Helsana+ App – Sport und Bewegung in bares Geld verwandeln.

Helsana+ App – Sport und Bewegung in bares Geld verwandeln.

Das ist ein bezahlter App-Review. Der Beitrag widerspiegelt dennoch meine persönliche Meinung. – Für die Einen ist die Verbindung von Gesundheitsdaten und Krankenkassen der Anfang vom Kontrollverlust der eigenen Daten für Andere endlich die Möglichkeit, ein gesundes Leben und geleistete Gesundheitsvorsorge in echtes Geld zu verwandeln. Als erste Krankenkasse in der Schweiz bietet Helsana die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Aktionen jährlich bis zu 300 Franken zu sammeln und weitere Vergünstigungen zu bekommen. Der Datenschutz kommt dabei nicht zu kurz!

Bereits heute messen viele Menschen ihren Körper und die täglichen Bewegungen. Einige unbewusst, viele ganz gezielt. Diese Messungen können anspornen, uns mehr zu bewegen. Sie helfen aber auch den Körper besser zu verstehen und nicht selten kann man mit der richtigen Interpretation der Daten Leiden aufdecken bevor es zu spät ist. Beispielsweise Herzrhythmus-Störungen, Bluthochdruck oder ähnliches.

Helsana+ Profil

Pluspunkte sammeln

Die Krankenkasse möchte es mit der App Helsana+ nun fördern, dass wir uns gesund verhalten und auf unsere Gesundheit achten. Über die App können wir mit unterschiedlichen Aktionen Pluspunkte sammeln wie beispielsweise:

  • Bewegung und Sport – Die Helsana+ App kann optional auf Apple Health zugreifen und uns automatisch Pluspunkte geben wenn wir entweder 10’000 Schritte am Tag gemacht haben, während 30 Minuten mindestens 150 Kalorien verbrannt habe oder während 30 Minuten einen durchschnittlichen Puls von 110 hatte. Diese Aktion kann maximal einmal pro Tag gezählt werden und wir mit 100 Punkten belohnt.
  • Mitgliedschaften – Wird man Mitglied in einem Fitnessstudios, Sport- und anderen Vereinen (Bildung, Kinder & Jugend, Tiere, Kunst, Musik und vielen mehr), bekommt man Punkte.
  • Gesundheitsvorsorge – Mit Früherkennung kann man rechtzeitig Krankheiten erkennen. Daher wird es gefördert wenn man zum Beispiel Entspannungs-, Ernährungskurse sowie Untersuchungen wie Check-ups besucht.
  • Kunde von Helsana – Ist man Kunde von Helsana und hat einen Mehrjahresvertrag, langjährige Treue, macht Weiterempfehlung oder auch mit der Nutzung von myHelsana bekommt man Pluspunkte.

Meist erbringt man die Beweise der erbrachten Leistungen über ein Foto, welches man unkompliziert in die App laden kann. Nur bei Bewegung und Sport werden die geforderten Ziele mit Apple Health abgeglichen.

Das Bonsprogramm bringt bares Geld

Hat man die Punkte erarbeitet, so können diese in unterschiedlichen Bonus umgewandelt werden. Im ersten Release allerdings „nur“ in Geldbeträge. Aktuell können Bonusziele von 25, 50, 100 und 200 Franken gesetzt werden, wofür man dann aber bis zu 16’000 Punkte erarbeiten muss.

Bonuslevel für mehr Rabatte

Wer viele Punkte sammelt, steigt auch in einem Bonuslevel-System. Es gibt maximal fünf Levels und mit jedem Aufstieg werden neue Vorteilsangebote und Rabatte bei Partner von Helsana freigeschaltet wie beispielsweise Polar, Skins, Blackroll, McOptik, DeinDeal, Geschenkidee.ch, etc.

Muss ich Kunde sein für Helsana+?

Nicht-Kunden von Helsana können die App in einer Art Demoversion nutzen. Auch hier kann man Pluspunkte sammeln, allerdings nur maximal 3’000 Punkte. Nur grundversicherte Personen können maximal 7’500 Punkte sammeln, die anderen Kunden bis zu 30’000 pro Jahr. Wer also die Helsana+ App nutzen wollte um seine Mitbewerber-Krankenkasse quer zu finanzieren, den muss ich hier enttäuschen.

Helsana+ Pluspunkte und Bonusprogramm

Und was ist mit dem Datenschutz?

Vitaldaten wie Anzahl Schritte, Puls oder Kalorien werden nicht vom Smartphone an das Backend übermittelt und nicht bei Helsana gespeichert und können auch nirgendwo bei Helsana nachgelesen werden. Die Daten werden nur benötigt um die Aktivitäten zu verifizieren. Die Nutzung von Helsana+ und die Vitaldaten haben keinen Einfluss auf die Versicherungsleistungen oder -Prämien bei der Krankenkasse. Helsana erwähnt ausdrücklich, dass die Daten vertraulich behandelt werden, dass diese nicht an Dritte weitergegeben und nur im Zusammenhang mit Helsana+ verwendet werden.

Mein persönliches Fazit – Für Helsana-Kunden ein echter Mehrwert

Die App ist sehr schön gestaltet, zudem einfach und selbsterklärend umgesetzt. Kein Wunder, die App kommt auch aus der Schmiede von Apps with Love. Ich persönlich bin kein Kunde von Helsana und daher ist mein persönlicher Anreiz, diese App mit Informationen zu füllen für ein paar Franken und einige Rabatte nicht wirklich gegeben. Für Helsana-Kunden sehe ich aber einen echten Mehrwert. Zum einen ist man mit Fitness-Apps ganz allgemein etwas mehr motiviert die Treppe zu nehmen, bzw. mehr Bewegungen in den Alltag einzubauen. Mit einer App, mit welcher man die eigene Gesundheit fördern und dabei noch Geld sparen kann, spornt noch etwas mehr an. Die App macht auch ersichtlich mit welchen Mittel wie Check-up oder Kursen man zu einem gesunden Leben beitragen und damit die Krankenkasse entlasten kann.

Wer sich selber eine Meinung bilden möchte, der kann die Helsana+ App für iOS oder Android kostenlos laden. Was haltet ihr von der Helsana+ App? Geht es schon zu weit, dass man persönliche Daten an die Krankenkasse übertragen soll? Oder dürfte es noch weiter gehen?

  • Nic

    Sanitas hat es vor Helsana lanciert. Aktuell zwar nur mit Gutscheinen belohnt, wird sich aber in Zukunft auch in Richtung Helsana ändern.

  • lu.

    Was heute noch als Bonusprogramm gilt, ist in ein paar Jahren ein Malus-System. Der Weg zum gläsernen Menschen (Datenschutz hin oder her) wird mit solchen Apps geebnet und gerade von dir als Blogger hätte ich hier ein wenig mehr Differenzierung gewünscht, auch wenns gesponsert ist.

  • Danke für den Hinweis. Interessanterweise ist mir die Santas Werbung auch erst jetzt aufgefallen.

  • Mag sein das wir uns verändern. Die fehlende Differenzierung hat aber wohl eher damit zu tun, dass ich grundsätzlich ein Daten-Mensch bin. Ich bin fasziniert von den Möglichkeiten Daten auszuwerten, analysieren und daraus Rückschlüsse zu ziehen. Bisher konnten schon vielen Menschen das Leben gerettet werden, weil sie ihren Körper ausgemessen haben. Ich glaube aber, ob wir wollen oder nicht, in Zukunft werden wir tatsächlich ungehemmter mit unseren Daten umgehen als wir es heute tun.