Posts tagged "abmahnung"

Mac-Klon Hersteller PearC hat Blogger abgemahnt

Die deutsche Firma PearC wollte das Apple Betriebssystem Mac OS X auch auf gewöhnlichen und günstigen PC-Kisten zum laufen bringen und so eine weniger kostenintensive alternative gegenüber den teuren Hardware-Geräten von Apple bieten.

Wer allerdings kritisch über die Firma PearC berichtet, der fängt sich ganz schnell eine Abmahnung ein! So geschehen im Blog Café Digital. Der Blogger Roland Müller hat in einem Bericht PearC gegen Apple antreten lassen und war der meinung ausgewogen über die Vor- und nachteile berichtet zu haben. Jedoch weit gefehlt. Roland hat sich eine anwaltliche Abmahnung inklusive kostenpflichtiger Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung eingefangen.

Roland erklärt die Forderungen und das weitere Vorgehen:

Die darin geforderten Löschungen einiger Aussagen, die wir getroffen hatten – und die durchaus ihre Ambivalenz hatten – sowie den Rückbau des ebenfalls monierten modifizierten PearC-Logos haben wir mittlerweile vorgenommen, werden aber Anfang Mai wohl den kompletten Beitrag von der Seite löschen.

So gesehen gebe ich lieber mein Geld für teure Apple Produkte aus, als die Halsabschneider von PearC zu unterstützen. Läuft deren Geschäftsmodell so schlecht, dass man nun Blogger abmahnen muss? Und gibt das nun auch eine Abmahnung für mich?

Apple geht nun doch gegen iPhone-Import vor!

iPhone

Es liegt auf der Hand, dass Apple keine Freude hat, wenn man das Apfel-Mobiltelfon nicht via dem auserwählten Exklusiv-Provider laufen lässt. Denn Apple verliert so ziemlich viel Geld. Unglücklich ist natürlich die Situation, dass der offizielle Vertrieb der Mobiltelefon nur schleppen voran geht und das iPhone nur in einer Handvoll Länder käuflich erwerblich ist.

Nun aber Apple offensichtlichgenug lange zugesehen und geht gegen Importeure vor, welche an dem ganzen iPhone Hype mitverdienen wollen. Der Anwalt und Blogger Udo Vetter berichtet im lawblog von einem Fall in Deutschland, bei dem Apple mit voller Härte zuschlägt.

Betroffen ist eine Frau, welche gerade einmal 150 Geräte in Frankreich erworben und an einen deutschen Händler weiterverkauft hat. Aus der Sicht von Apple sicher ärgerlich, aber eben doch kein „grosser Fisch“; könnte man meinen! Die Anwälte von Apple sehen das anders: Für Unterlassungs- und Auskunftsansprüche setzen die Anwälte einen Streitwert von zwei Millionen Euro an. Allein das Abmahnschreiben soll demnach 13’512.80 € netto kosten.

Wie Udo Vetter gegenüber MacNotes erklärte, gibt es bei der Klage aber ein kleines, dennoch wichtiges Detail. Seine Mandantin hatte den Import getätigt, bevor ein Exklusiv-Vertrag mit T-Mobile abgeschlossen war. Ob Apple unter diesen Umständen es schafft die ganze Klage, oder nur einen Teil davon, durchzusetzen ist somit noch offen.

Importeure in der Schweiz sollten den Fall genau beobachten, denn wer weiss wie lange Apple hier in unserem Land noch zusieht, wie einzelne Geschäfte mit den grau importierten Geräten Geld verdienen! Weniger betroffen werden Privatpersonen sein, welche sich für den Eigengebrauch ein iPhone aus Übersee beschafft haben.