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Das Design von Apple ist nicht nur schön…

Der Arbeitskollege Andy Badstöber (Designdy) hat mich vor ein paar Wochen auf ein spannendes Thema hingewiesen. Habt Ihr kürzlich mal einen Stromadapter von Apple mit einem Adapter eines anderen Computerherstellers verglichen? Ein grosser Unterschied wie man auf dem Bild oben sieht! Wie, oder warum, schafft es Apple den Adapter so klein auszuführen und die Mitbewerber liefern ganze Backsteine mit den mobilen(!!) Computer mit…

Aber auch bei anderen Geräten verhält es sich so. Das Beispiel der Batterien-Ladestation. Bei Varta ist das ein grosser gelber Klotz. Bei Apple ist das Ladegerät gerade einmal so gross, so das man überhaupt noch die Batterien irgendwo dazwischen klemmen kann.

Liegt hier, im Produktdesign, der umstrittene Preisunterschied? Hat Apple die bessere Technik, oder einfach die besseren Ingenieure, welche die gleiche Technik raffinierter platzieren?

ich bin auf Eure Meinungen und Erfahrungen gespannt.

Jives: Wenn Steve Jobs und Jonny Ive zusammen arbeiten

Jives: Steve Jobs & Jonny Ive

Steve Jobs und Jonny Ive sind zwei Ikonen in Ihren Bereichen. Wenn die beiden Spezialisten Ihre Köpfe zusammen stecken, dann dürfen wir etwas ganz besonderes erwarten. So wird das Paar auch liebevoll „Jives“ genannt. Die beiden arbeiten seit Mitte 1990 zusammen und haben schon so manchem charakteristischen Apple Produkt Ihr Zeichen aufgesetzt. Die Beiden sind aber auch bekannt dafür, besonders ein Augenmerk für kleine, aber feine Details zu haben. So kam auch folgende Geschichte zu stande:

Am Abend vor dem Presse-Event, an dem der iPod vorgestellt werden sollte, bemerkte Steve Jobs, dass der Jack-Stecker der Kopfhörer geräuschlos in den iPod glitt. Er fand aber, dass wenn man den Stecker in den iPod steckt, dies mit einem hörbaren „Klick“ quasi quittiert wird. Also musste eine Handvoll von Entwickler über Nacht eine Lösung für das Problem finden. Ein paar Dutzend iPods mussten auseinander geschraubt, die Lösung einbaut und wieder zusammen gebaut werden. Denn am Presse-Event wurden alle Journalisten mit den neuen iPods ausgerüstet. Und die brauchen alle ein nettes „Klick“ wenn der Kopfhörer eingesteckt wird.

Design ist eben mehr als nur eine Form und Farbe. Design beeinflusst auch das Benutzererlebnis und das ist wohl keiner Firma so sehr bewusst wie Apple. Dieses kleine Beispiel oben mag dem einen verrückt vorkommen. Eine ganze Horde an Ingenieuren und Entwickler die Nacht über zu beschäftigen für ein kleines „Klick“. Aber genau hier zeigt sich, mit welcher Liebe Apple die Produkte herstellt und auch dafür sorge trägt, dass die Kunden die gekauften Geräte eben auch lieben… Vielleicht sollte diese Sorgfalt auch in der Software-Entwicklung Ihren Platz finden, dann gibt es keine peinlichen Patzer mehr mit Wecker welche Ihre Funktionen plötzlich nicht mehr wahrnehmen.

(via Cult of Mac)

It’s magic: Magic Mouse

Magic Mouse

Seit gut einer Woche arbeite ich nun mit der Magic Mouse. Es wird also höchste Zeit für einen Erfahrungsbericht. Ich habe mir extra etwas mehr Zeit gelassen als sonst weil ich eine Besonderheit auf längere Zeit austesten wollte… Aber fangen wir von vorne an.

Unbestritten ist die Magic Mouse einmal mehr ein Design-Wunder aus dem Hause Apple. Es wurde auch höchste Zeit die anfällige, Plastik Mighty Mouse zu ersetzen. Das neue Modell ist aus Aluminium und Glas. Alleine durch die verwendeten Materialen wird die Magic Mouse schwerer und in meinen Augen besser bedienbar als die leichte Mighty Mouse.

Die Maus wurde auch schnell vom iMac erkannt, doch musste noch etwas Zusatzsoftware geladen werden, bevor man mit der Multi-Touch Oberfläche scrollen und wischen kann. Dieser Umstand ist neu in meinen Erfahrungen mit Apple. Spätestens aber mit dem nächsten Snow Leopard ist dieser Work-Around behoben und die Magic Mouse Software ist in der Version 10.6.2 enthalten.

Leider ist es bei der Magic Mouse immer noch so, dass der rechte Mausklick standardmässig nicht aktiviert ist. Hier muss man selber schnell in den Systemeinstellungen vorbei schauen und den Rechtsklick wieder aktivieren. Übrigens auch, wenn man vorher schon eine Maus mit rechtem Mausklick aktiviert hatte. Eigentlich schade, denn selbst in der Mac-Szene hat sich der rechte Mausklick eingebürgert.

Danach geht es flott mit der Magic Mouse über den grossen iMac Desktop… Intuitiv wendet man die Scroll- und Wisch-Funktionen richtig an. Unsereins kennt es ja bestens vom iPhone. Etwas irritiert war ich zu beginn, dass man für einen Klick tatsächlich richtig drücken muss um einen „mechanische“ Funktion auszulösen. Hier habe ich ehrlich gesagt erwartet, dass das auch mit der Multi-Touch Oberfläche erledigt wird. Aber wahrscheinlich würden wir uns dann zu oft verklicken…

Sehr skeptisch war ich ab der flachen Form der Maus. Ich hab mir schon vorgestellt wir sehr mein Handgelenkt nach eine Tag, oder nach einer Woche Magic Mouse schmerzen muss. Dem war aber nicht so… Ich habe keinerlei Beschwerden und muss mich auch nicht verrenken um die flache Maus zu bedienen. Im Gegenteil, wenn man die Touch-Funktionen anwenden möchte, ohne Verrenkungen, dann muss die Maus so flach sein! In diesem Punkt muss man sagen, die Regel „Design follows Function“ wurde von Apple eingehalten, ganz im Gegensatz wie das einige angezweifelt haben. Übrigens kann man auch ganz beruhigt die Finger auf der Multi-Touch Fläche ruhen lassen, ohne gleich eine Touch-Geste auszuführen.

Grundsätzlich bin ich mit der Magic Mouse aber sehr zufrieden und arbeite bereits damit, als hätte es vorher nichts anderes gegeben. Weil aber gerade die spezielle Form in vielen Medien in der Kritik steht, rate ich zu einem kleinen Test beim Apple-Händler eures Vertrauens. Ich persönlich komme prima mit der Maus klar und wünschte mir sogar noch ein paar Touch-Funktionen mehr als bisher zugelassen sind…