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iPhone Bauteile – Vorsicht beim Import aus China!

Kürzlich habe ich hier im Blog darüber berichtet, dass man in China iPhone 4 Bauteile in speziellen Farben bestellen kann. Wer seine Angst überwunden hat, dass man das Geld an Betrüger in China schickt und dann doch keine Ware erhält, hat noch ein weiteres Problem: Der Schweizer Zoll!

Aus gut informierten Quellen habe ich erfahren, dass Apple über deren Anwaltskanzlei Baker & McKenzie den Schweizer Zoll beauftragt hat, verstärkt und gezielt nach iPhone Ersatzteilen und Umbaukits zu suchen und diese Pakete zu beschlagnahmen. Die Besteller aus der Schweiz erhalten dann anstelle des Pakets ein Schreiben von Baker & McKenzie und man darf dann auswählen, ob man die Sache vor Gericht klären möchte oder ob man einwilligt, dass die Ersatzteile zerstört werden. Das zweite ist einfacher, jedoch sind alle bisher getätigten Zahlungen verloren.

Für grössere Reparatur-Firmen und Händler mit grossen Bestellungen von 4’000$ bis 12’000$) schmerzt der Verlust natürlich sehr. Denn ein Kampf vor Gericht ist schier aussichtslos. Denn die meisten Color Conversion Kits haben das Apple Logo abgebildet, ohne die nötige Genehmigung von Apple versteht sich, und auch das Front-Display wird wohl entgegen dem geltenden Patent und ohne Wissen von Apple gefertigt worden sein.

Somit verstossen die Color Conversion Kits gegen geltendes Recht und können vom Zoll zurückgehalten werden. Wäre doch schade für das Geld, oder?

 

Hardwrk – HDD/SSD Adapter Kit für MacBook Pro

hardwrk

Gestern bin ich per Zufall über ein interessantes Selbstbau-Adapter-Kit mit dem Namen Hardwkr gestolpert. Wer gerne das MacBook Pro mit einer schnellen SSD Festplatte ausrüsten möchte, muss nicht zwingend eine teure 500GB SSD Platte kaufen. Mit dem Adapter Kit wird das DVD-Laufwerk ausgebaut und eine kleine SSD Platte wird statt dessen verbaut. Die Idee dahinter ist, dass ein kleiner, schneller SSD Speicher (80 MBGB) die neue Heimat für das Mac OS X Betriebssystem wird und die normale HDD Platte für deinen Benutzerordner benutzt werden kann.

Mit diesem Kit soll erreicht werden, das man von einem schnellen MacBook Pro auf einer SSD Speicherplatte profitieren kann ohne eine grosse, teure SSD Festplatte kaufen zu müssen. Leider sind nämlich die grossen SSD Speicher immer noch sehr, sehr teuer. Wer schon nur eine 160GB Festplatte haben möchte, muss schnell 345 Euro hinblättern.

Das Hardwrk Adapter-Kit ist gut durchdacht und die Website übersichtlich gestaltet und mit vielen Informationen ausgestattet. Neben der Erklärung, was genau Hardwrk ist, wird der Umbau des MacBook Pro mit vielen Bilder und klaren Texten beschrieben, so dass auch Non-Computer-Freaks den Umbau vornehmen können. Hardwrk steht auch bei, wenn es darum geht eine gute SSD Platte zu finden.

Vielleicht fragt Ihr, was passiert eigentlich mit dem DVD-Laufwerk? Damit man dieses aber weiter hin nutzen kann, enthält das Upgrade Kit ein externes USB-Gehäuse, mit dem man das Laufwerk über den USB-Port deines MacBook Pro nahtlos weiterbetreiben kann.

Ich muss gestehen. Ich kann es nicht abschätzen wie viel schneller ein MacBook Pro mit dieser kleinen SSD Platte wird. Schliesslich müssen die Benutzerdaten dann doch noch auf der langsamen HDD Platte abgeholt werden. Vielleicht können hier Techniker etwas mehr Licht ins dunkle bringen…

Eine eigene iPhone App entwickeln

iphone-app-entwickeln

In letzter Zeit werde ich öfters gefragt, wie man denn eigentlich ein eigenes iPhone Programm entwickelt. Ich will mal hier schnell einen Theorie-Block aufstellen wie das so ungefähr von statten geht, aus der Sicht eines Anfängers:

  1. Einen Mac kaufen!
    Richtig gelesen. Zum entwickeln braucht man einen Mac mit Intel-Prozessor. Aber keine Angst, es muss keine Power-Kiste sein. Es genügt auch ein altes MacBook oder sogar ein Mac mini.
  2. Das SDK (Software Developer Kit) herunterladen
    Apple bietet kostenlos eine Entwicklungsumgebung um iPhone Programme zu entwickeln. Bekommen tut man das auf der Developer Seite mit allem was man benötigt: Xcode, iPhone Simulator (für Tests), Performance Analysers, Interface Builder und natürlich viele Tutorials und Dokumentationen. Aber Achtung, das ist alles auf englisch!
  3. Objective C lernen
    Die Programmiersprache Objective C ist objektorientiert und eine Ableitung von C, bzw. C++. Das ganze soll relativ schnell erlernbar sein. Unter anderem bietet auch Apple dazu Tutorials an. Ansonsten gibt es zu dem Thema eine menge englische Bücher und ein paar in deutsch.
  4. Starte einfach!
    Es ist eigentlich immer so wenn es um Programmierung geht. Lass Dich nicht von der vielen Theorie ablenken, sondern sei mutig und probier einfach etwas aus. Es gibt da draussen (SDK, Apple Developer site, etc.) so viele Tutorials. Mach einfach Schritt für Schritt was da geschrieben steht. Wenn es dann geklappt hat, dann spiele mit den Codezeilen und lerne was geht und was nicht…
  5. Anmelden für das iPhone Developer Programm
    Wenn Du der Meinung bist, dass Du ein Programm entwickelt und geschrieben hast an dem weitere Personen interessiert sein könnten, dann musst Du Dich ins iPhone Developer Programm einschreiben. Nur so kannst Du später Dein App an Apple einschicken damit es (eventuell) später in den App Store aufgenommen wird. Auch bekommst Du erst nach der Anmeldung ein Zertifikat mit welchem Du dann Dein Programm auf ein echtes iPhone schieben kannst.
  6. Reservier Dir ein paar Wochen für die Entwicklung
    Auch wenn Du Dich noch so schnell in Objective C eingearbeitet hast, glaube nicht das in wenigen Stunden oder Tagen ein Programm erstellt wird. Es gibt immer noch etwas zu verbessern, korrigieren und optimieren. Verliere aber nicht Deine Geduld und arbeite mit einem greifbaren Ziel vor Augen weiter…
  7. Sende Dein App an Apple
    Jetzt muss das Programm gezippt werden, mit einer Beschreibung, Screenshots, einem kleinen und einem grossen Icon hoch geladen werden. Wenn alles in Ordnung war, dann benötigt Apple im Schnitt eine Woche für die Freigabe in den App Store. Sollte das Programm noch einen Fehler haben, wird das rapportiert und Ihr bekommt die Chance das Programm zu verbessern und nochmal einzusenden. Und das so oft Ihr wollt…
  8. Mach Marketing!
    Ganz wichtig! Ist das App erst einmal im App Store, dann war es das noch nicht! Jetzt müsst ihr die Werbetrommel rühren, erzählt es Freunden, erstellt eine Website mit weiteren Informationen, stellt einen Film auf YouTube, sammelt Freunde auf Facebook und lasst es alle iPhone Websites und Blogs wissen was Ihr erstellt habt!

Ich persönlich habe mich bisher bis zum Schritt zwei vorgearbeitet und auch schon etwas auf die Beine gestellt. Das App ist aber noch sehr rudimentär und vor allem langsam! Daher habe ich mich entschlossen doch lieber ein anständiges Buch zu kaufen, welches mich in den ersten Schritten begleitet. ich habe mich für das Buch Einstieg in Objective-C und Cocoa: inkl. iPhone-Programmierung entschieden. Leider erscheint das Buch erst im April, daher muss ich wohl noch etwas zuwarten…

Update
Wie bereits in den Kommentaren entdeckt, gibt es eine Vorlage zu dem Artikel. Mein Artikel hat aber keinen Anspruch auf eine Übersetzung, sondern eher einer Eigeninterpretation. Das Original gibt es hier.
Wegen dem Gedanken an die Eigeninterpretation habe ich zunächst nicht für nötig gehalten den Ausgangsartikel zu verlinken. Das war ein Fehler und nicht wirklich nett von mir… Sorry, kommt nicht mehr vor!