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Greenpeace darf jetzt die iCloud nutzen!

Grüne iCloud

Greenpeace hat Apple, und ganz nebenbei noch andere IT-Firmen, angeprangert wegen den Server-Farmen, welche mit dreckigem Strom betrieben werden. Also Strom welcher aus Atom- oder Kohlekraftwerken stammt. Wie ich damals schon gesagt habe, war das alles eine grosse Inszenierung von Greenpeace, denn damals war schon klar, Apple baut ganz in der Nähe des Datenzenter die grösste, private Solar-Farm in Amerika.

Um den Leuten bei Greenpeace den letzten Wind aus den Segeln zu nehmen hat Apple nun die ganze Planung auf der eigenen Website veröffentlicht. Rund 60% des benötigten Strom für das Datenzenter in Maiden (North Carolina) kommt aus der Solar-Anlage und der grössten Brennstoffzellen-Anlage. Die restlichen 40% Strom werden von lokalen und regionalen erneuerbaren Energien bezogen wie Wind- oder Wasserkraft.

Ein weiteres Datenzenter ist in Planung. Dieses soll in Prineville (Oregon) erstellt werden und wird genau gleich wie das Datenzenter in Maiden mit Strom aus erneuerbaren Energien gespiessen. Natürlich zu 100%! Ein weiteres bestehendes Datenzenter in Newark (California) wird im Februar 2013 komplett renoviert und wird danach genau gleich grün sein wie die beiden anderen Zenter.

So liebe Greenpeace. Apple hat die grünsten Computer und die grünste Cloud. Es hindert euch also nichts mehr daran auf MacBooks und iCloud zu wechseln. Oder wollt ihr lieber günstige Computer von Umweltverschmutzer wie Dell oder Microsoft behalten? Ich bin gespannt wie grün Greenpeace in der eigenen IT ist.

Greenpeace prangert die Energie-Politik von Apple an

Apple Data Center

Ihr erinnert euch sicher an das grosse neue Daten-Zenter von Apple in North Carolina mit dem Namen „Project Dolphin“. Hier sollen unter anderem die Server stehen, welche für den Betrieb von iCloud zuständig sind. Wie man bei Greenpeace nun erfahren kann, soll für den Betrieb der Farm Strom bei Duke Energy einkaufen. Angeblich ein Energiekonzern der immer noch stark von schmutzigen Energieträgern wie Kohle abhängig ist und man damit rechnet, dass 60% der an Apple gelieferten Energie aus Kohlekraftwerken stammt. Nun weibelt man über alle Kanäle gegen die dreckige Wolke der iCloud.

Solar Farm ist unterwegs
Was bei aber unter geht ist die Tatsache, dass Apple direkt neben dem Gelände weiteres Bauland gekauft hat in der Grösse von 692’000 Quadratmeter. Hier soll ein weiteres Projekt entstehen mit dem Namen „Project Dolphin Solar Farm A Expanded“.  Wie der Name schon sagt, soll hier eine riesige Solarzellen-Farm entstehen. Ich kann nicht sagen wie viel Energie so eine Solarzellen-Farm dieser Grösse liefern kann, aber wahrscheinlich reicht es noch nicht um die ganze Server-Farm zu betreiben…

Apple ist auf grünem Kurs
Natürlich hat Apple auch schon andere Datencenter gebaut und hat unter anderem in Texas, California und Irland zwei Server-Farmen welche mit 100% erneuerbarer Energie betrieben werden.

Greenpeace die Medienhure?
Diese Geschichte, und viele Geschichten zuvor, gibt mir den schalen Nachgeschmack, dass Greenpeace eine kleine Medienhure ist und nun auf der iPad und iCloud Medienwelle mitreiten will. Der amerikanische Greenpeace Artikel ist im übrigen wesentlich besser geschrieben als der Schweizer Artikel, dennoch werden im Titel nur Apple und deren Produkte angeprangert und erst im Lauftext noch auf viele andere erfolgreiche IT-Unternehmen hingewiesen. Es ist wie immer, Apple erreicht die grössten Medienrelevanz, also greift man diese an. Würde man einen Bericht über die Datencenter von HP, Amazon.com, Google, HP, IBM, Microsoft, Twitter oder Yahoo machen würde die Meldung einfach verpuffen… Selbst als man Facebook angeprangert hat, hat das keine riesige Welle geworfen…

Apple muss es allen vor machen. Schon wieder.
Vielleicht muss Greenpeace aber die Medienhure spielen um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen… Ich persönlich wünschte mir, dass Apple diesen Angriff von Greenpeace wieder als Herausforderung annimmt und denen den Strom aus erneuerbaren Energiequellen vor den Latz knallt, so dass alle anderen IT-Unternehmen sich von der dreckigen Energiepolitik verabschieden müssen. So ähnlich ging es ja auch bereits bei der Kampagne um möglichst umweltfreundliche IT-Produkte zu erstellen. Bloss werden die anderen Unternehmen jeweils kaum gemessen an den Erfolgen von Apple und somit kommen die auch nicht in den Zugzwang umweltfreundliche und somit meist teurere Produkte herzustellen… Dennoch wünschte ich mir, dass Apple auch in der Hinsicht ein Vorzeige-Unternehmen wird.