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Wer ist schon ein iBook Author?

iBook Author Tutorial

Letzte Woche hat Apple die neuen Textbooks vorgestellt, welche in Fullscreen-Modus gelesen werden und auch mit Multimedia-Inhalten wie Galerien, animierte Grafiken, filmen und Audio-Dateien umgehen können.

Dank dem kostenlosen Programm iBook Author, kann jeder mit einem Mac ganz einfach per Drag & Drop sein eigenes iBook zusammenstellen. Ganz ehrlich, die Bedienung ist so einfach und logisch wie bei Keynote oder Pages. Genau gleich wie bei den eben genannten Programmen aus dem Hause Apple, kann auch für ein neues iBook eine bestehende Vorlage zum starten verwendet werden, oder man erstellt sich aus den Vorlagen ein eigenes Design.

Was auch immer ihr da zusammen klickt, noch bevor das Textbook im iBookstore veröffentlicht wird, kann es auf dem heimischen iPad getestet werden. Einfach das iPad mit dem Mac verbinden und alle eure Bücher können noch während der Entstehung getestet werden. Ein ausführlicher Test des elektronischen multitouch Buches wäre zu empfehlen. Denn nicht alle Leute sehen den Sinn der Navigationselemente gleich wie der Author.

iBook Author Lizenzbestimmungen in der Kritik
Spätestens kurz bevor man ein eigenes iBook im iBookstore veröffentlichen will, kommt man mit den Lizenzbestimmungen von Apple in Berührung. Und die haben es in sich. Wie bei den Apps, verlangt auch hier Apple nicht weniger als 30% des Verkaufserlöses. Damit wird die Distribution und das Hosting abgedeckt. Wer sein Buch über Amazon verteilen will, muss mit Abgaben von 30% bis 70% rechnen. Von daher ist Apple „günstig“ unterwegs. Das eigentliche Problem liegt aber woanders… Sofern man das eigene Textbook kostenlos anbietet, muss man weder irgendwelche Abgaben bezahlen, noch muss man weitere Bestimmungen in den Lizenzbestimmungen beachten. Möchte man das Buch aber im iBookstore veröffentlichen, so muss man garantieren, dass das Buch nur, und nur, im iBookstore erhältlich ist. Amazon ist da verständnisvoller und erlaubt es dem Author sein Werk auch bei anderen Plattformen anzubieten. Dafür sind die Abgaben deftiger!

Und? Werdet Ihr demnächst ein Textbook im iBookstore veröffentlichen? Immerhin wurden in den ersten drei Tagen 350’000 kostenpflichtige Bücher heruntergeladen. Das Potential ist also trotz den strengen Auflagen gegeben. Vielleicht weil Apple die zur Zeit bekannteste Plattform für digitale Inhalte hat.

Eventuell kann der Christian Leu sein Seminar Erfolg im Netz als iTunes Buch verkaufen? Oder Pascal Birchler wird in Zukunft sein WordPress Magazin als iBook aufbereiten? Eine Idee wäre auch, dass die vielen Profi und Semi-Profi Fotografen ein Buch über die besten Bilder erstellen. Oder Chris Beyeler fasst die Rezepte seiner Koch Piraten in einem Buch zusammen. Auch der ehemalige ApfelBlog.ch Gast-Blogger Jeremy Kunz könnte sein Reise-Magazin im iBookstore verkaufen.

Ich selber werde es wie mit der iOS App handhaben. Wenn ich einen tieferen Sinn, bzw. einen Mehrwert entdecke, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, ein Buch zu schreiben. Vielleicht irgendwann mal über die Entstehung von ApfelBlog.ch?

iBooks Author - Apple

Neue Schule mit iBooks 2.0, iBook Author und Textbooks

iBooks 2.0

Heute Abend hat Apple seine Vorstellung von neuem Unterrichtsmaterial an der Schule in New York vorgestellt. Grundsätzlich geht es darum, teure, schwere und veraltete Bücher abzuschaffen und durch dynamische, animierte Textbooks auf dem iPad zu ersetzen.

Neues iBooks
Mit der neuen App Version iBooks 2.0 werden Textbooks mit multimedialen Inhalten unterstützt. Die Bücher zeigen nicht mehr nur Text und Bild an, sondern haben Individuelle Navigationsmöglichkeiten, Animationen, Diagramme, Filme und Audio eingebaut. Eigentlich so ähnlich wie man es von HTML5 und diversen Digitalbücher Experimenten schon kennt. Solche Bücher können ganz einfach mit einem neuen, kostenlosen Programm von Apple erstellt werden…

Multimedia Textbooks
Neu können die Bücher im iBookstore mehr als nur Text und Bild anzeigen. Die Bücher können multimedial aufgerüstet werden:

  • Bewegbare 3D-Abbildungen
  • Interaktive Bilder
  • Interaktive Galerien
  • Highlight- und Notiz-Möglichkeiten
  • Fragekarten zum Thema des Buches

Guten Nachrichten für angehende Buchautoren
Mit dem Mac Programm iBook Author können relativ einfach eigene Textbooks erstellt werden. Das gilt jetzt nicht nur für Schulen und Lehrer, sondern für jegliche angehende Besteller-Autoren. So ähnlich einfach wie iMovie, GarageBand, Keynote, Pages und Co. können nun interaktive Bücher zusammengeklickt werden. Diese selber erstellten Bücher, bitte achtet die Copyrights der verwendeten Bilder und Texte, können dann via iBook Author in den iBookstore geladen und verkauft werden. Den Preis bestimmt ihr und Apple zieht wie immer 30% des Verkaufserlöses ab für die zur Verfügung gestellten Tools, die Plattform und Finanzabwicklung. Die Suche nach einem Verlag hat sich vielleicht ab heute für die einen oder anderen Autoren erledigt. Der nächste logische Schritt wäre eigentlich, dass unabhängige Künstler möglichst ohne Label oder Agentur ihre Musik in iTunes laden können…

Günstige iPads
Eine weitere Konsequenz aus dem ganzen geht bereits als Gerücht im Internet herum. Man vermutet, dass bereits im Februar ein iPad 3 vorgestellt werden könnte, welches dann im März erhältlich sein soll. Ziemlich sicher wäre dann das iPad 2 wesentlich günstiger erhältlich und gilt dann als Einsteiger-Modell. Im Moment munkelt man einen Preis von knapp unter 300 US-Dollar.

Fazit
Alleine mit multimedialen Textbooks wird Apple wohl kaum die Schule revolutionieren. In Amerika und Kanada kann das neue System sicher etwas bewegen, denn da werden iPads schon in breiter Masse eingesetzt. Selbst in den Unterklassen kommen iPads zum Einsatz. In der Schweiz hingegen gibt es einige kleine und scheue Pilotprojekte. Unsere Schulsysteme sind also weit davon entfernt davon profitieren zu können. Hingegen finde ich den iBook Author sehr gelungen für Leute welche schon lange ein Buch veröffentlichen möchten. Vielleicht werden demnächst Produktanleitungen nur noch über den iBookstore vertrieben, oder schöne Fotobücher, Jahresberichte mit animierten Charts und wer weiss was noch… Was denkt ihr, werden wir jetzt von Textbooks überschwemmt? Welche Ideen habt ihr welche ihr veröffentlicht wollt oder vielleicht sogar schon veröffentlicht habt?

Mehr dazu gibt es bei Apple.com und auch der ganze Event ist bereits online, auch als Podcast.

Inside Apple

Inside Apple

Der Autor und Fortune Magazine Journalist Adam Lashinsky weiss anscheinend genau wie es hinter den dicken mauern von Apple zu und her gehen muss, wenn ein neues Produkt ausgeknobelt wird. Das Zumindest behauptet er und hat das alles in seinem kommenden Buch Inside Apple nieder geschrieben. Fortune hat vor dem Start einen ersten Auszug veröffentlicht und der klingt eigentlich schon ganz spannend:

Apple employees know something big is afoot when the carpenters appear in their office building. New walls are quickly erected. Doors are added and new security protocols put into place. Windows that once were transparent are now frosted. Other rooms have no windows at all. They are called lockdown rooms: No information goes in or out without a reason.

The hubbub is disconcerting for employees. Quite likely you have no idea what is going on, and it’s not like you’re going to ask. If it hasn’t been disclosed to you, then it’s literally none of your business. What’s more, your badge, which got you into particular areas before the new construction, no longer works in those places. All you can surmise is that a new, highly secretive project is under way, and you are not in the know. End of story.

Den kompletten Auszug kann man sich hier anschauen. Ich glaube Inside Apple könnte ein wirklich spannendes Buch werden mit wirklich neuen Einsichten. Bei der Steve Jobs Biographie war irgendwie alles schon bekannt. Zumindest fast alles. Hier erwarte ich dann doch noch mehr Insights!

Das Buch erscheint natürlich auch im iBookstore und kann bereits vorbestellt werden. Per 25. Januar 2012 soll das Buch erhältlich sein.

Inside Apple - Adam Lashinsky

Apple Education Event am 19. Januar 2012

Apple Education

Wie bereits angekündigt, lädt Apple nun offiziell zu einer Ankündigung im Bildungsbereich. Der Event findet in New York im Guggenheim Museum statt und startet um 10 Uhr Morgens. Bei uns wäre das dann um 16:00 Uhr Abends.

Die Journalistin Kara Swisher von AllThingsD hat ja als erste Person einen Apple Event im Januar vermutet. Sie war auch an die Information gelangt, dass Eddy Cue, seines Zeichens Apple SVP of Internet Software and Services, an dem Anlass involviert sein soll. Er ist bei Apple verantwortlich für die Dienste wie iTunes Store, App Store, iBookstore, iAd und iCloud.

Nun wird natürlich vermutet, dass Apple den Bildungsinstituten das iPad mit iBookstore und iTunes U schmackhafter machen will. Angeblich soll bei diesem Projekt auch Steve Jobs noch involviert gewesen sein.

Ich bin gespannt welche Änderungen Apple bringen wird und ob es auch für uns Normalsterbliche Auswirkungen haben wird oder nur für Studenten, Lehrer und Schulen…

(via)

Apple Event Ende Januar – Ohne iPad 3 und iTV!

Apple Store New York

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/michaelheiss/

Die Leute bei AllThingsD sind eigentlich immer sehr nahe an Apple und haben damals Steve Jobs auch immer gerne und oft interviewt. Auch die Produkte durften Reporter von AllThingsD immer einige Tage vor dem Verkauf schon ausprobieren. Auch in Sachen Event Vorhersage sind die Journalisten bei AllThingsD sehr genau. Beispielsweise wurde der Anlass am 4. Oktober 2011 punktgenau vorhergesagt.

Nun hat Kara Swisher von AllThingsD ausgeplaudert, dass Apple Ende Januar einen Event in New York plant. Allerdings soll an dem Anass weder die langersehnte iTV-Lösung vorgestellt werden, noch ein iPad 3:

According to sources close to the situation, Apple is planning an important — but not large-scale — event to be held in New York at the end of this month that will focus on a media-related announcement.

Es wird sich demnach weniger um Produkte handeln, als vielmehr um Services, denn Eddy Cue, der Apple SVP of Internet Software and Services soll an dem Anlass involviert sein. Seine Aufgabengebiete umfassen iTunes Store, App Store, iBookstore, iAd und iCloud. Da dürfen wir gespannt sein ob es Änderungen im Werbesystem iAd gibt, oder sich was für die Publisher ändert. An Neuerungen im Bereich iTunes kann ich noch nicht so glauben, auch bei iCloud oder gar Siri dürfte der Januar noch zu früh sein. Aber wie schon vermutet, wird 2012 ein Feuerwerk für Apple. Das könnte der Startschuss sein.

Natürlich schweigt sich das offizielle Apple PR-Team auf Nachfrage aus, wünscht Kara dafür ein “happy, happy new year“. Immerhin.

Endlich Bücher im Schweizer iBookstore

Seit Anfangs 2010 hat die Schweiz einen iBookstore. Allerdings war der bis heute nur mit kostenlosen Bücher aus dem Projekt Gutenberg bestückt. Bis heute… Denn der Twitterer @tgrauwiler hat Macprime verraten, dass eben doch schon Bücher im iBookstore sind, sofern man gut danach sucht…

Steuert man die Übersicht an, so findet man lediglich die alten, kostenlosen, langweiligen Gutenberg Bücher. Geht man aber über die Suche und sucht einen aktuellen Bestseller Titel, oder sonst ein bekanntes Buch, so bekommt man in den meisten Fällen Resultate. Man kann davon ausgehen, dass hunderte von Bücher im Schweizer iBookstore vorhanden sind. Autoren wie Steven King oder Dan Brown sind vorhanden. Interessanterweise hat es auch einige Bücher aus dem Bereich Erotik im Sortiment…

Auch die mit grosser Spannung erwartete Biografie von Steve Jobs, geschrieben von Walter Isaacson ist dabei und im Moment bereits das meist verkaufte Buch im Schweizer iBookstore, obwohl man es erst vorbestellen kann und die erste Ausgabe in englisch erscheint…

Bisher ist es noch nicht offiziell von Apple Schweiz, dass der Schweizer iBookstore nun Bücher im Sortiment hat. Ich rechne aber in kürze mit einer Pressemitteilung aus Zürich.

Wo bleiben die Bücher für den iBook Store Schweiz?

Das iPad, egal ob in der ersten oder zweiten Generation, ist bestens geeignet um unter anderem digitale Bücher zu lesen. Eigens dafür gibt es die kostenlose iBooks App in welcher man eigene PDFs zum lesen ablegen kann. Aber auch das elektronische Buchformat ePub wird von iBooks unterstützt. Lädt man jedoch eine ePub Datei aus einem Bücherladen wie Books.ch, dann muss man sicherstellen, dass die Datei DRM-frei ist. Auch bei den PDF’s werden nicht immer alle Dateien angenommen und in der iBooks App angezeigt.

Das wirklich geniale an iBooks wäre jedoch die direkte Anbindung an den iBook Store. Der iBook Store ist in etwa der iTunes Store für Bücher. Verschiedene Verlage publizieren Ihre Bücher im iBook Store und stellen die Lektüren so den vermeintlichen Käufer mit nur einem Klick zum kaufen bereit. Aber eben… wäre und könnte!

Im Schweizer iBook Store sind im Moment gerade einmal ein paar dutzend alte, historische Bücher vom Projekt Gutenberg. Bereits vor gut einem Jahr habe ich bereits darüber berichtet, dass im iBook Store eine Inhaltswüste herrscht und seit her hat sich leider gar nichts geändert. Ganz anders sieht es bei den Nachbarn in Frankreich oder Deutschland aus. Aber anscheinend ist es für die Buchverlage zu kompliziert, umständlich oder nicht lukrativ genug um auch für die Schweizer ein paar Bücher zum Verkauf anzubieten. Oder verhindert die Buchpreisbindung ein grosszügiges Angebot im iBook Store?

Selbst Apple scheut sich davor im iBook Store Inhalte zu veröffentlichen. In Amerika beispielsweise findet man die Anleitungen zum iPhone und anderen Apple-Geräten auch im iBook Store. In der Schweiz leider nicht. Eigentlich schade wenn eine so gute Erfindung einfach so brach liegt. Ich würde mich freuen wenn ich digitale Bücher mit einem Klick und ohne speziellen Synchronisationen auf meinem iPad und iPhone lesen könnte. Aber vielleicht brauchen wir einfach noch ein bisschen Geduld. Schliesslich hat es bei der Apple TV auch Jahre gedauert bis wir in den Genuss von Filmen gekommen sind.

Update
Der Jean-Claude Frick hat mich in seinem Kommentar wieder daran erinnert, dass Christian Leu einen guten Artikel über alternative Buch-Quellen für iBooks veröffentlicht hat.

Apple ♥ Switzerland

Bei der Einführung der letzten Produkte wie iPad und iPhone 4 gab es immer wieder empörte Fans, warum denn die Schweiz immer so spät die Geräte bekomme… Klar, aus sicht eines Fans kann es einfach nicht schnell genug gehen das neue Gadget in den Händen zu halten. Wenn wir uns aber die Mühe machen, mal etwas über den eigenen Tellerrand zu sehen, dann könnte man sagen, Apple liebt die Schweiz und die Schweizer lieben Apple…

Nehmen wir das Beispiel iPad.
Seit dem Freitag 28. Mai ist das iPad nur gerade in neuen Länder, abgesehen vom Heimmarkt USA, erhältlich. Die da wären Australien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Japan, Italien, Kanada, Schweiz und Spanien. Im Laufe des aktuellen Monats Juli sollen weitere Länder an den Start gehen, nämlich: Belgien, Holland, Hongkong, Irland, Luxemburg, Mexico, Neuseeland, Österreich und Singapur.

Ich hab mir erlaubt die Länder der ersten drei iPad-Wellen etwas genauer anzuschauen. Einwohner hat die Schweiz, im Vergleich zu den anderen Länder relativ wenig und belegt einen Platz in den hinteren Rängen. Der entsprechende Absatzmarkt ist auch entsprechend kleiner. Was aber für eine starke Schweiz spricht, dass ist das Bruttoinlandprodukt pro Einwohner. Da belegt die Schweiz den dritten Platz. Doch was bringt all die Kaufkraft, wenn dann doch nur wenige mögliche Personen da sind, welche die Produkte kaufen…

Apple Länder

Die Zahlen sind von Wikipedia, Grafik von ApfelBlog.ch

Trotz dem kleinen Absatzmarkt, ist die Schweiz immer mindestens in der zweiten Auslieferungswelle dabei! In Österreich gibt es bis heute kein iPad! Ebenso in Holland, Irland oder Luxemburg!

Was ist mit dem iBookstore?
Vor einigen Tagen habe ich mich gefragt, wo denn bitte schön die Inhalte für den Schweizer iBookstore bleiben… Dabei sind wir längst nicht die einzigen welche nur die Gutenberg-Projekt Bücher lesen dürfen! Denn aktuell haben nämlich nur USA, Grossbritannien, Deutschland und Frankreich echte Bücher im iBookstore! Anscheinend sind hier die Verlage etwas zurückhaltend. Oder was könnten die Gründe dafür sein?

Was ist mit den Filmen und Serien in iTunes?
iTunes versorgt über 90 Länder mit Musik. Movies hingegen haben nur die Länder USA, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Kanada, Australien und Neuseeland. Deutschland ist übrigens seit dem 16. April mit Filmen versorgt, während Frankreich erst seit dem 30. April Movies schauen darf. Was hier gegen eine schnelle Verbreitung der Inhalte sorgt, sind komplexe Lizenzfragen! Jedes Land hat da eigene Bestimmungen und ein Abgleich über mehrere Länder wissen nicht nur die Studios zu verhindern, sondern auch noch Dritte Lizenznehmer. Aber vielleicht hat da jemand von Euch mehr Erfahrung in Sachen Lizenzen im Musik-, Film- oder Buchgeschäft.

Apple bräuchte im Moment für jedes Land eine Abteilung, welche sich mit dem Einkauf von Lizenzen auseinandersetzt. Logischerweise werden dann zuerst die Märkte bearbeitet, welche den grösseren Absatzmarkt haben.

Vielleicht bringt aktuell aber auch die EU Abhilfe zum Lizenzproblem. Denn wie Reuters berichtet, bemüht sich der EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia um einheitliche Lizenzen in Europa. Das könnte dann einen europäischen iTunes Store zur Folge haben. Aber ob die Schweiz darin eingeschlossen ist, oder dann wieder ein eigenes Süppchen kocht, dass wird sich dann zeigen.

Mein Fazit
Natürlich wünsche ich mir dringend mehr Inhalt von Apple! Filme, Serien und endlich anständige Bücher im iBookstore. Aber man darf die positiven Seiten nicht vergessen. Trotz dem kleinen Land Schweiz bekommen wir IMMER gleich nach dem Heimmarkt USA die neuen Produkte!

Und das die Produkte in Wellen an verschiedene Länder ausgeliefert werden müssen, dass zeigt der aktuelle Verkaufsrekord des iPhone 4! Lieber zuerst wenige Länder mit mehr oder weniger genug Geräten ausstatten als viele Länder mit nur ganz wenigen Geräten beliefern. Aber das ist ein anderes Thema welches ich dann gerne auch einmal genauer beleuchte.

Abschliessend darf man doch sagen: Apple liebt die Schweiz! Immerhin haben wir gleich viele Apple Stores wie Frankreich und dürfen uns über die neuesten Produkte freuen…

Apple’s Content-Wüste in der Schweiz

iBookstore

Beinahe täglich steuere ich mit meinem iPad den iBookstore an um zu sehen, ob es endlich ein lesenswertes Buch gibt welches ich mir einkaufen kann. Und täglich werde ich auf’s neue enttäuscht! Immer noch sind im Schweizer iBookstore nur die kostenlosen Projekt Gutenberg Werke zu sehen. Wenigstens wurden ein paar Grafiken eingesetzt, damit der iBookstore nicht ganz so verwaist aussieht. Aber das mag nicht darüber hinweg täuschen, dass auch unsere nördlichen Nachbarn bereits „echte“ Bücher im Store zum kaufen angeboten bekommen…

Einmal mehr wird die Schweiz von Apple nicht mit Inhalten beliefert! Wir kennen das ja bereits von den Filmen und Serien in iTunes. Während unsere Nachbarn seit Jahren Filme kaufen und Serien abonnieren können, warten wir Schweizer immer noch vergeblich auf Bildmaterial. Passiert nun das selbe mit dem iBookstore?

Was mich vor allem interessieren würden, woran liegt es? Sind sich die grossen Lizenznehmer zu fein um das kleine Nicht-EU-Land mit Inhalten zu beliefern? Sind die Lizenz-Verhandlungen zu aufwändig? Oder ist Apple Schweiz einfach zu faul?

Ich bin einfach nur enttäuscht. Bei den Filmen hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben, aber dass Apple es nicht geschafft hat, den „revolutionären“ iBookstore Schweiz mit richtigen Bücher zu füllen finde ich einfach nur peinlich.

Wird Steve Jobs zum digitalen Diktator?

Wer meine Meldungen bei Facebook und Twitter mitverfolgt hat letzte Woche, der weiss das ich auf einen Beitrag im deutschen Sender ZDF aufmerksam gemacht habe. Die Sendung auslandjournal hat einen kritischen Bericht zu Steve Jobs und Apple ausgestrahlt mit dem Titel „Steve Jobs – der digitale Diktator?“.

Ganz nach dem Motto „Von Think different zu Think like us“ hinterfragt das auslandjournal kritisch, wie weit denn die Zensur von Apple gehen könnte. Zur Zeit verhindert Apple alles was die eigene  Software angreift oder konkurriert. Ebenso werden nackte Tatsachen nach Möglichkeiten verhindert. Tatsächlich mag das für Kinder eine gute Sache sein, aber wie hat der Philisoph und Autor David Weinberger so treffend gesagt:

…aber einige von uns sind keine Kinder!

Ich persönlich befürchte tatsächlich, dass wenn beispielsweise Porno-Apps zugelassen werden, dass genau diese sämtliche Download- und Verkaufs-Charts anführen werden. Genau so wie im Internet Websites und Filme mit nackten Tatsachen den meisten Traffic generieren. Diese Tatsache wäre natürlich schädlich für das Image einer grossen Firma!

Natürlich stand auch der App Store in der Kritik. Hin und wieder braucht Apple ein Signal von aussen, dass dann Apps doch noch zugelassen werden. Gerade hier wünschte ich mir etwas mehr Transparenz warum die jeweiligen Apps abgelehnt werden. Argumente wie Virus, Trojaner, schlechte Programmierung, Abstürze, Verletzung von rechtlichen Aspekten und sogar Pornographie kann ich verstehen und akzeptieren. Aber Faktoren wie beispielsweise politische Motivation, da hört der Spass auf.

Das ganze Thema ist aber etwas entschärft solange der Safari Browser offen ist und sämtliche Websites ansteuern kann. Klar, Flash-Inhalte sind nicht sichtbar, aber selbst die Porno-Industrie hat inzwischen begriffen, dass man für das abspielen von Filmen kein Flash benötigt. Was ich damit sagen will, wenn es eine App nicht in den App-Store schafft, dann kann man das selbe Angebot immer noch als Web-Applikation umsetzen und so allen iPhone und iPad-Nutzer zur Verfügung stellen. Und je mehr Apple Willkürlich Apps zurückhalten sollte, desto sicherer ist es, dass die Entwickler auf diesen Pfad umschwenken werden. Denn der zusätzliche Vorteil dabei ist, dass man das selbe Programm nicht noch für Android und andere Plattformen bauen muss… Interessant ist aber, dass auch der ehemalige Mitgründer von Apple, Steve Wozniak, den Vorteil der strikten Kontrollen sieht.:

Es ist einfach für ein gutes Erlebnis zu sorgen, wenn man dafür die Freiheiten einschränkt.

Auch die amerikanische Kartellbehörde ist mittlerweile auf Apple aufmerksam geworden. Aktuell wird ein Fall untersucht, bei dem Apple seine Herrschafft im Musikgeschäft ausgespielt haben und die grossen Musikkonzerne erpresst haben soll. Konkret geht es um die Aktion „MP3 Daily Deal“ von Amazon.com. Jeden Tag soll ein Musiktitel zu einem besonders günstigen Preis exklusiv angeboten werden. Angeblich soll Apple Druck auf die Musikverlage ausgeübt haben, damit diese nicht an dieser Aktion teilnehmen. Das jedoch sind vorerst noch Gerüchte und daher gilt wohl die Unschuldsvermutung.

Tatsache ist, dass wir Nutzer iTunes, den App Store und neu den iBookstore beobachten sollten. Je grösser Apple seine Verkaufsflächen ausweiten kann, desto mehr Wiederstand wird sich bieten, wenn Apple uns etwas aufzwingen will.