«Es lebe die Apple-Diktatur»!

Apple 20. März 2010

author:

«Es lebe die Apple-Diktatur»!

Das Newsnetz (bestehend aus Tages-Anzeiger, Basel Zeitung, Berner Zeitung, Der Bund und Thurgauer Zeitung) hat in allen erwähnten Medien einen Bericht veröffentlicht mit dem Titel „Wie Apple seine Kunden bevormundet„. Von vielen ApfelBlog.ch Leser wurde ich angefragt, wie ich über die Geschichte denke…

Ursprünglich geht es darum, dass Apple in den eigenen Stores und im Online Store keine Display-Schutzfolien verkaufen will. Warum das so ist, das ist unklar. Denn wie so oft gibt Apple keine Auskunft. Apple verfolgt schon lange die Strategie des Schweigens und hat sich damit eine Geheimnisvolle Aura zugelegt mit Gerüchten und Spekulationen. Und so spekuliert nun auch der Journalist Reto Knobel, ob Apple wohl Angst um den Ruf hat, dass die eigenen Produkte wie  iPhone oder iPod anfällig auf Kratzer seien… Könnte sein.

Auch ein Thema war dann wieder das entfernen der Erotik- und WLAN-Apps. Damals hat Apple das Schweigen gebrochen und erklärt warum die Apps entfernt wurden.

Etwas übertrieben finde ich dann die Schlussfolgerung, dass Apple die Kunden bevormunden will und es sich bei Apple um eine Diktatur handle. Tatsächlich lässt sich nicht abstreiten, dass Apple natürlich gerne seine Kunden mit weiteren Produkten und Dienstleitungen versorgen möchte und entsprechende Abhängigkeiten schaffen will. Wer einen iPod kauft, der braucht iTunes um den MP3 Player zu synchronisieren. iTunes bietet auch auch die Möglichkeit, dass man neue Musik gleich im iTunes Store einkauft…

Aber da ist Apple nicht alleine! Wer eine sexy Nespresso Kaffee-Maschine will, muss die Kapseln bei Nespresso einkaufen. Wer einen Drucker von HP will, muss die Patronen bei HP einkaufen. Verwendet man billigere Imitate, so verliert der Drucker jegliche Garantie. Und so ist es auch bei Apple. Herr Knobel meint dann:

Das Problem ist das geschlossene System Apple: iPhone-Kunden haben keine Alternative zum App Store, iPod-Kunden keine Alternative zu iTunes. Damit verdient Apple gutes Geld, läuft aber Gefahr, sein ohnehin schon angekratztes Image weiter zu beschädigen.

Das iPhone kann nur im iTunes App Store einkaufen? Man hat aber die Möglichkeit per Klick einen Jailbreak zu machen und kann dann im kostenlosen Cydia Store alternative Apps herunter laden! Und der iPod kann nur via iTunes synchronisiert werden? Und was ist dann mit den zahllosen, zum Teil kostenlosen, Alternativen zu iTunes für Windows, Mac und Linux? Wie CopyTrans oder Songbird? Die stehen iTunes in nichts nach! Klar, mit dem auslassen dieser Informationen ist der Bericht natürlich viel reisserischer…

Mein Fazit zu den Schutzfolien
Mich persönlich stört das überhaupt nicht, ob Apple die Schutzfolien selber verkauft oder nicht. Zubehör gibt es meistens bei anderen Online-Verkäufer eh günstiger als bei Apple selber. Von mir aus könnte Apple auch das gesamte Zubehör Sortiment aus dem Store nehmen. Mich stört es nicht.

Mein Fazit zum Thema Apps-Zensur
Man muss verstehen, dass Apple eine amerikanische Firma ist. In Amerika würdet Ihr nie einen blanken Busen, wie bei Blick oder Bild, auf den Titelbild einer Zeitung finden. Amerika ist und bleibt prüde und danach richtet sich auch Apple. Ich hab eigentlich viel mehr Mühe wie die Entwickler geknebelt werden und man in den Beschreibungstexten nicht mal „Android“ erwähnen darf… Hier sollte Apple doch etwas grosszügiger und offener werden.

Mein Fazit zum geschlossenen System
Wie jede Firma, will auch Apple die Kunden an sich binden. Wer aber die Augen offen hält, findet genügend Möglichkeiten die vorgegaukelten Abhängigkeiten zu umgehen!

Mein Fazit zu Apple ist eine Diktatur
Wäre Apple eine Diktatur, dann wären Google, Microsoft und viele andere Hersteller wohl verboten! Jeder einzelne Mensch kann sich selber über die Produkte-Vielfalt am Markt informieren und für sich Dasjenige auswählen, welches die persönlichen Bedürfnisse abdeckt, mit allen Vor- und Nachteilen. Ob das Produkte nun aus dem Hause Apple stammt oder nicht sollte zweitrangig sein! Ist das Diktatur, wenn man selber entscheiden kann?

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
42 Comments
  1. Ralph

    Weiter finde ich es eine Sauerrei, dass man beim Mercedes Haendler keine BMW Autos kaufen kann und auch kein BMW spezifischer Service machen kann. Schlimm ist auch, dass mich Migros bevormundet und mir kein Alkohol gibt oder mir kein Rivella verkauft! Diktatur total..... Wems nicht passt, der soll einfach keine Apple Produkte kaufen, so einfach ist das. Not a big deal... Steve

  2. Christian Leu

    wow, der Tagi will Apple bevormunden und verlangt dass Apple Schutzfolien verkauft? Ich denke einfach dass Apple diese Folien als unnötig empfindet.

  3. MyDecember

    Ich persönlich weiß gar nicht warum sich die Menschen aufregen. Alles was Apple macht, bzw alles was eine Firma macht, was innerhalb geltendes Recht durchgeführt wird, kann uns egal sein! Ich mein, nur weil Vegetarier kein Fleisch mehr essen, mach ich doch auch nicht so ein Aufstand. Vegetarier haben sich dazu entschieden und leben mit den Konsequenzen kein Fleisch zuessen und immer darauf zu achten. Wer ein Apple Produkt kauft, muss damit leben, das man manche Sachen nicht hat. Kein nackte Titten im AppStore, keine (nutzlosen, da die Bildschirme fast schon kratzresestend sind) Schutzfolien im Apple Store. Aber macht das nicht andere Firma auch? Sich selbst zu puschen? Außerdem, nur weil alles aus einer Hand kommt, eben von Apple, muss das doch nciht heißen, das die Produkte schlecht sind. Im Gegenteil. Alles ist auf einander abgestimmt und läuft somit zumindest besser als auf "opensystemen". Die Diskussion ist mal wieder sinnlos.

  4. martin rechsteiner

    es ist ganz einfach, wer das stört, der soll sich ein NOKIA, ein Ericson, ein Motorola oder was auch immer kaufen, er ist ja nicht gezwungen das iPhone oder allgemein apple produkte zu kaufen. Wenn ich ein iPod oder ein iPhone kaufe weiss ich dass ich es "nur" (eben wer sich ein bisschen umschaut weiss ja wie du beschrieben hast dass es allternativen gibt) über itunes und "nur" über den App store funktioniert. Ist ja das gleiche wenn ich ein Auto kauf und nachher sage, ja aber ähm, ich will es nicht mit benzin tanken ich möchte da milch rein schütten, denn ich habe so viele kühe zu hause.... *hallo*

  5. martin rechsteiner

    @MyDecember, sinnlos ist sie nicht, da wollte der Verlag wiedermal auflage generieren und ins gespräch kommen und wie geht das am besten? indem man über apple schreibt egal ob positiv, negativ oder einfach nur was in die welt gestelltes, schlecht recherchiertes, die leute lesen es weil es sich um apple dreht...

  6. JMM

    Wie so oft spricht Renato mir aus der Seele! Ich sehe das genauso! Und wer will schon Sex-Apps? Ich will meinen iPod Touch auch ohne Gefahr meiner Schwester oder meinen Cousins (4 und fast 10) geben koennen, z.b. auf einer Familien Feier. Ausserdem schmaelert uebertriebene Nacktheit nur der Seriositaet.

  7. Julien…

    Wirklich schön geschrieben.

  8. Julien…

    Es gibt aber doch Schutzfolien im AppleOnlineStore: http://store.apple.com/de/product/TS504?mco=MTUxNDA5NjA

  9. mike

    Guter Beitrag! Ich persönlich mag den Approval Prozess. Somit kann ich ziemlich sicher sein, dass mir keine Viren, Dialer und andere Viecher aufs Telefon gelangen! Dies ist in einem offenen System nicht möglich. Die TA-Media IT-Redaktoren scheinen sehr subjektiv und gegen Apple gerichtet. Viele Berichte versuchen Apple die Show zu stehlen - wie zum Beispiel letzthin bei 20min beim Vorstellen vom Samsung Slate, das doppelt so schnell sein soll als das iPad. Wen interessierts heute noch wieviel RAM und Mhz das Gerät hat, , wenn das System super läuft und der Akku lange hält?! Mir ist ziemlich egal, was in meinem MacBook Pro und in meinem iPhone steckt, solange es funktioniert und flott ist!

  10. Pinacol

    Tja, wenn man ein sicheres System haben will, braucht es jemanden der kontrolliert und dann kommt dies bei Einigen als Zensur gleich. @Renato: Der App-Store war von Apple nicht geplant... dein Vergleich mit dem Lock-In-Effekt stimmt! Und dies ist bei Apple eine Abhängigkeit: Die vielen teuer gekauften Apps vom iPhone/iPad garantieren Apple, dass das nächste "Telefon" wieder ein Apple sein wird :)

  11. kieropipas

    Wieder mal ein typischer fanboy-artikel. So und so ähnlich kann ich das in jedem Forum von irgendeinem Member lesen. Einerseits wischen sie die aufgezwungenen Fesseln mit der Jailbreak-Möglichkeit weg, wenn dann aber ein Problem dadurch auftritt oder Ähnliches, kommt das Argument: "Tja, Jailbreak = selbst schuld!" Weiteres, annähernd grenzdebiles Argument von Martin: "Wenn ich ein iPod oder ein iPhone kaufe weiss ich dass ich es “nur” über itunes und “nur” über den App store funktioniert." Klar, als ich meinen iPod Touch gekauft hab, (also irgendwann 2007) wusste ich genau, dass ich Programme nur über den Appstore kaufen kann. Den gabs damals ja schon. Argument 3: Amerikanische Firma -> Amerikanische Zensur. Warum gibt es dann internationale App-Stores? Auch das Argument ist für die Katz. Die Schutzhüllen würde ich jetzt auch nicht gewichten, denn da bin ich mit Renato einer Meinung. Apple-Zubehör ist meistens überteuert und von der Qualität nicht besser. Ach ja. Abgesehen davon, dass dein Vergleich zwischen Druckerpatronen/Kapseln und Software sowieso hinkt, ist die Aussage, dass bei HP die Garantie erlisch ist schlicht gelogen. ([url=http://www.test.de/themen/computer-telefon/meldung/Drucken-mit-Billigtinte-Ohne-Gewaehr-1504607-2504607/]Quelle[/url]) Auch bei Nespresso kann ich natürlich andere Kapseln verwenden. Kein Problem. Ich mag teilweise deine Artikel Renato. Darum bist du auch in meinem RSS-Reader. Ich hab selbst iPod Touch und Macbook und hier deine Empfehlungen helfen meistens. Danke dafür. Auch mag ich Apples Produkte, lese fscklog, bin scharf auf neue Erfindungen undundund. Nur langweilt mich das ganze Lobgesinge, anhimmeln usw. Apple ist genau so ne Firma wie Microsoft, die man auch kritisieren muss, um noch bessere Produkte zu erhalten. Daher würde es mich freuen, wenn auch du manchmal etwas kritischer wirst.

  12. Thomas

    Naja generell ist dies schon übertrieben, allerdings darf man nicht vergessen das Apple im Portable Music Player Markt beherrschend ist und geschlossene Systeme wie iPod und iPhone sind für die langfristige Entwicklung durchaus nicht sehr gut. Beispiel: Microsoft Windows. Da fahrt Google langfristig die bessere und nachhaltigere Strategie. Will man eine nachhaltige Entwicklung im IT Sektor muss diese auf OpenSource basieren. So kann jedes Projekt auf anderen Projekten aufbauen. Ich wage gar zu behaupten ohne OpenSource/Offene Standards wird der Mobile Sektor stagnieren allerdings wird sich hoffentlich bald die Bewegung wieder ändern in Richtung Web-Applikations natürlich fehlt dafür noch oft die Infrastruktur (Fast Mobile Inet). Seien wir doch ehrlich was wird von den 150'000 iPhone Apps in 2020 noch übrig sein? Ein Hand voll portiert oder neu geschrieben auf einer anderen Plattform? Ich gehe davon aus. Aber Apple eine Diktatur zu nennen ist fraglich, da sollte man eher den Kapitalismus - die Marktkraft von Apple kritisieren. Und aus kapitalistischen wirtschaftlichen Überlegung ist das iPhone eine grosse Erfolgsgeschichte, ganz unabhängig von Nachhaltigkeit.

  13. Renato

    @kieropipas: Und ich hab mich noch gefragt wie lange es dauert bis das Stichwort "Fanboy" fällt. Du hast gewonnen...! =)

  14. Andre

    Guter Beitrag. Ich sag mal ganz einfach: Niemand wird gezwungen, Apple Produkte zu kaufen. Was aber nicht heisst, dass man die Firma nicht kritisieren soll. Wenn's vielen nicht passt, wird Apple das schon genug früh spüren und entsprechend handeln.

  15. kieropipas

    Freut mich, Renato. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. :P

  16. Bendy

    Es scheint, als ob Apple im iPhone auch einen Kill-Switch für Schutzfolien eingebaut hat. Gerade gestern hat die Schutzfolie an meinem iPhone begonnen sich abzulösen. Sachen gibts.... :-)

  17. dem

    Gibts beim OSX installieren neuerdings auch die Wah,l welchen von 5 Browsern man gern hätte? Wohl kaum. Für mich ist Apple wohl eines der geschlossensten Systeme die es gibt. Man mag es oder nicht. Und zur Sicherheit.... OSX und Iphone gehören wohl zu den schönsten Löchersieben die es gibt. Fehlt nur noch das Spaghetti App.

  18. Lonely Loon

    Die Kommentare hier sind vielsagend… Niemand stellt in Frage, dass Apple seine Kunden gängelt, noch kaum jemanden scheint sich daran wirklich zu stören. Das finde ich seltsam und schwer nachzuvollziehen. Ich persönlich mag Apple-Produkte ja auch, doch alles hat seine Grenzen. Ich stehe dem Tagi-Journalisten in diesem Fall eindeutig näher als Renato: Apples Informationspolitik gleicht jener einer Sowjet-Regimes in den 70er-Jahren, und der Ex-Hippie Steve Jobs kontrolliert in seinem Universum den Inhalt seines App-Stores so besessen wir damals Breschnew die Prawda. (Mindestens) zwei oben aufgeführte Argumente sind absolut nicht stichhaltig: 1. Jailbreak: Wer dies tut, verliert die Garantie auf sein iPhone. Noch Fragen…? 2. Wer das iPhone seinen Kiddies in die Hände geben wird und die böse Pornografie als ein Problem betrachtet sollte sich gewahr sein, dass man Pornos problemlos mit dem vorinstallierten Safari runterladen kann. Muss ich ein iPhone kaufen? Tatsächlich, nein. Mein nächstes Smartphone wird ein Android sein.

  19. Martin Thomas

    @Renato Fanboy! ...gewonnen? - Mist, zu spät *g* (sorry, ich hoffe du verzeist mir den Spass; auch wenn ich mich inhaltlich an dieser hier geführten Debatte mittlerweilen nicht mehr beteilige ;-)

  20. dem

    achja und nen hp drucker muss ich wenigstens nicht zuerst bei Itunes anmelden. :) Und ich brauche nicht zuerst noch 17 Apps das er was taugt. Wieso kommt ihr eigentlich ständig auf die Idee das bei den Obsthändlern nur die Engel fliegen, und alles wie im Garten Eden ist?

  21. Mario

    Da stellen sich mir ja die Haare zu Berge: JMM Says: Wie so oft spricht Renato mir aus der Seele! Ich sehe das genauso! Und wer will schon Sex-Apps? Ich will meinen iPod Touch auch ohne Gefahr meiner Schwester oder meinen Cousins (4 und fast 10) geben koennen, z.b. auf einer Familien Feier. Ausserdem schmaelert uebertriebene Nacktheit nur der Seriositaet. Wer Sex-Apps will? Offensichtlich ein nicht zu unterschätzenden Teil der Menschheit die Zugang zum Internet haben. Ich denke ohne diesen Schund gäbs diese Erfindung in dieser Form gar nicht mehr. Aber zum Thema, wenn man Zugang zu Informationen behindert ist dies Zensur, da gibt es nichts zu rütteln. Und Apple noch dankbar sein, dass sie solcherlei Apps aus dem Store verbannen ist ja irrwitzig. Bestimmt finden es manche auch gut dass sich die Politik in soweit in die Privatssphäre einmischen wollen und Killerspiele zu verbieten beabsichtigen. NAtürlich nur zu unserem Schutz. Ich werfe solche Gedankengänge in die selber Tonne. Apple ist eine Firma, die sie vergrössern will, sowie das Standart ist. Natürlich hab ich mit meinen iMac, Macbook pro dem Iphone sowie meinem iPod shuffle dazubeigetragen. Aber deshalb und genau deshlab halte ich mir das Recht vor zu kritisieren und kritisch zu denken. Lasst euch nicht diktieren. PS: Ich find den Titel Es lebe die Apple-Diktatur doch ziemlich unglücklich gewählt. Geht für mich in Richtung Heil Apple

  22. penxeon

    Naja, es ist in der Computerwelt ein bekanntes 'Paradoxon', dass sich Apple einerseits mit einem Nimbus von "Alternativ", "Frei", "Individuell" und "Kreativ" umgibt, gleichzeitig aber mit der extrem dünnen Produktpalette und der gezielten Einschränkung und Bevormundung der Kunden wohl die falscheste Marke ist, die jemand der auf die oben genannten Schlagworte wert legt, kaufen kann. Dazu muss man wissen: Für die Kunden macht es zu einem grossen Teil keinen Unterschied, ob 'sein' oder 'schein'. Wenn sie daran glauben können, dass sie etwas .... (beliebige Adjektive hier einsetzen) gekauft haben, dann sind sie zufrieden. Apple als einer der Marktführer in Sachen Marketinglügen hat dies erkannt und ist damit sehr erfolgreich. Da kann man drüber denken wie man will - aber als Apple-Kritiker darf man nicht vergessen: Zufriedene Apple-Kunden (alternativ: zufriedenen Idioten), kann man nicht einreden, dass sie unzufrieden sind. Alles was man kann, ist sie darauf hinzuweisen, dass sie nicht alles für bare Münze nehmen sollten, was Apple & die Apple-Fangemeinschaft so an 'Wahrheiten' verbreitet ;-)

  23. Kese

    Das macht ja richtig wieder einmal Spass, sich die Kommentare zu diesem Beitrag reinzuziehen! Danke vorallem den kritischen Stimmen, die sich in die Diskussion eingeschaltet haben und vieles relativieren und widerlegen, was die Applefangemeinde gelernt hat nachzuplappern ohne den eigenen Verstand zu brauchen. - Keine vorschnellen Urteile, auch ich "brauche" mein macbook pro, ipod und iphone täglich...

  24. schnitzelbrot

    Tja, verschiedentlich wurde das Wort "Diktatur" gebraucht oder auch "alles aus einer Hand"... Nun, ich habe mich klar für Apple entschieden und zwar weil ich sowohl dem Unternehmen wie auch den Programmierern traue. Der Zulassungsprozess scheint so streng zu sein, dass zumindest keine Fehler auf mein "Consumer"-Ding kommen. Ich nenne das iPhone absichtlich so, weil ich das Ding einfach brauchen will. Genau wie bei meinen Macs will ich mich nicht mit zuviel Administration rumschlagen sondern gehe den "Deal" ein, dass ich womöglich weniger Auswahl dafür mehr Zuverlässigkeit habe. Dies hat mit Diktatur aber herzlich wenig zu tun... Was ich viel schlimmer finde: die Macht welche dieser Zürcher Medien-Konzern an sich reisst und die Auswirkungen welche ein einziger Artikel aufgrund der extremen Vernetzung haben kann. Eben, alles aus einer Hand, diesmal das schlechte Beispiel: Vom Radio über Tele über das Flaggschiff Tagi bis zu Ostschweizer Zeitungen und nach Basel: überall derselbe Einheitsbrei. Kommt ein Artikel zu einem interessanten Unternehmen wie die Bank mit 3 Schlüsseln, Apple oder Swisscom in diese Mühle, dann fängt das bashing an. Es fördert die Auflage und die Klicks auf dem Newsnetz. Die Zensur in den Kommentaren und das offensichtliche Stehenlassen von tendenziösen Bemerkungen, dies ist gefährlich. Okay, das ist Business, aber kann im Extremfall fatale Folgen haben. Aber dass mir Apple empfiehlt keine Schutzfolien aufs Gerät zu kleben hat doch nicht im entferntesten etwas mit Diktatur zu tun...

  25. H. Bart

    Ich bin happy mit den Produkten so wie sie von Apple kommen. Wenn jemand das nicht ist, dann soll er doch einfach ein anderes Produkt kaufen. So einfach ist das :-)

  26. Zelina

    die sache ist doch ganz einfach. wir leben in einer demokartie. es ist keiner gezwungen sich einen apple zu kaufen.

  27. Lonely Loon

    @Schnitzelbrot: Einverstanden. Was Apple bietet, ist im Moment einfach ärgerlich, aber (noch) nicht wirklich problematisch. Abzuwarten ist noch Apples Einflussnahme auf den Inhalt der iPad-Applikationen. Es ist nicht unvorstellbar, dass Apple auch gewisse redaktionelle Inhalte nicht genehm sein werden. So könnte sich da auf globaler Ebene durchaus eine Situation anbahnen, die vergleichbar ist mit jener der monopol-ähnlichen Medienverlage.

  28. Lonely Loon

    @Schnitzelbrot: Einverstanden. Was Apple bietet, ist im Moment einfach ärgerlich, aber (noch) nicht wirklich problematisch. Abzuwarten ist noch Apples Einflussnahme auf den Inhalt der iPad-Applikationen. Es ist durchaus vorstellbar, dass Apple auch gewisse redaktionelle Inhalte nicht genehm sein werden. So könnte sich da auf globaler Ebene durchaus eine Situation anbahnen, die vergleichbar ist mit jener derjenigen der monopol-ähnlichen Medienverlage. Wer solche ernstzunehmenden Bedenken schulterzuckend und naiv vom Tisch wischt mit dem Satz "Es muss ja niemand ein iPhone kaufen", der hat sich den Titel "Apple Fanboy" redlich verdient. ;-)

  29. Andre

    Ok, unter der Gefahr, von gewissen Leuten hier in der Luft zerrissen zu werden, hier mal eine etwas andere (sicherlich provokative) Theorie. Die leicht Anti-Apple behaftete Grundstimmung in der Presse hängt mit dem iPad zusammen. Allerdings nicht mit dem Gerät, sondern mit dem Vorhaben, dass Apple das Medienfeld einmal mehr von hinten aufrollen möchte. Diesmal soll es aber die Printmedien "erwischen". Der iTunes-Schock sitzt der Musikindustrie noch tief in den Knochen. Die Marktmacht von Apple ist hier unbestritten. Sowas soll nicht ein zweites Mal passieren.. Aus dieser Sicht betrachtet sollten wir diese kleinen Zensur-Schrittchen schon gut beobachten. Nicht nur bei Apple, sondern auch bei den Medien.

  30. Renato

    @Andre: Eine sehr interessante Theorie. Ich bin wirklich gespannt wie es der Medienbranche nach dem Start des iPad geht. Wer macht mit? Wer boykottiert das iPad? Das iPad könnte tatsächlich ein Sprungbrett für kleine und innovative Verlage sein...

  31. penxeon

    Von einer "leicht Anti-Apple behaftete Grundstimmung in der Presse" hab ich aber noch nichts bemerkt. Im Grossen und Ganzen ist es doch so, dass Apple seit vielen Jahren überdurchschnittlich positiv und milde und unkritisch beurteilt wurde in der Presse. Und kaum wird nun gegen Apple etwas berechtigte Kritik laut (was sich die Konkurrenz schon seit viel längerer Zeit in meist härterer Form gefallen lassen muss), soll dies plötzlich schon eine 'Anti-Apple-Grundstimmung' sein? Seltsam... Erinnert mich ein wenig an den Aufschrei unter den Macianern, als vor einigen Jahren das WIRED Magazine es gewagt hat, den Steve-Jobs-Nimbus in Frage zu stellen ( http://www.wired.com/gadgets/mac/commentary/cultofmac/2006/01/70072 )

  32. Mario

    Ich glaube das einige hier das Anliegen der Apple-kritischen Gemeinde nicht wirklich verstanden haben. Es geht ja nicht um die Produkte an sich oder deren Technik, die ist einwandfrei. Deshalb bin ich ein Mac-User. ABER: Die Firmenpolitik ist ja das eigentliche Problem. Ich finde es sehr undemokratisch, wenn ich mich als Individuum für das (für mich beste) Smartphone iPhone entscheide, aber hinnehmen muss, in meiner Auswahl der Möglichkeit einschränken lassen muss. Demokratie heisst: Wenn man nicht in die EU will, die SVP zu unterstützen und gleichzeitig in Sachen Umweltschutz auf die Grünen zu setzen. Nichts wäre schlimmer als totale Parteitreue über alles. Ich lass mir natürlich gefallen, dass die Argumentation etwas an den Haaren herbeigezogen ist, aber im Kern ist sie nicht falsch. Ich will das technisch beste Smartphone aber nicht "nur" den Apple Store (mit seiner unverständlichen Zensurpolitik)

  33. Lonely Loon

    @Mario: Interessanter Gedanke, meiner Meinung nach aber im Ansatz falsch. Die sogenannt "freie Marktwirtschaft" (die ja in der Praxis sehr schnell in Wirtschafts-Oligarchien münden würde, würde sie nicht reguliert) hat erst mal rein gar nichts mit Demokratie zu tun. Das eine ist ein wirtschaftliches, das andere ein politisches System. Dass sich die "freie Marktwirtschaft" auch gerne mal diktatorischer Mitteln bedient, wenn es dem Profit dient, können wir hier am Beispiel von Apple sehr schön sehen.

  34. Mario

    @ Lonely Loon Da liegts du auf jeden Fall richtig. Ich wollte aber lediglich darauf hinweisen, dass einige User hier offensichtlich nicht wissen was Demokratie bedeutet. Es bedeutet nämlich nicht sich durch logische Kaufentscheide einschränken zu müssen. Wie gesagt, du hast recht. Apple macht dies aus Proftitechnischen Gründen und nicht aus reiner Menschenliebe oder weil ihr grösster Lohn es ist die Menschen lachend mit dem iPhone am Ohr und dem iPad unterm Arm wild tanzend und jauchzend zu sehen. Da ist Apple nicht anders als andere Firmen und dies gilt es zu berücksichtigen. Ich für meinen teil bleibe kritisch und nutze gerade mein MacBook pro um Apples Firmenpolitik zu kritisieren. Für mich kein Widerspruch

  35. Lonely Loon

    @Mario: Das sehe ich gleich wie Du. Auch ich schreibe das übrigens alles auf meinem MacBook, und solange Apple nicht eines Tages auf die bescheuerte Idee kommen sollte, das Prinzip AppStore in Mac OS X zu integrieren, werde ich auch nicht zu Linux wechseln. ;-)

  36. Zufällig hier gelandet

    Quote: "Weiter finde ich es eine Sauerrei, dass man beim Mercedes Haendler keine BMW Autos kaufen kann..." Das Beispiel hinkt, eher passend wäre: Du kannst deinen Mercedes nur mit Treibstoff von Aral betanken. So tickt Apple und pro gekauftem Liter verdienen sie dann nochmal 30% mit :p

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.