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iWork.com Public Beta wird per 31. Juli 2012 eingestampft

iWork.com Beta Public

Ich hab es im einem Artikel vor ein paar Tagen bereits angekündigt, dass Apple die iWork Public Beta einstampfen wird. Macht auch Sinn mit der neuen iCloud. Somit hat Apple endlich ein Beta-Projekt weniger an der Backe. Apple informiert nun die Benutzer in einer Mail, dass iWork.com per 31. Juli 2012 eingestellt wird:

Da mit iCloud eine neue Möglichkeit zum Teilen von iWork Dokumenten zwischen Geräten zur Verfügung steht, wird der iWork.com Public Beta Dienst eingestellt. Ab 31. Juli 2012 wird es daher nicht mehr möglich sein, auf Dokumente auf der iWork.com Website zuzugreifen oder sie über das Web anzusehen.
Aus diesem Grund empfehlen wir allen Kunden, sich vor dem 31. Juli 2012 bei iWork.com anzumelden und alle Dokumente auf ihren Computer zu laden. Wie man die Dokumente auf dem Computer sichert, kannst du im Support-Artikel auf Apple.com nachlesen.

Wer also noch Dokumente auf iWork.com hat, der sollte sich beeilen.

Beta bedeutet nicht fertig und gehört nicht ausgeliefert!

Im Buch „Was würde Apple tun?“ bin ich auf das Kapitel „Nutzer sind keine Erfinder“ gestossen. Der Autor Dirk Beckmann stellt darin das sogenannte Crowdsourcing in Frage. Er schlägt sich auf die Seite von Nicolas Carr und befindet das Web 2.0 auch als eine „Diktatur der Amateure“… Nun, das kann kam sehen wie man will. Natürlich ist nicht jeder Internet-Nutzer automatisch ein Ingenieur und kann etwas erfinden oder gar entwickeln. Aber verschiedene Projekte haben schon gezeigt, dass aus der Masse der Amateure gute Inputs gekommen sind beim verbessern von Produkten, bei denen die Profi-Ingenieure einfach Betriebsblind waren. Gar haben dank dem Internet verschiedene Erfinder auch schon die Finanzierung über die Amateure sichern können wie bei Kickstarter.

Was mich an dem Kapitel viel mehr stört, ist wie Herr Beckmann mit dem Begriff „Beta“ umgeht. Liesst man sein Kapitel, so könnte man meinen, Beta gibt es erst seit Web 2.0 und Google:

Trotzdem führen beispielsweise viele Internetseiten das Wort Beta im Logo um deutlich zu machen, dass sich die Webseite noch im Aufbau befindet. Und um dem Nutzer zu signalisieren, dass er mithelfen kann, alles besser zu machen. Das Web 2.0 ist voll von solchen Seiten…
Zahlende Kunden erwarten Produkte von höchster Qualität, die man liefern sollte, will man digitale Umsätze machen.

Abgesehen von der Tatsache, dass Beta-Version eine gängige Bezeichnung in der Software Entwicklung ist und noch weit vor Web 2.0 benutzt wurde, glaube ich, dass Herr Beckmann, auch in der zweiten Auflage von 2011, eine entscheidende Sache vergessen hat: Auch Apple hat Beta-Produkte… Hier zwei aktuelle Beispiele:

iWork.com
iWork.com

Das wohl älteste Beispiel ist iWork.com. Jeder iWork-Benutzer kann seit 2009 den Online-Dienst nutzen. Und seit 2009 steht oberhalb des Logos „Beta“! Seit bald einmal drei Jahren ist iWork also in der Beta-Version. Noch länger war Flickr als Beta unterwegs. Zeitweise sogar noch als Gamma. Obwohl das der nächste Buchstabe nach Beta ist, wird diese Bezeichnung jedoch in der Software Entwicklung nie verwendet.

Doch damit nicht genug. Das wohl berühmteste Beispiel eines Apple-Services in der Beta-Version ist wohl…

Siri
Siri BetaJa, Siri, die berühmte iPhone-Assistentin ist seit Beginn in der Beta-Version auf allen verkauften iPhones 4S installiert. Bei Siri gibt es aber nicht einmal die Möglichkeit, dass der Benutzer auf freiwilliger, aktiver Basis Verbesserungsvorschläge einsenden könnte. Ich gehe mal davon aus, dass Fehlfunktionen eh auf irgend eine Art und Weise nach Cupertino gelangen, als kann Apple darauf verzichten. Und Vorschläge will man wohl einfach keine hören. Denn wie sagt einst Henry Ford so schön:

Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätte ich schnellere Pferde entwickeln müssen, keine Autos.

Gibt es noch mehr Beta-Produkte von Apple?
Ja, die gibt es. Aber da macht es Apple wie man es als Software-Entwickler eben machen müsste. Eine Beta-Version muss man nicht allen Benutzern zur Verfügung stellen. Es genügt wenn das ein paar ausgewählte Entwickler tun. Wie bei der Beta-Version von iCloud, oder die vorgängigen iOS Versionen, welche nur an registrierte Entwickler und deren iOS-Geräte verteilt werden. Ähnlicher Meinung sind übrigens auch andere Menschen.

Für meinen Geschmack schiesst Dirk Beckmann etwas zu oft gegen den Internet-Gedanken, insbesondere gegen seinen Berufskollegen Jeff Jarvis, obwohl er ihm quasi den Buchtitel geklaut hat: „Was würde Google tun?„. Aber vielleicht versucht er sich auch verzweifelt von dessen Werk zu distanzieren und preist das pure Gegenteil in seinem Buch an. Denn gemäss Herr Beckmann ist kostenlos nichts wert. Dann frage ich mich, warum Apple die zukünftigen Mac OS X Updates ALLE kostenlos anbieten will? Oder lassen sich mit kostenlosen Diensten eventuell doch Geld verdienen?

Mein Wunsch an Apple
Es wird immer wieder geklagt, dass die viel beschworene Qualität von Apple nicht mehr das selbe ist wie früher. Mag sein, aber ob es an minderer Qualität liegt im direkten Vergleich zu früher, an den neuen Technologien oder der Tatsache, dass immer mehr Menschen Apple Produkte, vielleicht auch nicht immer sachgemäss, benutzen, dass zu bestimmen wird sicher schwierig. So oder so wünsche ich mir mehr Qualität. Ein iOS sollte lieber gut getestet auf den Markt, als dass man nach zwei Wochen schon ein Update hinter her werfen muss. Das alleine könnte schon ein tolles Unterscheidungsmerkmal von Apple gegenüber den anderen Hersteller und Entwickler werden.

iWork ’09 – Vom Trial zur Vollversion

iwork-09

Seit einige Tagen kann man eine Test-Version (Trail Trial) von iWork ’09 bei Apple kostenlos runterladen. Ziel und Zweck ist es, dem Benutzer das neue iWork vorzuführen. Dazu hat man 30 Tage Zeit, spätestens danach muss man sich eine Lizenz kaufen.

Wie ich aber heute bei MacNotes gelesen habe, geht es auch ohne Bezahlung… Wenn man nämlich in den Preferences das kleine Wörtchen „Trial“ durch „Retail“ auswechselt, hat man eine funktionstüchtige Vollversion ganz ohne Seriennummer oder Registrierung!

Interessant ist, dass MacNotes glaubt, dass Apple das absichtlich gemacht hat. Man glaubt eher, dass das ganze bewusst offen gehalten wurde, damit sich iWork bei den Mac-Benutzer stark verbreitet, bevor man den iWork Online-Dienst aktiviert. Das Interesse wäre dann natürlich grösser und wenn man schon nichts für die Lizenz bezahlt hat, dann vielleicht für den Dienst bei iWork.com!

Aus rechtlichen Gründen werde ich keine lückenlose Anleitung publizieren und muss auch darauf bestehen, dass weder in den Kommentaren noch im Forum eine Anleitung publiziert wird!

P.S.: Falls es Euch langweilig ist, dann googelt doch mal nach den Stichworten: „iwork 09“, „preference“, „trial“ und „retail“.

Das war die Macworld 2009 Keynote

macworld

Das war sie jetzt also, die erste und letzte MacWorld Keynote ohne Steve Jobs und dafür mit Phil Schiller! Hier eine kurze Zusammenfassung zu den Neuerungen:

iLife ’09
ilife-09
Das iLife Paket wurde erneuert. So, zum Beispiel, kommt jetzt iPhoto mit Gesichtserkennung und Geotagging daher. Die Geotags, welche man auch nachträglich in iPhoto pflegen kann, wird auch von Flickr erkannt und übernommen. Die Sache mit der Gesichtserkennung klingt spannend. In der Theorie soll man auf einem Foto eine Person markieren und benamsen können. Danach kämpft sich iPhoto von selber surch die Galerien und markiert die gewünschte Personen auf allen Fotos. Die Markierungen müssen aber dennoch bestätigt werden. Wenn alles geklappt hat, dann hat man dynamische Galerien nach Personen… Mal sehen ob das wirklich so einfach geht.

iMovie wurde einmal mehr komplett neu gemacht. Da freuen sich sicher einige, denn die letzte Version war nicht unbedingt Apple-like. Das Programm kommt jetzt wesentlich professioneller daher und bietet einige nette Features und erlaubt es, wesentlich bessere Filme zu erstellen. Auch animierte Karten von Reisen kann man neu in iMovie Filmen erstellen.

In Garage Band ’09 kann man nun nicht nur einfach Instrumente einspielen, sondern auch gleich das Spielen von Instrumenten erlernen. Die Unterrichtsstunden kann man bei iTunes einkaufen und in HD Qualität anschauen. Klingt interessant. Das komplette Paket von iLife ’09 gibt es ab Ende Januar und ist für CHF 109.00 zu haben. Vorbestellungen werden bereits angenommen.

iWork ’09
iwork-09
Das Softwarepaket wurde um ein Programm erweitert: Magic Move. Es handelt sich dabei um ein Animationsprogramm das vor allem in Keynote für Präsentationen zur Anwendung kommen soll. Für Keynote gibt es auch ein Remote App für aufs iPhone. Damit kann man die Präsentation via iPhone steuern und auch gleich die Notizen auf dem iPhone ablesen.

Pages und Numbers wurden ein bisschen aufpoliert und alle Programme haben neue Vorlagen erhalten. iWork ’09 ist per sofort erhältlich und kostet in der Schweiz CHF 109.00.

iWork.com
Neu wird auch ein Online Dienst unter dem Namen iWork.com lanciert. Sieht eigentlich wie Google Docs aus, bloss eben von Apple. Der Dienst ist vorerst kostenlos und ermöglicht das speichern und tauschen von Dokumenten. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass der Dienst später kostenpflichtig wird. Warum iWork.com nicht in Mobile Me integriert wurde ist mir persönlich ein grosses Rätsel.

Mac Box Set
Für die sparsamen unter Euch bietet Apple das Mac Box Set an. In dem Set ist Das Betriebssystem Mac OS X Leopard und die beiden neuen Pakete iLife ’09 und iWork ’09 enthalten zum günstigen Preis von CHF 239.00. Schade nur, dass nicht gleich Snow Leopard in das Set gesteckt wurde. So gesehen, sollte das Snow Leopard Update kostenpflichtig sein, kann man kaum etwas sparen.

MacBook Pro 17″
Endlich ist auch das MacBook Pro im Format 17″ in ein sexy Aluminium-Body gesteckt worden. Natürlich ist auch das letzte der MacBook Pro ein Grünes. Das jüngste Apple-MacBook kann vorbestellt werden und ist ab CHF 3599.00 erhältlich.

iTunes
Mit iTunes werden im Netz die meisten Songs verkauft. Rund 10 Millionen Lieder findet man in iTunes und im letzten Jahr wurden über 6 Milliarden davon verkauft! In Zukunft sollen die Preise flexibler und günstiger werden. Rund 80%, also 8 Millionen Lieder, will man bis Mitte Jahr DRM-frei verkaufen! Das iPhone kann in Zukunft auch per 3G neues Futter per iTunes runter laden.

Ja das war sie, die letzte Keynote von Apple an einer MacWorld. Wir dürfen gespannt bleiben wie Apple in Zukunft die Produkte vorstellen wird. Vielleicht will man sich so auch den Druck abnehmen, immer im Januar neue Produkte präsentieren zu müssen…

Leider gab es keinen Mac mini. Alle Gerüchte, Produktebilder und Vermutungen wurden zerschlagen… vorerst. Denn Apple muss und will ja auch den Rest vom Jahr die treuen Fans mit neuen Produkten überraschen! Freuen wir uns also ab den Neuerungen und gedulden wir uns auf weiteres aus dem Hause Apple.