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Knip – Datenkrake oder hilfreicher Service?

Knip - Eine Datenkrake für Versicherungen?

Im Oktober 2014 bin ich über eine Twitter-Anzeige auf Knip aufmerksam geworden. Kurz und knapp, eine App mit der man die eigenen Versicherung in einer App zusammengefasst sehen und sogar verwalten kann. Klingt auf den ersten Blick gut. Endlich mal weg mit dem Papierkram und einen Schritt näher an das papierlose Büro. Auf in’s digitale Zeitalter!

Ich hatte also die App geladen und wollte nun loslegen. Für die Registration war ein Anruf vom App-Betreiber an mich notwendig. Irgend so ein Sicherheitselement hab ich mir gedacht. Kurz darauf klingelte auch schon das iPhone. Am Apparat eine nette, weibliche Stimme welche mir zum Knip-Download gratulierte und dann meine Versicherung-Stammdaten haben wollte. Ich sagte der Dame freundlich, dass ich das schon selber eintragen könne. Sie erklärte mir dann, dass das aber notwendig sei. Ich erwiderte, dass ich das schon erledigen kann und wenn es halt nicht möglich sei, die eigenen Daten selber zu verwalten, wir die Sache halt lieber sein lassen würde. Daraufhin war die Dame nicht mehr so nett und tadelte mich, dass man halt schon die App-Beschreibung genau lesen müsse! Da war es für mich um Knip geschehen. Eine App bei der man das kleingedruckte lesen musste, noch nicht mal in der App selber, sondern im Store, das war alles andere als einfach. Zudem war auf der Website kaum was zu finden über die Menschen hinter Knip. Zu anonym, zu kompliziert zu unfreundlich.

Aber warum schreibe ich das alles erst jetzt? Aktuell ist Knip wieder auf allen digitalen Werbeformaten präsent. Von Facebook, über Banner bis hin zum TV-Spot wird Knip als die Lösung für das digitale Versicherungsmanagement angepriesen. Zwar muss ich zugeben, dass zwei meiner Kritikpunkte verbessert wurden. Zum einen kann die ganze Registrierung komplett über die App gemacht werden mit einer Unterschrift auf dem Bildschirm. Zum anderen hat Knip versucht sich selber transparenter zu geben und stellt auf der Website das Team vor.

Dennoch gibt man Knip sehr viele persönliche Daten. Knip darf alle Versicherungsdaten von der Gesellschaft abrufen um diese dann eben in der App darzustellen. Selbstverständlich hat Knip mit den Daten nichts böses vor. Die Daten werden wohl aber analysiert um dann andere, teils attraktivere Versicherungen dem Kunden anzubieten. Teils daher, da solche Geschäftsmodelle auf Vermittlungsprämien basieren und nicht immer die beste Versicherung gewählt wird, sondern die mit der besten Provision für den Makler.

Mit Inbetriebnahme der App schickt man auch seine ehemalige Ansprechperson bei der Versicherung in Rente. Naja, wohl nicht direkt in Rente, aber ab nun kommuniziert Knip mit der Versicherung, je nachdem was ich in der App mache. Auch hier frage ich mich, ob Knip in meinem besten Wohl handeln kann, wenn ich für Knip eine unbekannte Person bin und ein Dienstleister mit einem anderen Dienstleister kommuniziert. Ich persönlich hatte bisher immer einen sehr guten Draht zu unseren Versicherungsvertreter und wenn es mal Probleme gab, hat unsere Ansprechperson mitgedacht, weil wir uns kennen, und alles entsprechend aufgegleist.

Lange Rede kurzer Sinn, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob Knip tatsächlich eine so grosse Erleichterung für mich ist, wenn ich bereits einen guten Draht zu der Versicherung habe. Ich kann ohne weiteres per SMS und E-Mail mit meiner Kontaktperson Dinge organisieren. Auch ohne App. Wie ist es mit euch? Benutzt ihr Knip? Worin seht ihr den Vorteil? Oder hat nur Knip mit dem Einblick in viele Versicherungen einen Gewinn?

Magazine auf dem iPad


Video hier anschauen

Wenn ich mir das Video oben anschaue, dann freue ich mich um so mehr auf kommende Magazine, welche ich auf dem iPad anschauen kann. Man kann nicht nur durch die Seiten blättern, sondern hat auch bewegliche Elemente, Filme, Links zu anderen Artikel oder Website… Einfach ein interaktives Magazin!

Da wird sogar die Werbung wieder spannend wenn man das beworbene Auto drehen kann und von allen Seiten anschauen. Normale Display-Werbung ohne interaktivität gehört dann langsam aber sicher zum alten Eisen!

Wired verlässt sich im Moment noch auf Adobe und ist wohl zuversichtlich, dass Adobe das digitale Wired Magazin irgendwie auf den iPad bringt. Adobe hat es ja bisher auch geschafft, dass Flash-Spiele zu gültigen iPhone Apps konvertiert werden können.

Weit vorsichtiger ist man da beim Verlag Condé Nast, dem Mutterhaus von Magazinen wie GQ, Vogue, Glamour, Vanity Fair, Ad und myself. Bei dem Magazin-Verlag will man so rasch wie möglich auf den iPad-Zug aufspringen. Zur Sicherheit entwicklet man gleich in beide Richtungen, mit Adobe und mit dem iPhone SDK. Anscheinend glaubt man bei dem Verlag definitiv an den Erfolg der digitalen Magazine und ist auch bereit etwas zu investieren. Jedoch versucht man den iBookstore zu umgehen und mittels eigener App das Magazin anzubieten.

Damit die Magazine auch tatsächlich diese Interaktivität anbieten können, wie man das bereits bei dem Prototypen oben sehen kann, müssen die Magazin via App publiziert werden. Das wäre auch durchaus in meinem Sinn. Ich bin echt gespannt auf die Inhalte im iPad!

Tablet, wo man hinschaut…

Wo man zur Zeit auch hinschaut, überall wird von einem Tablet gesprochen, mit welchem man digitale Magazine und Zeitungen lesen kann. Die neuesten Artikel werden automatisch auf das Tablet geladen… Und dabei muss nicht immer vom Mac Tablet die Rede sein. Aus dem Hause Apple wurde ein Tablet bisher noch immer nicht bestätigt, dafür gibt es immer mehr Hinweise aus verschiedenen Verlagen, dass Apple versucht Inhalte für ein Tablet ( iPhone) zu akquirieren.

Die in London ansässige Firma Berg hat sich etwas mehr Gedanken zum Thema digitales Magazin auf einem Tablet gemacht und an entsprechenden Umsetzungen gedacht und per Videoanimation ins leben gerufen. Auf einen solche Prototypen wäre ich gespannt… Bzw. hoffe ich natürlich insgeheim, dass Apple demnächst ein bezahlbares Tablet auf den Markt bringt, dass genau solche Funktionen mit sich bringt. Den Gang an den Kiosk kann man sich dann definitiv sparen wenn man die neueste Modezeitschrift lesen möchte, bzw. einen Blick in das aktuelle Moto-Magazin werfen möchte…

Natürlich sind meine persönlichen Erwartungen höher als „nur“ ein Anzeige-Gerät für digitale Inhalte. Ähnlich wie mit dem iPhone sollte man einfach ins Internet gehen können und hilfreiche Programme laden. Beispielsweise als Media-Tablet um die heimische Musikanlage zu steuern oder vielleicht im Fernsehprogramm zu stöbern… Vielleicht ersetzt das Tablet sogar den Fernseher in vielen Einzel-Haushalten?

Naja, vorerst sind das alles nur Ideen und Wünsche. Aber besser hätte ich die Jahreszeit nun wirklich nicht treffen können für Wünsche, oder?