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Let us loop you in – Apple Event am 21. März 2016

Apple hat gestern die Einladung für den nächsten Apple Event verschickt. Mit einem eher blassen Visual und dem Motto Let us loop you in lässt Apple viel Raum für Spekulationen. Die Vermutungen gehen von der Infinity Loop Strasse rund um das Apple Headquarter in Cupertino über ein Comeback des iPod touch mit der Loop-Handschlaufe bis hin zur Apple Watch… Der Event ist aber auch darum spannend, weil der Event genau einen Tag vor dem einberufen des Gerichts im Fall FBI vs. Apple stattfindet.

Was dürfen wir erwarten?

Wenn man die Gerüchte und Produkt-Zyklen anschaut dann ergibt sich folgende Auflistung:

  • Ein 4-Zoll iPhone SE als Einsteiger-Modell
  • Nachfolger zum iPad Air 2, eventuell neu als kleines iPad Profit Stift und Tastatur
  • Neue Apple Watch 2 oder zumindest neues Zubehör
  • MacBook Pro, ist nun ziemlich genau seit einem Jahr gleich geblieben

Wie immer gilt aber, je weniger man sich auf zweifelhafte Gerüchte verlässt, desto mehr Spass macht der Event. Ziemlich sicher wird es aber eine flammende Rede zum Thema Privatsphäre und Schutz der persönlichen Daten gegenüber Behörden geben.

Übrigens, gibt es auch ziemlich lustige Interpretationen darüber, was die Einladung für versteckte Botschaften hat.

iReview 8/2016 – Die spinnen die Amerikaner.

Noch immer ist das Hauptthema FBI vs. Apple. Immer wieder kommen spannende Informationen an’s Tageslicht. Zuerst kam die richterliche Weisung, Apple hätte eine Hintertüre in iOS einzubauen damit das FBI auf alle Daten des iPhone zugreifen könne. Apple, bzw. Tim Cook, widersprach per offenen Brief. Das FBI antwortete mit einem offenen Brief, dass es im die Terrorbekämpfung ginge und es ja nur um dieses eine iPhone ginge… Die Stimmung schlägt um die Bevölkerung schlägt sich auf die Seite vom FBI, insbesondere die Angehörigen der Opfer. Mit einer Ausnahme. War der offene Brief von Cook nur ein Marketing-Stunt? Kurs darauf war aber klar, es geht um mehrere dutzend iPhones auf die das FBI zugreifen möchte. Daher will das FBI keine einzelne Lösung, sondern eine allgemein gültige Hintertür. Apple wehrt sich weiter dagegen und bekommt Hilfe von Google und Facebook. Bill Gates will sich auf keine Seite stellen… Ich bin auf den Showdown gespannt ob wir bald alle die Bespitzelung befürchten müssen, oder ob wir das Recht auf Privatsphäre behalten dürfen.

Mich erstaunt die Diskussion. In Amerika befürwortet man die volle Transparenz in der Kommunikation, Hafen wird man aber wohl auch in Zukunft in jeder Mall einfach so kaufen können… Amerika hat noch immer nicht begriffen, dass nicht der Terrorismus das Problem ist, sondern die eigenen Waffengesetze!

Terror vs Waffen

Bildquelle: Rolling Stone

Apple Watch 30 bis 80 Franken günstiger. Nur noch heute.

Nun aber noch zum erfreulichen Teil. Heute noch dürft ihr von der einmaligen Aktion profitieren die Apple Watch 42mm 30 bis 80 Franken, je nach Tagespreis und Modell, günstiger einzukaufen. Also rasch noch zuschlagen bevor die Aktion endet!

Apple Watch watchOS 2

Was sonst noch in dieser Woche erwähnenswert war, steht im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 8/2016. Ich wünsche euch eine interessante Lektüre.

iReview 7/2016

Anovos Stormtrooper Armor Kit

Während sich Apple gegen die amerikanische Regierung wehren muss, welche übrigens im Namen der Freiheit rücksichtsloser agiert als die chinesische Regierung oder Russland, habe ich aktuell zwei Hauptbeschäftigungen. Zum einen spiele ich während verschiedenen kurzen Wartezeiten sehr gerne Pong auf der Apple Watch, die andere Sache hat mit Star Wars zu tun. Im April 2015 hab ich etwas Geld in Anovos investiert, besser gesagt in die Pre-Pre-Order-Phase eines Stormtrooper Armor Kit.

Das erste Paket mit allen ABC-Plastikteilen ist angekommen und ich bin bereits fleissig am schneiden, fräsen, schleifen und bald am kleben, leimen, nieten und zusammensetzen.

Was sonst noch in dieser Woche erwähnenswert war, steht im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 7/2016. Ich wünsche euch eine interessante Lektüre.

FBI vs. Apple – Jetzt wird es spannend!

Tim Cook hat schon immer gesagt, dass die Privatsphäre der Benutzer sehr wichtig ist. Bis vor kurzem wurde das von vielen Menschen als Marketing-Geschwafel heruntergespielt. Jetzt aber beweisen Tim Cook und Apple Standfestigkeit, selbst gegenüber der amerikanischen Regierung!

Das FBI versucht in einem inländischen Terror-Fall das iPhone eines verstorbenen Terroristen zu knacken um an dessen Informationen zu kommen. Das FBI hat es nicht geschafft und Apple hat seine Spezialisten angeboten um zu helfen. Das FBI hätte aber viel lieber iOS mit einer Hintertür. So könnte die Bundesbehörde immer, wenn es nötig ist, alles aus einem Smartphone auslesen.

Tim Cook wehrt sich vehement, denn er sieht das riesige Gefahrenpotential in diesem Hintertürchen. Kommt das in die falschen Hände sind Millionen von Benutzer gläserne Smartphone-Benutzer. Tim Cook geht soweit und antwortet in einem offenen Brief um seine Entschlossenheit zu demonstrieren.

Apple bekommt Gegenwind und Unterstützung

Kurz darauf hat sich Donald Trump gemeldet, er ist entsetzt über das Verhalten von Apple:

Who do [Apple] think they are? They have to open it up!

Aber dann geschah das fast schon unmögliche. Rasch bekommt Tim Cook von erwarteter und unerwarteter Seite Unterstützung.

Electronic Frontier Foundation (EFF)

Essentially, the government is asking Apple to create a master key so that it can open a single phone. And once that master key is created, we’re certain that our government will ask for it again and again, for other phones, and turn this power against any software or device that has the audacity to offer strong security […] EFF applauds Apple for standing up for real security and the rights of its customers. We have been fighting to protect encryption, and stop backdoors, for over 20 years. That’s why EFF plans to file an amicus brief in support of Apple’s position.

American Civil Liberties Union (ACLU)

This is an unprecedented, unwise, and unlawful move by the government. The Constitution does not permit the government to force companies to hack into their customers’ devices. […] Apple deserves praise for standing up for its right to offer secure devices to all of its customers.

Amnesty International

Apple is right to fight back in this case: the FBI’s request, which would in practice require Apple to rewrite its operating system to weaken security protections, would set a very dangerous precedent. Such backdoors undermine everyone’s security and threaten our right to privacy.

Google CEO Sundar Pichai

Important post by @tim_cook. Forcing companies to enable hacking could compromise users’ privacy. We know that law enforcement and intelligence agencies face significant challenges in protecting the public against crime and terrorism. We build secure products to keep your information safe and we give law enforcement access to data based on valid legal orders. But that’s wholly different than requiring companies to enable hacking of customer devices & data. Could be a troubling precedent. Looking forward to a thoughtful and open discussion on this important issue.

WhatsApp CEO Jan Koum

I have always admired Tim Cook for his stance on privacy and Apple’s efforts to protect user data and couldn’t agree more with everything said in their Customer Letter today. We must not allow this dangerous precedent to be set. Today our freedom and our liberty is at stake.

Während Microsoft sich nur über verschlungene Wege zu dem Fall äussern will, hat Google offiziell auch keine Stellungnahme bezogen, lediglich der CEO hat den verwaisten Twitter-Account wieder aktiviert. Auch bei WhatsApp hat man sich nur über Facebook gemeldet. Ein Versuch eines Schulterschlusses ist da, aber so wirklich aufgestanden ist die grosse Industrie, welche unsere Daten beherbergt, noch nicht.

MacAfee will es richten

Nun hat sich noch John MacAfee eingeschaltet. Er bietet dem FBI kostenlos seine Dienste, inklusive 25 Techniker, an um das iPhone zu knacken. Und damit möchte er verhindern, dass Apple eine Hintertür für das FBI bauen muss.

Was denkt ihr? Können Apple und seine Mitbewerber sich gegen die Regierung wehren?

Doch keine Sicherheitslücke in iCloud.

iCloud Beta Login

Bei dutzende von Promis wurden von einem digitalen Dieb persönliche und sehr private Fotos gestohlen. In den Meldungen war die Rede von einem Hacker-Angriff auf iCloud. Angeblich soll der Diebstahl über ein Sicherheitsleck in der „Find my iPhone“-API gelungen sein. Apple ist die Privatsphäre der Kunden sehr wichtig und darum gab es eine Taskforce um den Vorfall zu untersuchen. Nun, nach 40 Stunden gibt Apple eine erste Auskunft:

We wanted to provide an update to our investigation into the theft of photos of certain celebrities. When we learned of the theft, we were outraged and immediately mobilized Apple’s engineers to discover the source. Our customers’ privacy and security are of utmost importance to us. After more than 40 hours of investigation, we have discovered that certain celebrity accounts were compromised by a very targeted attack on user names, passwords and security questions, a practice that has become all too common on the Internet. None of the cases we have investigated has resulted from any breach in any of Apple’s systems including iCloud® or Find my iPhone. We are continuing to work with law enforcement to help identify the criminals involved.

Apple schliesst nicht 100%ig aus, dass die Nackt-Bilder von iCloud stammen könnten. Was man aber mit Sicherheit sagen kann, der Angriff ist nicht über eine Sicherheitslücke geschehen. Der digitale Dieb war bereits im Besitz von Benutzername und Passwort. So vermutet man. Die Untersuchungen gehen aber weiter und auch das FBI hat sich eingeschaltet. Die prominenten Opfer haben mit Klagen in alle Richtungen gedroht. Wer auch immer die schlüpfrigen, teils pornographischen Bilder veröffentlich, muss sich warm anziehen.

Der Fall macht aber deutlich, mit einer zweistufigen Bestätigung wäre das nicht passiert. Noch nicht einmal wenn man den Benutzernamen und das Passwort weiss. Wer es noch nicht eingerichtet hat, dem empfehle ich es sehr. Zusätzlich sollte man zur Sicherheit keine Bilder ins Internet stellen, welche man nie einem ungewollten Publikum zeigen möchte. Auch nicht in gesicherten Accounts oder vermeintlich gesicherten Chats. Noch besser wäre eigentlich, man lässt das mit den Aufnahmen von nackten Körper und Nahaufnahmen von Geschlechtsteilen. Dann kann noch weniger passieren. Dennoch muss eines aus klar sein, der Hacker, bzw. Dieb, muss sich gut verstecken, denn der Diebstahl der privaten Bilder ist kein Kavaliersdelikt und da sind doch einige dutzend Prominente mit guten Anwälten…