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Sind Geschenke nichts mehr wert?

U2, iTunes und Apple

Die Kultband U2 und Apple haben schon eine längere gemeinsame Geschichte. Vergangenen Dienstag wollten bei Beiden ein neues Kapitel eröffnen und sind dabei nicht nur auf Freunde gestossen. Apple verteilt das neue U2 Album kostenlos an alle iTunes-Kunden. Grundsätzlich ein tolles Geschenk, dennoch gibt es da einige Punkte die nicht glücklich gelaufen sind. Beispielsweise wurde das Album ungefragt auf iTunes und die mobilen Endgeräte gespielt. Auch wer das Geschenk von U2 nicht wollte, hat es einfach bekommen. Es wäre schön gewesen, wenn der Kunde selber hätte entscheiden können ob man das Geschenk annehmen möchte oder nicht.

Who the fuck is U2?

Die Aktion zeigt aber auch, U2 hat ein massive Nachwuchsproblem! Schaut man sich die gesammelten Tweets an, so könnte man meinen, dass insbesondere jüngere Menschen keine Ahnung mehr haben, wer oder was U2 ist.

Geschenkt ist nichts mehr wert!

Davon abgesehen hagelte es aber besonders Kritik aus der Musikszene. Da wundert man sich ob der Handlung von Bono und seinen Mannen: Musik verschenken? Das geht gar nicht! Damit fördere man die Musik-Gratis-Kultur… Gratis? Nach einer Rechnung der New York Times hat die kleine Aktion Apple einiges gekostet. Die 500 Millionen Downloads wurden mit einer ausgemachten Gebühr bezahlt und darüber hinaus gibt Apple rund 100 Millionen US-Dollar für das Marketing aus. So wirklich gratis will das nicht sein…

Vielleicht sollten wir uns wieder einmal bewusst werden, dass Geschenke keine Selbstverständlichkeit sind. Dennoch sollte man Marketing-Geschenke auch ablehnen dürfen.

Warum Apple die Kopfhörer-Marke Beats übernehmen könnte.

Apple will Beats übernehmen

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern des Internets. Apple soll angeblich Beats, ehemals gegründet von der Rap-Legende Dr. Dre, für kleine 3,2 Milliarden US-Dollar übernehmen. Wenn tatsächlich etwas an dem Gerücht dran ist, dann wäre das für Apple die bisher grösste Übernahme, zumindest im Preis. Die Informationen stammen von einer Person, die mit den laufenden Verhandlungen vertraut sein soll und hat das ganze der Financial Times gesteckt. Natürlich äussern sich weder Apple, noch Beats zu den Gerüchten. Aber angeblich ist noch nichts entschieden, die Verhandlungen laufen und könnten auch noch scheitern.

Aber warum soll der Marktführer in Verkauf von digitaler Musik einen Kopfhörer-Hersteller übernehmen? Die Kopfhörer selber haben eher einen zweifelhaften Ruhm. Zwar sind die farbigen Kopfhörer mit dem „b“ sehr beliebt bei jugendlichen, nicht aber bei Leuten die Wert auf qualitative Musik legen. Man würde mit dem Kauf von Beats als die jugendliche Zielgruppe erreichen. Könnte man meinen. Diesen Versuch hat HTC schon hinter sich. Damals hat man sich für 300 Millionen Dollar bei Beats eingekauft und musste feststellen, dass man in der erwünschten Zielgruppe nicht Fuss fassen konnte. Somit hat sich HTC im letzten Jahr wieder heraus gekauft.

Spannend ist aber der frische Musik-Streaming Service von Beats. Hier könnte Apple einen Mitbewerber für iTunes Radio aufkaufen und so vielleicht auch an einen grösseren Stock von Musik kommen. Ich denke Apple geht es weniger um die Zielgruppe, denn in Amerika haben Jugendliche lieber ein iPhone als ein Samsung-Smartphone. Auch nicht unbedingt um die Kopfhörer-Technologie, denn die eigenen Earphone sind sehr günstig im Vergleich zur Qualität. Ich denke es geht mehr um das Musik-Netzwerk und den Streaming-Service. Und das gibt es nicht mit Zusammenarbeit und Beteiligungen, sondern nur mit einer kompletten Übernahme.

 

iTunes Radio in der Schweiz. Irgendwie da, aber auch nicht.

iTunes Radio

Bildquelle: Renato Mitra & Breezi PlaceIt.

In der Schweiz wartet man sehnsüchtig auf iTunes Radio. Was bisher offiziell nur in USA und Australien vorhanden ist, muss hierzulande mit einem US-iTunes-Account freigeschaltet werden. In letzter Zeit mehren sich aber die Meldungen bei mir, dass Benutzer mit einem CH-iTunes-Account hin und wieder das iTunes Radio Icon in der Musik-App vorfinden. Zwar wird man freundlich willkommen geheissen, passieren tut aber nichts.

Besten Dank für die Screenshots Tobias.

Leider verschwindet das Icon jeweils auch so schnell wieder, wie es da war… Hattet ihr auch schon iTunes Radio für kurze Zeit in der Musik-App? Sind das die Anzeichen, dass wir in naher Zeit den Apple Musik-Dienst bald auch in der Schweiz nutzen dürfen?

iTunes Radio startet in Australien.

iTunes Radio

Bildquelle: Renato Mitra & Breezi PlaceIt.

Endlich startet Apple den iTunes Radio Dienst auch ausserhalb der USA. Und zwar in Australien. Down Under darf man nun kostenlos, dafür werbefinanziert, Musik hören und sich von iTunes Radio neue, aber auch ähnliche Musik vorschlagen lassen, von dem was man gerade hört und einem gefällt. Eine, wie ich finde, spannende Art neue Musik zu entdecken. Vielleicht hat Apple am Ende des Tages bei uns das Bedürfnis geweckt, den oder die Songs besitzen zu wollen und einen entsprechenden Kauf bei iTunes zu starten. Das wäre gleich doppelt spannend für die Künstler…

bis iTunes Radio aber in der Schweiz genutzt werden kann, wird noch eine ganze Weile ins Land ziehen. Denn wie schon erläutert, ist es in Europa gar nicht so einfach die Rechte für einen solche Musikdienst zu verhandeln. Zumindest wesentlich komplizierter als in USA oder eben Australien.

Wann kommt iTunes Radio für die Schweiz?

iTunes Radio

Bildquelle: Renato Mitra & Breezi PlaceIt.

Apple hat am 10 Juni 2013, an der Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) den iTunes Radio Dienst vorgestellt, was dann am 18. September 2013 auch gestartet wurde, jedoch nur in Amerika. Die restliche Welt wartet seit her vergebens, zumindest der Teil, der keinen amerikanischen iTunes Store Account hat. Ich selber hab den Dienst auch schon ausprobiert und bin begeistert.

Eddy Cue, Senior Vice President Internet Software und Services von Apple, erklärt iTunes Radio so:

iTunes Radio ist eine wunderbare Art personalisierte Radiosender zu hören, die ausschliesslich für den jeweiligen Hörer kreiert wurden. Es ist die Musik, die man am meisten liebt, die man lieben wird und die man mit nur einem Klick einfach im iTunes Store kaufen kann.

Hört man einen Song, der einem gefällt, so kann man Siri sogar darum bitten, weitere solche Songs zu spielen. Eine tolle Art und Weise neue Songs und Künstler zu entdecken. Aber auch sonst gibt es funktional einiges was toll ist bei dem Musik-Dienst. Während wir kostenlos zuhören können, werden die Künstler aber trotzdem bezahlt. Durch die eingebetete Werbung. Wer iTunes Match Kunde ist, hat bereits bezahlt und darf iTunes Radio werbefrei nutzen.

Natürlich kommt dann wieder die Frage, ob die Künstler über Streaming eigentlich genug Geld verdienen? Wahrscheinlich nicht… Aber dennoch machen alle mit! Nicht nur die Konsumenten, sondern auch die Musik-Labels und die Künstler. Sie alle hätten die Macht es zu ändern, wenn denn alle mitmachen würden.

Wann denn nun?

Leider ist der Dienst ausserhalb von Amerika noch nicht gestartet. Einer der Gründe dürften die komplizierten Lizenzrechte der Musikindustrie sein. So muss quasi für jedes Land eine Vereinbarung getroffen werden. Ein nicht ganz einfacher Job. Ich wünschte mir, dass iTunes Radio bald auch in die Schweiz kommt. Ich mag es neue Musik zu entdecken. Und wenn es mir richtig gut gefällt, so bin ich gerne bereit den Songs auch im iTunes Music Store zu kaufen.

Wie ist es mit euch? Wartet ihr auf iTunes Radio, oder habt ihr euch schon mit Spotify abgefunden?

12 Geschenk von Apple.

12 Tage Geschenk

Wie jedes Jahr nimmt Apple meinen Geburtstag zum Anlass, allen iTunes-Kunden zwölf Tage hintereinander ein kleines Geschenk zu machen. Ab heute gibt es jeden Tag ein iTunes-Geschenk. Mal ist es ein Musik-Album, einmal ein Buch, ein Film oder eine App. Es sind keine riesigen Geschenke, aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Kommt dazu, dass es wohl schwierig sein dürfte, es allen iTunes-Kunden recht zu machen, da einige die eine oder andere App schon besitzen, oder die Musik, Film und Bücher-Geschmäcke weit auseinander liegen…

Wie dem auch sei. Rein schauen kostet nix. Die Geschenk welche einem nicht gefallen muss man nicht laden. Ist dann doch was dabei was einem interessiert, so kann man es sich kostenlos auf das iPhone, den iPod touch, das iPad oder den Mac laden. Viel Spass beim entdecken…

So bekommst man sein Geld zurück im iTunes Store bei Fehlkäufen.

iTunes Rückerstattung

 

Wahrscheinlich ist es euch auch schon passiert, dass ihr eine App gekauft habt, welche absolut nicht euren Erwartungen entsprochen hat. Oder das der eigene Nachwuchs rasch mal ein paar unbeabsichtigt Einkäufe getätigt hat. Mir ist es beispielsweise auch schon passiert, dass ich Filme gemietet habe, in denen die Beschreibung und der Trailer in deutsch waren, der Film dann aber in französisch abgespielt wurde… Solche Dinge passieren nun mal.

Bisher konnte man das Beleg-Mail von iTunes abwarten, dort den Link „Ein Problem melden“ anwählen und eine Rückerstattung der getätigten Ausgaben verlangen. Oder sich durch iTunes klicken. Das geht nun einfacher und schneller. Dazu muss man einfach die Website reportaproblem.apple.com auf rufen, sich mit der Apple-ID anmelden und schon hat man  Zugriff auf alle getätigten Ausgaben.

Dinge welche man nicht einkaufen wollte, bekommen nun einen Klick auf den Button „Problem melden“. Zuerst wählt man den Grund für die Rückerstattung. Das geht von Fehlkäufen über nicht autorisierten Käufen bis zu fehlerhafter Software und Downloads. Dann noch eine Beschreibung angeben und schon kann der Antrag abgeschickt werden.

Innert Sekunden kommt eine Mail-Bestätigung, dass die Rückerstattung ausgelöst wurde. Anscheinend verzichtet Apple auf eine genaue Überprüfung. Gut für den Endkunden. Musstet ihr auch schon eine Rückerstattung beantragen?

iReview 42/2013

Amsterdam Dance Event 2013

 

Alle Jahre wieder… Auch diesen Oktober bin ich wieder nach Amsterdam an die Amsterdam Dance Event (ADE) geflogen. Was mich in diesem Jahr besonders interessiert hat, wie reagiert die Szene der elektronischen Tanzmusik auf die Veränderung in der Musik-Branche. Die einen suchen nach neuen Wegen, wie die Konsumenten neue, frische und interessante Musik entdecken und rasch kaufen können,  die anderen diskutieren über Sinn und Unsinn von Musik-Streaming. Einmal mehr habe ich viele erfrischende Eindrücke gewonnen, neue Idee gesponnen, viele Leute kennen gelernt und die Stadt, auch nach vielen Jahren, neu entdeckt.

In der vergangenen Woche haben wir gelernt, dass man im neuen iPhone 5C Case einen tieferen Sinn, oder Nutzen, gefunden hat. Wer eine App mit schönen Produktfotos bewerben möchte, der kann das mit der folgenden Lösung tun. Apple selber hat für den kommenden Dienstag eine Einladung verschickt und die Post bietet einmal mehr vergünstigte iTunes Karten an. Es hat noch… Also schnell zugreifen!

Es ist wieder Zeit für einen ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 42/2013. Ich wünsche euch eine interessante Lektüre.

KUVO macht Shazam überflüssig!

Pioneer KUVO

Wie schon erwähnt, ist die Musik-Szene im Bereich elektronische Tanzmusik (EDM) händeringend am suchen von neuen Möglichkeiten dem Publikum die Musik schmackhafter zu machen die Songs einfach zu finden und vor allem zu kaufen.

Der DJ-Equipment-Ausstatter, der meisten Clubs weltweit, Pioneer hat eine spannende Idee in die Tat umgesetzt. Der Online-Service KUVO gibt über das Netz live gespielte DJ-Sets oder Radio-Playlisten bekannt, wenn vorbereitet und gewünscht mit persönlichen Nachrichten und Bilder des DJs oder Produzenten, wie das Video oben zeigt. Die Zuhörer am Radio oder im Club können über die zugehörige App sofort sehen wie der gespielte Song heisst, von wem er ist und natürlich ist man nur einen Klick vom Kauf entfernt. Mit KUVO wird Shazam überflüssig, zumindest in der EDM-Szene.

Während man bei Shazam beim Track sofort das iPhone aus dem Hosensack hervor kramen muss und darauf hofft, dass Shazam den Track einwandfrei erkennt, bzw. man genug Internet-Verbindung hat, kann man mit KUVO ganz entspannt weiter feiern und tanzen und erst am Tag darauf die Playlist im besuchten Club, bzw. vom gehörten DJ durchforsten und die Tracks vor hören, oder kaufen, welche man möchte von letzter Nacht.

Mit KUVO können kleine Labels plötzlich ganz einfach an die Endkonsumenten kommen, sofern man gute Tracks hat. Insbesondere für die Underground-Szene ist KUVO sehr spannend, weil gute Tracks an die Oberfläche kommen. Je mehr Leute die Tracks gut finden, desto prominenter die Platzierung in den Trending-Charts, unterteilt nach Club, Sound und DJ. KUVO bietet eine weiter, spannende Möglichkeit Musik, DJ, Labels und Clubs zu entdecken!

Egal was die Technik bringt, die Musik-Industrie sich ausdenkt oder so spezielle Cloud-Lösungen und Apps bringen, am Ende zählt immer die gute Musik. Ohne gute Musik, keine Verkäufe! Dennoch bin ich sehr gespannt wie schnell die Clubs und DJ auf den KUVO-Zug aufspringen.

djay 2 rockt!

djay 2 für iOS

Früher musste man sich, sofern man ein DJ werden wollte, teures Equipment kaufen. Ein zwei bis 4 Kanalmischer und zwei Plattenspieler, später CD-Player. Wer auf sich hatte, kaufte bei den Plattenspieler Technics, bei den DJ-Player Pioneer. Alles andere günstiger Quatsch! Da ging nicht unter 2’500.- Schweizer Franken. Heute ist das anders. Dank MP3, Computer, Software und gar Tablets, ist man mit wenig Geld dabei.

Ganz neu dabei ist die iOS App djay 2. Die erste App war ganz nett und als Zeitvertreib prima. Mit der zweiten Version wird das ganze schon ein bisschen Anspruchsvoller, wie man auch dem Video oben entnehmen kann. Die Funktionen wurden erweitert und Bestehendes wie Automix und Audio-Synchronisation wesentlich verbessert! Die App kann auch mit der iCloud und AirPlay umgehen.

Wer es gerne etwas griffiger hat, der kann sich auch noch ein Stück Hardware dazu kaufen. Und Vorhören, wie beim richtigen Mischpult, ist dank einem kleinen Kabel auch möglich! Aufstrebende Schlafzimmer-DJs können hier schon mal ein bisschen Fingerfertigkeit, Tatkgefühl und Harmonielehre lernen. Die Pioneer-Player können ruhig etwas später kommen, wenn die Karriere unausweichlich wird.

Diese Woche ist die App sogar für nur CHF 5.- zu haben, später wird die DJ-App das doppelte kosten. Gibt es für iPhone, iPad und Mac.

djay 2 - algoriddim