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Umwelt-Bericht: Grün. Grüner. Apple?

Zum heutigen Earth Day 2017 hat Apple seinen zehnten Umwelt-Bericht veröffentlicht. Apple hat in Sachen Umweltschutz schon einiges bewegt, setzt sich selber aber auch immer wieder hohe Zeile wie beispielsweise eines Tages ganz darauf verzichten zu können Materialien aus Minen abbauen zu müssen. Dafür arbeitet Das Unternehmen aus Cupertino an einer geschlossenen Lieferkette, auf deren Basis zukünftig Produkte gebaut werden sollen, die ausschliesslich auf erneuerbare Ressourcen oder recycelte Materialien zurückgreifen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das viele Jahre der intensiven Zusammenarbeit verschiedener Teams, Zulieferer und spezialisierten Recycling-Unternehmen erfordern wird. Aber die Arbeit ist bereits im Gange.

Hier einige Highlights aus dem Umwelt-Bericht:

  • 2016 kamen 96 Prozent der weltweit in Apple-Einrichtungen genutzten Elektrizität aus erneuerbaren Energien.
  • Apple nutzt bereits in 24 Ländern zu 100 Prozent erneuerbare Energien.
  • In sämtlichen Rechenzentren von Apple wird bereits zu 100 Prozent erneuerbare Energien verwendet.
  • 7 der wichtigsten Zulieferer haben sich verpflichtet, ihre Produktion für Apple bereits bis Ende nächsten Jahres auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen: Lens, Catcher, Solvay, Ibiden, Sunwoda, Compal und Biel.
  • Über Apple’s Partnerschaft mit dem WWF wurden 1’294 km2 Nutzwald in China für die „Forest Stewardship Council (FSC)”-Zertifizierung vorgeschlagen. Das bedeutet, dass nur zwei Jahre nach dem Start des Waldwirtschafts-Programms Apple nun soviel Wald nachhaltig schützt, wie nötig ist, um das gesamte Papier-Verpackungsmaterial für seine Produkte zu produzieren.
  • Apple entwickelt innovative neue Recycling-Technologien wie zum Beispiel LIAM. Die automatisierten Roboter-Zerlegeeinheiten für das iPhone 6 ermöglichen die bessere Nutzung von wiedergewonnenen Materialien in neuen Produkten.
  • Apple hat bereits damit begonnen, mit wiedergewonnenem Aluminium neue Geräte zu bauen.  So werden von LIAM zerlegte Aluminiumgehäuse vom iPhone 6 eingeschmolzen und damit Mac mini Computer gebaut, die dann in den Endmontagewerken für das iPhone verwendet werden.
  • Aus 100’000 iPhone 6 extrahiert LIAM potenziell die folgenden Materialien: Aluminum (1’900 kg), Kupfer (800 kg), Gold 3 kg), Metalle der Platin-Gruppe (0. kg), Silber (7 kg), Tin (55 kg), Seltene Erden (24 kg), Kobalt (550 kg), Wolfram (3.5 kg), Tantal (2.5 kg)
  • Für Zinn besteht bereits eine Lieferkette für recyceltes Material, das den Qualitätsanforderungen entspricht. Auf dieses Material wird für das iPhone 6s zurückgegriffen, wo Apple zu 100 Prozent recyceltes Zinn für die Lötstellen der Hauptplatine nutzen, auf der der Grossteil des verarbeiteten Zinns zu finden ist.

Schon beeindruckend mit welcher Weitsicht, Ambitionen und selber sehr hochgesteckten Herausforderungen Apple das Thema Umweltschutz angeht. Passend dazu hat Apple auch noch ein paar Informationsvideos erstellt:

Kann ein Solarpark Yaks ernähren?

Kann Apple null Abfall produzieren?

Warum macht Apple seinen eigenen Schweiss?

Kann ein Gebäude atmen?

Schön wenn man noch etwas über sich selber lachen kann, oder? Aber ich finde es toll wie Apple versucht eine Führungsrolle in Sachen Umweltschutz zu erarbeiten. Natürlich gibt es auch ähnliche Programme bei Google und Co. aber Apple weiss sich geschickt zu positionieren. Wäre toll wenn Unternehmen wie Samsung oder Xiaomi dem Beispiel folgen würden.

Apple kauft sich einen Wald.

Apple kauft einen Wald

Man kann von Apple denken was man will, aber in einer Kategorie sind die Leute von Cupertino der gesamten IT-Branche weit voraus: Umweltschutz! Über den gesamten Energieverbrauch hat Apple einen Anteil von 87% erneuerbare Energie. Und weil man an diese umweltfreundliche Energie glaubt und in Kürze das Ziel von 100% erreichen will, baut Apple selber Energie-Farmen.

In Amerika werden bereits alle Apple Büros, Datenverarbeitungscenter und Apple Stores mit 100% erneuerbarer Energie versorgt. Seit kurzen auch alle Apple Stores in Deutschland, UK, Spanien, Italien und Australien. Allerdings warum man es mit den vier Stores in der Schweiz noch nicht geschafft hat ist mir ein Rätsel…

Auch in China wird nun ein Solar-Energie Projekt in der Sichuan Provinz entwickelt, dass bis zu 80 Millionen KWH pro Jahr an sauberer Energie produzieren soll. Dies entspricht ungefähr der Menge, die benötigt wird um 61.000 chinesische Haushalte zu versorgen. Und es ist sehr viel mehr Energie als Apple in China benötigt, um dort alle Unternehmensbüros und Apple Stores zu versorgen. Vielleicht könnte Apple auch die Zulieferer wie Foxconn und Co. mit sauberem Strom beliefern.

Zudem wurde eine neue Initiative bekannt gegeben, bei der Apple eine Partnerschaft mit „The Conservation Fund” eingeht. Im Rahmen dieser Initiative will Apple dauerhaft helfen, Nutzwald im Osten der USA zu schützen und gleichzeitig einen “net-zero impact” bei den Produktverpackungen, bezogen auf nachhaltige Rohstoffe, zu erreichen. Mehr als 50% des US Waldes sind Nutzwald, der Material für den Bau und die Produktion liefert. 10 % davon sind bedroht. Diese Wälder spielen eine grosse Rolle für unser Ökosystem, sie liefern saubere Luft, sind Lebensraum für Wildtiere und filtern Wasser. Ausserdem liefern sie den Papierrohstoff für Verpackungen, und sichern damit 2,8 Millionen Jobs allein in den USA.

Apple unterstützt „The Conservation Fund” beim Kauf von über 9’000 ha Nutzwald im Osten der USA, was einer Fläche von 27’000 Fussballfeldern entspricht. Die gesamte potenzielle Papierproduktion dieser Fläche entspricht ungefähr der Hälfte der Rohmaterialien, die in Verpackungen von  iPhone, iPad, iPod, Mac und Apple TV im letzten Jahr verwendet wurden. Apple ist entschlossen, dass zukünftig 100% der Rohmaterialien, die für die Verpackungen verwendet werden, aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen oder aus kontrollierten Wäldern kommen sollen. 2014 waren bereits über 80% der Kartonverpackungen aus Materialien von zertifizierten und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, aus kontrolliertem Waldanbau oder aus Recyclingmaterialien. 

Am Earth Day, Mittwoch 22. April werden in über 90 Apple Stores weltweit die Apple Logos grün erscheinen, in der Schweiz werden das die Apple Stores “Freie Strasse” in Basel und “Rue de Rive” in Genf sein. Schade macht der Vorzeige-Store an der Bahnhofstrasse nicht mit…

Ich schätze sehr was Apple an Geldern in den Umweltschutz steckt und hoffe eigentlich, dass Samsung, Google und Co. bald ähnliche Projekte in’s Leben rufen.

Earth Day 2014

Ich hab es noch erlebt, wie Greenpeace Apple wieder und wieder in Kampagnen Angriff wegen dem Bezug von „dreckigem“ Strom anprangerte. Aber Apple hat sich verändert. Sehr sogar. Neben dem neuen grünen Apple Campus 2, werden auch laufend alle Server-Farmen auf den neuesten technologischen Stand gebracht. Nahezu 100% aller Apple Standorte werden aus 100% erneuerbarer Energie versorgt. Beeindruckend der zügige Wechsel.

Earth Day 2014

Und so hat Apple wohl allen Grund sich und seine Bemühungen am offiziellen Earth Day 2014 zu feiern, bzw. in einem eindrücklichen Video zu zeigen, dass Apple wohl ein Pionier in Sachen Umweltfreundlichkeit in der Technologie-Branche sein dürfte. Jeden 22. April im Jahr sollen wir Menschen uns wieder darüber bewusst werden, wie verschwenderisch wir zum Teil leben. Das es bei Themen wie Umweltschutz nicht nur um Organisationen geht, die Geld sammeln. Wir alle können etwas tun damit es der Natur ein bisschen besser geht.