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EPEAT hin, EPEAT her…

Green Apple

Diese Woche hat Apple, ohne Ankündigung und Begründung, rund 40 Produkte aus dem EPEAT Register gelöscht. EPEAT steht für Electronic Product Environmental Assessment Tool und wurde von der US-amerikanischen Umweltbehörde in Zusammenarbeit mit Vertretern der IT-Industrie, unter anderem auch Apple, der Entsorgungsindustrie und Umweltschützern ins Leben gerufen. Die Zertifizierung soll dafür sorgen, dass man schnell und einfach umweltfreundliche Produkte finden kann, denn es werden Kriterien wie eine Begrenzungen von giftigen Substanzen, Umweltauflagen beim Herstellungsprozess, Anforderungen an die Energieeffizienz sowie Bedingungen für die Wiederverwertung gemessen.

Man vermutete, dass Apple sich zurückgezogen hat, weil im neuen MacBook Pro Retina die Akkus verklebt wurden und so recylingunfreundlich sind. Gemäss EPEAT muss man das Gerät mit herkömmlichen Werkzeugen oder von Hand zerlegen können, was beim Einsatz von Kleber nicht mehr möglich ist. Jedoch spart man durch den Einsatz von Klebemittel Platz in der Grösse…

Nach dem der Rückzug der Produkte bekannt wurde, kamen Proteste aus allen Seiten gegen Apple. Die Pressesprecherin Kristin Huguet kritisierte gegenüber The Loop, dass sie Mess-Kriterien von EPEAT nicht mehr aktuelle sind und viele umweltfreundliche Bemühungen nicht berücksichtigt werden:

Apple takes a comprehensive approach to measuring our environmental impact and all of our products meet the strictest energy efficiency standards backed by the US government, Energy Star 5.2. We also lead the industry by reporting each product’s greenhouse gas emissions on our website, and Apple products are superior in other important environmental areas not measured by EPEAT, such as removal of toxic materials.

Tatsächlich ist das Label Energy Star wesentlich aktueller in der Bewertung… EPEAT aber ist ein wichtiges Zertifikat bei den US-Behörden. So dürfen staatliche Einrichtungen und Schulen nur Produkte einkaufen, welche im EPEAT-Register gelistet sind. Ein wichtiger Faktor an den man bei der voreiligen Aktion bei Apple wohl nicht gedacht hat…

Gestern hat sich dann Bob Mansfield, Senior Vice President of hardware Engineering bei Apple, zu Wort gemeldet mit einem öffentlichen Brief und den Rückzug aus der EPEAT Zertifizierung als Fehler eingestanden. Aber auch Bob verweisst auf das Energieeffizienzsiegel Energy Star 5.2 und betont, dass kein anderer Hersteller mit so vielen Produkten dieses wichtige Zertifikat trägt:

Perhaps most importantly, we make the most energy-efficient computers in the world and our entire product line exceeds the stringent ENERGY STAR 5.2 government standard. No one else in our industry can make that claim.

Weiter fordert er EPEAT heraus, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Der Standard IEEE 1680.1, welcher bei EPEAT angewendet wird, könnte wesentlich stärker sein um die Umwelt zu schonen. Gerade weil es eben ei so wichtiger Standard für die ganze Industrie ist:

We think the IEEE 1680.1 standard could be a much stronger force for protecting the environment if it were upgraded to include advancements like these. This standard, on which the EPEAT rating system is based, is an important measuring stick for our industry and its products.

Klar, Apple kann solche Forderungen stellen, denn die eigenen Produkte schneiden um ein vielfaches besser ab, als das von den Behörden verlangt wird und bekommen auch bei strengeren Vorschriften gute Noten. Aber Robert Frisbee, CEO bei EPEAT, hat die Herausforderung angenommen wie er in einem öffentlichen Brief erklärt:

An interesting question for EPEAT is how to reward innovations that are not yet envisioned with standards that are fixed at a point in time. Diverse goals, optional points awarded for innovations not yet described, and flexibility within specified parameters to make this happen are all on the table in EPEAT stakeholder discussions. And of course, timely standards development, as with newly created Imaging Equipment and Television standards, and the current refresh of the PC/Display standard, is critical as well.

Ende gute, alles gut
Nun sind aber wieder alle Produkte, inklusive dem MacBook Pro Retina, im EPEAT Register eingetragen und auch das jüngste Mitglied in der MacBook-Familie hat den Status Gold erhalten. Seit 2007 sind alle Apple Produkte übrigens mit der höchsten Auszeichnung bei EPEAT gelistet. Wenn jetzt noch EPEAT seine Standards, der Umwelt zuliebe, anschraubt, dann ist das Ende dieser Zankerei ein wirklich Gutes.

Heute: iMacs mit Quad-Core-Prozessoren

Während meiner Abwesenheit hat Apple wie erwartet die neuen iMac Modelle vorgestellt. Wie üblich war auch diesen Dienstag der Apple Online Store für kurze Zeit nicht erreichbar und ist dann mit den neuen iMac mit Quad-Core-Prozessoren, neuer Grafik, der frischen Hochgeschwindigkeits-Thunderbolt I/O Technologie und einer neuen FaceTime HD Kamera wieder aufgetaucht.

Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing von Apple, freut sich:

Unsere Kunden lieben das Aluminium-Gehäuse, das grossartige Display und das All-in-One-Design des iMacs. Mit Quad-Core Prozessoren der nächsten Generation, leistungsstarker neuer Grafik, der Thunderbolt-Technologie und einer FaceTime HD Kamera haben wir den weltweit besten Desktop Computer noch besser gemacht.

Wie Schiller treffend kommentiert hat, hat sich äusserlich nichts getan und das ist von mir aus gesehen auch gut so! Das aktuelle iMac-Design aus Glas und Aluminium gefällt mir immer noch. Warum also etwas ändern… Dafür haben sich die Innereien mächtig verändert. Der neue iMac kommt mit Quad-Core Intel Core i5 Prozessoren und der optionalen Konfigurationsmöglichkeit eines Core i7 Prozessors mit bis zu 3,4 GHz. Diese Prozessoren der nächsten Generation verfügen über einen integrierten Memory-Controller, der für eine unglaubliche Reaktionszeit sorgt und eine leistungsstarke neue Media-Engine für hochperformantes Video-Encoding und -Decoding. Mit seinen neuen AMD Radeon HD Grafikprozessoren hat der iMac die stärkste Grafik aller bisherigen All-in-One Computer.

Thunderbolt
Auch die neuen Technologie Thunderbolt I/O darf beim neuen iMac natürlich nicht fehlen! Der 21,5-Zoll iMac hat einen Thunderbolt-Anschluss, während das 27-Zoll Modell zwei Anschlüsse für noch grössere Erweiterbarkeit besitzt. Von Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickelt, ermöglicht Thunderbolt die Erweiterbarkeit eines All-in-One Computers wie es bisher in dieser Art noch nicht möglich war. Es bietet zwei bi-direktionale Kanäle für eine unglaubliche Datendurchsatz-Geschwindigkeit von jeweils bis zu 10 Gbps. Thunderbolt liefert PCI Express direkt an externe Hochleistungs-Peripheriegeräte wie RAID Arrays und kann FireWire- und USB Endverbraucher-Geräte sowie Gigabit Ethernet Netzwerke über Adapter unterstützen. Thunderbolt unterstützt ausserdem den DisplayPort für hochauflösende Displays und arbeitet mit bestehenden Adaptern für HDMI-, DVI- und VGA-Displays. Frei verfügbar für die Implementierung in Systemen, Kabeln und Geräten, ist zu erwarten, dass Thunderbolt weithin als neuer Standard für leistungsstarke I/O-Technologie angenommen wird.

FaceTime
Der iMac verfügt über eine eingebaute FaceTime HD Kamera mit Apples Videotelefonie-Software FaceTime für klare Breitbild-Videotelefonate, die die ganze Familie geniessen kann. Die neue Kamera ermöglicht hochauflösende Videotelefonate zwischen allen FaceTime HD-fähigen Macs sowie Videotelefonie mit iPad 2, iPhone 4, der aktuellen Generation des iPod touch und anderen Intel-basierten Macs in Standardauflösung.

Grüner Desktop-Computer
In den Bestrebungen, dass Apple die grünsten Computer bauen will, erfüllt auch der neue iMac die strengen Energy Star 5.2-Anforderungen und erhält den EPEAT Gold Status.

Preise & Verfügbarkeit
Der neue iMac ist über den Apple Store (www.applestore.ch), die Apple Retail Stores und autorisierte Apple Händler verfügbar. Der 21,5-Zoll iMac ist in zwei Konfigurationen erhältlich: mit einem 2,5 GHz Quad-Core Intel Core i5 Prozessor, AMD Radeon HD 6750M und 500GB Festplatte für CHF 1’349.- inkl. MwSt. und mit 2,7 GHz Quad-Core Intel Core i5, AMD Radeon HD 6770M und 1TB Festplatte für CHF 1’679.- inkl. MwSt.
Der neue 27-Zoll iMac ist verfügbar in zwei Modellvarianten: mit 2,7 GHz Quad-Core Intel Core i5, AMD Radeon HD 6770M und 1TB Festplatte für CHF 1’899.- inkl. MwSt. und mit 3,1 GHz Quad-Core Intel Core i5, AMD Radeon HD 6970M und 1TB Festplatte für CHF 2’249.- inkl. MwSt.