Ist Final Cut Pro X nun wirklich mehr Pro?

Mac 6. Februar 2012

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Ist Final Cut Pro X nun wirklich mehr Pro?

Am letzten Tag im Januar 2012 hat  Apple endlich das langersehnte Update für Final Cut Pro X (FCPX) gebracht. Für die „professionelle“ Videobearbeitungssoftware wurde Dinge eingeführt wie Multicam-Editing, automatisch bis zu 64 Video- und Foto-Clips synchronisiert, Chroma-Keyer für den Umgang mit komplexen Anpassungen direkt in der Anwendung und eine Weiterentwicklung der XML-Schnittstelle für einen vollständigeren Austausch mit Drittanbieter-Anwendungen und Plug-ins. Das kostenlose Update beinhaltet zudem noch eine zusätzlich Beta-Version von Broadcast-Monitoring, das Thunderbolt-Endgeräte und PCIe-Karten unterstützt.

Bei der Einführung der rundum neuen Ausgabe von Final Cut hat sich Apple viele Feinde gemacht. Laien, wie ich einer bin, haben sich über die neue Oberfläche gefreut. Aber das war für die Profis halt nur Kosmetik, denn gerade bei den Funktionen hat Apple zu vieles weggelassen, was man eben im Pro-Bereich so braucht. Abgesehen von der Multicam-Funktion verstehe ich nicht um was es bei den anderen neuen, Funktionen geht. Klar, über die XML-Schnittstelle können Erweiterungen von Dritthersteller mit FCPX kommunizieren und arbeiten. Aber kommt diese wieder an die früheren Schnittstellen heran? Können wieder alte Erweiterungen genützt werden?

Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere FilmPro hier mitliest und uns aufklären kann wie gut, oder eben nicht gut, das Update von Apple ist und ob mit diesem Schritt wieder ein grösseres Zielpublikum als „nur“ die Semi-Pros angesprochen werden… Sicher wird auch der ApfelBlog.ch-Leser Guru etwas dazu sagen können, denn bisher hat er immer bei Final Cut Pro X Themen offen und transparent über gute und schlechte Dinge gesprochen. Ich freue mich auf eine gute Diskussion.

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
4 Comments
  1. Patrick

    Ich Benutze noch FCP 7.0 solange es noch geht. Mein MacPro Schnittplatz hormoniert perfekt mit allen I/O Geräten. Das Risiko ist mir zu gros das mit ProX irgendwas nicht mehr gewohnt Funktioniert.

  2. Valentin

    Ich bin Profi und mache Filme für Unternehmen. Meine Software erster Wahl. Final Cut Pro X. Am Wochenende war ich auf einem Seminar mit Sebastian Wiegärtner. Nur ein weiterer Teilnehmer von ca. 15 Leuten arbeitete auch mit FCPX. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aber wie das auch mit den meisten Dingen ist. Letztendlich kommt es auf den Cutter an. Mit FCPX kann ich ein mindestens genauso gutes Color Grading machen, auch alle Schnitte und Effekte kann ich setzen und einbauen. Ich kann mir ebenfalls ein Magic Bullet Plugin kaufen. Ich bin extrem effizient und kann schnell arbeiten. Und neben allen anderen Dingen ist FCPX auch "etwas" günstiger wie AVID oder Adobe Premiere... Fazit: ich will FCPX nicht mehr missen und meine Kunden lieben meine Arbeit...

  3. Raphael Sommer

    Ich glaube es tut sich langsam was! Ich benutze zwar auch immer noch das alte Final Cut Pro, aber die Performance ist - trotz starkem Mac - bei grossen Projekten einfach schlecht. Ich begrüsse den Schritt von Appel, es gewagt zu haben etwas komplett neues zu machen! Ich werde demnächst sicher auch umsteigen auf Final Cut Pro X.

  4. Roger

    Auf meinem MacBook läuft FCP 7 und FCPX. Ich produziere vornehmlich Kurzfilme bis 15 Min für diverse Unternehmen auf DVD, für Online-Präsentation oder als File. Für mich ist FCPX erste Wahl bei aktuellen Produktionen, da mich mein Workflow darauf überzeugt. FCP 7 nutze ich noch für UpDates der älteren Projekte. XML, Multicam und Vorschau auf externen Monitor reichen mir aus. Im App-Store gibt es ebenfalls seit Ende Januar eine kleine App namens «7toX» und ich teste die Migration von 7 Projekten auf X demnächst. FCPX kann nerven und es gibt durchaus Situationen bei welchen ich versucht bin auf FCP 7 zu wechseln, aber darauf habe ich auch jahrelang gearbeitet. FCPX möchte ich die selbe Chance geben und komme mit jedem neuen Projekt meinem Wunsch-Workflow immer näher.

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