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Dirty Cloud – Hat sich Greenpeace verrechnet?

Apple 19. April 2012 2 min read

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Renato

Dirty Cloud – Hat sich Greenpeace verrechnet?

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Seit zwei Tagen ist es ein grosses Thema im Internet. Greenpeace hat verschiedene Firmen mit Webdiensten unter die Lupe genommen und die grossen Server-Farmen auf die Umweltverträglichkeit geprüft. Grundsätzlich ist es natürlich richtig und gut, dass sich jemand dem Thema annimmt, denn je mehr Daten wir im Internet brauchen und damit arbeiten, desto mehr Server braucht es im Netz, welche auch Strom brauchen und Wärme erzeugen. Hier braucht es ein nachhaltiges Konzept.

Folgende Firmen wurden von Greenpeace geprüft und in einer Scorecard zusammengefasst:

Wie man im Bericht lesen kann, rechnet Greenpeace damit, dass das neue Rechenzenter in North Carolina unter Volllast 100 Megawatt benötigt. Apple hat auf den Bericht von Greenpeace reagiert und hat gemäss NPR folgendes richtig gestellt:

Our data center in North Carolina will draw about 20 megawatts at full capacity, and we are on track to supply more than 60 percent of that power on-site from renewable sources including a solar farm and fuel cell installation which will each be the largest of their kind in the country,” said Kristin Huguet, an Apple spokesperson. “We believe this industry-leading project will make Maiden the greenest data center ever built, and it will be joined next year by our new facility in Oregon running on 100 percent renewable energy.

Hoppla. Hat man sich bei Greenpeace ein kleines bisschen verrechnet? Tatsächlich hat sich Greenpeace anhand der Investitionskosten des Datencenter errechnet, wie viele Server man damit kaufen kann und so den Stromverbrauch errechnet… Sagt zumindest Gary Cook von Greenpeace:

We made estimates of power demand using fairly conservative industry benchmarks for data centre investments: 1MW of power demand from servers for every $15 million, though the number is often closer to $8 million for many companies. Thus, a $1 billion investment should net Apple 66MW of computer power demand.  Assuming a fairly standard energy efficiency factor for new data centres for non-computer energy demand of 50% gives you a 100MW  data center.  While Apple is well known for making more expensive consumer products, if Apple’s plans for the $1 billion investment only generates 20MW in power demand, that would be taking the ‘Apple premium’ to a whole new level.

Eine interessante Art und Weise einen Umweltbericht zu erstellen… Was mehr kostet, verursacht mehr Umweltschmutz? Demnach muss ein Tesla Roadster Elektroauto mit einem Kaufpreis von CHF 145’000.- ziemlich schmutzig sein… Leider wurden auch die ganzen Pläne und Bemühungen von Apple nicht berücksichtigt in Sachen selber grünen Strom herzustellen. Wahrscheinlich um sich dann später auf’s Fähnlein zu schreiben, dass Apple nur wegen Greenpeace diese Schritt unternommen habe… Ich hätte hier etwas mehr Fakten von Greenpeace erwartet wenn man schon so ein Marktgeschrei veranstaltet.

Renato

Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
9 Comments
  1. Cumu

    Die Umweltverbände sind längst nicht mehr, was sie mal waren. Um heute noch Aufmerksamkeit zu erzeugen, muss man ständig übertreiben, Skandale produzieren oder gar lügen. Und deshalb ist es wie mit vielem, was man heute im Netz lesen kann: Es ist mit Vorsicht zu geniessen! Und natürlich gilt das auch für alles, was Firmen über sich selbst sagen.

  2. Dennis Camera

    Als Apple Fanboy ist es natürlich schon schwer, der Realität ins Auge zu sehen. Wie viel Strom das Data-Center jetzt wirklich braucht ist doch sowas von völlig egal in dieser Studie. Greenpeace will damit eigentlich nur zeigen, ob es sich um ein grosses oder kleines Center handelt. Und wenn Apple den genaueren Wert weiss, sollen sie nicht Greenpeace fertig machen, sondern ihnen die Informationen liefern, so dass sie die Studie kontrollieren und ggf. korrigieren können. (Und nein, die Werte verändern sich auch nicht, wenn es nur 1kWh wären, denn es sind prozentuale Anteile!) Des weiteren hat Greenpeace nur eine Zeitpunktaufnahme gemahcht (wie auch letztes Jahr). Was Apple hier so schön redet sind nur Pläne! (Es wurden übrigens auch keine Pläne der Anderen mit einbezogen). Momentan bezieht Apple halt noch Strom von Duke Energy (sehr dreckig) und da müssen sie halt mit der Kritik leben. Wenn ihre Solar- und Dreck-Gas-Anlagen dann stehen, werden sie im Greenpeace Ranking sicher auch besser wegkommen und wenn nicht, dann dürft ihr kritisieren!

  3. dudi

    Prozentuale Anteile? Das glaubst du wirklich? Da bin ich ja mal gespannt, wie die auf richtige prouzentuale Anteile kommen, wenn die noch nicht mal den Gesamt-Bedarf richtig angeben können. Das wird auch nur wieder so ne Ãœberschlagsrechnung sein...

  4. Hannes Flo

    Och, ist ja nur das fünffache xD *ironie*

  5. Henry Kropf

    Greenpeace hatte vor ungefähr einem Jahr auch behauptet, in der Schweiz könne der Atomausstieg für CHF 5.00 pro Haushalt und Monat bewerkstelligt werden. Unterdessen sind wir, gemäss Bundesrat, bei einer Milliarde pro Jahr…

  6. Adi

    Nuklear ist ja wohl nicht schlecht. Solange es keine Kernfusionskraftwerke oder sonst eine toll Erfindung gibt, sind wir darauf angewiesen. Aber von Kernfusion möchten die ja auch nichts hören. Wir können von Glück reden, dass die Greenpeace noch nicht erkannt hat, dass die Sonne so ein Ding ist. Die sollten ausrechnen wie effizient die Server sind, dass ist wichtig. Ich finde es viel schlimmer das wir unsere Häuser mir Gas und Öl heizen, da macht Solar sinn.

  7. Michi

    Wie dummmmmm kan man sein. Die sollen mal berechnen, wie viel Emissionen weniger Produziert werden, weil wir übers Internet Kommunizieren und nicht um die Welt fliegen. Die Greenpeace ist einfach ein Witz, die Fahren mit Dieselschiffern um die Welt und machen Messungen. Mit einer Dorne die um die Welt fliegt und misst, wären sie also viel umweltfreundlicher.

  8. Martin

    Ich seh das ja genauso wie Michi. Ich finde das heftig, dass sie da jetzt so nen Aufstand machen. Ich mein, wir schonen ja du Umwelt wirklich dadurch, dass viel über das Internet kommuniziert wird. Und jetzt wegen den neuen Servern für die Cloud auf einmal anzufangen Aufstände zu machen, ist ein bisschen komisch. Auch ohne die Cloud-Server gab es genug Umweltschädlinge.

  9. Patrick

    das ist in der Tat ein spannender Bericht. Aus meiner Sicht ist das Thema noch nie so richtig analysiert worden. Daher Hut ab vor der Greenpeace Aktion.

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