iPhone 4

Apple meldet sich nun mit einer offiziellen Stellungsnahme zum sogenannten Antennen-Todegriff. Umschlisst man das iPhone mit der linken Hand, sinkend die Empfangsbalken runter wie Eis in der Sonne. Während es in Europa kaum Verbindungsunterbrüche gibt, ist das in Amerika öfters der Fall. Das hat inzwischen auch dazu geführt, dass eine Sammelklage gegen Apple eingereicht wurde.

Apple streitet nicht ab, dass wenn die Antenne mit der Hand verdeckt wird, nicht mehr gleich leistungsfähig ist, wie ohne Hand. Natürlich wird auch noch erwähnt, dass das bei jedem Mobiltelefon so ist… Man erklärt aber, dass die Anzeige der Balken die tatsächliche Empfangsstärke nicht korrekt wiederspiegelt und man von AT&T eine bessere Formel in iOS 4 einarbeiten werde:

To fix this, we are adopting AT&T’s recently recommended formula for calculating how many bars to display for a given signal strength.

Somit wurde auch gleich ein kommendes Update angemeldet:

We will issue a free software update within a few weeks that incorporates the corrected formula. Since this mistake has been present since the original iPhone, this software update will also be available for the iPhone 3GS and iPhone 3G.

Hat Apple also an der Empfangsbalken-Formel herum geschraubt damit der Empfang besser aussieht? Oder damit man veraltete AT&T Netzwerk nicht ganz so schlecht aussieht?

Übrigens, ich habe den Todesgriff beim iPhone 3GS auch mal angewendet. Wirklich effektiv wird der Griff, wenn man das iPhone mit der rechten Hand umschliesst. Dann schaffe ich eine 3G-Verbindung mit 5 Balken herunter zu bringen auf eine Edge-Verbindung mit noch einem Balken. Aber wenn ich das iPhone so verkrampft in den Händen halte, vergeht mir das telefonieren noch wenigen Sekunden…

Apple entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und weist unzufriedene Käufer darauf hin, dass (unbeschädigten) Geräte innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Kauf gegen die Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgegeben werden können. Ob sich damit auch die Sammelklage in Luft auflöst?