Posts tagged "firewire"

2012 – Was ist eigentlich mit Thunderbolt und Siri?

Thunderbolt

Mindestens zwei Dinge habe ich in der Vorschau auf 2012 vergessen: Thunderbolt und Siri.

Thunderbolt
Wachgerüttelt hat mich unter anderem der Artikel „Intel is hoping 2012 is the year of Thunderbolt“ bei macgasm. Thunderbolt ist eine von Intel in Zusammenarbeit mit Apple entwickelte Schnittstelle zwischen Computern, Monitoren, Peripheriegeräten und Unterhaltungselektronik, wie beispielsweise Videokameras oder Festplatten. Für den Anfang unterstützt Thunderbolt zwei bidirektionale Kanäle mit Transferraten von je 10 GBit/s, wobei die Technologie noch weit mehr zulassen würde. Solche hohen Datenraten sorgen dafür, dass USB 3.0 und FireWire einen schweren Stand haben. Apple zumindest zeigt mit der engen Zusammenarbeit mit Intel, dass man an die neue Schnittstelle glaubt, denn USB 3.0 war bei Apple überhaupt kein Thema. Kein Wunder wenn man das Potential von Thunderbolt kennt…

Intel hat angekündigt, dass Thunderbolt per 2012 auch für Windows-Systeme verfügbar sein werde. Das tut auch Not. Denn wenn man einen Blick in den Amazon Shop wirft erkennt man, dass es bisher kaum Thunderbolt-fähiges Zubehör gibt. Gerade einmal 46 Produkte kennt der Amazon Shop für Speicherlösungen. Schaut man in den Apple Online Store, schaut es noch übersichtlicher aus. Gerade einmal zehn Produkte gibt es bei Apple selber.

Thunderbolt ist eine sehr, sehr leistungsstarke Schnittstelle. Für eine schnelle Verbreitung muss die Schnittstelle aber schnell den Weg in die Windowswelt schaffen. Nur so kann Intel viele Lizenzen verkaufen und den Fortbestand der Schnittstelle sichern. Je verbreiteter Thunderbolt, desto mehr Dritthersteller werden ihr Zubehör kompatibel zu Thunderbolt machen. Das kann Intel ja dann mit den Einnahmen der Lizenzen über spezielle Förderprogramme finanziell unterstützen…

Siri
Noch immer ist Siri in der Beta-Phase, also noch nicht ganz fertig. Kommt hinzu, dass wir hier in Europa nur Bruchteile der aktuellen Fähigkeiten von Siri nutzen können. Das Siri eben nur Beta ist hat sich auch in den vergangenen Tagen wieder gezeigt. Nachdem wohl einige iPhone 4S unter dem Weihnachtsbaum lagen, und nach deren Inbetriebnahme alle gleich Siri herausfordern wollten, kamen die Server bei Apple etwas in Bedrängnis und so konnte Apple nur in seltenen Fällen Antwort geben.

Ich hoffe Siri wird bald ein Update bekommen und eventuell sogar verfrüht aus der Beta entlassen, sofern natürlich alles richtig funktioniert. Aktuell würde ich mich aber schon freuen, wenn Siri vermehrt über ortsbasierte Informationen Auskunft geben könnte, oder das Bewertungsportal Yelp endlich auch in Europa angeschlossen wird. Je nach Schnittstelle wird Siri immer schlauer. Darum muss hier die Entwicklung vorangetrieben werden. Vielleicht soweit, dass Siri auch auf Informationen von Dritt-Apps zugreifen kann.

Ich persönlich glaube an Siri und sehe einen Nutzen darin. Insbesondere während Autofahrten kann ich mit Siri bequem Nachrichten versenden wenn ich mich beispielsweise verspäte. Beinahe ohne das Lenkrad los zu lassen oder den Blick von der Strasse zu nehmen. Und ist Siri erst einmal so schlau und schlagfertig wie Tony Starks Computer Jarvis (Iron Man), dann macht das ganze so richtig Spass. Ich bin auch schon gespannt, ob Apple es noch 2012 schafft Siri auch in die Mac Computer zu bringen, oder ob es noch ein zwei Jahre länger dauert.

So, wie immer freue ich mich, wenn Ihr mir eure Meinungen und Gedanken mitteilt.

Aktualisierte MacBook Pro mit Thunderbolt

MacBook Pro Early 2011

Wie vermutet hat Apple heute die MacBook Pro Familie aktualisiert. Die neuesten Dual-Core und Quad-Core Intel Prozessoren und HD Grafik der nächsten Generation haben Einzug in die schönsten Notebooks der Welt gefunden. Ebenfalls mit dabei ist die neue Hochgeschwindigkeits-Thunderbolt I/O Technologie und eine neuen FaceTime HD Kamera.

Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing von Apple

Das neue MacBook Pro hat Dual- und Quad-Core Prozessoren der nächsten Generation, sehr leistungsstarke Grafik, Thunderbolt Technologie und FaceTime HD und das grossartige Design, welches unsere Pro-Anwender lieben. Thunderbolt ist eine revolutionäre neue I/O Technologie, die bis zu 10 Gigabit in der Sekunde verarbeitet und jeden wichtigen I/O-Standard unterstützen kann, was ideal für das neue MacBook Pro ist.

Thunderbolt lässt es krachen
Intel hat in Zusammenarbeit mit Apple Thunderbolt entwickelt. Es bietet zwei bi-direktionale Kanäle für eine unglaubliche Datendurchsatz-Geschwindigkeit von jeweils bis zu 10 Gbps. Thunderbolt unterstützt Hochleistungs-Peripheriegeräte wie RAID Arrays und kann im weiteren FireWire- und USB Endverbraucher-Geräte sowie Gigabit Ethernet Netzwerke über Adapter unterstützen. Ausserdem ist Thuderbolt auch ein DisplayPort für hochauflösende Displays und arbeitet mit bestehenden Adaptern für HDMI-, DVI- und VGA-Displays. Damit wäre das Ende von Firewire eingeläutet. Auch USB wird es schwer haben, denn selbst USB 3.0 kriegt derade einmal die Hälfte der Thunderbolt Datendurchsatz-Geschwindigkeit hin!

2 Apple LED Cinema Display an einem MacBook Pro
Der Twitter-Benutzer Jannis hat mich freundlicherweise noch darauf aufmerksam gemacht, dass man nun dank Thunderbolt bis zu zwei hochauflösende Displays an das MacBook Pro hängen kann. Was der MiniDisplay Port bisher nicht geschafft hat, kann Thunderbolt. Wenn ich also meinen Wunsch in die Tat umsetzen möchte, dann brauche ich ein neues MacBook Pro

FaceTime auf dem Mac dank der neuen HD Kamera
Das MacBook Pro verfügt nun über eine eingebaute FaceTime HD Kamera mit der dreifachen Auflösung des Vorgängermodells für klare Breitbild-Videotelefonate. Mit FaceTime ermöglicht die neue Kamera hochauflösende Videotelefonate zwischen allen neuen MacBook Pro-Modellen sowie Videotelefonie mit anderen Intel-basierten Macs, iPhone 4 und der aktuellen Generation des iPod touch in Standardauflösung. FaceTime kommt mit allen neuen MacBook Pro-Modellen. Wer bereits ein älteres Modell zu hause stehen hat, wie meine Wenigkeit wird für FaceTime zur Kasse gebeten. Zwar verlangt Apple nur CHF 1.10 für die App, welche im Mac App Store erhältlich ist, dennoch finde ich es kleinlich von Apple die FaceTime App kostenpflichtig zu machen.

Leider nein!
Entgegen unseren Hoffnungen kam kein neues Gehäuse und schon gar nicht eine neue Metal-Legierung zum Einsatz. Vorerst bleibt Apple beim Aluminium. Ebenfalls enttäuschend ist, dass keine SSD-Speicher von Haus aus eingebaut wurden.  Somit hat das Eigenbau SSD-MacBook-Pro-Baukit hardwrk noch seine Daseinsberechtigung.

Zuwenig Anschlüsse am iMac?

anschluss-imac

Der iMac hat ja gerade einmal drei USB- und zwei Firewire-Anschlüsse. Das neueste Modell besitzt sogar vier USB-Anschlüsse, dennoch nicht gerade viel wenn man bedenkt, dass man in der heutigen Zeit so ziemlich jedes Gerät per USB an den heimischen Rechner hängt. Und sogar der Mac mini hat inzwischen fünf USB-Anschlüsse! Gut, auch die Tastatur beherbergt noch zwei USB-Anschlüsse, jedoch ohne Strom, bzw. Ladefunktion. Und irgendwie möchte man das Bild eines klinisch sauberen und aufgeräumten Schreibtisches auch nicht mit Kabel aus der Tastatur verunstalten. Meiner Meinung nach sind die USB-Anschlüsse an der Tastatur um schnell eine Kamera oder einen USB-Stick anzuschliessen.

Um dem USB-Engpass zu entkommen gibt es USB-Hubs. Die Vielzahl ist gross und man kriegt von kleinen, grossen, hässlich, hübschen über günstige bis teuere Modelle einfach alles. Als ganz nützlich erscheint mir folgende Lösung aus dem Hause Belkin: Belkin 4-Port Flex Hub

Belkin 4-Port Flex Hub

Belkin 4-Port Flex Hub

Der flexible Hub findet garnatiert Platz hinter dem iMac. Denn den Hub kann man in eine beliebige Richtung ausrichten: nach rechts, nach links, nach oben oder nach unten, wie es gerade am besten passt. Hat jemand Erfahrung mit diesem USB-Hub? Oder welchen Hub verwendet Ihr, denn Ihr auch weiter empfehlen könnt?

FireWire vs. USB

Ich gebe zu, mit diesem Artikel begehe ich absolutes Neuland für mich! Gerade aber beim letzten Artikel über die Glossy Bildschirme habe ich wieder einmal entdeckt, dass es einige Mac-Benutzer gibt, die diesen Entscheid bezüglich der Schnittstellen-Wahl von Apple weder nachvollziehen noch akzeptieren können. Die aktuellen MacBook werden nämlich ohne FireWire Schnittstelle ausgeliefert. Mich persönlich erstaunt das insofern, dass Apple eigentlich die Schnittstelle lizenziert hat und massgeblich an deren Verbreitung beteiligt war. Jetzt, so scheint es, hat man FireWire für die USB-Schnittstelle aufgegeben.

Eigentlich hätte bereits die schnellere FireWire Version S3200, auch bekannt als IEEE 1394-2008, eingeführt werden müssen. Mit der neue Norm sollen Daten mit bis zu 3,2 Gigabit transportiert werden können und in der Theorie rund 400 Megabyte pro Sekunde übertragen werden. Doch bisher gibt es, meines Wissens, noch kein Lebenszeichen von FireWire S3200.

Aber auch die Macher der USB-Schnittstelle sind dabei Ihren Standard auf den nächsten Level zu bringen mit der Version 3.0. Diese frische Norm soll dann Daten sogar mit bis zu 600 Megabyte pro Sekunde übertragen können. Man munkelt hier aber, dass es noch 2010 gehen wird, bis man USB 3.0 tatsächlich einsetzen kann.

Hat Apple also die eigene Schnittstelle für die schnellere und verbreitetere Schnittstelle USB aufgegeben? Warum hat sich FireWire, trotz dem besseren Konzept, nie gegen USB durchgesetzt?

Ich kann verärgerte Mac-Benutzer gut verstehen welche externe Festplatten mit, oder nur mit, FireWire Anschlüssen haben und sich jetzt neben dem neuen MacBook auch gleich eine neue Festplatte zulegen müssen. So verwundert es auch kaum, dass es bereits wieder eine Online-Petition gegen das abschaffen der FireWire Anschlüsse gibt. 

Leider läuft es nun mal so mit sterben Standards… Zum einen ist es vielleicht gut wenn man unnötige Doppelspurigkeiten ablöst, weil Gerätehersteller sich nur auf eine Schnittstelle konzentrieren müssen. Zum anderen fehlt dann der Wettbewerb und jemand, natürlich die Kunden, haben dann das nachsehen. Besonders wenn eigentlich die besser der beiden Schnittstellen aufgegeben wird, bloss weil die andere Schnittstelle verbreiteter ist…