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In 20 Tagen zum Millionär, dank Mac App Store

Mac App StoreImmer wieder gab es Diskussionen über den Sinn und Unsinn des Mac App Store. Wie ich schon immer vermutet habe, ist der Mac App Store aber ein guter und wichtiger Absatzkanal für die Entwickler. Und wenn man es richtig macht, kann so richtig erfolgreich sein. Schauen wir doch einmal ein paar Beispiele an:

Pixelmator
Am erfolgreichsten waren wohl die Jungs von Pixelmator. Der kleine Photoshop-Mitbewerber hat in nur 20 Tagen so viele Verkäufe gemacht, dass mal eben eine Million US-Dollar in die Kassen gespült wurden! Das kommt aber nicht von ungefähr. Pixelmator hat bei der Veröffentlichung des Mac App Store angekündigt, dass man voll auf diesen Verkaufskanal setzt. Das bedeutete auch, dass bestehende Pixelmator Kunden keine Update mehr bekommen würde. Um den Wechsel schmackhafter zu machen, hat man die neue App für nur 29 Dollar angeboten mit dem Versprechen, dass man alle Update bis und mit Pixelmator 2.0 kostenlos bekommt! Spätestens bei der Version 2.0 wäre eine Update-Lizenz fällig gewesen. Ein cleverer Schachzug.

Todolicious
Diese kleine und einfache Getting Things Done App Todolicious war einfach nur eine von vielen GTD-Apps und mit rund CHF 11 auch nicht unbedingt ein Schnäppchen. Die Entwickler haben die App letztes Wochenende, zu Promotionszwecken, kostenlos im Mac App Store angeboten. In nur 2 Tagen wurde die App nicht weniger als 24’000 mal heruntergeladen. Diese Menge an downloads wirkte sich so aus, dass man in 25 Länder den Platz 1 in den kostenlosen Downloads belegte und in 40 Länder als Top-Produktivitäts-App gelistet wurde. Eine bessere Werbung gibt es kaum, denn wer in den Top-10 Listen aufgeführt ist, macht weit mehr Verkäufe!

Evernote
Auch die Notizen-App Evernote konnte dank dem mac App Store für mehr downloads sorgen. Die Grafik auf deren Blog zeigt deutlich, wann der Mac App Store gestartet ist. Ein grosser Teil der neuregistrierten Evernote-Benutzer kommen nun vom Mac her. Ausnahmsweise war hier keine spezielle Marketingaktion nötig, denn Evernote hat auch so schon einen gute Ruf.

Chronicle & Compartments
Die Jungs von LittleFin Software waren gespannt was der Mac App Store bringt. Ihre App Compartments wurde glücklicherweise von Apple gefeatured und glänzte beim App Store Start mit über 1500 Downloads am ersten Tag. Die Welle konnte noch etwas mitgezogen werden. Die andere LittleFin Mac App Chronicle wurde nicht speziell von Apple geworben. Dennoch gab es rund 100 Downloads pro Tag. Die Verkäufe haben sich massiv gesteigert mit dem Mac App Store. Nicht zuletzt wohl auch, weil man den Presi drastisch gesenkt hat. Denn im Mac App Store lohnen sich viele günstige Verkäufe weit mehr als wenige teure Verkäufe! Stichwort: Charts!

And Yet It Moves
Auch Broken Rules, die Macher vom Mac-Spiel And Yet It Moves sind so zufrieden, dass man vom „besten Launch überhaupt“ spricht. Nach nur einer Woche Mac App Store gab es Verkäufe im Wert von über 10’000 US-Dollar. Für ein kleines Spiel gar nicht mal so übel, oder?

Ein wichtiger Absatz-Kanal!
Viele Entwickler sprechen davon, dass sie über den Mac App Store mehr als das zehnfache an Downloads und Verkäufen haben, als über die eigene Website. Das verwundert kaum, denn nicht alle Entwickler bekommen gleich viel Aufmerksamkeit der Medien und Mac-Blogs. So gelangen viele tolle Mac Apps gar nicht so richtig an die Oberfläche… Der Mac App Store kann hier die Karten neu mischen… nach wie vor ist aber wichtig, dass die App dem Benutzer einen Spass- oder Mehrwert-Nutzen bringt. Denn eine hässliche unnütze App wird auch mit dem Mac App Store keine zusätzlichen Verläufe machen.

Mit Paperboy Zeitungsberichte teilen

Heute am Social Media Gipfel hat die Schweizer Firma kooaba eine neue, auf Bilderkennung basierte, kostenlose iPhone App „kooaba Paperboy“ vorgestellt. Mit dieser Anwendung lassen sich sämtliche Printseiten aus unterstützten Zeitungen und Zeitschriften (z.B. Blick, Die Weltwoche, FOCUS, CHIP und 20 Minuten) über ein einfaches Foto mit dem Smartphone erkennen und damit:

  • weiterempfehlen (E-Mail, Facebook, Twitter etc.)
  • entdecken (Zusatzinhalte wie Videos, Bilder oder Links)
  • aufbewahren (im persönlichen kooaba Archiv oder auf Evernote)

Spannende Artikel aus den oben erwähnten Zeitung und Zeitschrift können mit nur einem Foto per E-Mail, Facebook oder Twitter an Freunde weiterempfohlen werden. Natürlich können so auch Berichte aufbewahrt werden, und so jederzeit später in aller Ruhe gelesen werden. Alle mit Paperboy fotografierten Artikel lassen sich als digitale Version zusammen mit weiterführenden Links direkt in my.kooaba.com oder Evernote ablegen.

Paperboy ist definitiv ein Versuch wert… Weitere Informationen zu dem interessanten iPhone App gibt es unter Paperboytool.com