Kaspersky: „Apple-Nutzer tragen Hawaii-Hemden“

Mac 11. April 2008

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Renato

Kaspersky: „Apple-Nutzer tragen Hawaii-Hemden“

Die Sicherheit in Sachen Viren, Trojaner, etc. bei einem Mac ist ein umstrittenes Thema. Spiegel Online hat mit dem Virenjäger Jewgenij Walentinowitsch „Eugene“ Kaspersky, seines Zeichens Gründer und Chef der Sicherheitssoftware-Schmiede Kaspersky, ein Interview geführt und dabei folgende Frage gestellt:

SPIEGEL ONLINE: Stimmt es, dass Apple- oder Linux-Rechner sicherer sind?

KASPERSKY: Nur, weil sie von den Cyber-Kriminellen bisher kaum beachtet wurden. Aber das kann sich ändern. Denn wenn sich kriminelle Programmierer erst einmal auf Apple- oder Linux-Nutzer stürzen, könnten die zur leichten Beute werden. Das Internet ist ein gefährlicher Ort, und Windows-Nutzer wissen, dass man eine Rüstung tragen sollte. Apple-Nutzer tragen stattdessen Hawaii-Hemden.

Eine nette Aussage. Wer also das Hawaii-Hemd ausziehen möchte, im ApfelShirt Shop gibt es passende T-Shirts. Vielleicht sind wir alle ja dan besser geschützt!

Renato

+Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
8 Comments
  1. MacMacken

    Ja ja, jedes Jahr die gleiche Geschichte … BRAIN 1.0 einschalten und ohne Antivirus-Software auf dem Mac und unter Microsoft Windows sicher arbeiten – spart Geld, Zeit und Nerven … :) http://www.macmacken.com/2008/01/22/mac-sicherheit-ohne-antivirus-software/

  2. Martin Thomas

    @Renato Mit etwas Ironie rettest du dich aber gut 'drum herum' ein Statement zum Thema abzugeben (oder eben genau nicht?) - Dürfte man wissen wie der Autor des Blogposts zum Thema Sicherheitssoftware für MacOS aktuellerweise steht :-) ? @MacMacken Wie du schon sagst, jedes Jahr dieselbe Geschichte... und trotzdem bleibst du unbelehrbar (und dieses Mal vorweggenommen - ich verdiene nach wie vor nichts an verkauften AV-Lizenzen ;-) @all... Ich fass' mich kurz: 1) Es werden laufend Sicherheitslücken in MacOS aufgezeigt. Auch in Applikationen, welche häufig auf Macs vorinstalliert sind befinden sich diverseste Lücken. 2) Bis anhin wurde jedoch kaum eine solche für Malware genutzt - viele werden behaupten, noch gar nie. 3) Analytische Tests in sicheren Umgebungen zeigen dass Malware für Mac OS mit geringem Aufwand sehr gut umzusetzten wäre. FAZIT: Was wird die Zukunft wohl bringen berücksichtigt man die Trends bez. Einsatz von MacOS? PS: Des weiteren soll' man bedenken dass jeder MacOS-Nutzer, welcher fahrlässigerweise Malware weiterversendet (die zwar MacOS ggf. nicht betrifft, jedoch auf einem Windows PCs Schäden anrichten kann) dieselbe Verantwortlichkeit hat wie eine andere Drittperson welche Schadsoftware fahrlässigerweise verbreitet - Der Vorsatz ist nicht notwendig.

  3. Renato

    Das ihr beiden als erste auf den Beitrag antwortet, damit habe ich gerechnet! =) Ich selber tu mich mit dem Thema noch etwas schwer. Zum einen kann, wie MacMacken es schon mal gesagt hat, die so genannte Sicherheitssoftware neue Lücken bringen. Zum anderen bin ich der Meinung, dass das Brain 1.0 nicht mehr funktioniert. Viren und Trojaner werden nicht mehr per Mail verschickt. Hacker bringen fremde Website, wie beispielsweise Euer Blog, in Ihre Gewalt und können mit einer einfachen Werbe-Einblendung einen Code auf dem Computer ablegen. Natürlich kann man schon mal viel verhindern, wenn man nicht als Admin im Netz surft, sondern als Benutzer ohne Installationsrechte! Im Moment sind die Mac-Benutzer noch nicht so betroffen, aber das kann sich noch ändern. Ich denke man kann dazu kein abschliessendes Statement geben. Mit dem Brain 1.0 kann man schon mal sehr viele Gefahren ausschliessen. Ungeübte Anwender die sich mit der Hacker-Materie nicht so sehr auseinandersetzen greifen vielleicht besser auf eine Sicherheitssoftware zurück.

  4. Pinacol

    Ein wichtiger Unterschied von Mac zu Windoof ist, dass bisher Windoof keine Passwort bei Installation, eigentlich generell Systemänderungen (Regedit), was Viren/Trojaner tun, will. Bei Mac/Linux wurde diese kleine Sicherheit schon sehr lange eingebaut. Zugegeben verbergen sich auch Löcher bei Mac, nicht nur bei Windoof; beim Mac ist dies aber (noch) nicht fatal.

  5. Andreas

    Der gute Herr Kaspersky ist ja kein dummer Mensch ;) Aber er ist auch Unternehmer. Zu sagen, dass Mac- oder Linux-Nutzer keine Antivirus Software (nicht einmal seine ;) ) nötig hätten, wäre massivst geschäftsschädigend. Grundsätzliche Unterschiede in den Systemen machen Linux und MacOS(X) natürlich deutlich virenresistenter. Kurz und knapp: Die meisten Linuxe sind Open Source, und die frequent genutzte Software wird am laufenden Band von Problemen befreit, da viele Augen nun einmal mehr sehen, gerade wenn der Quellcode vielen erfahrenen Entwicklern offengelegt wird. Selbstverständlich entstehen auch da Fehler, aber die sind meist deutlich schneller behoben als man es bei einem Windows allein aus struktureller HInsicht könnte. Zweiter, und wichtigster Punkt, was Viren anbelangt: Trennung von User und Administrationsebene. Der User kann in seinem Home-Verzeichnis herumhuren wie er will... Da kann er sich alles ausführen, was er möchte, kann gerne tun und lassen, was er will. Gezielt dafür Viren zu entwickeln würde sicherlich den einen oder anderen Effekt mit sich bringen. Niemals aber könnte sich etwas so tief im System einnisten, wie's bei Windows der Fall ist, weil der Nutzer dort teilweise einfach mal Zugriff auf die Administrationsebene hat, und damit auch der Virus, den er ausführt. Sowas passiert da einfach nicht und im schlimmsten Fall löscht man die lokal installierte Software und der Mist ist weg vom Fenster. Diese strukturellen Unterschiede machen Unix-basierte Systeme selbstverständlich um ein vielfaches sicherer als den Abfall, den Microsoft auf den Markt wirft. Es ist nicht nur die Tatsache, dass die bösen Menschen Linux/MacOS außer Acht gelassen haben. Die Systeme bieten einfach weniger Angriffsfläche. Andreas, der auch mal was dazu sagen wollte.

  6. Christian

    Tolles Interview ! Da sieht man einfach den Nachteil wenn man einen Monopol Status wie Microsoft hat. Nachdem die meisten Windows verwendet werden natürlich eigentlich auch nur hierfür Viren geschrieben da man hiermit die größte Masse erreicht. Ergo -> lieber einer Minderheit wie Linux anschließen :-) Danke für den Artikel, lg, Christian

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