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Inside Apple

Inside Apple

Der Autor und Fortune Magazine Journalist Adam Lashinsky weiss anscheinend genau wie es hinter den dicken mauern von Apple zu und her gehen muss, wenn ein neues Produkt ausgeknobelt wird. Das Zumindest behauptet er und hat das alles in seinem kommenden Buch Inside Apple nieder geschrieben. Fortune hat vor dem Start einen ersten Auszug veröffentlicht und der klingt eigentlich schon ganz spannend:

Apple employees know something big is afoot when the carpenters appear in their office building. New walls are quickly erected. Doors are added and new security protocols put into place. Windows that once were transparent are now frosted. Other rooms have no windows at all. They are called lockdown rooms: No information goes in or out without a reason.

The hubbub is disconcerting for employees. Quite likely you have no idea what is going on, and it’s not like you’re going to ask. If it hasn’t been disclosed to you, then it’s literally none of your business. What’s more, your badge, which got you into particular areas before the new construction, no longer works in those places. All you can surmise is that a new, highly secretive project is under way, and you are not in the know. End of story.

Den kompletten Auszug kann man sich hier anschauen. Ich glaube Inside Apple könnte ein wirklich spannendes Buch werden mit wirklich neuen Einsichten. Bei der Steve Jobs Biographie war irgendwie alles schon bekannt. Zumindest fast alles. Hier erwarte ich dann doch noch mehr Insights!

Das Buch erscheint natürlich auch im iBookstore und kann bereits vorbestellt werden. Per 25. Januar 2012 soll das Buch erhältlich sein.

Inside Apple - Adam Lashinsky

Apple, das iPhone und der Suizid eines Chinesen

In den vergangenen Tagen wurde ich durch zahlreiche Kanäle von ApfelBlog-Leser gefragt, was ich zu der Geschichte „iPhone-Prototyp verloren und Suizid begangen“ denke. Gerne möchte ich meine Gedanken zu dem Fall mit Euch teilen.

Wir alle wissen das Apple grossen Wert auf Verschwiegenheit legt. Um Produkte, Neuerungen und Entwicklungen wird ein Mantel des Schweigens gelegt. Damit das auch bei allen Mitarbeiter klappt, braucht es harte Strafen für undichte Stellen. Mitarbeiter welche gerne einmal zu viel gegenüber den Medien verplappern oder im Blog das die eine oder andere Neuerung verraten werden sehr schnell entlassen. Ob es noch weitere, finanzielle Strafen gibt ist mir leider nicht bekannt.

Die Geheimhaltungen gelten natürlich auch für die Produzenten und Zulieferer von Apple. Zwischen den beiden Unternehmen gibt es sicher vertragliche Vereinbarungen, wonach das Unternehmen einen Schadenersatz an Apple bezahlen muss wenn Betriebsgeheimnisse verkauft werden. Eines dieser Unternehmen ist Foxconn in Taiwan. Foxconn stellt für Apple das iPhone in grossen Massen her. Der Mitarbeiter Sun Danyong, ein 25-jähriger Chinese, hatte den Auftrag 16 iPhone Prototypen der vierten Generation an Apple zu liefern. Dabei ist dem jungen Mann eines der Geräte abhanden gekommen worauf andere Foxconn-Angestellten, entgegen dem chinesischen Recht, die Wohnung von Danyong auf den Kopf gestellt haben und gewalttätig wurden. Einen Tag nach dem Vorfall hat sich Sun Danyong aus dem zwölften Stock eines Appartementhauses in Guanlan gestürzt und war sofort tot. Apple selber hat bisher nur den Tod des Foxconn-Angestellten bestätigt und ist über den Vorfall geschockt. Apple fordert eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse. Weiter betonte eine Sprecherin von Apple „von all seinen Zulieferern erwartet, dass sie ihre Mitarbeiter mit Würde und Respekt behandeln“. Man will jetzt aber warten bis die Ermittlungen abgeschlossen sind und sich erst dann wieder zu dem Fall äussern. Übrigens hat auch Foxconn reagiert und den verantwortlichen Sicherheitsmann suspendiert, welcher für die Untersuchung gegen Sun Danyong leitete und übergab ihn den chinesischen Behörden.

Die asiatischen Länder sind dafür bekannt, dass die Strafen wesentlich härter ausfallen als bei uns im Westen. In den meisten Länder, übrigens auch in arabischen Staaten, heisst es immer noch: „Die Firma weiss, was gut für den Mitarbeiter ist. Und genau das hat er zu tun!“ Ein gutes Beispiel dafür ist auch das Bankgeheimnis von Singapur. Warum wohl ist das Bankgeheimnis in Singapur wesentlich sicherer als in Liechtenstein oder in der Schweiz? Was passiert einem europäischen Banker schon, wenn er mal eben ein paar tausend Bankkunden an fremde Regierungen verkauft? Nicht im Gegensatz was die asiatischen Banker durchmachen müssen. Die verschwinden nämlich schnell einmal ein paar Jahre in den Gefängnissen von Singapur. Für viele bedeutet das die inoffizielle Todesstrafe.

Ob die Strafen für undichte, oder tollpatschige, Foxconn-Mitarbeiter auch so grausam sind, so dass sich ein Suizid für den Chinesen aufgedrängt hat? Oder gibt es andere Zusammenhänge? Man weiss es nicht und kann sich wohl erst ein Bild machen wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Einmal mehr darf die Globalisierung in Frage gestellt werden.