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Wer braucht schon Blu-Ray

Blu-ray

Bildquelle: Dekuwa, Flickr.com

Drüben bei Macnotes habe ich folgende Zeilen von Stefan Keller gelesen:

Ich hoffe noch immer, dass irgendwann einmal ein Blu-ray-Laufwerk in Macs Einzug halten wird. Wie schon im letzten Jahr nicht, um Filme anzusehen, sondern um nicht mehr von den 4,7/8,5 GB einer DVD limitiert zu sein.

Ich frage mich immer wieder, für was gibt es eigentlich Blue-ray? Meiner Meinung nach war das Format nur für Hollywood geschaffen worden. Damit die Filmstudios ihre Filme auf einem Hardware-basiertem Format an die Kundschaft verkaufen können. Ich glaube Blue-ray war der verzweifelte Versuch sich vor dem digitalen Verkauf über Internet-Portale zu retten, wie es bereits in der Musikbranche üblich war. Blu-ray ist ein halbtotes Format was anscheinend auch Apple so gesehen hat und darum die entsprechenden Laufwerke (bisher) nie unterstützt hat.

Eine Blu-ray bringt einen bescheidenen Speicherplatz von 25 bis 50 GB, je nach dem ob es eine Single- oder Dual Layer Blu-ray ist. Erst Blu-ray XL bringt 100 bis 128 GB Speicher. Mittlerweile gibt es ja schon USB-Stick mit 256 Gigabyte Speicher und 230 MB/s Lese-, bzw 170 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Warum also eine Scheibe mit Daten beschreiben in einem Zeitalter in dem jeder Computer, jede TV-Box, jede Spielkonsole, jeder Radio und gar Fernseher einen USB-Anschluss hat. Übertragbare Flash-Speicher-Medien sprechen wir jetzt mal gar nicht…

Wie aber Stefan richtig festhält, hat Apple einen kleinen Lichtblick für die Blu-ray Anhänger erstrahlen lassen:

Zumindest macht der Schriftzug in Final Cut Pro X Hoffnung: Dort heißt es, dass zum Brennen von Blu-rays ein externes Blu-ray-Laufwerk benötigt wird.

Ich bin gespannt ob Apple Wort hält und tatsächlich noch ein externes Blu-ray-Laufwerk auf den Markt bringt, oder solange wartet, bis wirklich kein Argument mehr für Blu-ray spricht. Apple hat schon bei so manchem Format nachgeholfen um es zum sterben zu bringen… Zuerst die Floppy-Disk, demnächst wohl Flash, vielleicht sogar MMS und bald die CD, DVD und Blu-ray. Es gibt bessere Speichermedien und natürlich das Internet!

Wie seht ihr das? Wo seht ihr einen sinnvollen Einsatz der Blu-ray-Disks? Vielleicht als Backup-Medium? Oder seht ihr das ähnlich wie ich und haltet Blu-ray für ein überflüssiges Produkt? Ich freue mich auf eure Meinungen

DJ werden dank Red Bull BPM

Red Bull BPM

Wie Ihr vielleicht über Facebook oder Twitter erfahren habt, bin ich dieses Jahr, einmal mehr, in Amsterdam an der Amsterdam Dance Event Konferenz. Eine Konferenz welche sich rund um die elektronische Tanzmusik dreht. Neben den Deals zwischen Produzenten, Labels und Vertrieben sind auch Themen wie Distribution, Marketing und DJ-, sowie Produzenten-Equipment ein grosses Thema.

Dieses Jahr hat mich Red Bull eingeladen zur Vorstellung einer neuen iPad und iPhone App: Red Bull BPM. Die App kann in unterschiedlichen Art und Weisen eingesetzt werden. Da Red Bull selber die App eher im Pro Bereich sieht und davon träumt, dass DJs in Zukunft nur noch mit den iPad und der Red Bull BPM App in Clubs für gute Musik sorgen, schauen wir uns die Pro-Lösung an. Dann sollte der DJ 2 iPad und auf beiden Apple Tablets die BPM App installiert haben. Diese werden an ein herkömmliches DJ-Mischpult angeschlossen. Jedes iPad steht für ein Deck. Wer mag kann das natürlich ausbauen auf vier iPad. Jedes App funktioniert dann wie ein professioneller DJ-CD-Player, wie beispielsweise die CDJ 2000 von Pioneer. Neben den normalen Funktionen wie Geschwindigkeiten anpassen, Cues setzen, Loops organisieren und speichern, können auch diverse Effekte eingesetzt werden.

Red Bull BPM iPad Deck

Wer aber nur ein iPad und kein Mischpult hat, der kann das alles auch in der App abhandeln. Denn die App beinhaltet neben zwei Decks natürlich auch ein Mischpult. Also ein komplettes DJ-Set. Man muss einfach von einer Ansicht zur nächsten ändern. Ist aber durchaus machbar und gerade für Einsteiger eine perfekte Möglichkeit sich die DJ-Fertigkeiten anzueignen. Widersteht aber der Möglichkeit die Geschwindigkeiten der Tracks automatisch anpassen zu lassen. Lernt zu hören welcher der Track wie angepasst werden muss, damit bei die selbe Geschwindigkeit für den Mix haben… Nur so als kleiner Tipp eines alten Hasen.

Red Bull BPM iPad

Der Output der Musik ist ein kleines Problem. Das iPad hat ja nur einen Ausgang, derjenige für den Kopfhörer. Nutzt man das iPad in doppelter Ausführung mit einem Mischpult, ist das kein Problem. Hat man aber nur ein iPad, benötigt man eigentlich zwei Ausgänge. Einmal für die Musik welche gerade für den Dancefloor ausgegeben wird und einmal eine Vorhör-Funktion für den DJ. Auch hier gibt es, mit einer weiteren App eine Lösung. Während über den Kopfhörerausgang die Musik zur Musikanlage gelangt, ist das iPad über ein WLAN mit dem iPhone verbunden. Der Kopfhörer des DJs ist an das iPhone angeschlossen und kann darüber die Vorhör-Funktion nutzen… All das ist aber gut beschrieben und bebildert bei Red Bull.

DJ-Apps gibt es bereits wie Sand am mehr, hier wurde aber ernsthaft versucht eine echt DJ-App zu programmieren und wurde sinnhafterweise sehr nahe an die Pro-Lösungen von Pioneer gebracht. Ich konnte mit dem Entwickler der App sprechen und er garantierte mit, dass die App zuverlässig läuft. Denn nichts wäre dümmer, als wenn die App sich während einem Set vor 1000 Leuten verabschiedet. Während meinen Live-Tests in Amsterdam brachte ich App aber nach wenigen Minuten zum abstürzen. Man muss aber fairerweise sagen, dass die App auf einem alten iPad lief. Auf einem neuen iPad 2 mit mehr Power, passiert das vielleicht nicht mehr…

Die App kann per sofort geladen werden für vergleichsweise kleine CHF 24.-. Meiner Meinung nach der perfekte Einstieg für angehende DJs welche sich noch kein professionelles Set von Pioneer leisten können. Eigentlich erstaunt es mich, dass Pioneer nicht auf die Idee gekommen ist…

Red Bull BPM Pro Player - Red Bull

Nächste (oder übernächste) Woche kommt Mac OS X Lion

Mac OS X Lion

Apple hat den Entwickler die Golden Master Version von Mac OS X Lion Preview ausgeliefert. Golden Master ist ein Fachbegriff aus der Softwareentwicklung, bzw. kommt von der CD-Erstellung. Die letzte, möglichst fehlerfreie Version welche dann genau so veröffentlicht wird, oder um bei der CD zu bleiben, die Ausgabe von welcher dann die Kopien für den Verkauf erstellt werden, ist die Golden Master Version. Und genau die wurde gestern Nacht veröffentlicht, zumindest für die registrierten Entwickler.

Somit können wir davon ausgehen, dass nächste Woche bereits der Löwe im Mac App Store zum Download angeboten wird.

Wie schon hier im Blog erwähnt, habe ich alle Preview Versionen von Mac OS X durchgespielt. Zu Anfang gab es nur ein Problem mit Google Chrome. Aber ab der zweiten Preview Version hatte ich eigentlich keine Probleme mehr. Ganz im Gegenteil. Das MacBook Air begleitet mich sogar geschäftliche mit dem Löwen und zusammen haben wir schon so einige Meetings, Zugreisen, Präsentationen, Seminare und Vorträge erlebt. Ohne Absturz und ohne Probleme in irgend einer Form.

Update
Mittlerweile geht das Gerücht um, dass Lion zusammen mit den neuen MacBook Air am 14. Juli 2011 veröffentlicht werden sollen… Aber auch sonst werden Daten wie 6. oder 19. Juli immer wieder genannt. Wir werden sehen.

iTunes mit unterschiedlichen Mediatheken

Ein neuer Gastblogger! Schon lange habe ich Manuel gut zugeredet doch mal was für das ApfelBlog zu schreiben. Er bewegt sich in der Musik-Szene als Produzent und DJ und hat interessante Erfahrungen gemacht mit den entsprechenden Software-Tools dazu. Hier also der erste leichte Einstieg von Manuel:

Das Musikorganisationstalent iTunes benutze ich schon sehr lange. Nicht nur, um all meine iPods und iPhones mit immer neuer Musik zu beliefern. Vor allem seit ich den Schritt von Windows zu Mac gewagt habe, brauche ich iTunes für viele weitere Sachen, wie z.Bsp. Wiedergabelisten für Geburtstags- oder Wohnungseinweihungspartys.

Auch für meine Auftritte als DJ kann ich iTunes perfekt einsetzen. Zum Auflegen verwende ich die Software „Scratch Live“ von RANE. Mithilfe von CDs oder Vinylplatten, die nur einen Track mit einem Steuercode enthalten, kann man die MP3s (einige Djs verwenden wegen der Soundqualität sogar WAVs oder AIFFs) auf den Notebooks perfekt steuern und muss damit keine schweren Plattenkoffer mehr mit mir herumschleppen. Natürlich höre ich meine Songs auch sonst gerne auf meinem iTunes, weshalb ich alle Titel dort integriert habe. Serato bietet die Möglichkeit, eigene Folders zu machen, oder es übernimmt nach Wunsch automatisch die Wiedergabelisten von iTunes. Das fand ich eine fantastische Idee. Mit der Zeit merkte ich aber, dass ich beim Auflegen den Überblick verlor. Ich brauchte gar nicht alle Wiedergabelisten von meinem iTunes auf Serato. Nun das Problem liess sich mit einem ganz einfachen Trick vermeiden. Man erstellt einfach eine neue Mediathek und wählt je nach Gebrauch die passende aus. Und das geht so: Beim Öffnen von iTunes hält man die „alt“-Taste gedrückt. Dann kann man eine neue Mediathek machen oder eine bestehende auswählen. Nun habe ich zwei Mediatheken, eine für den Musikgenuss zuhause und eine fürs Djing.

Mit kooaba Zeitungsartikel offline erkennen und online lesen

Wer kooaba bereits kennt, der weiss das man damit eine menge Material wie DVD-, CD-, Game-Covers und Kino-Poster fotografieren kann und bekommt danach auf dem iPhone weiterführende Informationen dazu. Jetzt haben die Macher von kooaba der kleinen und kostenlosen Applikation noch eine Möglichkeit mehr beigebracht: Printartikel.

Das Schweizer Startup kooaba, ein Spinoff der ETH Zürich, will die neue Lösung an der TechCrunch50 präsentieren und erklärt die Lösung am besten in eigenen Worten:

Das Herausreissen und Aufbewahren von Seiten und die damit verbundene Schwierigkeit, entsprechende Artikel später in einem staubigen Papierstapel wieder zu finden, gehört der Vergangenheit an. Von jetzt an haben Benutzer von Smartphones die Möglichkeit, interessante Printartikel einfach über ein Foto mit der mobilen kooaba Applikation (derzeit für iPhone und Android verfügbar) zu sammeln.

Nachdem das Foto erstellt und übermittelt wurde, kommt kooaba’s Bilderkennungstechnologie ins Spiel: Sie erkennt den Artikel auf dem Foto des Nutzers und liefert eine digitale Version dieser Seite zurück. Die Seite wird zusätzlich zu seiner online Sammlung auf kooaba.com hinzugefügt. Im Unterschied zu einem Stapel Papier beansprucht die online Sammlung keinen physischen Platz, ist sauber organisiert und über Volltextsuche einfach durchsuchbar. Ausserdem bietet kooaba zusätzliche Funktionen an, wie das Bewerten und Empfehlen von Artikeln sowie Links zu zusätzlichen, digitalen Inhalten wie Bilder, Videos, Musik etc.

Kooaba versucht mit dieser Lösung den Printmedien die lästigen Tags zu ersparen. Denn dank der Bilderkennung müssen keine komplizierten Codes abgedruckt und mit Artikel in der Online-Präsenz verlinkt werden. Dank der Bilderkennung wird das bestehende Layouts einfach und schnell erkannt und zur interaktiven Präsenz geführt.

Also die ideale Lösung wenn man unterwegs einen Artikel in der Zeitung entdeckt, welchen man später weiterlesen, oder aufbewahren möchte. Fraglich ist noch welche Printmedien auf den Zug aufspringen und Ihre Layouts als PDF dem Bilderkennungsunternehmen zur Verfügung stellen.