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Apple bewegt die Musikindustrie. Schon wieder.

iTunes

Es gehen schon länger die Gerüchte um, dass Apple einen eignen Musik-Stream-Service anbieten möchte. So ähnlich wie Spotify oder Pandora. Tim Cook persönlich trifft sich immer wieder mit den grossen aus der Musikbranche. Nun hat die New York Post einen spannenden Bericht veröffentlicht zu dem Thema.

Im Musik-Streaming ist es üblich, dass man der Musikbranche 21 Cent für 100 gespielte Songs bezahlt. Spotify bezahlt sogar mehr mit 35 Cent. Pandora hat besser verhandelt und muss gerade einmal 12 Cent abgeben. Gemäss einem Insider aus der Chef-Etage eines grossen Musik-Lables soll auch Apple ein Angebot gemacht haben mit 6 Cent für 100 gespielte Songs. Ein lächerliches Angebot… Wäre schön wenn Apple den Musikern auch etwas Geld lassen würde. Eigentlich schade sind die grossen Labels immer noch dazwischen. Eigentlich ist ja Apple der grösste Vertrieb von Musik…

Wirklich spannend ist aber ein Patent von Apple, in dem beschrieben wird, wie die Nutzungsrechte eines Musikstückes (DRM) von einem Endbenutzer zu einem anderen transferiert werden können. Damit würde das geschlossene Musik-System von Apple ein kleines bisschen geöffnet. Jeder von uns hätte dann die Chance Musik zu verschenken oder weiterverkaufen, wenn wir keine Lust mehr haben auf die Songs.

Ironischerweise war das bisherige System von Apple auch Vorbild für die neue Microsoft Xbox, wonach in Zukunft eingekaufte Spiele nur von dem einen Benutzer gespielt werden kann. Der Spieler hat danach keine Möglichkeit das Spiel als gebraucht zu verkaufen, sondern alle Spiele müssen neu eingekauft werden. Vielleicht lässt microsoft diese Pläne auch wieder fallen sobald man iTunes Inhalte weiter schenken und verkaufen kann.

Musikpiraten, DRM und iTunes

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Illustration von Martin Krzywinski unter der Creative Common Lizenz

Bei 20Minuten wurde man heute über einen Artikel bei CNET informiert. Darin wurden die Leser über das „entfernte“ DRM von Apple aufgeklärt. Eigentlich nichts neues, denn darüber hat uns Martin Thomas bereits aufgeklärt:

‘Without DRM’ heisst derzeitig lediglich, dass bei den Songs anstatt ‘FairPlay’ nur noch das Wasserzeichen integriert wird – es beinhaltet nach wie vor die Accountinformation des Käufers sowie das Erwerbsdatum.

Wobei mit Accountinformationen sind nicht etwa verschlüsselte Daten oder ein ID gemeint. Apple packt so locker, flocker die E-Mail Adresse in die Datei. Diese kann man mit einem einfachen Editor wie TextEdit auch heraus lesen. Nehmt einfach irgend einen Song den Ihr im iTunes Store gekauft habt, öffnet die Datei mit TextEdit, oder einem ähnlichen Editor. Sucht jetzt einfach nach dem „@“-Zeichen, oder direkt nach Eurer Mailadresse mit welcher Ihr Euch in iTunes anmeldet…

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Falls es also jemand in Betracht zieht, Dateien aus dem iTunes Store ins Netz zum download anzubieten, dann wäre hier die letzte Warnung! Wie man sieht ist es sehr einfach den Urheber ausfindig zu machen…

Diejenigen, welche die Datei runterladen haben, zumindest in der Schweiz, nichts zu befürchten. Denn hier bei den Eidgenossen ist das downloaden von Dateien erlaubt. Lediglich das Bereitstellen von rechtlich geschützten Inhalten ist verboten…

Danke an ifrog für den Hinweis.

iTunes Bibliothek auf iTunes Plus anheben?

Seit der der Keynote gestern wissen wir, dass man neu im Apple iTunes Store alle gekauften Lieder auf iTunes Plus, somit in hochwertiger AAC-Codierung mit 256 KBit/Sek. ohne Brenneinschränkungen und ohne DRM (Digital Rights Management), anheben kann. Und das kann man per sofort.

Ich wollte dem mal nachgehen und sehen wieviel das denn in meinem Fall kosten würde. Im iTunes Store findet Ihr auf der rechten Seite die Box „Alles auf einen Klick“, ganz unten befindet sich der Link „Meine Bibliothek aktualisieren“. Was ich noch nicht heraus gefunden habe ist, was die 90 in der Box soll…

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Nach dem Klick auf den Link hat mir iTunes eiskalt vorgerechnet, was ich zu bezahlen hätte, wenn ich denn meine gesamte Bibliothek auf iTunes Plus anheben möchte. Wie es scheint könnte ich in meinem Fall von gesamthaft 473 Titel, 58 Titel und 32 Alben anheben lassen zum lächerlichen Preis von CHF 140.30!

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In dem Fall verzichte ich wohl vorerst auf die Befreiung meiner Lieder. Natürlich gäbe es da auch alternativen die Songs vom AAC Format zu befreien und als MP3 Dateien umzuwandeln. Oder alle Lieder auf eine CD brennen und als MP3 wieder importieren… Aber ich lass es mal vorerst wie es ist!