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iOS 10 – Neues Design, HomeKit, iMessage mit App Store und mehr.

iOS 10

hat heute eine Vorschau auf gegeben, mit einem umfassendem Update für Nachrichten, das ausdrucksstärkere und noch mehr animierte Wege bereitstellt, um mit Freunden und Familie Nachrichten auszutauschen, wie beispielsweise Sticker und Effekte im Vollbildmodus. iOS 10 erweitert den Leistungsumfang von durch das Zusammenspiel mit Apps und beinhaltet die wunderschön neu gestalteten Apps , , Apple Music und News sowie die , die eine einfache und sichere Möglichkeit bietet, Produkte zur Heimautomatisierung an einem Ort zu verwalten. iOS 10 eröffnet Entwicklern mit Siri, Karten, Telefon und Nachrichten unglaubliche Möglichkeiten.

Craig Federighi, Senior Vice President Software Engineering von Apple:

iOS 10 ist unsere bedeutendste Version mit bezaubernden neuen Möglichkeiten, sich selbst in Nachrichten auszudrücken, einer nativen App für die Heimautomatisierung und wunderschön neu gestalteten Apps für Musik, Karten und News, die intuitiver und leistungsfähiger sind und all das, was man an seinem und liebt, noch besser machen. iOS 10 bringt die Intelligenz von Siri zu QuickType und Fotos, automatisiert das Zuhause mit der neuen Home App und gibt Siri, Karten, Telefon und Nachrichten für Entwickler frei, während gleichzeitig Sicherheit und durch leistungsstarke Technologien wie Differential Privacy erhöht werden.

Persönliche & ausdrucksstarke Nachrichten

Nachrichten ist die am häufigsten verwendete iOS-App. Mit animierten und personalisierten Nachrichten in iOS 10 ist es noch ausdrucksstärker und bringt noch mehr Spass mit seinen Freunden und Familienmitgliedern zu kommunizieren. Nachrichten beinhaltet leistungsstarke Animationen wie Ballone, Konfetti oder Feuerwerke, die den kompletten Bildschirm einnehmen können, um einen besonderen Anlass zu feiern, unsichtbare Tinte um Nachrichten zu verschicken, die erst dann sichtbar werden sobald ein Freund darüber streicht und handgeschriebene Notizen für zusätzliche Personalisierung. Automatische Vorschläge machen es einfach Wörter durch Emojis zu ersetzen, Tapback schafft eine schnelle und einfache Möglichkeit mittels eines einzigen Fingertipps zu antworten, und Rich Links erlauben es dem Nutzer Inhalte direkt in Nachrichten zu sehen und Medien abzuspielen – und das ohne die Konversation verlassen zu müssen.

iOS 10 bringt den Leistungsumfang des App Store zur Nachrichten App, um Entwicklern neue Möglichkeiten zu bieten, lustige neue Wege für Nutzer zu schaffen, um innerhalb einer Unterhaltung Sticker zum Abziehen und Einkleben zu verwenden, die Möglichkeit GIFs schnell zu personalisieren oder Fotos rasch zu bearbeiten, Zahlungsanweisungen auszuführen oder ein Abendessen oder einen Kinobesuch zu planen, alles direkt aus Nachrichten.

Siri öffnet sich für Entwickler

In iOS 10 kann Siri auf wichtige neue Bereiche ausgeweitet werden und ist durch das Zusammenspiel mit den Apps, die man liebt zu benutzen, im Stande mehr denn je zu leisten. Erstmalig können Entwickler auf der Intelligenz aufbauen, die Siri bietet und es Nutzern ermöglichen, lediglich unter Verwendung ihrer Stimme mit ihren Apps zu interagieren. SiriKit hilft Entwicklern bei der einfachen Gestaltung ihrer Apps, um mit Siri für Nachrichtenübermittlung, Telefonanrufe, Fotosuche, Fahrdienstbuchungen, individuellen Zahlungsverkehr und Workouts zusammenzuarbeiten. Ausserdem können sie Siri dazu verwenden, um CarPlay-Apps zu bedienen, Zugriff auf die Klimaanlage zu erlangen oder die Radioeinstellungen innerhalb der Apps von Automobilherstellern vorzunehmen.

Wunderschön neu gestaltete Karten App

Karten in iOS 10 erfährt ein wunderschönes Redesign, das deren Nutzung noch einfacher und intuitiver macht. Ab sofort mit neuen Erweiterungen den Entwicklern zugänglich, können Apps wie OpenTable Reservierungen direkt in Karten integrieren und Dienste wie Uber und Lyft können es Nutzern erleichtern eine Fahrt zu buchen, ohne die Karten App jemals verlassen zu müssen. Karten ist sogar noch schlauer mit neuer Intelligenz, die basierend auf der Routine oder den Terminen im Kalender eines Anwenders proaktiv Wegbeschreibungen liefert, davon ausgehend zu welchem Ort man am wahrscheinlichsten als nächstes möchte. Sobald eine Route geplant wurde, kann Karten entlang der Strecke nach Tankstellen, Restaurants, Cafés und mehr suchen und eine Einschätzung darüber abgeben, wie sich ein möglicher Halt auf die Länge der Fahrt auswirkt.

Erinnerungen in Fotos wiederentdecken

Fotos in iOS 10 hilft dabei seine geliebten und vergessenen Ereignisse in der Foto-Mediathek wiederzuentdecken, indem sie automatisch in Erinnerungen zum Vorschein gebracht werden. Erinnerungen durchsucht sämtliche Fotos und Videos und findet geliebte und vergessene Ereignisse, Reisen und Menschen und präsentiert diese in einer wunderschönen Sammlung. Eine Erinnerung beinhaltet ausserdem den Erinnerungsfilm, ein automatisch bearbeiteter Film mit Titelmusik, Filmtiteln und cineastischen Übergängen.

Erinnerungen nutzt fortschrittliche Bilderkennung, um die Personen, Orte und Dinge innerhalb der eigenen Bilder mittels der geräteeigenen Gesichts-, Objekt- und Szenenerkennung in Alben zu gruppieren. Diese Intelligenz erweckt Erinnerungen und zugehörige Fotos zum Leben, in einer Art die persönlich und bedeutungsvoll für den Nutzer ist, während der Datenschutz gewahrt bleibt.

Home App für einfachere Heimautomatisierung

Die Home App ist tief in iOS eingebunden und bietet eine einfache und sichere Möglichkeit sein Zuhause von einem Ort aus einzurichten, zu verwalten und zu steuern. Zubehörprodukte können individuell verwaltet oder in Szenen gruppiert werden, sodass sie mittels eines einzigen Befehls zusammenarbeiten und über Siri bedient werden können. Diese können fernverwaltet oder über zur Heimautomatisierung eingerichtet werden und auf automatische Auslöser reagieren, die auf Tageszeit, Ort oder Aktion eingestellt sind.

Die Ausweitung der Unterstützung für geht weltweit mit nahezu 100 Heimautomatisierungs-Produkten, die in diesem Jahr auf HomeKit setzen und die Anbindung für Thermostate, Lichter, Jalousien, Türschlösser, Videokameras und mehr zur Home App bringen, weiter voran. Später in diesem Jahr werden führende Wohnungsbauunternehmen, wie beispielsweise Brookfield Residentials, KB Home, Lennar Homes und R&F Properties, damit beginnen viele dieser HomeKit-Lösungen in neue Häuser zu integrieren.

Komplett neues Design für Apple Music & News

Apple Music hat ein völlig neues Design, dass jedem Aspekt der Erfahrung eine bessere Übersicht und Einfachheit verleiht. Es nutzt eine neue Designsprache, die die Musik zum Helden werden lässt sowie eine neue Struktur, die es vereinfacht neue Musik zu durchsuchen und zu entdecken. Die Reiter Mediathek, Für Dich, Browse und Radio wurden völlig neu gestaltet, um eine verbesserte Orientierung zu ermöglichen. Ausserdem ist ein Search-Tab dazugekommen, um das Auffinden von Musik noch einfacher zu machen. All diese Änderungen führen im Zusammenspiel zu einem klaren und intuitiven Design. iOS 10 bietet eine neu gestaltete News App mit einem neuen Für Dich, das in verschiedene Abschnitte organisiert ist und es dadurch einfacher macht Artikel, Unterstützung für Benachrichtigungen zu Eilmeldungen und kostenpflichtige Abonnements zu finden.

iOS Erlebnis

In iOS 10 ist der Zugang zu benötigten Informationen einfacher und schneller denn je. Raise to Wake weckt automatisch den Bildschirm auf, sobald man sein iPhone hebt und macht es einfacher sämtliche Benachrichtigungen auf einen Blick direkt vom Sperrbildschirm aus zu sehen. Auf Benachrichtigungen, Heute-Ansicht und Kontrollzentrum kann mit einem einzigen Wisch oder Drücken zugegriffen werden und eine tiefer greifende Integration von 3D Touch mit iPhone 6s und iPhone 6s Plus macht das Interagieren mit Apps noch leichter.

Zusätzliche iOS 10-Funktionen

  • Die Intelligenz von Siri bietet neue QuickType Funktionen, darunter kontextuelle Vorhersagen, um relevante Informationen basierend auf Standort, Verfügbarkeit laut Kalender oder Kontakten hervorzuheben; und vorausschauendes Schreiben unterstützt verschiedene Sprachen, ohne die Tastatur zu wechseln.
  • Telefon ermöglicht die Integration von VoIP-Anrufen von Drittanbietern, Transkription von Voicemails und eine neue Erweiterung der Anrufer ID für Spam-Warnungen.
  • Aktualisierungen der eingebauten Apps umfassen eine geteilte Bildschirmansicht bei Safari für iPad, Zusammenarbeit von Notizen und Bearbeiten von Live Photos.
  • Apple Pay kann jetzt zusätzlich zum Bezahlen in Geschäften und Apps genutzt werden, um einfach, sicher und privat auf teilnehmenden Webseiten in Safari einzukaufen.
  • Bedtime Alarm in der Uhr App ermöglicht das Einstellen regelmässiger Schlafzeiten und das Erhalten von Erinnerungen an die Schlafenszeit.

Datenschutz in iOS 10

Sicherheit und Datenschutz sind grundlegend für das Design der Hardware, Software und Dienste von Apple. iMessage, FaceTime und HomeKit nutzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, um die Daten des Nutzers zu schützen und sie für Apple und andere unlesbar zu machen. iOS 10 greift auf Intelligenz direkt auf dem Gerät zurück, um Personen, Objekte und Szenen zu identifizieren und QuickType-Vorschläge zu unterstützen. Dienste wie Siri, Karten und News senden Daten an die Server von Apple, aber diese Daten werden nicht dazu verwendet Nutzerprofile zu erstellen.

Mit Einführung von iOS 10 nutzt Apple eine Technologie namens Differential Privacy, um das Nutzungsverhalten einer grossen Anzahl von Anwendern herauszufinden, ohne dabei den individuellen Datenschutz zu kompromittieren. In iOS 10 hilft diese Technologie dabei QuickType- und Emoji-, sowie Spotlight Deep Link-Vorschläge und Lookup-Hinweise in Notizen zu verbessern.

Verfügbarkeit

Die Developer Preview ist ab heute für Mitglieder des iOS Developer Program auf developer.apple.com verfügbar und ein öffentliches Beta-Programm wird für iOS-Nutzer im Juli auf beta.apple.com verfügbar sein. iOS 10 wird in diesem Herbst als kostenloses Software Update für iPhone 5 und neuer, sämtliche iPad Air- und iPad Pro-Modelle, iPad 4. Generation, iPad mini 2 und neuer und touch 6. Generation verfügbar sein. Weitere Informationen unter apple.com/ios/ios10-preview. Änderungen bei den Funktionen sind vorbehalten. Einige der Funktionen sind möglicherweise nicht in allen Regionen oder Sprachen verfügbar.

Quelle: Pressemitteilung Apple Schweiz

Apple bekommt Lob bezüglich Privatsphäre und Datenschutz.

Apple schützt die Privatsphäre der Benutzer

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat einen Report veröffentlicht, wie Unternehmen mit den Benutzerdaten, bzw. wie deren Rechte und Privatsphäre, umgehen. Während man 2013 nur einen Stern in Empfang nehmen durfte, sind es seit 2014 nun jeweils fünf Sterne, so auch 2015. Die EFF lobt Apple für die Transparenz bezüglich Benutzerdaten, dem Schutz der Daten gegenüber der Regierung und der offenen Kommunikation.

Apple earns five stars in this year’s Who Has Your Back report. This is Apple’s fifth year in the report, and it has adopted every best practice we’ve identified as part of this report. We commend Apple for its strong stance regarding user rights, transparency, and privacy.

EFF Ranking 2015

Nicht ganz so optimistisch ist Edward Snowden. Zwar hat er erst kürzlich Apple gelobt, dass Apple ein Pionier in Sachen Datenschutz sei, die aktuelle Ausschlachtung bezüglich der sicheren Privatsphäre muss am Ende aber mehr als nur ein Verkaufsargument für Tim Cook sein:

I think in the current situation, it doesn’t matter if he’s being honest or dishonest. What really matters is that he’s obviously got a commercial incentive to differentiate himself from competitors like Google. But if he does that, if he directs Apple’s business model to be different, to say „we’re not in the business of collecting and selling information. We’re in the business of creating and selling devices that are superior“, then that’s a good thing for privacy. That’s a good thing for customers.

Dann hoffen wir, dass Apple darin nicht nur eine Differenzierung gegenüber Facebook, Google und Co. sieht, sondern fest daran glaubt, dass man Daten nicht nur sammeln und „verkaufen“, sondern auch einfach nur schützen kann!

Der Datenschutz bei Apple. [Updated]

Tim Cook

Keine Frage, Tim Cook ist stolz auf den Datenschutz bei Apple. Darin enthalten ist auch das Thema Privatsphäre. Neu ist, dass Tim Cook sich dafür öffentich einsetzt und es nicht scheut, die Vorteile von Apple gegenüber Google und Facebook aufzuzeigen. Während einer Veranstaltung in Washington war Cook über eine Video-Übertragung zugeschaltet:

I’m speaking to you from Silicon Valley, where some of the most prominent and successful companies have built their businesses by lulling their customers into complacency about their personal information. They’re gobbling up everything they can learn about you and trying to monetize it. We think that’s wrong. And it’s not the kind of company that Apple wants to be.

Tim Cook ist überzeugt, dass kostenlose Services im Endeffekt eigentlich für den Benutzer wesentlich teurer zu stehen kommen, wenn man mit seinen persönlichen Daten bezahlen muss.

We don’t think you should ever have to trade it for a service you think is free but actually comes at a very high cost. This is especially true now that we’re storing data about our health, our finances and our homes on our devices.

Auch die neue Google Fotos Lösung war ein Teil des Vergleichs…

We believe the customer should be in control of their own information. You might like these so-called free services, but we don’t think they’re worth having your email, your search history and now even your family photos data mined and sold off for god knows what advertising purpose. And we think some day, customers will see this for what it is.

Die Verschlüsselung ist für Tim Cook und Apple ebenfalls sehr wichtig:

There’s another attack on our civil liberties that we see heating up every day — it’s the battle over encryption. Some in Washington are hoping to undermine the ability of ordinary citizens to encrypt their data. We think this is incredibly dangerous. We’ve been offering encryption tools in our products for years, and we’re going to stay on that path. We think it’s a critical feature for our customers who want to keep their data secure. For years we’ve offered encryption services like iMessage and FaceTime because we believe the contents of your text messages and your video chats is none of our business.

Tim Cook bekommt Unterstützung

Kaum hat Tim Cook seine flammende Rede für mehr Privatsphäre und Datenschutz gegenüber gewissen Unternehmen und dem Staaten ausgesprochen, schon kommt zeitnahe, ungeahnte Unterstützung. Der amerikanische Whistleblower und ehemalige NSA Mitarbeiter Edward Snowden lobt Apple als Pioniere in Sachen Datenschutz. Das mobile Betriebssystem iOS 8 sei so gut verschlüsselt, dass weder der Staat, noch Polizeikräfte, Diebe oder gar Apple selbst die Daten entschlüsseln können. Was privat ist, bleibt privat. Es sei denn natürlich, man hat ein einfaches Passwort hinterlegt, oder verwendet über all das selbe Passwort oder gibt es gar weiter… Wie immer gilt, die grösste Sicherheitslücke in einem System ist immer noch der Mensch!

Die andere Seite [Update]

Ein ganz anderes Licht bringt Ben Thompson, ein unabhängiger Analyst, in die Geschichte. Er sagt, dass in Zukunft es unabdingbar sei, dass man Daten über Benutzer sammle, auswerte und nutze. Apple sei bisher einfach nicht in der Lage dies richtig zu machen und würde nun so tun, als wolle man es nicht machen…

It’s simply not true to say that Google or Facebook are selling off your data: what they are doing is promising advertisers they will display their ads to a particular type of customer as defined by the advertiser using Google or Facebook’s provided parameters. This may sound like semantics but the difference is significant: Google and Facebook do know a lot about individuals, but advertisers don’t know anything — that’s why Google and Facebook can charge a premium!

Google und Facebook vorzuwerfen, dass man nur Daten sammle, sei genau überspritzt und verallgemeinert wie wenn man sagt, dass Apple überteuerte Geräte verkauft…

Datenschutz bei Apple.

Tim Cook Apple

Egal welches Unternehmen, egal welcher Internetdienst, all buhlen um die Gunst der Benutzer und wollen sich in Sachen Datenschutz transparent zeigen. Auch Facebook geht neue Wege und will die neuen AGBs möglichst gut den Benutzer erklären. Denn gerade das grösste Social Network steht immer in der Kritik zu viele Daten der Benutzer haben, obwohl wahrscheinlich Google einiges mehr über die Benutzer weiss als Facebook.

Auch Apple gerät immer wieder mal in die Kritik bezüglich Bewegungsdaten der iPhones oder den neuen Internetdiensten in der iCloud. Spätestens seit definitiv bekannt ist, welche Informationen die NSA über uns hat, steht auch Apple in der Kritik Daten an die Regierung weiterzugeben.

Dem versucht nun Apple mit Transparenz entgegen zu wirken. Tim Cook persönlich erklärt in einem offenen Brief wie Apple mit den Daten umgeht. Auf einer weiteren Seite werden alle Dienste erklärt und wie bezüglich der Verwendung der Daten im Vergleich zu den Mitbewerber steht. Ohne es zu nennen, wird mit Google verglichen. Bei Google sind alle Dienste kostenlos, wobei Google alle Inhalte der Benutzer (anonym) analysieren kann um passende Werbung anzuzeigen. Etwas was Apple nicht tun muss, weil es keine Werbung gibt in den bezahlten Services. Dazu gibt es eine Seite, auf der genau erklärt wird, wie man die eigenen Geräte und Dienste so einstellt, dass die Privatsphäre geschützt ist. Es wird auch gezeigt, wie man mit Anfragen von Behörden zu Benutzeraccounts umgeht. Zu guter Letzt kann man sich noch die aktuellen Datenschutzrichtlinien im Detail anschauen.

Apple sucht die Distanz zu Google und bekräftigt keine Hintertüren für Regierungen zu öffnen und auch die Werbeindustrie kommt nicht an relevante Daten. Und einmal mehr gibt sich Apple aussergewöhnlich transparent. Was haltet ihr von der Offensive?

 

Schweizer Politik und Datenschutz untersuchen den Fingerprint-Scanner!

Fingerprint Touch ID

 

Heute war in der zu lesen, dass sich die Schweizer Datenschützer den Fingerabdrucker-Scanner von etwas genauer anschauen wollen. , Mitarbeiter bei der eidgenössischen Datenschutzbehörde, macht darauf aufmerksam, dass biometrischen Daten wie Fingerabdrücke keineswegs harmlos seien. Schliesslich könne man aus einem Fingerabdruck Rückschlüsse auf Alter, Geschlecht und sogar Krankheiten ziehen.

Auch wenn Apple verspricht, dass die Daten verschlüsselt auf dem Prozessor und nur dem Prozessor gespeichert werden, die Daten nicht synchronisiert werden, weder mit Apps noch über das Internet, so ist Herr Meier doch in Sorge:

iPhones sind mit dem Internet verbunden. Es besteht deshalb die Gefahr, dass die Fingerabdrücke in fremde Hände geraten, auch wenn sie lokal gespeichert sind.

Tatsächlich ist es bestimmt heikles Thema und es tut der Diskussion gut, wenn unabhängige Stellen die Sicherheit des Fingerabdruck-Scanners untersuchen. Aber dennoch frage ich mich:

[tweetable]Wo war die -Behörde in den letzten sieben Jahren???[/tweetable]

IBM hat seit spätestens 2006 2004 einen Fingerabdruck-Leser in diversen Laptops verbaut. Damals hiess es bei IBM:

Today we raised the bar on security for the entire PC industry.

Wie uns allen bekannt sein dürfte, die sind auch mit dem Internet verbunden! Haben die Datenschützer bisher geschlafen? Oder wurde den Datenschützer erst jetzt bewusst, seit dem NSA-Skandal, dass man eigentlich ALLES da draussen im Internet hacken kann? Wer allerdings bereits einmal in Amerika war, der muss sich keine Sorgen machen um den Fingerabdruck. Jeder der emigriert ist, hat freiwillig den Fingerabdruck abgegeben und das Einverständnis für die Verwendung unterschrieben.

Im weiteren müsste sich Herr Francis Meier dann noch dem Schweizer Pass mit biometrischen Informationen annehmen. Dieser ist zwar nicht online, kann aber auch relativ einfach gehackt werden:

Wie die Europäische Union selbst feststellte, kann die Verbindung zwischen Leser und RFID-Chip abgehört und mittels sogenannter „Brute-Force-Attacken“ unter Nutzung bekannter kryptografischer Schwächen gehackt werden.

Auch die Politik möchte sich noch zu Wort melden in Form von SP-Nationalrat Jean-Christophe Schwaab. Er fordert , also das bereits während der Entwicklung der Produkte den Datenschutz zu gewährleisten und , dass das Unternehmen immer das Einverständnis der Benutzer einholen muss, wenn die Daten weiterverwendet werden. So wie das Apple eigentlich in den Apps bereits seit längerem macht. Will eine App auf die Fotos zugreifen, so muss das von Benutzer quittiert werden.

Schön wenn Apple die verstaubten Behörden wachgerüttelt hat, dennoch erstaunlich das die Datenschützer ein Produkt untersuchen welches man freiwillig kauft und dann nur optional den Fingerprint-Reader einsetzen muss. Ich bin gespannt wo die Reise hingeht! [tweetable]Ich hoffe die Endkonsumenten dürfen mündig bleiben und sich die Geräte, mit allen Vor- und Nachteilen, kaufen die sie möchten.[/tweetable]

iOS 6 Beta 4 – Ohne YouTube, dafür Bluetooth Sharing und besseres Kartenmaterial

iOS 6 Beta 4

Heute Abend hat Apple eine neue Entwicklerversion von iOS 6 in der Beta 4 veröffentlicht. Wer als Developer bei Apple eingetragen ist, kann die Entwicklerversionen laden und testen für die eigenen App-Entwicklungen. Es wird jedoch geraten, diese Beta-Versionen nur auf Geräten zu installieren, welche nicht produktiv genutzt werden. Aus gutem Grund, denn oft sind die Entwicklerversionen noch fehlerhaft.

Bei der neuesten Ausgabe gibt es bereits einige merkliche änderungen gegenüber der letzten Version:

Keine YouTube App mehr!

Apple war so nett und hat Google die Arbeit abgenommen eine YouTube App zu entwickeln. Im Gegenteil, Apple hat für die Schnittstelle Google bezahlt. Nun ist Schluss damit. Apple hat die YouTube App raus gekickt und wie folgt kommentiert:

Our license to include the YouTube app in iOS has ended, customers can use YouTube in the Safari browser and Google is working on a new YouTube app to be on the App Store.

Ein von mir aus gesehen logischer Schritt.

Bluetooth Sharing

Nein, Sharing über Bluetooth ist wahrlich nichts neues, das konnte mein altes Ericsson bereits vor vielen, vielen Jahren. Aber ich weiss auch noch genau, wie viele Schlagzeilen das Bluetooth Sharing gemacht hat, weil so ziemlich jeder Hobby-Hacker so Daten aus einem fremden Telefon ziehen konnte. Apple wird das wohl nun besser gelöst haben. Denn das Bluetooth Sharing ist in den Einstellungen unter „Datenschutz“ aufgetaucht. Da werden jeweils alle Apps gelistet, welche auf die Grundfunktionen des iPhone zugreifen. So sieht man beispielsweise welche App auf die Bilder oder Kontaktdaten zugreifen darf. Ebenso wird es in Zukunft mit Bluetooth funktionieren. Dazu müssen allerdings noch passende Entwicklungen gemacht werden.

Sehr schön finde ich die Idee von Cult of Mac:

It might be linked to the iPod Nano as a watch where users will be able to view text messages, weather, answer calls, and more by tapping on their iPod Nano when the latest version is released.

Wer weiss. Mit einem neuen iPod nano könnte es Wirklichkeit werden.

Karten App

Immer wieder eine grosse Frage ist die Sache mit der Karten App wie ich damals berichtet habe, waren die Satelliten-Karten quasi unbrauchbar weil sehr verpixelt. Im Moment findet man in der Schweiz einige Stellen, welche wesentlich besseres Kartenmaterial zur Verfügung stellen, dafür aber in Schwarz-weiss.

  

Man darf also guter Dinge sein, dass Apple die Karten App bis September auf einen guten Stand bringt. Positiv aufgefallen sind mir die vielen Help-Einträge welche direkt auf der Karte angegeben werden.

Passbook

Wie man in der neuesten Version sehen kann, werden die Inhalte von Passbook über den iTunes App Store verkauft. Da können in Zukunft Tickets und Gutscheine bezogen werden. Übrigens gibt es einen tollen Schredder-Effekt wenn man einen Gutschein löscht…

Alle Screens von oben und weitere findet ihr hier in der Galerie:

 

Locationgate ist nun auch in der Schweiz angekommen

Sammelklage in Amerika
Das kleine „Locationgate“-Drama um die erfassten Geo-Location-Daten vom iPhone 4 hat nun die Schweiz erreicht. Während sich in Amerika bereits Politiker versucht haben sich zu profilieren in dem man offene Briefe an Apple schrieb, gibt es nun auch schon die ersten Sammelklagen im Land der Freiheit. Ok, es sind nur zwei Käufer und auch das eingeklagte Geld (Rückerstattung des Kaufpreises) hält sich in Grenzen, wie NZZ weiss:

Zwei Kunden haben vor einem Gericht in Tampa (US-Staat Florida) eine Sammelklage eingereicht. Laut der Klageschrift vom 22. April fordern sie, dass Apple die Sammlung von Ortungsdaten beendet. Zudem verlangen sie eine Rückerstattung des Kaufpreises, weil sie in Kenntnis der Datenspeicherung die Produkte nicht gekauft hätten. Apple äusserte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang.

Von mir aus gesehen hätte die Klage gar nicht vor Gericht gehen dürfen. Wie wir wissen, verlangen die Amerikaner das immer alles deklariert wird. Nicht von ungefähr kommt der Hinweis in der Bedienungsanleitung der Mikrowellen, dass man Tiere nicht in das Gerät zum trocknen stecken soll… Inzwischen sind wir soweit, dass jedes Pixel eines Gerätes in AGB und Datenschutzbestimmungen festgehalten ist. So auch folgender Abschnitt in den AGB des iPhone:

Darüber hinaus kann Apple präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben, einschließlich des geographischen Standorts Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit.

Ja, so steht das in den AGB, welchen jeder Benutzer eines iPhones zustimmen muss, ansonsten kann man das Apple Smartphone gar nicht benutzen! Es kann also niemand behaupten, dass man nicht informiert gewesen sein sollte, wie im Beispiel der Sammelklage der beiden Kunden oben. Natürlich kann man jetzt sagen das Apple die Kunden in Geiselhaft nahm. Nach dem Kauf erst hatte man die AGB vor Augen und musste diesen Quasi zustimmen. Sofern man den rund 117 iPhone-Seiten durchgeblättert hat. Mag sein. Aber bei Apple Geräten kann man diese ohne Angaben anstandslos innert 30 14 Tagen zurück geben. In 30 Tagen sollte man die AGB gelesen haben. Also wo liegt genau das Problem…?

In Deutschland hat man es schon einmal vergessen
Auch in Deutschland haben die Datenschützer ein Problem mit den gespeicherten Daten… Schon wieder! Denn bereits im Sommer 2010 hat man sich an genau dieser Passage in den AGB gestört. Allerdings wohl nicht genug lange, denn bis letzte Woche ging das anscheinend in Vergessenheit… Irgendwie peinlich oder?

Und jetzt kommen die Schweizer…
So, und nun nach einem Jahr und ein bisschen Wirbel in Amerika haben auch die Schweizer Datenschützer in Bern entdeckt, dass man da noch etwas Medienaufmerksamkeit holen könnte. Nachdem unser Datenschützer Thür bereits Google Street View ausgebremst hat, sieht nun Francis Meier, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür, seine Chance dem anderen IT-Giganten eins auszuwischen.

Nur, Apple hat, wie es scheint, schon immer kommuniziert das man Daten sammelt und auch schon immer gesagt, dass die Daten anonymisiert gesammelt werden. Lediglich auf dem iPhone selber sind die Daten offensichtlich einsehbar. Hier gibt es tatsächlich potential für Apple nachzubessern. Und übrigens, wie man bei TN3 richtig erkannt hat, sollte man Zugriff auf die Location-Datenbank eines iPhone 4 haben, dann sind die Daten sehr ungenau und der Aufenthaltsort kann je nach belieben interpretiert werden.

Noch spannender ist aber, dass das Android-Smartphone viel, viel weiter geht bei der Spionage. Während Apple nur anonymisierte Daten alle 12 Stunden vom iPhone empfängt, schickt das Android mehrmals pro Stunde die vollen Daten ohne Anonymisierung nach Hause zu Google. Das Fazit von TN3:

Damit kann Google echte Bewegungsprofile konkreter Benutzer erstellen und das nahezu in Echtzeit! Google könnte Dir sagen, Dein Androidphone war vor zwei Stunden in der Innenstadt. Apple könnte Dir erst in zwölf Stunden sagen, irgendein iPhone war um diese Zeit in der Innenstadt. Ich denke, der gravierende Unterschied wird klar.

Mein Fazit
Locationgate wird Apple kaum schaden. Dafür wurde zu viel kommuniziert. Hingegen hat der Konsument sich, wie in den meisten Fällen, zu wenig informiert und muss sich selber an der Nase nehmen. Die Frage wird sein, wie viel Informationen muss ein Unternehmen dem Benutzer auf die Nase binden? Und wie viel Informationen hält ein Konsument pro Gerät aus? Und wer entscheidet welche Informationen nun für den Konsumenten so wichtig sind? Und warum hat noch kein Politiker einen offenen Brief an Google geschrieben in dem man mehr Klarheit zu den offen gesammelten Daten verlangt? Fragen über Fragen…

 

Eine Vielzahl von Apps spionieren uns aus…

Das Schweizer Konsumentenschutz-Magazin Kassensturz wirft einen Blick auf die Apps. Viele der Apps brauchen weitere Informationen, damit diese optimal funktionieren. Eine Location Based App braucht natürlich Zugriff auf den aktuellen Standort, und eine Kommunikations-App muss wissen, wer in meinem Freundeskreis ist um zu prüfen, wer die selbe App bereits einsetzt… Wie immer übertreibt es der Kassensturz ein bisschen. Jedoch tut es gut auch mal wieder zu erfahren, dass es Sinn macht die Datenschutzrichtlinien der Anbieter zu lesen. Erschrecken ist auch, dass viele Programme Informationen ungefragt auslesen und übertragen…