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Parenthood – Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.

Parenthood

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Aber zum Glück gibt es ja das iPhone… So zumindest will es Apple uns im neuesten Werbespot verkaufen. Ganz im Sinne der Kampagnen „In dir steckt mehr, als du denkst.“ gibt es eine Fortsetzung, zielgerichtet an die Eltern. Nicht weniger als 11 Apps werden in dem Spot vorgestellt. Und wer die kleinen Helfer für das iPhone im Spot nicht gerade erkennt, dem wird auf der Kampagnen-Seite geholfen:

  • Withings WithBaby – Mit dem Baby-Monitor und der passenden App, kann das Kind überwacht werden. Von Ton, Bild, Bewegungen, Temperatur bis Luftfeuchtigkeit hat man alles im Griff. Bloss selber aufstehen muss man noch, wenn der Nachwuchs weint.
  • MyTeeth – Damit Kinder gerne Zähne putzen, braucht es hin und wieder Tricks. Die App MyTeeth gibt die Zeit vor und zeigt die verschiedenen Techniken, damit auch jeder Zahn sauber wird.
  • DRAWNIMAL – Einfach ein Tier um das iPhone herum malen, das passende Tier auswählen und schon hat man einen animierten Löwen, Bär oder Elefanten. Von A bis Z gibt es animierte Tiere.
  • FaceTime – Mit Apple FaceTime kann man über Mac, iPad oder iPhone Videotelefonie betreiben. Einziger Nachteil, wer kein Apple Gerät hat, kann nicht mitmachen.
  • Pet Manager PRO – Ist das eigene Haustier mit einem entsprechenden Sensor ausgestattet, so kann man das Tier immer und überall verfolgen. Hilft besonders dann, wenn der Vierbeiner öfter mal abhaut.
  • WeMo – Die Produkte von Belkin wie Lichtschalter, Strom-Switch oder Bewegungssensor können über die App gesteuert werden. Ein bisschen Heimautomatisierung.
  • Camera – Die Standard Kamera von Apple kann einiges. Meistens braucht es kaum mehr und in iOS 8 wird die Kamera App noch besser!
  • Kinsa – In Verbindung mit dem Kinsa Smart Thermometer kann die Temperatur schnell und zuverlässig gemessen werden.
  • Nike+ Running – Damit lässt sich jede Bewegung aufzeichnen und die App ist quasi dein persönlicher Coach um dich Fit zu halten.
  • Flashlight – iOS hat auch eine Standard-Taschenlampe welche einfach und schnell aufgerufen werden kann.
  • Parrot Flower Power – Wer keinen grünen Daumen hat, der braucht etwas Hilfe. Die Gadgets in den Blumen messen Licht, Erdfeuchtigkeit und weitere Werte. Sollte die Pflanze ein Bedürfniss haben, so wird das über die App gemeldet.

Welche App würdet ihr als Eltern noch dringend empfehlen?

Kindersicherheit am Mac

Am Montagabend durfte ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema Onlinesucht, insbesondere bei Jugendlichen, sein. Gefragt waren mein Wissen über Social Networks und meine Erfahrungen wie Jugendliche mit den neuen Medien umgehen. Neben mir war auch eine Bloggerin und Mutter von drei Teenager auf dem Podium, sowie ein ehemals betroffener Jugendlicher und ein Psychologe.

Nach diesen sehr interessanten Einsichten zu einem Thema, dass wohl jede Familie betrifft, stellte sich rasch die Frage, ab wann soll ein Jugendlicher ins Internet? Ab wann alleine? Ab wann braucht ein Teenager ein Smartphone oder ein Notebook, bzw. Computer? Nun, darauf gibt es keine feste Antworten. Sicher ist nur, verweigert man den Jugendlichen den Zugang zu gängigen Technologien, drängt man diese bewusst in eine Aussenseiterposition, was nicht unbedingt wünschenswert ist. Ein Notebook ab 14 Jahren ist nicht so verkehrt und Smartphones, oder Handys, ab 12 Jahren die Regel.

Damit das Internet aber nicht zu Sucht werden kann, braucht es Grenzen. Wie beim Umgang mit allen im Leben eines Kindes. Je eher ein Kind Grenzen erfährt, desto besser kann es später damit umgehen. Grenzen sind aber da um gebrochen zu werden, beispielsweise mit dem Notebook die ganze Nacht ein Online-Game spielen, während die Eltern schlafen. Und wie heisst es so schön. Vertrauen ist Gut, Kontrolle ist besser…

Mac OS X bringt hier einige technische Hilfsmittel welche man benutzen kann. Diese sind in meinen Augen aber eher begleitende Massnahmen und nehmen die Eltern nicht aus der Pflicht die Kinder, zumindest am Anfang, im Umgang mit dem Internet zu begleiten. Auch wenn man selber kaum Ahnung hat, sollten sich die Eltern vom Kind erklären lassen was es da macht und warum jetzt das Online-Game XY so spannend ist.

Benutzung des Mac zeitlich beschränken

In den Systemeinstellungen > Kindersicherung kann angeben zu welchen Zeiten ein Computer benutzt werden darf. Wenn man möchte kann man auch den Zugriff auf Programme beschränken und im Internet nur von Hand erfasste Website besuchen. Selbst bei E-Mail muss im Zweifelsfall der Versand eines Elternteil bestätigt werden.

Benutzung des Internet beschränken

Unter dem Programm AirPort auf dem Mac kann das WLAN auch sehr genau konfiguriert werden. Beispielsweise kann die MAC Adresse des iPad, iPod touch oder iPhone eingetragen werden und diesen nur zu bestimmten Zeiten an bestimmten Tagen den Zugriff ins Internet gewähren. Gerade beim iPhone macht das natürlich weniger Sinn dank 3G, LTE, etc. Bei den iPod, iPad oder Mac kann es aber wieder Sinn machen.

Wie gesagt, es sind technische Hilfsmittel, welche nur eingesetzt werden soll mit einem vorgängigen Gespräch oder als letzte Notbremse. Ich persönlich werde es, wenn die iTochter dann im entsprechenden Alter ist, ohne solche technischen Beschränkungen probieren. Ich glaube der Charakter eines Kindes wird wesentlich stärker wenn die Versuchung vor einem liegt, man aber gut darauf verzichten kann. Schon heute kann der iPod touch auch mal im Wohnzimmer liegen ohne das dieser Beachtung geschenkt kriegt oder zumindest nach zwei lieben Worten das elektronische Spielzeug freiwillig abgelegt wird, während man solche Geräte bei anderen Kinder weggeschlossen haben muss.

iPhone, iPad, iPod touch und Kinder – Fluch oder Segen?

Bernerzeitung und das vermeintliche iPhone

Der ApfelBlog-Leser Kaspar hat mich auf einen interessanten Artikel in der Bernerzeitung hingewiesen: „Wenn das iPhone besser wirkt als Ritalin“ Im ging es dabei aber weniger um den Inhalt, als vielmehr um das abgebildete „ iPhone“. Auf dem Bild wird nämlich kein echtes Apple iPhone gezeigt, sondern eine billige Kopie aus China, welche nicht mal einen Touchscreen hat. Das ist auch der Grund weshalb der Junge oder das Mädchen da mit einem Stift herumstochern muss… Mal abgesehen von diesem peinlichen Ausrutscher des Journalisten Rasha Madkour, finde ich den Artikel gut und möchte darum das Thema gleich hier aufwerfen.

Kinder und iPhone/iPad/ iPod touch
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Kinder ab wenigen Monaten magnetisch angezogen werden von iPhone, iPad, iPod touch, Smartphone und Co. Ich hab das selber bei meiner iTochter erlebt. Sie wusste schneller mit dem iPad umzugehen als meine Frau und hat auch schon ihre liebsten Apps, wie Meine Tierkiste oder Kinectimals.

Der Artikel wirft nun aber die berechtigte Frage auf, was passiert wenn unsere Kinder zu viel Zeit mit den technischen Hilfsmitteln verbringen? Wir kennen es selber mit dem Internet. Man will mal eben kurz was nachschauen, schon sind einige Stunden verstrichen. Einfach so. Genau so geht es den Kindern. Ist man mal dran, kann man diese App noch ausprobieren und diese und das… Und schon hat man den Nachmittag alleine in einer Ecke mit dem Gerät verbracht. Ohne sozialen Kontakte zu anderen Menschen.

Im Artikel geht es auch darum, dass Eltern ganz bewusst die Kinder mit dem iPod touch oder iPhone „ruhig stellen“. Beispielsweise wenn man als ganze Familie in ein Restaurant geht, dann hat der junge Nachwuchs nach ein paar Bissen bereits fertig gegessen und langweilt sich. Also werden Pfeffer- und Salz-Streuer umgeworfen, Besteck auf den Boden geschmissen und noch vieles mehr. Für die Eltern wird es jetzt hektisch, denn man will sich ja nicht blamieren im Restaurant und zeigen, dass man die eigenen Kinder im Griff hat. So nebenbei muss man auch noch das eigene Essen dinieren bevor es kalt ist. Kein einfaches Unterfangen. Also gibt man dem Junior oder der Tochter den iPod touch und Ruhe ist. Das Kind ist beschäftigt. Die selbe Problematik ergibt sich auch mit TV und später Computer und Internet. Wie viel davon ist gesund, oder sollten die Kinder gar nichts mehr davon haben und nur draussen mit anderen Kinder spielen?

Eine gesunde Mischung macht es aus
Ich bin der Meinung, dass Kinder auch in jungen Jahren mit den technischen Hilfsmitteln in Kontakt kommen und ihre Erfahrungen damit sammeln dürfen. Ich hatte bereits in der Unterstufe einen C64 und in der Oberstufe immer einen der schnellsten Personal Computers. Auch Videospiele hab ich von Atari über NES, Super NES bis Playstation alles gehabt und auch gespielt. Alles mit Mass. Es hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil, es hat mir geholfen. Ich bin in meinen späteren Jahren völlig unverkrampft an neue technische Geräte heran gegangen…

Wie mit allem aber, muss die Nutzungsdauer klar definiert sein. Als Ehemann einer Pädagogin kann ich aber sagen, lasst es nicht zur Gewohnheit werden, die Kinder mit elektronischen Geräten ruhig zu stellen. Kinder sind nicht dumm und wissen das mit der Zeit auszunutzen! Sie merken wenn das Verhalten den Eltern unangenehm wird und so können die Kinder quasi definieren wann sie den iPod touch haben möchten. Man muss sich nur schwierig verhalten… Jeder Erziehungsberechtigte, bzw. das Elternpaar muss definieren was sie für richtig halten.

Habt Ihr schon Erfahrungen gemacht mit Kindern und den iOS-Geräten? Befürwortet Ihr den frühen Kontakt von iPod touch, iPhone und iPad mit den Kindern? Oder sollten die Kinder nur draussen im Wald spielen? Ohne technischen Hilfsmittel und Spielkonsolen? Ich bin auf eure Meinungen gespannt.