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iReview – 3/2016

Google Suche 2016

Oracle hat ein Gerichtsverfahren gegen Google eröffnen lassen. Angeblich soll Google vergessen haben Oracle die Nutzungsgebühr von Java zu bezahlen. Es soll um einen Streitwert von rund 1 Milliarde US-Dollar gehen. Dabei hat das Gericht spannende Zahlen veröffentlicht. Unter anderem, dass Google seit der Einführung 2008 mit Android nicht mehr als 31 Milliarden Umsatz, bei 22 Milliarden Gewinn, erwirtschaften konnte. Damit verdient Apple mit iOS in jedem einzelnen Quartal mehr als Google in den letzten 7 Jahren!

Der nächste Aufregen ist, dass Google ab 2014 rund 1 Milliarde US-Dollar an Apple bezahlt haben soll um die bevorzugte Suchmaschine in iOS zu sein. Das ist natürlich insofern spannend, da Tim Cook öffentliche gegen die Geschäftspraxis von Google wettert, wie man da Geld mit den Daten der Benutzer verdient, selber sich aber nicht scheut von diesem verurteilten Unternehmen Geld einzustecken… Immerhin, trotz der Bevorzugung ist es dem iOS-Benutzer frei eine andere Suchmaschine wie Yahoo, Bing oder DuckDuckGo einzustellen. Im übrigen keine ungewöhnliche Geschäftspraxis. Mozilla/Firefox hätte es ohne Bezahlung der Suchmaschine wohl nie solange gegeben…

Wie findet ihr die Geschichte? Hat es Tim Cook etwas übertrieben mit der Doppelmoral, oder übertreiben die Medien/Blogger hier?

Abgesehen davon war die vergangene Woche besonders Apple Car ein Thema. Sass ein EU-Kommissar in einem Apple-Auto? Oder doch nur in einem Google-Auto? Was sagt ihr zu diesem Apple Car Konzept? Welche Erfahrungen habt ihr mit Mobile Payment in der Schweiz gemacht? Und zudem hat Apple den mobilen Musikproduzenten das Leben vereinfacht.

Was sonst noch in dieser Woche erwähnenswert war, steht im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 3/2016. Ich wünsche euch eine interessante Lektüre.

Apple macht sehr vieles richtig… Aber nicht alles.

Apple Headphones

Apple Headphones, by fullhdwpp.com

Neulich gab es im Tagesanzeiger ein Interview mit Olivia El Sayed unter dem Titel „Apple macht sehr vieles richtig„. Die junge Frau ist Buchautorin und Brand Managerin bei The Brander. Die Zeitung fragte, was an einer Marke fasziniert.

Nehmen wir das Beispiel Apple. Man muss der Firma nicht hörig sein. Aber ist es nicht unglaublich, dass man heute alle Anhänger dieser Marke an ihren weissen Kopfhörern erkennt? Apple macht sehr vieles richtig.

Frau El Sayed hat da gar nicht so unrecht. Sicher sind euch die weissen Kopfhörer auch schon aufgefallen. Bei der Veröffentlichung damals konnte man gar nicht so richtig glauben, dass Apple weisse Kopfhörer mit dem iPod ausliefert. Alle anderen MP3-Player hatten, wenn überhaupt, schwarze Kopfhörer. Das war beim Walkman schon so und soll immer noch so sein. Überhaupt werden weisse Kopfhörer viel schneller schmutziger…  Inzwischen sind die weissen Kopfhörer von Apple ein Wahrzeichen. Man erkennt in der Bahn, auf dem Gehsteig und überall sofort die weissen Kopfhörer und verbindet diese automatisch mit einem iPod, iPhone oder anderen Gerät von Apple.

Verschobene Wahrnehmung der Leser dank unvollständigem Journalismus

Was mich aber wesentlich mehr fasziniert hat als das Interview, sind die Reaktionen der Leser. Die Produkte von Apple werden „Blut-Geräte“ genannt und immer wieder werden auf die schlechten Arbeitsbedingungen in den asiatischen Fabriken von Apple hingewiesen.

Ja, Apple lässt in asiatischen Ländern produzieren. Die Arbeitsbedingungen sind selbst für lokale Vergleiche nicht optimal. Im Vergleich zum Westen natürlich wesentlich schlechter. Die Fabrik, über welche Apple immer wieder an den Pranger gestellt wird ist Foxconn. Wir wissen ja inzwischen, dass alle IT-Marken dort produzieren lassen. Alle Arbeiter arbeiten unter den gleichen schlechten Bedingungen für Microsoft, Nintendo, Amazon, Dell, Hewlett-Packard, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba, Cisco, Intel und sogar Samsung. Seit dem aufdecken des Vorfalls arbeitet Apple mit einer unabhängigen Organisation an der kontinuierlichen Verbesserung. Geregelte Arbeitszeiten, Reduktion der Überzeiten, bessere Löhne, unfallfreie Arbeitsplätze. Apple investiert viel Geld in den Fertigungspartner für die Verbesserung. Alle Schritte werden auch öffentlich zugänglich gemacht. Dies Verbesserung beziehe sich aber auf die Fertigungsstrassen der Apple Produkte. Foxconn-Mitarbeiter welche für Produkte der Konkurrenz arbeiten müssen, können noch nicht von den Verbesserungen profitieren oder nur vereinzelt…

Samsung kann sich gut verstecken

Beim Mitbewerber Samsung ist es noch viel schwieriger die echten Arbeitsbedingungen aufzudecken. Vieles wird in den eigenen Fabriken in Südkorea gefertigt. Unfälle mit Chemikalien werden da unter den Teppich gekehrt und Schadensersatzzahlungen der tödlich verletzten oder schwerstbehinderten Mitarbeiter vor Gericht so lange in die Länge gezogen, bis diese aufgeben oder eine kleine Zahlung aussergerichtlich bekommen. Die Familie Lee von Samsung ist in ganz Südkorea gut vernetzt. Niemand wagt es Samsung zu beschmutzen…

Apple ist ein dankbares Opfer

Aber ja, Apple ist ein dankbares Opfer. Das wusste damals schon Greenpeace. Inzwischen bezieht Apple schon beinahe 100% der Energie aus erneuerbaren Stromquellen. Den Mitbewerbern ist es egal. Sie dürfen weiterhin schmutzigen, billigen Strom verbrauchen. Ähnlich läuft es im Moment mit den Arbeitsbedingungen. Apple bemüht sich und verlagert immer mehr Aufträge weg von Samsung und Foxconn zu anderen Anbietern. Einige der Arbeiten werden auch wieder ins Mutterland USA zurückgenommen. Aber auch hier, die Konkurrenz braucht nichts zu tun, denn das Scheinwerferlicht zeigt nur zu Apple! Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Journalisten das Volk aufklären und den Lichtkegel etwas grösser machen. Aber wäre natürlich doof wenn die Leserschaft sich bewusst wird, dass jeder ein Blut-Gerät besitzt und man nicht mehr einfach Apple böse anschauen kann, sondern vor der eigenen Türe kehren sollte…

Von dem her ja: Apple macht vieles richtig, aber eben nicht alles. Wer macht das schon… Wichtig ist aber, dass man sich zumindest darum bemüht alles richtig zu machen!

Die ToDo-Liste für Apple im neuen Jahr

ToDo-Liste für Apple

Drüben bei TUAW hab ich einen inspirierenden Artikel gelesen, was sich Michael Grothaus von Apple im neuen Jahr 2013 wünscht. Ich denke man kann ein Jahr nicht besser beginnen, als sich eine ToDo-Liste zu erstellen um in den nächsten 12 Monaten,oder früher wie auch später, etwas zu bewegen. Das will ich nun für Apple tun mit meinem persönlichen Wünschen:

iPad mini mit Retina Display
Die Anzeichen stehen nicht schlecht, dass im Sommer 2013 ein neues iPad und iPad mini auf den Markt kommen sollen. Es wäre sicher ein sehr enger Release-Zeitplan. Denn aktuell ist das iPad mini immer noch in Rückstand mit den Lieferungen. Zwei und mehr Wochen bis zur Auslieferung sind keine Besonderheit. Aber wie ich es schon immer gesagt habe, das iPad mini hat für mich die perfekte Grösse, bloss wenn man sich einmal an das Retina Display gewöhnt hat, dann schmerzen die Pixel beim iPad mini doch sehr… Ein iPad mini mit Retina Display wäre perfekt.

Besseres User Interface für Apple TV
Kurz nach dem Tod von Steve Jobs hat Apple ein neues User Interface (UI), bzw. grafische Oberfläche für die Apple TV Box ausgeliefert. Die meisten Leute waren geschockt. Irgendwie wollte es so gar nicht in das Design-Schema von Apple passen und hat sich vom iOS Konzept auch eher entfernt als angenähert… Was auch immer die Lösung von Steve Jobs bezüglich dem TV-Problem sein wird, es hat sicher Auswirkungen auf die kleine Apple TV Box. Auch in Sachen UI!

iOS 7 und OS X 10.9
Apropos Design-Unfall. In den letzten iOS-Versionen bekamen so ziemlich alle Apple Apps ein eigenständiges, an die Realität angepasstes Design. Die Kontakte in einem in Leder gebundenen Buch, die Notizen auf einem Block und so weiter… Jede App sieht und funktioniert anders. Ich denke hier wird Apple ansetzen müssen für die neuen Versionen und es wird Jony Ive sein, der das ganze Chaos aufräumen darf/muss/soll. Vielleicht auch gleich mit dem UI der Apple TV Box.

iWork und iLife für OS X und iOS
Die beiden Software-Sammlungen sind nun auch schon in die Jahre gekommen und dürften gerne überarbeitet werden. Es gibt bei allen Programmen die eine oder andere Funktion, welche noch fehlt und gerne nachgeliefert werden dürfte. Im Sinne eines einheitlichen Designs wird wohl auch hier Jony Hand anlegen müssen.

Weniger Foxconn, mehr Apple
Apple hat es hier schon sehr gut gemacht und Ende 2012 mussten die amerikanischen Medien einmal mehr eingestehen, dass sich mit dem Druck von Apple auf Foxconn wieder einiges verbessert hat im Gegensatz zu früher. Ins Fäustchen lachen können immer noch die Mitbewerber wie Dell, Samsung, Microsoft, Nintendo und Co.! Denn die dürfen weiterhin unter miserablen Bedingungen die Smartphones und Computer herstellen lassen ohne das sich jemand darüber aufregt. Gerade jetzt sollte Apple weiter seinen Weg gehen, die chinesischen Zulieferer hart kontrollieren und wo immer es geht, Produktionen wieder zurück nach Amerika nehmen. Es wäre utopisch zu glauben, dass Apple jemals das iPhone in USA bauen lässt aber wo möglich, wie beim iMac oder Mac mini, sollte das gemacht werden. Hier darf Apple einmal mehr der internationalen IT-Branche zeigen wie es geht.

Welche wünsche hast Du an Apple für 2013? Was fehlt? Was kann besser gemacht werden?

iPhone 5 bootet iOS 6 im Video

Im Video wird das vermeintlich neue iPhone 5 während dem Boot-Vorgang mit iOS 6 gezeigt. Leider ist das neue iPhone beim Developer-Account nicht eingetragen, darum wird der Start-Vorgang unterbrochen… Schade. Es gibt auch noch Bilder zum Video.

Aber jetzt mal ehrlich. Wenn genau das iPhone so am 12. September 2012 vorgestellt wird, dann hat Apple und der Fertiger Foxconn ein riesiges Sicherheitsproblem. Die Asiaten scheinen ja nicht nur Bauteile, sondern komplette iPhone zu fotografieren, filmen und aus der Fabrik zu tragen… Ich will mich nicht beklagen, denn mir gefällt das kantige Design, aber die detailierte Berichterstattung im Vorfeld ist schon etwas bedenklich. Einige hoffen ja immer noch, dass Apple Mitte September was ganz was anderes vorstellen wird…

Was denkst Du? Wird genau so ein iPhone von Apple vorgestellt, oder wird es was anderes geben?

(via)

Foxconn baut neue Produktionslinie für Apple

FLA und Apple kontrollieren Foxconn

Apple will es Wissen! Foxconn baut aus und zwar nicht zu knapp! Auf einem Areal von über 40’000 Quadratmeter soll eine neue Produktionslinie für Apple Produkte entstehen. Ob die Linie alte Fertigungslinien ersetzt, oder eigens für neue Produkte geschaffen wird, das ist soweit unbekannt. In den neuen Linien sollen bis zu 35’800 Personen beschäftigt werden. Natürlich nicht gleichzeitig…

Foxconn lässt sich den Bau auch etwas kosten. Nicht weniger als 210 Millionen US-Dollar werden hier ausgegeben. Doch das wird schon lohnen. China Daily hat ausgerechnet, dass in der neuen Anlage Produkte im Wert von bis 1,1 Milliarden US-Dollar vom Band laufen könnten. Jährlich, versteht sich.

Bereits ab Oktober 2012 soll die Anlage Betriebsbereit sein. Mal sehen ob damit die Hohe Nachfrage nach dem neuen iPhone abgedeckt werden soll, oder vielleicht der mysteriöse Apple Fernseher von Band laufen soll… Vielleicht wird aber auch „nur“ in die Sicherheit der Mitarbeiter investiert und darum eine gesundere und sichere Produktionslinie aufgestellt.

(via TUAW)

iReview 13/2012

iReview

Man merkt es. Heute ist der 1. April und die vermeintlichen Scherze versuchen sich zu überbieten… Kommt es nur mir so vor, oder sind die 1. April-Scherze dieses Jahr noch lahmer als im letzten Jahr?

Wie dem auch sei, letzte Woche ist der erste FLA-Report erschienen, welcher die Arbeitsbedingungen und Zustände in den Foxconn-Fabriken kontrolliert für Apple. Meine Meinung dazu habe ich am Samstag verbloggt für euch. Ansonsten wird über Retina im MacBook spekuliert, was auch gleich die Gerüchte um ein MacBook touch ankurbeln. Und wie es anzunehmen war, Apple bekommt bezüglich der Bezeichung iPad 4G ärger, weil eben 4G LTE auf jedem Kontinent was anderes bedeutet…

In der vergangenen Woche war nicht nur Steve Wozniak in der Schweiz, nein auch sonst hat sich einiges getan. Wie immer nachzulesen im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 13/2012. Ich wünsche Euch eine interessante Lektüre.

Apple und Foxconn sorgen für Zugzwang bei Samsung und Co.

Tim Cook bei Foxconn

Apple gerät wegen den schlechten Arbeitsbedingungen beim Zulieferer Foxconn immer wieder in die Kritik. Die Medien nehmen das grosse, reichste und wertvollste Unternehmen natürlich gerne in Ziel und so verbreiten sich die Artikel über die Missstände bei Foxconn rasend schnell um die Welt.

Tim Cook, der CEO nach Steve Jobs, hat nun Gegensteuer gegeben und klärt offen und transparent auf, wer die Zulieferer sind und ging eine Zusammenarbeit mit der unabhängigen Organisation Fair Labor Association (FLA) ein. Die Organisation soll für Apple die Arbeitsbedingungen in den Foxconn Fabriken kontrollieren und zusammen mit Apple und Foxconn an den Verbesserungen arbeiten. Kürzlich wurde der erste Report veröffentlicht und tatsächlich gibt es noch Missstände. Namentlich wurden vor allen Verstösse gegen die Sicherheit und zu oft gegen die Arbeitszeiten. Sehr viele Arbeiter leisten immer noch zu viele Überstunden! Hier sorgt Apple nun dafür, dass die Überstunden abnehmen in dem man tausende von neuen Mitarbeiter einstellt. Auch Foxconn hat schon reagiert und die Arbeitszeiten heruntergeschraubt. Kaum war das bekannt, haben die Mitarbeiter mit Empörung reagiert! Sie verstehen nicht, warum man nun weniger arbeiten soll, schliesslich waren die Überstunden ein gutes Einkommen… Das zeigt einmal mehr den Konflikt zwischen dem Westen und dem Osten…

Ich bin aber überzeugt, dass wenn Apple, FLA und Foxconn einen guten Job machen, Arbeitsplätze bei Foxconn sehr, sehr begehrt werden. Weniger arbeiten, gleicher Verdienst, bessere Unterbringung und höhere Sicherheit-Standards. Andere Fabriken kommen so in den Zugzwang ebenfalls für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Das sagt auch der FLA Chef Auret van Heerden gegenüber Reuters:

Given that Foxconn and Apple have now decided to raise the bar… dramatically improved conditions for workers… other factories are going to start losing workers, workers are going to choose to go and work at Foxconn… you work less and you get the same money, and you get time to spend it. Other factories will have to raise their offer in order to attract and retain workers… Apple and Foxconn will set the bar that everyone else will have to meet. – FLA president, Auret van Heerden

Arbeitsbedingungen bei Foxconn werden nur für Apple-Linien kontrolliert
Die FLA hat zur Zeit nur ein Mandat von Apple um deren Fertigungslinien zu kontrollieren. Mit anderen Worten, zur zeit verbessern sich in erster Linie die Arbeitsbedingungen nur für Personen, welche in den Apple-Fertigungslinien arbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass Foxconn von den Verbesserungen lernt und diese auch in die anderen Fertigungslinien überträgt, oder zumindest die anderen Foxconn-Kunden wie Dell, HP, Motorola, Nokia, Amazon, Microsoft und Sony Verantwortung übernehmen.

Samsung hätte es in der Hand es besser zu machen
Aussen vor bleibt der Smartphone Mitbewerber Samsung, denn der asiatische Konzern ist weniger auf Zulieferer angewiesen. Die meisten Arbeitsschritte werden in den eigenen Fabriken erledigt, da jedoch herrschen auch schlechte Arbeitsbedingungen und es gab auch schon Todesfälle. Eigentlich schade wenn man die direkten Angestellten nicht besser behandeln kann, wo es doch so viel einfacher wäre im selbigen Konzern für die Mitarbeiter zu sorgen…

Ich bin gespannt wie lange man die Mitbewerber unter Druck setzen muss, bis auch sie dafür sorgen, dass in deren Zulieferer-Ketten sichere und gerechte Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden.

Fair Labor Association startet Kontrollen bei Foxconn

FLA und Apple kontrollieren Foxconn

Apple hat heute bekannt gegeben, dass die Fair Labor Association auf Bitten von Apple spezielle, freiwillige Untersuchungen von Apples Endmontage-Zulieferern, inklusive den Fabriken von Foxconn in Shenzhen und Chengdu in China durchführen wird. Ein Team von Arbeitsrechtsexperten unter der Führung von FLA-Präsident Auret van Heerden hat am Montagmorgen mit den ersten Untersuchungen in der Fabrik in Shenzhen, besser bekannt als Foxconn City, begonnen.

Tim Cook, CEO von Apple, sagt dazu:

Wir sind überzeugt, dass Arbeiter überall das Recht auf eine sichere und faire Arbeitsumgebung haben und aus diesem Grund haben wir die FLA gebeten unabhängig die Bedingungen bei unseren grössten Zulieferern zu beurteilen. Die Untersuchungen, so wie sie jetzt stattfinden, sind bisher einzigartig in der Elektronikindustrie, sowohl im Ausmass als auch dem Umfang. Wir schätzen es, dass die FLA der ungewöhnlichen Massnahme zugestimmt hat, die Fabriken in ihren Berichten zu benennen.

Als Teil der unabhängigen Beurteilungen wird die FLA tausende Arbeiter über die Arbeits- und Wohnbedingungen befragen, inklusive Gesundheits- und Sicherheitsmassnahmen, Ausgleichszahlungen, Arbeitsstunden sowie Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Management. Das Team der FLA wird die Bereiche der Fertigung, die Unterkünfte und andere Betriebseinrichtungen inspizieren und eine intensive Überprüfung aller Dokumente durchführen, die im Zusammenhang aller Abläufe während des gesamten Arbeitsverhältnisses stehen.

Ich bin gespannt welche Ergebnisse diese Untersuchungen an den Tag bringen und welche Massnahmen unternommen werden. Denn das es Missstände gibt, ist bekannt. Die Frage ist nur in welchen Massen und was man dagegen machen kann und muss. Gerade bei Foxconn würde mich interessieren, wie stark die anderen Kunden wie Nintendo, Dell, Acer und Co. in die Pflicht gebunden werden und wann ein zweites Technologieunternehmen, neben Apple, der unabhängigen Organisation beitreten wird…

Mehr zum Apples Supplier Responsibility Program, inklusive der Ergebnisse der von Apple durchgeführten 500 Kontrollen bei den Fabriken der Lieferkette innerhalb der letzten fünf Jahre, findet man unter www.apple.com/chde/supplierresponsibility.

iReview 04/2012

iReview

In der vergangenen Wochen haben zwei Themen die Apple Welt bewegt. Geld und Foxconn. Zu beiden Themen gab es im ApfelBlog.ch viele Artikel Kommentare und Diskussionen. Würde mich freuen, wenn wir die Diskussion auch noch aufrecht erhalten. Für etwas mehr Freude und Spass hat der Auftritt von Siri in der TV-Serie The Big Bang Theory gesorgt. Und was sonst noch in der Apfel-Welt geschehen ist gibt es wie immer hier im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 04/2012. Ich wünsche Euch eine interessante Lektüre.