe und das iPad primär als Medienkonsum-Maschine. Microsoft ist auf Seiten der Tablets indirekt durch die OEMs vertreten (HP Slate etc.) – ich glaube hier hat Redmond keine Ambitionen selber einzusteigen.

  • Pingback: PadNotes für iPad()

  • Braugold

    @Renato
    Ich gehe mal davon aus, dass das Teil mit einem kapazitivem Bildschirm daherkommt und der Stift ähnlich wie bei einem Wacomtablet bereits in der Luft erkannt wird (1-2cm idR). Das dürfte das Courier gut unterscheiden können, sodass auch schon sehr früh dem Stift die höhere Priorität zugewiesen werden kann.

  • Wie geht nochmals der Unterschied zwischen Apple und Microsoft? Apple kündigt konkrete Produkte an. Microsoft verschwendet seine Zeit mit Konzeptvideos.

    Heute hat Microsoft angekündigt, dass das Courier nie auf den Markt kommen wird.

    (Und es gibt Gerüchte, dass der HP Slate ebenfalls nicht realisiert wird…)

    Quellen:
    http://www.engadget.com/2010/04/29/microsoft-confirms-kills-courier-in-one-fell-swoop/
    http://techcrunch.com/2010/04/29/hewlett-packard-to-kill-windows-7-tablet-project/

  • Dabei stellt sich nur immer die Frage, wer braucht so ein digitales Notizbuch?
    Denn das Ipad ist wohl eher nur wenig nutzvoll sondern eher ein Lifesytleprodukt, mit dem Apple logo. Jedoch ist es leider zu schwer um eine wirkliche Innovation zu versprüchen.