MacBook – Mein erster Eindruck

MacBook – Mein erster Eindruck

MacBook 2015

 

Am vergangenen Dienstag durfte ich Apple Schweiz besuchen um mir von den eingeflogenen Apple Experten das neue MacBook vorstellen zu lassen. Alle drei Modelle in Silber, Space Gray und Gold waren vorhanden. Man kennt ja bereits die Masse vom neuen MacBook aus der Keynote und von der Website: Nur 0,35 bis 1,31 cm hoch, 28,05 cm breit und 19,65 cm tief bei einem Gesamtgewicht von 0,92 kg! Weniger als ein Kilo und das merkt man Freund! Das MacBook Air daneben im Vergleich wirkt ein klobiges Teil! Was sofort auffällt, dank den enorm kleinen Abmessungen liegt es einfach nicht mehr drinnen das Apfel-Logo von Apple auf der Rückseite des Bildschirms zu beleuchten. Schade, aber so glänzend fällt das Logo auch auf, bloss nicht mehr im dunkeln wie beispielsweise in Clubs.

Aber das kleine, etwas kleiner als ein A4-Blatt, und sehr leichte, nur doppelt so schwer wie ein iPad Air 2, MacBook schreit förmlich danach immer mitgenommen zu werden. So muss man gar nicht mehr überlegen, soll ich das MacBook mitnehmen? Brauch ich es oder schleppe ich es vergebens mit? Egal, das neue MacBook ist so dünn, klein und leicht, dass packt man einfach ein!

Die Tasten ganz nah!

Ich hab ja bereits darüber berichtet, dass Apple eine komplett neue Tastatur entwickelt hat mit dem Butterfly-Effekt. Diese neue Technologie ermöglicht es, dass die Tasten gleichmässig absenken und der Weg des Anschlags enorm verkürzt wird. Es ist beinahe so, als würde man auf einem Touchscreen schreiben. Nur ganz leicht und kurz halten die Tasten gegen den Fingerdruck. Was auch auffällt, die Tastatur wurde über die ganze Breite des MacBook ausgelegt mit grösseren Tasten. Der Platz wurde optimal ausgenutzt. Und obwohl alles viel dünner ist, leuchten die Tasten dennoch.

Das neue Force Touch Trackpad

Apple hat auch das Trackpad neu entwickelt und nennt es Force Touch Trackpad. Mit dem neuen Trackpad ist nicht nur die Zeigersteuerung präziser geworden, sondern reagiert unterschiedlich je nach Druckempfindlichkeit. So kann man beispielsweise bei einem Video das abgespielt wird leicht auf das Force Touch Trackpad drücken und es wird etwas schneller abgespielt. Je fester man auf das Trackpad presst, desto schnell wird der Film vor gespult. Oder mit dem Finger auf dem Trackpad zeichnen… Je fester man drückt, desto dicker wird der Strich. Es braucht einen Moment bis man sich an die neuen Möglichkeiten gewöhnt hat.

Batterie und Rechenpower

Beim neuen MacBook wurde der kleinste Platz ausgenutzt um eine Batterie zu platzieren. Das hat es möglich gemacht, dass das MacBook gute 9 Stunden ohne Steckdose auskommt. Ziemlich gut für ein so dünnes und kleines Notebook. Von der Rechenleistung her kann man es mit einem kleinen 21,5″ iMac vergleichen. Gut, aber nicht unbedingt dafür gemacht grosse Filme zu rendern. Für Internet-Arbeiter wie mich aber sicher sehr gut!

Die Sache mit dem USB-C-Anschluss

Es ist ja bereits bekannt, dass MacBook hat nur zwei Anschlüsse! Einen Kopfhöreranschluss und einen USB-C-Anschluss. In erster Linie ist dieser Anschluss zum aufladen, aber auch für die Übertragung von Daten (bis zu 5 Gbit/s). Wer das MacBook aufladen will und zusätzlich über USB auf ein Peripheriegerät wie Drucker, Datenspeicher, etc. zugreifen möchte, für den gibt es zusätzliche Adapter. Einmal nur von USB-C auf USB-A, aber auch mehrfach Adapter von USB-C auf  VGA-Ausgabe oder HDMI-Videoausgabe ist möglich. Grundsätzlich geht Apple davon aus, dass das MacBook ein mobiles Arbeitsgerät ist, mit dem man unterwegs arbeitet wo man selten mit externen Festplatten oder Drucker arbeitet. Kommt dazu, dass die meisten Geräte heute über kabellose Kommunikation mittels WLAN oder Bluetooth erreichbar sind. Und ganz ehrlich, auch beim MacBook Air hab ich bisher höchstens den USB-Anschluss für die DJ-Konsole benötigt.

Mehr USB-C bei Apple?

Eine Frage brannte mir unter den Fingern: „Wird USB-C der neue Standard bei mobilen Apple Computer? Dürfen wir bald mit einem MacBook Pro mit USB-C rechnen?“… Aber wie immer werden solche Fragen freundlich aber bestimmt mit einem „Apple gibt, wie immer, keine Auskunft über zukünftige Entwicklungen oder Produkte“ beantwortet. Meinte dann aber, dass es doch toll wäre wenn man das MacBook, iPad und iPhone alle mit dem selben USB-C-Kabelladen könnte. Der Apple Experte meinte lediglich, dass das eine interessante Idee sei und die Geräte tatsächlich soviel Strom über das Kabel abholen würden wie sie benötigen. Es spielt also keine Rolle mit wie viel Watt der Strom kommt. Nun, eine Antwort gab es natürlich keine, aber der Verdacht liegt nahe, dass USB-C bald in weiteren Apple Produkten gefunden werden könnte.

Mein erstes Fazit zum neuen MacBook

Ich finde das neue MacBook ideal für digitale Nomaden! Die Batterie-Laufzeit ist fair für das kleine Gerät und dem Retina Display. Aber eine Warnung will ich euch mit auf den Weg geben: Wenn ihr das neue MacBook nicht kaufen wollt, dann schaut es euch nie an! Haltet es nicht in den Händen und benutzt auf gar keinen Fall die Tastatur und das neue Trackpad! Wenn ihr es doch tut, dann wollt ihr das neue MacBook unbedingt haben!

  • igazz24

    Ein Thunderbolt Display anhängen z.b. ist (noch?) nicht, deshalb für mich uninteressant. Hast du selbst nicht das Bedürfnis, es an einen grösseren Monitor zu hängen zuhause Renato?

  • Übrigens, seit heute sollten auch die Schweizer Apple Stores das MacBook zum zeigen haben. Ob es auch schon verkauft wird im Store ist mir unbekannt. Ab nächster Woche dann, werden die ersten Bestellungen ausgeliefert.

  • Nein. Ich hab mich irgendwann von der Idee eines Computers verabschiedet und bin auf zwei Computer gewechselt. Ein iMac für daheim zum bequem arbeiten ohne Kompromisse und viel Power und ein kleines, dünnes MacBook Air welches ich leicht transportieren kann. Daher für mich unnötig. Zudem, über AirPlay kann ich, wenn ich möchte, das MacBook über den Fernseher laufen lassen. Grösser geht nicht… =)

  • Marco Jirasek

    Mal schauen wie lang es geht bis eine externe Version vom Force Touch Trackpad released wird.

  • ted

    „Der Apple Experte meinte lediglich, dass das eine interessante Idee sei und die Geräte tatsächlich soviel Strom über das Kabel abholen würden wie sie benötigen.“ stimmt allerdings muss die Spannung stimmen. Ein MacBook Pro wird man kaum mit 5V bei 85Watt laden können, denn dann müssten ganze 17 Ampere fliessen! Der USB-C Adapter beim Macbook hat z.B. 29W bei 1.45A und 20V, damit würde sich also kein iPhone laden lassen. Freue mich schon auf die ersten Berichte wenn das iPhone dann USB-C hat und jemand mit dem Macbook Adapter sein iPhone laden will ;).
    Also muss man trotzdem für jedes Apple Gerät einen eigenen Power Adapter haben.

  • Jack Bauer

    Klemmt die „!“ Taste?

  • Berechtigte Frage… ;-)

  • Wird sicher kommen. Die neuen Befehlsmöglichkeiten müssen ja irgendwie von den MacBooks zu iMac, Mac Pro und Mac mini kommen. =)

  • Lex

    Das Teil interessiert mich schon recht, wenn ich ehrlich bin, wenn da nur nicht die steinzeitliche Cam verbaut wurde. Weisst du da mehr drüber, oder konntest sie austesten?

  • SteLa

    Oder auch nicht… Zumindest haben sich die Lieferfristen überhaupt noch nicht gewandelt, obwohl am 10.3. bestellt…

  • Rainer

    Mittlerweile sind die Teile im Store. Zum Anschauen natürlich nur.
    Ist aber ein cooles Gerät.

    Diverse-Kinderkrankheiten soll übrigens 10.10.4 ausbügeln, dass man sich als Beta runterladen kann.

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