Notice: Undefined variable: local_arr in /home/mitranet/public_html/apfel/wp-content/plugins/wp-auto-affiliate-links/WP-auto-affiliate-links.php on line 42

iTunes Radio – So viel bezahlt Apple den Labels.

iPod, iTunes & Music 29. Juni 2013 2 min read

author:

Renato

iTunes Radio – So viel bezahlt Apple den Labels.

Reading Time: 2 minutes

 

Vor dem Start von iTunes Radio, auch bekannt als iRadio, hat man sich gefragt, wie teuer der Dienst für die Kunden sein wird und viel die Lables und Künstler tatsächlich an dem Musik-Dienst verdienen werden. Inzwischen wissen wir, iTunes Radio ist für die Endkonsumenten kostenlos, bzw. werbefinanziert. Für iTunes Match Kunden ist iTunes Radio nicht nur kostenlos, sondern auch werbefrei! Doch wie sieht es für die Künstler aus?

The Wall Street Journal hat nun die Zahlen auf dem Tisch für einen Vertrag zwischen Apple und einem Independent Musik Label. Im ersten Jahr bezahlt Apple 0.13 Cents für jeden gespielten Song, plus 15% der Werbeeinnahmen proportional aufgeteilt nach Anzahl Songs die gespielt wurden. Im zweiten Jahr sind es dann 0.14 Cents pro Song und 19% der Werbeeinnahmen. Man kann davon ausgehen, dass die vier Major-Labels Sony Music, EMI, Warner Music und Universal Music einen anderen Deal haben.

Damit wären kleine Labels bei Apple wesentlich besser bedient als bei Pandora oder Spotify. Bei Pandora erhalten die Künstler 0.12 Cents pro gespielten Song, bei Spotify haben diverse europäische Künstler gemeldet, dass man nur 0.002 bis 0.003 Euro pro gespieltes Lied erhält. So oder so, für Apple ist iTunes Radio ein interessanter Weg dem potentiellen Publikum gute, passende Musik vorzuführen mit der Absicht, dass das Publikum dann die guten Songs einkauft. Natürlich im iTunes Music Store. Somit verdient Apple, wie aber auch das Label, bzw. der Künstler, doppelt. Vom Abspielen und vom möglichen Einkauf. Es gilt noch abzuwarten, ob ein unabhängiger Künstler mit 0.14 Cent plus Werbeeinnahmen auf einen höheren Betrag kommt als 0.2 Cent…

Bei diesen Zahlen muss man sich allerdings schon fragen, sind wir, die Endkonsumenten, zu geizig für gute Musik? Warum kaufen wir Musik nicht mehr zu den Preisen wie früher? Haben sich die Major-Labels zu lange bereichert und damit das Vertrauen in den Musik-Markt zerstört? Wo hörst Du deine Musik und kaufst du noch, oder streamst du nur?

Renato

Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
12 Comments
  1. Patrick Schnyder

    Ich habe lange Zeit nur noch Radio gehört. Vor ca. einem Jahr habe ich mir ein Spotify-Abo gegönnt und geniesse nun die Vielfalt an Musik. Ohne Spotify würde ich ab und an einen einzelne Track via iTunes kaufen, aber kaum ganze Alben. Für mich kann ich sagen, dass ich mit Spotify klar mehr Geld für Musik ausgebe, als ich mit dem Kauf von Einzelsongs oder CDs ausgeben würde. Die Situiation für den einzelnen Künstler ist natürlich eine andere. Gerade bei kleinen, spannenden Bands lasse ich dann am Abend einfach mal das ganze Album nochmals durchlaufen, damit da noch ein paar Rappen reinkommen : )

  2. Tobi

    ich streame nur noch über Spotify und gebe damit sehr viel mehr Geld für Musik aus als vorher. Denn da habe ich ca. 3 Alben pro Jahr gekauft und den Rest vom Netz geladen.

  3. Vloggy

    Ebenfalls bei Spotify - aber dadurch schon massivst Geld gespart. Die Sucht, neue Platten sofort hören zu müssen, kann hier für monatlich 12 Franken (mit der Mobil-Option für Autofahrten) befriedigt werden. Und ist dann wirklich ein absolutes Musshaben-Hammer-Album dabei, wird dieses immer noch gekauft oder heruntergeladen. Letzteres (ebenfalls) aus Preisgründen aber in aller Regel bei Amazon und nicht im teuren iTunes Store.

  4. Han Solo

    Sind die 0.002 bis 0.003 Euro bei Spotify nicht umgerechnet 0.2-0.3 Cent und somit mehr als bei Pandora und iRadio?

  5. Renato Mitra

    Danke für's Auklären des Komma-Fehlers. Hab es nun angepasst.

  6. Kriz Flew

    Ich bin selbst Musiker und spüre die Entwicklung am eigenen Leib; während man früher bei Konzerten über den Verkauf von CDs noch gewisse Zusatzeinnahmen generieren oder zumindest deren Produktion einigermassen refinanzieren konnte, ist das heute nicht mehr möglich. Die Folge ist, dass ich mir schlicht nicht mehr leisten kann, Alben zu produzieren. An den Konzerten werden keine CDs mehr gekauft, da man sich die Songs ja bei iTunes etc. holen kann, da werden aber dann nur die Lieblingssongs gekauft und bis ein Song bei einem der Streaming-Dienste so oft gelaufen ist, dass man schon nur mal auf den Preis eines einzigen Downloads gekommen ist, ist man blau. Ich weiss, dass man die Entwicklung nicht aufhalten kann und ich find's grundsätzlich sehr toll, dass die Verbreitung der eigenen Musik weltweit inzwischen so einfach und überhaupt möglich geworden ist, aber wie sich die Entwicklung der Preise auf die Musikszene auswirken wird, kann sieht man bereits heute: Der Independent-Markt ist praktisch nicht mehr existent, da nur noch Massenproduktion für einen Massengeschmack die Kosten decken kann. Wer aber seine Musik nicht produzieren und unter die Leute bringen kann, kriegt keine Presse und wer keine Presse hat, kriegt kein Publikum und wird nicht gebucht. Es ist ein Teufelskreis. Drum mein Plädoyer an alle Musikfans: wenn Ihr schon Eure Lieblingsbands heute quasi gratis kriegt, dann geht zumindest an die Konzerte, schreibt Fanmails, um sie moralisch zu unterstützen, postet Likes auf euren Facebook-Accounts, schreibt Mails an die Veranstalter, dass sie Eure Bands booken sollen. Wir sind auf Euch angewiesen, sonst werden in ein paar Jahren nur noch gesichtslose Massenprodukte die Bühnen dieser Welt rocken. Danke!

  7. RRRR

    Euro-Cent oder US-Dollar-Cent?

  8. Dani

    Ich war nie der grosse CD-Käufer, kenne aber noch die Zeit wo man für spezielle Stücke die Läden abklappern musste. Meine CDs sind alle in hochwertige MP3 (256kbit VBR) umgewandelt und liegen nun in Kisten im Keller. Frei herunterladen tu ich nur noch äusserst selten, sind Einzelfälle wo ich kein passendes Angebot im iTunes Store finde. Ansonsten benutze ich sehr oft Shazam, lade die Musik dann in iTunes und mache regen Gebrauch der Genius-After Sales Empfehlungen. Ab und zu kaufe ich ein ganzes Album, aber eher Sampler, zuletzt bspw. Kontor sunset chill 2013. Für 16.- gibt es da satte 60 Titel und 3 stündige Mixe, wen das reut den sollte man schlagen, mal ehrlich. Ich freue mich auf iTunes Radio und erhoffe mir, viele mir bisher noch unbekannte tolle (Lounge-) Musik kennen zu lernen.

  9. Christian Wenger

    Dazu ein Blog-Beitrag mit Ãœberlegungen zu Spotify. http://www.hifiblog.ch/digital/arme-musiker-dank-spotify/

  10. Christian

    Für downloads in CD-Qualität und mehr (ab 1411kbit) oder auch weniger, empfehle ich dir www.qobuz.com. Das kostet etwa gleich viel wie im iTunes store. Meistens stehen alle denkbaren Formate zur Verfügung: AAC, AIFF, ALAC, WAV, FLAC, MP3.

  11. D-Factory

    Naja es kommt darauf an wie man sich anstellt. Wir machen unsere Einnahmen vorallem durch Merchverkauf und halt Konzerte. Unsere EP haben wir uns finanziert in dem wir 2 Bands eingeladen haben mit uns ein Konzert zu spielen, die haben dann ne Gage bekommen. Danach hatten wir Eintritt verlangt und sehr günstig Bier angeboten. DIe Leute haben den Club eingerannt und alle 3 Konzerte waren perfekt. Am Ende konnte man noch Geld in ein Topf werfen wenn man uns unterstützen wollte. Moral der Geschichte? Unsere EP war entsprechend finanziert ;) Wo ein wille da auch ein Weg.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.