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Apple und die Pressearbeit.

Apple Media Relations

Ich mag Richard Gutjahr. Er ist einer der Journalisten, die sich wandeln und den Änderungen der Berichterstattung anpassen. Er bringt neue Formate, anpasst für’s Internet und nicht zuletzt war er einer der grössten Apple-Fans und hat sich auch in New York für ein iPhone angestellt und auf allen Kanälen darüber berichtet. Aber das war einmal. Als Journalist hat er so seine Erfahrungen mit Apple gemacht und ist nun kein Fan mehr. Er kritisiert die Pressearbeit von Apple. Denn Apple sucht sich aus, wer man zu den Veranstaltungen in Cupertino oder London einlädt. Nur Journalisten, die dem Konzern gut gesinnt sind, bekommen Einladungen. Während den Veranstaltungen werden die Journalisten „begleitet“ und bekommen die Informationen und Möglichkeiten um Fotos zu machen, welche Apple sich ausgedacht hat.

Irgendwie aber nichts neuen. Jedes Unternehmen, welches sich das leisten kann, macht es auch so. Samsung beispielsweise lädt auch gerne Blogger an Messen ein, um sie dann dort kostenlos für das Unternehmen arbeiten zu lassen. Wer sich weigert, der muss selber schauen wie er den Heimflug antreten kann.

Apple Deutschland hat kürzlich sicher sehr impulsiv reagiert und COMPUTERBILD, welche es sich erlaubt haben auf den Traffic-Booster #Bandgate aufzuspringen, von jeglichen zukünftigen Testgeräten auszuschliessen! Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, aber die Jungs in Amerika waren wohl mit dem Vorgehen von Apple Deutschland nicht ganz so zufrieden, denn solche Geschichten verbreiten sich wie ein Lauffeuer im Internet.

Ich denke der Artikel von Richard Gutjahr ist nicht nur eine Kritik gegen die Pressearbeit von Apple, sondern besonders gegen die Journalisten. Viele Journalisten schimpfen sich „unabhängig“, was aber mit Geschenken und Einladungen vielleicht schon nicht mehr so sehr unabhängig ist… Man darf sich nicht scheuen auch Kritik oder negative Erfahrungen zu veröffentlichen. Man muss sich dann aber auch nicht wundern, wenn man von dem Gastgeber keine Geräte, keine Reisen und nichts mehr bekommt. Aus Sicht des Unternehmens verständlich.

Die Erfahrungen von Richard kann ich weder bestätigen noch dementieren. Ich hab nur zu Apple Schweiz Kontakt und da herrscht noch ein respektvoller Umgang zwischen der Presseabteilung und den Journalisten und Blogger. Einladungen nach London oder Amerika hab ich auch noch keine erhalten, aber auch nicht danach gefragt. Ich hab bisher noch keine Androhungen erhalten, auch dann nicht wenn ich mal negativ über Apple berichtet habe. Wenn es arg negativ war, dann konnte es sein, dass mich Apple kontaktiert hat und wir über meine Sichtweise sprachen. Auch ich bekommen Testgeräte, mal länger und mal kürzer… Je nach Verfügbarkeit. Aber am Ende sammelt Apple alles wieder ein und es waren nur Leihgaben.

Apple: Vom sympathischen Underdog zum Weltherrscher

Bei den Kollegen von Macprime konnte man gestern Nachmittag einen sehr interessanten Artikel mit dem Titel „Wenn der Wind dreht: Apples Wahrnehmung in der Öffentlichkeit“ nachlesen. Daniel Aeschlimann schreibt über sensationsgeile Journalisten und dem Wandel von sympathischen Underdog-Computerhersteller zum alles kontrollierendem Weltherrscher.

So ähnlich haben wir es doch schon bei Google erlebt. Zuerst klein und innovativ, dann wird das Unternehmen gross und die Konsumenten fürchten sich und verbreiten Gerüchte und Lügen. So ähnlich geht es jetzt Apple. Interessanterweise ist Microsoft wieder dabei Sympathie zu gewinnen. Wäre da nur nicht dieser etwas vorlaute CEO Steve Ballmer…

Aber genug davon, macht Euch die Mühe und lest bitte den ganzen Artikel bis zu Ende. Es lohnt sich!

Das iPad und der Gotthard Tunnel

iPad

Bekanntlich hat die Schweiz nun seit dem Freitag den längsten Tunnel der Welt. Der Gotthard-Basistunnel ist beeindruckende 57km lang. Die Schweizer Medien haben natürlich ausführlich über dieses Ereignis berichtet und auch in den sozialen Netzwerken wurde heftig diskutiert. So haben nicht wenige Medien auch das Geschehen auf Twitter beobachtet und auch meine Wenigkeit kam in den Radar der Zeitungsblätter. Das St. Galler Tagblatt hat sogar darüber berichtet:

«Renatomitra» hat auch bereits genau berechnet, wie viel sein iPad im Verhältnis zum «Längsten» kostet: «Ein iPad ist etwa vier Millimeter Tunnel wert.» Immerhin, wer hätte das gedacht?

Das war allerdings zuviel der Ehre, denn mein Tweet war lediglich ein Retweet! Ausgerechnet hat das nämlich @aendu und ihm gebührt die Ehre!

Das iPad verändert die Welt!

Am 3. April 2010 läutet Apple die Stunde Null für den neuen digitalen Alltag ein. Doch kann das iPad an die Erfolge des iPhone anknüpfen?

Wie sagt der ehemaligen Apple Mitarbeiter und Experten für Gestaltung von Bedienoberflächen Alan Kay zu Steve Jobs als er um seine Meinung zum iPhone gebeten wurde?
“Make the screen five inches by eight inches, and you’ll rule the world.“

Apple hat das iPad sogar noch etwas grösser gemacht, bei gerade einmal knapp 700 Gramm und will damit den Markt erobern. Doch welchen Markt eigentlich? Derjenige der Computer, oder der Smartphones? Eigentlich ist das iPad ein leichtes, einfaches Notebook. Nicht zu viel Computer um neben uns auf der Couch herum zu lümmeln, aber doch nicht nur ein Smartphone mit kleinem Bildschirm. Und so soll das Apple Tablet jederzeit und überall den Zugang zum Internet und zur digitalen Literatur ermöglichen. Doch das neue Gerät aus Amerika bringt auch Veränderungen mit sich…

Das iPad verändert die Medien
Die traditionellen Medien sind im Zwiespalt. Die Verlage dieser Welt wissen noch nicht so ganz wie mit dem iPad-Hype umzugehen. Zum einen soll das iPad endlich wieder Geld in die leeren Kassen spülen. Endlich können die digitalen Inhalte schnell und unkompliziert an die Bevölkerung verkauft werden. Doch die Abhängigkeit zum Computerhersteller aus Cupertino wirft einen dunklen Schatten über den prognostizierten Geldsegen. Noch dunkler schaut es aus wenn man zurück denkt, wie sehr Apple mit dem iPod und iTunes die Welt der Musikbranche durchgeschüttelt hat. Wie können sich die grossen Verlage dagegen schützen? Interessant hingegen ist das Vertriebsmodell aber für kleine und mittlere Verlage mit Nischenmagazinen in kleinen Auflagen. Endlich kann die Kundschaft ohne hohe Druckkosten erreicht werden.

Das iPad verändert die Internet-Technologie
Während der Präsentation am 27. Januar 2010, als Steve Jobs in einem gemütlichen Sessel Platz nahm und mit dem Publikum per iPad einen Streifzug durchs Internet machte wurde eines klar: Das iPad unterstützt keine Flash-Animationen! Warum das so ist, darüber können wir nur rätseln. Aber es ist, zumindest vorerst, Tatsache das Apple Flash nicht unterstützt. Während die einen schockiert sind und „Skandal“ rufen, reagieren die grossen Websites in Amerika und bauen eilig sämtliche Websites um. Flash wird über Bord geworfen und der neue Internet-Standard HTML5 wird in eingeführt.

Das iPad verändert die Werbung
Kurz vor dem Verkaufsstart des Apple Tablet in Amerika gab es ein interessantes Phänomen. Sämtliche Werbeplätze der grossen Online Medien waren zwei Woche vor dem Start ausverkauft und zwar zu horrenden Preisen! Natürlich wurde keines der Werbemittel mit der Flash-Technologie hergestellt. Aber die grossen Firmen dieser Welt wollten Präsenz markieren wenn die ersten hunderttausend iPad-Benutzer auf den Website der New York Times und Co. Herum surfen. Online Markting hat einen neuen Aufschwung dank dem iPad gewonnen.

Das iPad verändert das Studium
An verschiedenen Universitäten wird das iPad den Studenten kostenlos abgegeben. Alle Bücher sind elektronisch im iPad abgelegt. Notizen können direkt in die EBooks geschrieben werden, oder in separaten Apps. Einzelne Vorlesungen können als Podcast abonniert werden und so kann man den ganzen Stoff nochmals wiederholen. Und das grösste Lexikon, das Internet, ist auch immer dabei. Was braucht ein Student mehr?

Fazit
Ob Apple mit dem iPad das Über-Tablet geschaffen hat oder nicht, das wird sich zeigen. Apple kann aber auf eine grosse und zufriedene iPhone und iPod touch Kundschaft zählen. Letztendlich wird aber nicht die Hardware den Erfolg aus machen, sondern die angebotene Software, bzw. die Applikationen.

Dieser Artikel ist zeitgleich im StudiVersum erschienen.

Greenpeace: Apple könnte grüner sein.

Die SonntagsZeitung hat ein altes Thema wieder etwas aufgewärmt. Bekanntlich hat Greenpeace vor einiger Zeit Apple an den Umweltsünder-Pranger gestellt, jedoch mit einer sehr guten Kampagne welche auch einige Preise abgeräumt hat. Dank der Kampagne haben sich dann über 50’000 Personen bei Steve Jobs gemeldet mit der Bitte umweltverträglichere Produkte herzustellen. Einige Monate später hat Steve Jobs mit der Mitteilung „A Greener Apple“ sich selber hohe Umwelt-Auflagen erstellt und sich so Genugtuung bei den Umweltaktivisten geholt.

Doch dem Greenpeace-Chef Gerd Leipold geht das ganze, wie sich jetzt herausstellt, zu wenig schnell und hat das bei einem Meeting mit Steve Jobs auch offen gesagt. Gemäss den Aussagen von Leipold brachte das dann den eher sanftmütigen Jobs auch auf die Palme. Andererseits hat Apple sich hohe Ziele gesteckt und diese auch sehr offen kommuniziert. Steve Jobs hat sich und sein Unternehmen also selber zur Zielscheibe gemacht.

Wie dem auch sei. Mit dem neuen iPod nano und den MacBook-Modellen ist Apple auf dem besten Weg zum grünsten Elektronik-Hersteller zu werden: Arsenfreies Glas, keine bromierten Flammschutzmittel, kein Einsatz von Quecksilber, keine Verwendung von PVC und recycelbares Aluminiumgehäuse. Das musste auch Greenpeace eingestehen und man ist zuversichtlich, dass Apple wirklich sehr grün wird im nächsten Jahr.

Meiner Meinung nach ist Apple ein gutes Zugpferd für die Greenpeace-Kampagne. Wenn die Umweltschützer die selbe Kampagne gegen Dell oder Lenovo gefahren wäre, dann wäre das ganze im Mediensumpf untergegangen. Bei Apple-Themen melden sich nämlich die Fan-Extremisten und die Neider gerne und ausführlich zu Wort und tragen so die Diskussion in die Welt. Auch die Sonntagszeitung hat wohl verzweifelt einen Artikel gesucht und die alte „Apple vs. Greenpeace“ Geschichte als dankbaren Artikel gefunden. Das Microsoft und Nintendo seit Jahren als die grössten Umweltsünder gelten, darüber regt sich niemand auf.

Übrigens, Greenpeace selber setzt in den eigenen Büros Lenovo ein. Lenovo ist in der Rangliste der Grünen Elektronik-Hersteller hinter Apple. Eigentlich schade das selbst eine Umweltschützer-Organisation nicht etwas mehr Geld in die Hand nimmt um umweltfreundliche Produkte zu fördern.

Das Geheimnis von Apple

Heute hab ich einen interessanten Bericht bei BusinessVillage über Steve Jobs gelesen. Darin versucht der Autor zu erklären, wie es Apple schafft, dass Leute Eintritt zu bezahlen um sich neue Produkte von Apple vorstellen zu lassen.

Es ist unbestritten, dass Apple die wohl grösste kostenlose PR von Meinungsmachenden Medien auf der ganzen Welt bekommt. Bloss, wie machen die das?

Gemäss dem Artikel gibt es drei wichtige Faktoren welche zum Medien- und Verkaufserfolg geführt haben:

Gebündelte Aufmerksamkeit!
Während die meisten Firmen eine Pressemitteilung nach der anderen an die Redaktionen schiessen, mit Meldungen, Vorankündigungen, Visionen, Ideen und Konzepten, macht Apple Nägel mit Köpfen. Was präsentiert wird, ist innert Wochen auf dem Markt, wenn nicht sogar innert 24 Stunden verfügbar! Nicht reden, machen!

Steve Jobs verkauft selbst!
Bei welchem Unternehmen steht der CEO selber auf der Bühne und präsentiert die neuesten Produkte? Trotzdem ist nicht Jobs der Star, sondern das vorgestellt Produkt! Sich als Chef zu präsentieren, gleichzeitig dem Produkt aber unterordnen… Meiner Meinung nach ein sehr sympathischer Zug!

Gutes Design ist wichtig!
Steve Jobs setzt auf Produkte und Dienstleistungen, die schön sind und einem das Leben und die Arbeit leichter und angenehmer machen. Natürlich gibt es Laptops, die mehr können als ein iBook, natürlich gibt es Smartphones, die mehr können als ein iPhone, natürlich gibt es MP3 Player ,die auch gut sind, aber alle diese Produkte sehen meist nicht gut aus. Design und die bestechende Benutzerfreundlichkeit sind es, mit welchen Apple immer wieder punkten kann.

Den ganzen Artikel mit Tipps, wie auch andere Unternehmen von Apple lernen können gibt es bei BusinessVillage oder im Verkaufsblog.de.