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Phishing: Daten von Mac-Nutzern werden gerne geklaut.

iCloud Phishing Mail

In Sachen Viren ist man mit dem Mac immer noch besser dran als mit Windows. Und weil man das System nicht so einfach angreifen kann, greift man das grösste Sicherheitsrisiko an: den Benutzer! Kapersky hat von November bis Dezember 2013 die Phishing-Angriffe weltweit analysiert und dabei festgestellt, dass nach USA, die deutschen Mac-Benutzer am häufigsten Angegriffen werden. Die Schweiz ist auf Platz vier. Kein Wunder also, werden die Phishing-Mails immer besser ohne Schreibfehler, gutem Apple-Design und in deutsch verschickt. Eine Warnung habe ich ja schon vor längerem verschickt.

Kaspersky Phishing-AngriffeWährend dem Untersuchungszeitraum gingen 7,8 Prozent aller Phishing-Alarme der Kaspersky-Virenschutzlösungen auf das Konto von Mac-Nutzern. Davon kam fast die Hälfte der Anwender aus den USA (47,55 Prozent). Deutschland folgt auf dem zweiten Platz (11,53 Prozent) und Grossbritannien mit 5,47 Prozent auf Rang drei. Mit 5,14 Prozent liegt die Schweiz im weltweiten Ranking der am häufigsten attackierten Mac-Phishing-Opfer auf dem vierten Rang.

38,92 Prozent aller Phishing-Attacken, die Kaspersky Lab bei seinen Kunden mit Apple-Computern abwehren konnte, hatten es zwischen November und Dezember auf Finanzdaten abgesehen – wie zum Beispiel vertrauliche Informationen von Bank- oder Online-Shop-Kunden. Vergleicht man die Gesamtzahl der weltweiten Phishing-Attacken gegen Bank-, Online-Shop- und E-Payment-Kunden unabhängig von der genutzten Plattform, ist hier der Wert im Mac-Bereich um 7,47 Prozentpunkte höher – plattformunabhängig hatten im Jahr 2013 „nur“ 31,45 Prozent der Phishing-Angriffe Finanzdaten im Visier.

Was ist eigentlich Phishing?

Beim Phishing stehlen Kriminelle über gefälschte Webseiten, die eine Website wie Amazon oder Apple.com imitieren, vertrauliche Nutzerdaten. Gelangen diese Kriminellen mittels Phishing an vertrauliche Daten wie Online-Banking- oder -Shopping-Passwörter, haben sie freien Zugang zu den betroffenen Accounts. Passwörter können geändert werden, finanzielle Transaktionen gemacht oder Einkäufe getätigt werden.

Wie kann ich mich schützen?

Keine Frage, Virenschutz-Hersteller vertrauen auf das eigene Produkt. Erfahrene Nutzer erkennen ein Phishing-Mail, wenn die Domain hinter dem Link nicht den Erwartungen entspricht. Wer auf Nummer sicher gehen will wenn ein Mail von Apple mit einer Warnung in der Inbox landet, dann vorerst mal keinen Link anklicken. Den Browser frisch starten, die Website zum Online-Dienst, wie Apple.com, aufrufen und dort einloggen. Ist die Meldung wirklich von Apple, dann wird nach dem Login sicher bezüglich der Warnung weitergeholfen. Wird nichts angezeigt, kann es nicht wichtig sein, oder es war ein Phishing-Mail.