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Wie viel Speicherplatz hat dein Smartphone wirklich?

Bereits im Januar 2014 hat man sich gefragt, wenn die Hersteller mit einem 16 GB Gerät werben, wie viel Speicher nach dem Betriebssystem tatsächlich noch vorhanden ist. Eine Grafik von damals gibt Auskunft:

Speicherplatz 16 GB Smartphone iPhone

In der Grafik ist dargestellt, dass das iPhone 5C mit dem Betriebssystem iOS von Apple noch rund 79% der ursprünglichen 16 GB Speicher zur Verfügung stehen. Nicht gerade viel aber dennoch mehr als bei den Mitbewerber. Das traurigstes Beispiel kommt von Samsung, da bleiben nur noch 54%. Aber warum komme ich erst jetzt damit? Weil Apple noch vor Jahresende verklagt wurde, weil nicht der tatsächlich beworbene Speicherplatz dem Endkunden zur Verfügung steht. Und damit haben die Kläger nicht ganz unrecht. Das Apple Betriebssystem iOS 8 braucht noch etwas mehr Speicher. Gemäss den Kläger nimmt das iOS bis zu 23% der 16 GB selber ein. Auch Microsoft kennt das Problem. Bei einem Surface Tablet mit 64 GB Speicher wird mit Windows 8 rund 45 GB bereits belegt, bleibt dem Kunden also noch 19 GB oder knapp 30% des gesamten Speicher.

Was ebenfalls ärgerlich ist, für die Updates brauchen die Geräte viel Platz um die temporären, neuen Dateien auszulegen, installieren und dann wieder löschen. Beispielsweise beim iOS 8 Update benötigten die Geräte einen freien Speicher von 6 GB. Bei einem 16 GB iPhone 5S, welches nur noch 12,2 GB Speicher hatte wegen dem Betriebssystem, durften also nur etwas mehr als 6 GB bereits belegt sein…

Es wird also Zeit, dass die Unternehmen Apple, Google, Sony, Blackberry, HTC, LG, Samsung und Microsoft den tatsächlichen Speicher der Geräte bewerben und nicht den theoretischen Speicher ohne Betriebssystem. Bei der Klage wird man höchstwahrscheinlich jedoch machtlos sein. Bereits Microsoft wurde deswegen vor den Richter gezogen. Aber im Kleingedruckten steht meistens, dass der tatsächliche Speicher kleiner ausfällt als angegeben. Aber vielleicht kommen die Hersteller aus so mal drauf, dass man fairer kommunizieren könnte.

Meistens lag ein iPhone oder iPad unter dem Tannenbaum.

Flurry, ein Dienst von Yahoo, wertet über 600’000 Apps aus als Dienst für App-Entwickler. Aus den gewonnen Daten kann man spannende Rückschlüsse ziehen. So hat Flurry ausgewertet, dass über 51% aller neuen, über Weihnachten aktivierten mobilen Geräte ein Apple Logo auf der Rückseite aufweisen. Knapp das dreifache von Samsung.

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Interessant ist auch der Formfaktor der Endgeräte. Tablets, egal ob klein oder gross, gehen zurück und werden, wie mir scheint, von Phablets, also grossen Smartphones, verdrängt. Kleine Smartphones werden weniger gefragt, vielleicht auch weil es kaum mehr kleine Smartphones gibt.

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Ob Apple wieder zulegen kann gegen Google? Wir werden es sehen…

Datenschutz bei Apple.

Tim Cook Apple

Egal welches Unternehmen, egal welcher Internetdienst, all buhlen um die Gunst der Benutzer und wollen sich in Sachen Datenschutz transparent zeigen. Auch Facebook geht neue Wege und will die neuen AGBs möglichst gut den Benutzer erklären. Denn gerade das grösste Social Network steht immer in der Kritik zu viele Daten der Benutzer haben, obwohl wahrscheinlich Google einiges mehr über die Benutzer weiss als Facebook.

Auch Apple gerät immer wieder mal in die Kritik bezüglich Bewegungsdaten der iPhones oder den neuen Internetdiensten in der iCloud. Spätestens seit definitiv bekannt ist, welche Informationen die NSA über uns hat, steht auch Apple in der Kritik Daten an die Regierung weiterzugeben.

Dem versucht nun Apple mit Transparenz entgegen zu wirken. Tim Cook persönlich erklärt in einem offenen Brief wie Apple mit den Daten umgeht. Auf einer weiteren Seite werden alle Dienste erklärt und wie bezüglich der Verwendung der Daten im Vergleich zu den Mitbewerber steht. Ohne es zu nennen, wird mit Google verglichen. Bei Google sind alle Dienste kostenlos, wobei Google alle Inhalte der Benutzer (anonym) analysieren kann um passende Werbung anzuzeigen. Etwas was Apple nicht tun muss, weil es keine Werbung gibt in den bezahlten Services. Dazu gibt es eine Seite, auf der genau erklärt wird, wie man die eigenen Geräte und Dienste so einstellt, dass die Privatsphäre geschützt ist. Es wird auch gezeigt, wie man mit Anfragen von Behörden zu Benutzeraccounts umgeht. Zu guter Letzt kann man sich noch die aktuellen Datenschutzrichtlinien im Detail anschauen.

Apple sucht die Distanz zu Google und bekräftigt keine Hintertüren für Regierungen zu öffnen und auch die Werbeindustrie kommt nicht an relevante Daten. Und einmal mehr gibt sich Apple aussergewöhnlich transparent. Was haltet ihr von der Offensive?

 

Google Photo Sphere Camera für 360-Grad-Panorama-Fotos.

Google Photo Sphere Camera für iOS

Google hat die offizielle Photo Sphere App für das iPhone veröffentlicht. Damit lassen sich 360-Grad-Panorama-Fotos erstellen, ansehen, teilen und über Google Maps veröffentlichen. Die perfekte Art einen speziellen Ort einem grossen Publikum zugänglich zu machen. Zwar kann das iPhone, bzw. die iOS Kamera App ebenfalls Panorama-Fotos aufnehmen, Google Photo Sphere geht aber noch einen Schritt weiter. Neben einmaligen Rundum-Streifen, werden jeweils oben und unten noch ein weiterer Panorama-Streifen angehängt, was dafür sorgt, dass man im Foto auch nach oben und unten sehen kann. So ähnlich wie bei Google Street View.

Wer mag, der kann seine Aufnahmen über Google Maps veröffentlichen und so einem grossen Publikum zugänglich machen. Leider ist die Aufnahmen mit den vielen einzelnen Fotos noch etwas aufwändig, was bei Apple’s Panorama-Fotos wesentlich besser gelöst ist, das Resultat kann sich aber sehen lassen.

Views: Olten, Schweiz von Renato Mitra

Die Google Photo Sphere App ist kostenlos erhältlich, bzw. man bezahlt mit eingereichten Fotos, mit welcher Google die Karten, bzw. virtuellen Rundgänge an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt zugänglich machen kann.

 

Amazon läutet das Ende des QR-Code ein mit dem Fire Phone.

Die Meinung von Renato Mitra über QR-Codes.

Der QR-Code. Ein Haufen von Pixel, angeordnet in einem Quadrat, galt lange als DIE Brücke zwischen Offline und Online. Ich persönlich konnte mich nie damit anfreunden und wahr schon seit längerem der Meinung, dass es möglich sein muss, nur mit der Kamera ein Plakat, ein Flyer, eine Zeitschrift, eine Weinflasche, einen Zeitungsartikel oder sonst einen Gegenstand zu fotografieren, bzw. fokussieren und dann gleich ein digitaler Mehrwert aufgerufen wird. Ganz ohne App. Ohne lange Erklärungen und Apps die nur ganz bestimmte Dinge erkennen können.

Genau hier setzt Amazon an und bringt meiner Meinung nach eine echte Evolution mit dem Fire Phone. Google hat erste Ansätze mit Goggles umgesetzt, aber leider auch nur als eigene App. Weil Google ja nur verhalten in der Hardware-Entwicklung mitmacht. Das Fire Phone hat einen Hardware-Button mit welchem man sofort die Kamera mit dem Scanner aktivieren und damit Gegenstände erkennen kann.

Wenn es nach mir ginge, dürfte Apple hier gerne mitmischen. Denn auch Amazon hat noch Verbesserungspotential: Es werden nur Dinge erkannt, welche es in der Welt von Amazon gibt. Hier wäre eine Schnittstelle nett, dass Plakatgesellschaften, Autohersteller und die ganze Industrien entscheiden können, was passiert wenn ihre Produkte, Anzeigen und Abbildungen erkannt werden. Welcher digitale Inhalt soll dann aufgerufen werden?

So stelle ich mir die perfekte Verbindung zwischen Offline und Online vor… Was meinst du? Alles Träumerei, oder gibt es eine Chancen, dass wir das noch erleben dürfen?

Apple ist für den Low-End-Markt nicht geeignet!

Walter Isaacson

Walter Isaacson ist der Schreiber hinter der offiziellen Steve Jobs Biografie. Und dieser meinte kürzlich, dass Google nun innovativer sei als Apple. Je nach Standpunkt hat er vielleicht gar nicht mal so unrecht. Doch was ist Innovation? Wie genau definiert sich diese? Und wie wird der Erfolg gemessen?

Eine Sache die dem Biografie-Schreiber wohl auch keine Ruhe liess, obwohl er sich mit dem „Misserfolg“ des iPhone 5C und der Nest-Akquisition von Google bestätigt fühlte. Denn in einem späteren Interview wollte er eines noch unbedingt los werden:

[tweetable]Innovation ist gut, aber sie ist nicht alles. Die Ausführung ist das, was wirklich zählt. Und bei dieser ist Apple am besten.[/tweetable]

Das dürfte bei Tim Cook und seinen Mannen runter gelaufen sein wie Honig. Oder war es Öl? Egal. Die Apple Führung selber musste zugeben, dass man das Absatzziel mit dem iPhone 5C verpasst hat. Auch dafür hat Isaacson eine einfache Erklärung:

[tweetable]Apples konsequenter Fokus auf die Qualität wird es nicht zulassen unterdurchschnittliche Produkte zu produzieren und solche anzubieten.[/tweetable]

Will heissen, im Low-End-Markt wird es nie Apple Produkte geben, weil Qualität unter dem Strich eben Geld kostet.

Apple Karten, gar nicht mal so unbeliebt.

Apple Karten

Damals, als Google Apple das Navigations-Feature (Turn-by-Turn) in der Google Maps App vorenthalten hatte und es auch zukünftig nicht implementieren wollte, dachte niemand daran was dann geschehen wird. Apple hat kurzerhand selber eine Karten-Lösung aus dem Boden gestampft in dem man vielversprechende Startups mit guter Technik und tollen Ideen aufgekauft und integriert hat. Natürlich wurde mit der Standard Karten-App von Apple die Google Maps App aus den vorinstallierten Apps in iOS entfernt. Zum Ärger von Google. Denn mit den zahlreichen Zugriffen der iOS-Benutzer hat sich Google Millionen an Nutzungsgebühren rein geholt. Jahr für Jahr.

An den Start können wir uns alle gut erinnern. Es war nicht gerade das was man eine gelungene Einführung nennen könnte. Die Karten-Lösung war begleitet von zahlreichen Fehler und, was noch wesentlich schlimmer war, von unvollständigen Karten. Zahlreiche Autofahrer sollten sich dank der Apple Karten App noch verfahren. Immerhin, in Amerika war die Karten App gut bestückt. Das dürfte auch der Grund sein für die kommenden Zahlen.

Im Guardian wurde nämlich berichtet, [tweetable]Google Maps hat nach dem iOS-Rauswurf bis heute  23 Millionen US-Benutzer verloren hat.[/tweetable] Und das nur, weil Google Maps nicht mehr die Standard-Karten-App ist und die Leute zu faul sind eine „vollständigere“ App zu laden. Mittlerweile hat sich die Qualität aber auch stark verbessert. Insbesondere natürlich in Amerika. Aber auch ich bin mit der Navigation der Karten App schon erfolgreich durch Zürich gefahren.

Wahrscheinlich hat Google absolut nicht mit der Reaktion von Apple gerechnet. Denn jetzt verliert man Nutzer und die iOS Google Maps App muss Google erst noch kostenlos zur Verfügung stellen…

Apple schützt die Privatsphäre der Benutzer. Auch vor PRISM.

PRISM der NSA

 

Die Welt war erschüttert in welchem Umfang die amerikanischen Behörden Daten sammeln. Unsereins, der sich schon lange durch die Online-Welt bewegt und selber Erfahrungen hat, welche Informationen man schon alleine mit Cookies, IP-Adressen und Werbenetzwerken sammeln kann, ist nicht wirklich erstaunt. Vermutet haben wir es alle schon lange, nun soll es aber offiziell bestätigt sein mit einem der sein geheimes Wissen mit der Welt teilt.

Und plötzlich standen Firmen wie Google, Microsoft, Apple, Facebook, Yahoo und Co. am Pranger alle Informationen über die Benutzer der NSA zugänglich gemacht zu haben. Angeblich sogar mit einer Schnittstelle über welche die Behörden jederzeit Recherchen starten können. Alle grossen Firmen haben die Existenz einer solchen Schnittstelle verneint und nur bestätigt, dass die Behörden für jede Abfrage eine rechtlich gültige Anfrage stellen müssen. Jede einzelne dieser Anfragen werden genau geprüft.

Apple hat sich nun mit einer Pressemitteilung zu den Vorwürfen geäussert. Auch hier beteuert man, von PRISM noch nie gehört zu haben:

We first heard of the government’s “Prism” program when news organizations asked us about it on June 6. We do not provide any government agency with direct access to our servers, and any government agency requesting customer content must get a court order.

Man erklärt auch, dass Konversationen zwischen Benutzern eine End-zu-End-Verschlüsselung hätten und niemand anders als der Sender und Empfänger könne die Daten lesen. Nicht mal Apple selber. Es sollen auch keine Daten gespeichert werden, mit welchen man ein Profil zu einer Person erstellen kann:

For example, conversations which take place over iMessage and FaceTime are protected by end-to-end encryption so no one but the sender and receiver can see or read them. Apple cannot decrypt that data. Similarly, we do not store data related to customers’ location, Map searches or Siri requests in any identifiable form.

Eine klare Ansage. Apple würde sich selber einen gefallen tun, wenn dieses Statement zu 100% stimmt!

Walt Mossberg: Apple ist wie die Schweiz.

Moss Waltberg

Als Walt Mossberg, der gefragteste Tech-Journalist in Amerika, in einem der zahlreichen Interviews zum neuen Samsung Galaxy S IV befragt wurde, hat er Apple als die Schweiz im Mobile-Business beschrieben.

Apple hat das geschlossene Business-System und behält die wichtigsten Funktionen und Programme für sich. Beispielsweise entwickeln Firmen wie Microsoft, Google, Amazon und sogar Samsung Apps für die iOS-Geräte. Alle Kern-Business-Apps der grossen Mitbewerber gibt es für andere Betriebssysteme.

Aber iTunes, iMovie, GarageBand und andere Apps gibt es nur für iOS und keine anderen Systeme. Selbst Microsoft hat angekündigt, die Office-Programme für iOS auszurollen. Gerade zu dem Zeitpunkt als Microsoft das Surface Tablet vorgestellt hatte und Office für Windows 8 Mobile DER Verkaufsmotor, bzw. Alleinstellungsmerkmal für Windows und die Surface-Tablets gewesen wäre.

Alle wollen besser und beliebter als Apple sein, spielen aber in deren Hände in dem alle Apps zur Verfügung gestellt werden. Was wäre passiert wenn Google weder die YouTube App, noch die Karten App für iOS angeboten hätte? Was wenn es die Amazon eBooks und Shopping App nicht mehr für iOS geben würde, sondern nur noch für Kindle? Im Moment wagt niemand den Schritt. Selbst Apple könnte sich dumm und dämlich verdienen wenn es iTunes für Android, Windows 8 Mobile und andere mobile OS gäbe.

Apple bleibt aber geschlossen und behält das Wissen und Kern-Business für sich. Wie die Schweiz eben. Und die anderen Firmen werden den Schritt nicht wagen deren Apps für 500 Millionen Kunden abzuschalten, gerade weil iOS-Benutzer bekannt dafür sind, gerne Geld auszugeben…

Danke für den Hinweis Eloy

Google Glass funktioniert auch über das iPhone.

Goggle hat schon länger die Internet Brille mit dem Namen Google Glass vorgestellt. Seit dieser Woche kann man sich für eine Vorabversion bewerben. Dafür muss man einigen Social Network Auftritten von Google folgen, eine öffentliche Bewerbung verbreiten und einen dauerhaften Wohnsitz in Amerika haben. Gerade letzteres schmeisst uns Europäer schon mal aus der Verlosung der Brillen aus. Was meine Bewerbung schon mal aus dem Rennen bringt:

Im Übrigen dürfen die glücklichen Gewinner dann noch 1’500 US-Dollar für die Brille bezahlen.

Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, wie kommt die Brille eigentlich ins Internet um alle die Informationen abzurufen, bzw. Bilder und Videos zu veröffentlichen. Nein, die Brille hat kein 3G oder 4G, sondern nur WLAN und Bluetooth. Darüber geht die Brille ins Internet. Man ist also nicht auf eine weitere SIM-Karte angewiesen und braucht auch nicht zwingend ein Android-Gerät. Google Glass kann über Bluetooth oder einen Hotspot auf dem iPhone ins Internet. Das zumindest weiss The Verge:

The device gets data through Wi-Fi on its own, or it can tether via Bluetooth to an Android device or iPhone and use its 3G or 4G data while out and about. There’s no cellular radio in Glass, but it does have a GPS chip.

Mich fasziniert die neue Art und Weise eines Personal Computers. Gut, das Aussehen erinnert noch stark an einen Cyborg, aber auch das wird sich in den nächsten Jahren legen! Wer cool aussehen will, muss wohl auf die Sonnenbrille-Ausführung von Google Glass zurückgreifen, dann ist es noch ok.

Was mich aber vielmehr beschäftigt ist die Sache mit den Persönlichkeitsrechten. Mit so einer Brille kann man sich nie sicher sein ob man aktuelle fotografiert oder gefilmt wird. Unser Schweizer Datenschützer ist ja kein Fan von bestimmten Services aus dem Hause Google. Gut möglich, dass man hier präventiv die Daten schützen will… Hoffen wir mal, dass es nicht so endet:

Google Glass im Google Store