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iReview 37/2013

iPhone 5S Gold mit iOS7

Diese Woche hat sich natürlich alles um den Apple Special-Event mit iPhone 5C und iPhone 5S gedreht. Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben bis die neuen Apple Smartphones dann tatsächlich verkauft werden am 20. September, bzw. im Oktober in der Schweiz. Interessant waren die Reaktionen von Fans, Hasser und Mitbewerber. Viele Leute haben (einmal mehr) Apple ausgelacht und deren Ende beschworen. Schon wieder. Aber vielleicht bleibt einigen das Lachen im Hals stecken, so wie damals Steve Balmer als er das erste iPhone ausgelacht hat… Spannend ist auch, dass die Medien, welche das Gerücht von einem Billig- iPhone gestreut haben, sich nun wundern, dass es nicht billig ist… Auch interessant waren die Reaktionen der Mitbewerber. Nokia behält sich die Idee von Farbigen Produkten vor und Microsoft konzentriert sich auf den Innovationsprozess von Apple, weil man selber kein Vertrauen mehr in die eigenen Produkte mehr hat. Bei Samsung hat man natürlich sofort angekündigt, dass man auch einen 64 Bit-Prozessor verbauen will und HTC hat bereits ein goldenes Smartphone in der Pipeline.

Mit der Ankündigung der neuen iPhones und der verspäteten Einführung in der Schweiz liebäugelt man mit dem Ausland sich dort ein aktuelles Apple Smartphone zu besorgen. Aber Achtung! LTE ist nicht gleich LTE. Ob und wie es klappt mit LTE , hat Michael in einem Gastbeitrag geschrieben. Interessante Ergänzungen gab es auch zum Finerprint-Reader, welcher um einiges intelligenter ist als diejenigen welche wir von den IBM-Laptops kennen. Eher unglücklich vielen die farbigen, löchrigen iPhone 5C Hüllen aus. Ein Designbüro hat sich überlegt, wie eine würdige Alternative aussehen könnte. Und wer sich jetzt noch neue und passende Apps, Musik, Filme oder Bücher kaufen möchte, der kann das mit den vergünstigten iTunes Karten machen.

Was es sonst noch zu erwähnen gab, es aber nicht bis ins ApfelBlog.ch geschafft hat, das steht hier im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 37/2013. Ich wünsche euch eine interessante Lektüre.

4G/LTE von Swisscom sorgt für schnelles Internet in der Schweiz

4G/LTE bei Swisscom

Wie bereits berichtet hat die Swisscom kürzlich das schnelle mobile Internet 4G, bzw. LTE aufgeschaltet. Ich darf für die Swisscom das Netz mit einem Natel Infinity XL Abo testen und habe dafür auch ein Nokia Lumia 920 erhalten, damit ich überhaupt das neue Hochleistungsnetz testen kann. Denn wie ebenfalls bereits geschrieben wird das 4G-Netz der Swisscom noch nicht vom iPhone 5 unterstützt weil Apple da zuerst selber Qualitätstests machen will, bevor man ein entsprechendes Update an die Schweizer iPhone 5 Benutzer verteilt. Technisch ist das iPhone 5 bereit für schnelles 4G, bzw. LTE. Im Moment rechnet man damit, dass Apple das Update im Januar  2013 verteilen wird.

Also darf ich mich im Moment mit zwei Smartphone durch die Welt bewegen. Für die Tests in der Schweiz muss man sich allerdings in grossen oder touristischen Städten aufhalten um von dem neuen 4G-Netz profitieren zu können. Die da wären: Basel, Bern, Biel, Crans Montana, Davos, Fribourg, Genf, Grindelwald, Gstaad, Interlaken, Lausanne, Leukerbad, Locarno, Lugano, Luzern, Pontresina, Saas Fee, Sion, St. Gallen, St. Moritz, Thun, Wengen, Winterthur, Zermatt, Zug und natürlich Zürich. Bereits am vergangenen Donnerstag konnte ich in Zürich das Netz schon mal testen und bin im Internet gesurft. Die Seiten waren massiv schneller geladen als mit meinem iPhone 5, was ehrlich gesagt schon ein bisschen frustrierend war…

Anfangs Woche habe ich mich an meinem Arbeitsort in Olten dann eine spannende Beobachtung gemacht. Obwohl Olten nicht in der Liste oben aufgeführt war, so erkannte das Nokia Smartphone ein 4G Netz und konnte es auch nutzen… Eigentlich nicht weiter erstaunlich, denn direkter Nachbar ist die Swisscom Mobile, welche in Olten das nationale Mobile Control Center betreibt mit den wichtigsten Kunden- und Verbindungsdaten. Wo ein so wichtiger Punkt der mobilen Kommunikation steht, darf eine LTE-Antenne nicht fehlen. Es muss sich aber um eine Test-Antenne handeln, denn leider ist der Empfang nicht immer gewährleistet.

Dennoch hat es für weitere, erfreuliche und schnelle Erlebnisse gereicht. ich werde demnächst noch das ganze in einem Vergleich mit dem iPhone 5 festhalten um euch auch anhand von Tests zeigen zu können, wie schnell LTE wirklich ist. Im übrigen braucht man nicht unbedingt nur ein teures Abo mit der schnellsten Verbindung um von neuen LTE-Netz profitieren zu können. Wer LTE nutzt, kann schon von raschen Antwortzeiten und mehr Bandbreite für mehr Vielsurfer profitieren.

ist von euch schon jemand mit einem LTE-Smartphone in der Schweiz unterwegs?

Tim Cook gesteht: Karten App entspricht nicht dem Standard von Apple

Tim Cook Apple

Die neue Karten App von Apple selber wurde mit iOS 6 ausgeliefert und hat die Google Maps App verdrängt. Die Erwartungen an die App von Apple war gross, denn schliesslich hat Apple, zusammen mit Google einen hohen Standard gelegt in Sachen Karten App auf dem Smartphone. Man kann ruhig sagen, Apple hat versagt! Die Satellitenbilder sind katastrophal und ganze Städte wurden auf der Karte verschoben. Sucht man beispielsweise nach der Schweizer Hauptstadt Bern, landet man in der Nähe von Thun.

Zwar habe ich mit den Vektorkarten im Bereich Aarau, Solothurn und Zürich gute Erfahrungen gemacht und auch die Turn-by-Turn Navigation hat mich nie im Stich gelassen. Dennoch ist die Karten App in meinen Augen noch sehr schlecht vom Informationsgehalt wie auch in Sachen richtige Daten.

Das hat nun auch Tim Cook, CEO von Apple, in einem offenen Brief zugegeben. Er rät persönlich dazu, wenn man mit der karten App nicht zufrieden ist, alternative Apps zu benutzen und nennt diese auch beim Namen:

To our customers,
At Apple, we strive to make world-class products that deliver the best experience possible to our customers. With the launch of our new Maps last week, we fell short on this commitment. We are extremely sorry for the frustration this has caused our customers and we are doing everything we can to make Maps better.
We launched Maps initially with the first version of iOS. As time progressed, we wanted to provide our customers with even better Maps including features such as turn-by-turn directions, voice integration, Flyover and vector-based maps. In order to do this, we had to create a new version of Maps from the ground up.
There are already more than 100 million iOS devices using the new Apple Maps, with more and more joining us every day. In just over a week, iOS users with the new Maps have already searched for nearly half a billion locations. The more our customers use our Maps the better it will get and we greatly appreciate all of the feedback we have received from you.
While we’re improving Maps, you can try alternatives by downloading map apps from the App Store like Bing, MapQuest and Waze, or use Google or Nokia maps by going to their websites and creating an icon on your home screen to their web app.
Everything we do at Apple is aimed at making our products the best in the world. We know that you expect that from us, and we will keep working non-stop until Maps lives up to the same incredibly high standard.

Wie wir es von Tim Cook gewohnt sind, kommuniziert er offen und ehrlich. Sogar fair wenn man bedenkt, dass er hier gleich alternativen inklusive Google nennt. Die ganze Story dürfte aber ein grosser Ansporn für Tim Cook und Apple sein, dass die Karten App sehr schnell, sehr viel besser werden sollte. Ich bin gespannt.

Apple und Foxconn sorgen für Zugzwang bei Samsung und Co.

Tim Cook bei Foxconn

Apple gerät wegen den schlechten Arbeitsbedingungen beim Zulieferer Foxconn immer wieder in die Kritik. Die Medien nehmen das grosse, reichste und wertvollste Unternehmen natürlich gerne in Ziel und so verbreiten sich die Artikel über die Missstände bei Foxconn rasend schnell um die Welt.

Tim Cook, der CEO nach Steve Jobs, hat nun Gegensteuer gegeben und klärt offen und transparent auf, wer die Zulieferer sind und ging eine Zusammenarbeit mit der unabhängigen Organisation Fair Labor Association (FLA) ein. Die Organisation soll für Apple die Arbeitsbedingungen in den Foxconn Fabriken kontrollieren und zusammen mit Apple und Foxconn an den Verbesserungen arbeiten. Kürzlich wurde der erste Report veröffentlicht und tatsächlich gibt es noch Missstände. Namentlich wurden vor allen Verstösse gegen die Sicherheit und zu oft gegen die Arbeitszeiten. Sehr viele Arbeiter leisten immer noch zu viele Überstunden! Hier sorgt Apple nun dafür, dass die Überstunden abnehmen in dem man tausende von neuen Mitarbeiter einstellt. Auch Foxconn hat schon reagiert und die Arbeitszeiten heruntergeschraubt. Kaum war das bekannt, haben die Mitarbeiter mit Empörung reagiert! Sie verstehen nicht, warum man nun weniger arbeiten soll, schliesslich waren die Überstunden ein gutes Einkommen… Das zeigt einmal mehr den Konflikt zwischen dem Westen und dem Osten…

Ich bin aber überzeugt, dass wenn Apple, FLA und Foxconn einen guten Job machen, Arbeitsplätze bei Foxconn sehr, sehr begehrt werden. Weniger arbeiten, gleicher Verdienst, bessere Unterbringung und höhere Sicherheit-Standards. Andere Fabriken kommen so in den Zugzwang ebenfalls für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Das sagt auch der FLA Chef Auret van Heerden gegenüber Reuters:

Given that Foxconn and Apple have now decided to raise the bar… dramatically improved conditions for workers… other factories are going to start losing workers, workers are going to choose to go and work at Foxconn… you work less and you get the same money, and you get time to spend it. Other factories will have to raise their offer in order to attract and retain workers… Apple and Foxconn will set the bar that everyone else will have to meet. – FLA president, Auret van Heerden

Arbeitsbedingungen bei Foxconn werden nur für Apple-Linien kontrolliert
Die FLA hat zur Zeit nur ein Mandat von Apple um deren Fertigungslinien zu kontrollieren. Mit anderen Worten, zur zeit verbessern sich in erster Linie die Arbeitsbedingungen nur für Personen, welche in den Apple-Fertigungslinien arbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass Foxconn von den Verbesserungen lernt und diese auch in die anderen Fertigungslinien überträgt, oder zumindest die anderen Foxconn-Kunden wie Dell, HP, Motorola, Nokia, Amazon, Microsoft und Sony Verantwortung übernehmen.

Samsung hätte es in der Hand es besser zu machen
Aussen vor bleibt der Smartphone Mitbewerber Samsung, denn der asiatische Konzern ist weniger auf Zulieferer angewiesen. Die meisten Arbeitsschritte werden in den eigenen Fabriken erledigt, da jedoch herrschen auch schlechte Arbeitsbedingungen und es gab auch schon Todesfälle. Eigentlich schade wenn man die direkten Angestellten nicht besser behandeln kann, wo es doch so viel einfacher wäre im selbigen Konzern für die Mitarbeiter zu sorgen…

Ich bin gespannt wie lange man die Mitbewerber unter Druck setzen muss, bis auch sie dafür sorgen, dass in deren Zulieferer-Ketten sichere und gerechte Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden.

App Store Wars

Ich mag schöne und informative Infografiken. Auch die App Store Wars Infografik gehört dazu und gibt interessante Einblicke in die Verteilung der aktuellen Stores. Neben dem uns bestens bekannten Apple App Store gibt es auch noch die Blackberry App World, dem Palm App Catalog, den Google Android Market, den Nokia Ovi Store und den Windows Phone 7 Marketplace.

Für die Grafik wurden nur die iPhone’s und die dafür gedachten Apps berücksichtigt. Weggelassen wurden die erweiterte Verbreitung durch den iPod touch und auch das iPad und die dafür erstellen Apps wurden aus den Statistiken entfernt.

Trotz geringerer Verbreitung des iPhones gegenüber den Android-Smartphones, gibt es dennoch mehr Apps für das iPhone. Das hat sicherlich damit zu tun, dass Apple hier einen kleinen Vorsprung hat. Jedoch hat Google mit den Android Smartphone die Verbreitung überholt, also wird Google sicher auch demnächst mehr Apps ausweisen können…

App Store Wars

(via)

Apple und Foxconn weiterhin in der Kritik!

Letzte Woche hat mich der Journalist Barnaby Skinner mit einer haltlosen Unterstellung auf seinen Artikel in der SonntagsZeitung aufmerksam gemacht.

Grundsätzlich ist mir das Thema bekannt, jedoch war mir dieser Artikel bis zum Tweet des Autor unbekannt. Aber natürlich kommentiere ich als Apple Evangelist auch gerne dieses Thema, denn auch das gehört zu Apple.

Der Artikel zeigt schon in der Einleitung um was es geht:

Apple-Chef Steve Jobs gibt sich mit Produkten erst zufrieden, wenn die eigenen Qualitätskriterien hundertprozentig erfüllt sind. Weniger wichtig ist ihm offenbar, wer seine durchdachten Elektronikgeräte zusammensetzt und unter welchen Arbeitsbedingungen sie entstehen.

Schon im letzten Jahr war Apple und Foxconn das Gespräch in den europäischen Medien. Leider scheint sich seit her nicht getan zu haben. Man hat damals die Löhne aufgestockt und es dann, so scheint es, bei dem belassen. Seit damals gab es einen schweren Unfall, verursacht durch feiner Aluminium-Stab in der iPad Polierabteilung und einer nicht funktionstüchtigen Lüftung. Weiter wird Foxconn angelastet Jugendliche auszubeuten. Besonders dreist ist, dass Foxconn Schüler aus den umliegenden Schulen anwirbt für ein kostenloses Praktikum an den Fliessbänder. Was aber auch erstaunt ist, dass nicht weniger als 119 Schulen ihre Schüler in die Ausbeutungsfabriken schicken wollten!

Foxconn scheint einfach jedes Mittel recht zu sein, für minimalste Lohnkosten und ohne Sozialleistungen die Arbeiten für die amerikanischen Arbeitgeber ausführen zu wollen. Apple ist längst nicht der einzige Auftraggeber. Firmen wie Acer Inc., Amazon.com, Asus, ASRock, Intel, Cisco, Hewlett-Packard, Dell, Nintendo, Nokia, Microsoft, MSI, Sony Ericsson, Vizio und Weitere gehören zu den Firmen welche schweigend die Missstände bei Foxconn hinnehmen und sich über tiefe Produktionskosten freuen.

Zuerst dachte ich: Ok. Apple muss einmal mehr den Kopf hinhalten damit sich in der Szene etwas bewegt. Denn genau gleich war es bereits beim Thema umweltfreundliche Devices. Nachdem Greenpeace Apple mächtig angegriffen und auf allen möglichen Kanälen entblösst hat, hat Steve Jobs reagiert. Apple Geräte gehören nun zu den grünsten Geräten im Markt und Apple wird auch nicht müde das bei jeder erdenklichen Präsentation zu erwähnen!

Aber der Artikel geht eben noch weiter… Während nämlich Unternehmen wie beispielsweise Hewlett Packard mit Nichtregierungsorganisationen wie Sacom oder Good Electronics Network in Gesprächen ist für Projekte zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse, verweigert Apple jegliche Gespräche mit diesen Organisationen. Diese Verweigerung könnte man noch gut heissen, wenn Apple wenigsten selber etwas gegen diese unsozialen Verhältnissen in den Fertigungshallen tun würde. Leider ist das bisher nicht der Fall… So muss sich Apple hat auch in den Medien einiges gefallen lassen, so zum Beispiel im Satiremagazin Nebelspalter:

Die Freude über das Rekordquartal von Apple hat auch die chinesische Provinz erreicht. In den Foxconn-Fertigungsstätten in Shenzhen und Chengdu kam es im Anschluss an die 14-Stunden-Schicht zu spontanen Freudenmärschen zu Ehren der Kultmarke.
„Wir sind stolz darauf“, wird ein Mitglied der Belegschaft zitiert, „mit unseren Monatsgehältern von 120 bis 160 Franken etwas zum Umsatz von 28 Mia. Dollar und zum Rekordgewinn von 7.3 Mia Dollar beigetragen zu haben.“
Viele von ihnen würden sich nun umso mehr freuen, so der Mann weiter, sich in vielleicht 10 Jahren auch einmal eines dieser tollen Geräte leisten zu können, welche sie täglich zusammenschrauben.

Tatsächlich kommt es einem sehr makaber vor wenn man die neuen Quartalszahlen von Apple denkt, an die riesigen finanziellen Reservemittel welche in Cupertino lagern und dennoch scheint dieses grossartige Unternehmen nicht in der Lage sein, für ein bisschen mehr Menschlichkeit in den Fertigungsfabriken von Foxconn und Co. sorgen zu können. Unglaublich wie machtlos der grosse Apfel plötzlich erscheint…

Natürlich konnte man in gewissen Blogs und Twitter-Accounts sofort lesen: boykottiert Apple! Das wäre ein Anfang, würde aber wohl wenig bringen. Denn dann freuen sich Amazon, Dell, HP und Co., dass in besagter Firma Kapazitäten für die Mitbewerber-Produkte frei geworden sind… Denn wie gesagt, mit dem Kundenauszug von Foxconn, also Acer Inc., Amazon.com, Asus, ASRock, Intel, Cisco, Hewlett-Packard, Dell, Nintendo, Nokia, Microsoft, MSI, Sony Ericsson, Vizio, etc. sind wir alle mit all unseren Produkten Betroffen. Jeder Computer, jedes Mobiltelefon und Fernseher wird ein Teil aus den Foxconn-Fabriken beherbergen…

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass Apple nicht nur ein fantastischer Hersteller von Geräten und nicht nur der grünste Computer-Hersteller ist, sondern auch mit stolz sagen kann, dass die Geräte unter menschenwürdigen Bedingungen geschaffen wurden.

Das iPhone hat die (Smartphone)-Welt verändert!

Das iPhone ist nun schon mehr als vier Jahre alt. Es gehört bei vielen von uns zum Alltag. Teilweise können wir unseren Alltag ohne iPhone nur unter erschwerten Bedingungen meistern… Denn eines hat das iPhone getan, die Welt verändert. Darüber wurde letzte Woche drüben bei Cult of Mac berichtet und ich möchte gerne meine Sichtweise zu dem Thema einbringen und bin auch auf Eure Meinungen gespannt.

  1. Das iPhone hat die Touch-Revolution ausgelöst!
    Ja, Apple waren nicht die ersten mit einem Touchscreen, vermutlich aber die ersten mit einem Multi-Touchscreen. Zumindest wurde das Patent der Firma aus Cupertino zugesprochen. Nachdem den Mitbewerber das Lachen im Hals stecken geblieben ist, haben alle die Produktion umgestellt auf Touchscreen-Handys.
  2. Das iPhone hat die Software-Auslieferung verändert!
    Ohja! Früher gab es ein Handy. Ohne Software-Update. Wurde etwas verbessert, beispielsweise neben SMS nun auch noch die Funktion von MMS hinzugefügt, brauchte es ein neues Gerät. Ein Software-Update hätte damals die Gesellschaft vor eine neue Herausforderung gebracht. Zudem, gefiel es Nokia und Co. besser wegen jeder kleinen Verbesserung ein neues Gerät zu verkaufen. Inzwischen schwappt die Software Verteilung/Verkauf über Store auch auf den Computer über…
  3. Jeder kann Jailbreaken
    Der Jailbreak gehört zum iPhone. Apple hat versucht das Gerät an einen Provider im Land zu verkaufen und die Benutzer nur mit kontrollierten Apps zu beliefern. Der Plan ging nicht auf! Selbst Laien waren in der Lage Ihr iPhone zu jailbreaken und so mehr Funktionen und Möglichkeiten frei zu schalten.
  4. Das iPhone hat Musik auf das Mobiltelefon gebracht
    Sony hatte schon früh die Idee, dass der Walkman mit dem Handy abgelöst wird. Es gab relativ gute Player auf den Geräten, aber wie die Musik auf das Handy kam, darüber hat sich niemand ernsthaft Gedanken gemacht. Apple hat mit iTunes die Synchronisation zwischen Computer und iPhone vorgemacht und zusätzlich gleich den Store auch auf’s iPhone gegeben. So konnte man unterwegs von überall Musik einkaufen und sofort geniessen.
  5. Das iPhone hat die On-Screen-Tastatur-Revolution ausgelöst
    Vor dem iPhone war eine On-Screen-Tastatur lediglich in Science-Fiction-Filmen wie Raumschiff-Enterprise zu sehen. Niemand dachte daran den Schritt zu wagen, ausser Apple. Die Vorteile lagen auf der Hand. Nur ein Gerät für die ganze Welt. Programme können je nach dem unterschiedliche Bedienungselemente haben… Apple hat die Zukunft eingeläutet und in wenigen Jahren lachen wir über die normalen, engstirnigen Tastaturen welche sich nicht unseren Bedürfnissen anpassen!
  6. Das iPhone hat die Bewegungssensoren gebracht
    Mit den Bewegungssensoren können selbst heute noch die wenigsten Benutzer etwas anfangen. Bisher haben sich die Sensoren vor allem im Spiele-Bereich durchgesetzt. Damit lassen sich auf natürlich Art und Weise Fahrzeuge durch die digitale Welt bewegen. Aber auch Augmented Reality braucht die Sensoren. Hier werden wir in den kommenden Jahren noch vieles erleben…
  7. Das iPhone hat viele PC-Benutzer zu Mac-Benutzer gemacht
    Wie schon der iPod, hat auch das iPhone dazu geführt, dass viele PC-Benutzer die Einfachheit der Apple-Produkte erkannt haben und von Windows auf Mac OS X umgestiegen sind. Hätte ich den Wechsel nicht schon wegen dem iPod damals gemacht, das iPhone hätte mich vollends überzeugt.
  8. Das iPhone hat Mobile-Gaming revolutioniert
    Vor dem iPhone haben vor allem Nintendo und Sony den mobilen Game-Bereich beherrscht. Die Spiele hatten horrende Preise, eigentlich gleich wie bei den Konsolen. Dank dem iPhone und dem Apple Store gab es plötzlich tolle Spiele sofort zum Einkaufen, in super Qualität und zum kleinen Preis. Sony hatte zuerst gelacht und meinte nur, wer will den qualitative Spiele auf dem kleinen Monitor spielen… Inzwischen hat Sony aber auch ein Gamer-Handy veröffentlicht.

Apple hatte kaum eine der neuen Technologien erfunden. Dafür aber wurden Neuerungen elegant kombiniert und mit einer ausgeklügelten Software sehr bedienerfreundlich zugänglich gemacht. Egal ob man sich mit technischen Geräten auskennt oder nicht… So, und nun bin ich über Eure Erfahrungen und Meinungen gespannt.

Ist Apple innovationslos?

Die Kommentare zu der iPhone 4 Vorstellungen damals haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass einige Leser Apple seit rund 3 Jahren innovationslos halten… Und seit her höre ich immer wieder „Apple ist auch nicht mehr so innovativ wie früher…“. War Apple früher wirklich innovativer?

Vielleicht zu der Zeit des Apple 1 schon, vielleicht auch noch beim Macintosh. Beim iPod und iPhone aber schon nicht mehr. Denn sämtliche Technologien gab es bereits. Apple hat keine neuen technischen Errungenschaften erfunden… Apple ist aber sehr stark ist, bestehendes zu vereinen und in ein leicht zu bedienendes Gerät zu verpacken!

Nehmen wir wieder das Beispiel des iPod. Es gab bereits MP3-Player auf dem Markt. Aber erst mit dem iPod konnte man kinderleicht neue Songs auswählen und die Synchronisation zwischen der Musik-Bibliothek auf dem Rechner und dem iPod ging praktisch von alleine… Der iPod war damals auch der Ausschlag dafür, dass ich mich nochmals mit der Marke Apple und deren Produkte und Computer auseinander gesetzt habe. Die Ankündigung des iPhone gab mir dann den Rest und hat dafür gesorgt dass ich nun seit vier Jahren dieses Blog schreibe und diverse Apple-Geräte benutze…

Aber auch beim iPhone hat Apple nicht den Touchscreen erfunden. Da sind andere Smartphone-Hersteller schneller gewesen und haben noch vor dem Ur-iPhone Touchscreen-Mobiltelefone auf den Markt gebracht. Aber wie so oft stimmte bei den Produkten das Gesamtpaket nicht. Es gab keinen guten mobilen Internet-Browser, kaum Apps und schon gar keinen komfortablen App Store. Beim iPhone hat vor allem das einfache Vertriebssystem überzeugt mit dem omnipräsenten App Store. Jeder Benutzer konnte sein Mobiltelefon nach dem eigenen Geschmack mit Programmen individualisieren. Ein neues Betriebssystem konnte einfach installiert werden und damit unter Umständen völlig neue Funktionen freischalten. Andere Hersteller wie Nokia haben dann immer ein neues Gerät veröffentlicht. Beispielsweise das Nokia 1610 war nur zum telefonieren und das Nokia 1611 konnte auch SMS versenden…

Mein Fazit zu der Frage „Ist Apple innovationslos?“ lautet:
Vielleicht geht Apple selber kaum mehr eigene Schritte in der technischen Innovation. Dafür aber werden technische Errungenschaften für die Masse zugänglich gemacht in dem nur nützliche Features verwendet werden und diese kinderleicht in der Anwendung sind. Apple macht neue Technik einfacher zugänglich! Das ist die Innovation!

Und jetzt bin ich auf Eure Meinungen zu der Frage gespannt…

Wir lieben den Mac, das iPhone und Apple!

American Consumer Satisfaction Index

In den letzten Tagen gab es gleich zwei positive Meldungen zum Mac, dem iPhone 4 und Apple. Gemäss dem American Customer Satisfaction Index reitet der Apple Mac immer noch auf einer hohen Sympathie-Welle der amerikanischen Benutzer. Besonders seit dem Mac OS X konnte man sich von Microsoft Betriebssystem abheben. Für Microsoft war Windows Vista ein ziemlicher Absturz, was aber auch kaum anders zu erwarten war. Für mich persönlich war Windows Vista der entscheidende Ausschlag dem Software-Konzern aus Redmond den Rücken zu kehren. Ich muss aber auch gestehen, dass Microsoft seine Fehler verstanden hat und mit Windows 7 wieder ein benutzbares Betriebssystem auf den Markt gebracht hat. Dass die Windows-Benutzer ebenfalls mit der Version 7 glücklicher sind ist der Grafik auch deutlich zu entnehmen. Jedoch ist der Abstand der Mac-Computer noch in weiter ferne um die Führerschaft wie um 1998 wieder zu übernehmen…

Aber nicht nur der Mac macht glücklich. Wie Fortune berichtet, sind die Freunde auf der anderen Seite des grossen Teichs auch mit dem Mobiltelefon aus dem Hause Apple sehr zufrieden. Das zumindest behauptet J.D. Power, eine Organisation welche die Zufriedenheit der Bevölkerung vertreten will und entsprechende Preise verteilt.

iPhone 4 Consumer Satisfaction

Tatsächlich hat das iPhone in fünf von sechs Kategorien die volle Punktezahl abgestaubt. Lediglich beim Thema Batterie belegt das iPhone 4 den letzten Platz. HTC ist Apple dicht auf den Fersen und kann dank dem Betriebssystem Android von Google auch ziemlich viele Punkte einsammeln. Aber auch beim Thema Batterie gehört HTC zu den schlechteren. Nokia hingegen hat die volle Punktezahl bei der Batterien-Frage, dafür ist der Gesamteindruck, das Benutzererlebnis sehr schlecht.

Wie dem auch sei. Solche Awards zeigen eine durchschnittliche Meinung. Zuletzt muss sich jede Person mit dem Gerät seiner Wahl wohl fühlen.

Schweizer Konsumentenschutz will iPhone 4 Verkaufsstart aufschieben lassen

Der Consumer Report, eine amerikanische Konsumentenschutzorganisation, hat einiges an Aufmerksamkeit gewonnen, als man vor wenigen Tagen das iPhone 4 als bestes Smartphone gekürt hat, aber keine Kaufsempfehlung ausgesprochen haben, bzw. von dem Kauf des besten Smartphone abgeraten hat.

Von dem Hype um das iPhone 4 und den Todesgriff möchte nun auch die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) profitieren. Anders kann ich mir die folgende Medienmitteilung „Defektes iPhone 4 soll nicht verkauft werden!“ vom 16. Juli 2010 nicht vorstellen:

SKS verlangt Aufschub des iPhone-Verkaufsstartes in der Schweiz
Der Verkaufsstart des iPhone 4 in der Schweiz muss verschoben werden. Dies verlangt die SKS von Apple und den Telekomanbietern. Es wäre absolut stossend, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das Experten und US-Konsumentenorganisationen als defekt beurteilen. Die SKS erwartet, dass Apple an der heutigen Pressekonferenz transparent über die Mängel informiert. Apple muss zudem glaubhaft garantieren, in Zukunft ein funktionierendes iPhone 4 auf den Markt zu bringen.

Ich möchte nicht die Existenz von Konsumentschutzorganisationen anzweifeln. Solche Organisationen haben definitiv eine wichtige Aufgabe, nämlich die Konsumenten vor sich selber und einigen geldgierigen Unternehmen zu schützen. Jedoch eine solche Aktion, oder besser so eine Forderung, ist wohl etwas übertrieben und hilft niemandem.

Gemäss der Medienmitteilung stützt man sich nur auf die Aussagen des Consumer Reports. SKS findet es nicht notwendig eigene Abklärungen zu treffen wie das Verhalten des iPhone 4 in der Schweiz ist. Genau diese Tatsache, und die Aufforderung den Verkauf hinaus zu schieben stösst bei mir sauer auf. Es gibt diverse andere Anbieter wie Nokia oder HTC, welches ebenfalls in den Anleitungen davon abraten die Antenne zu berühren und da war SKS tatenlos. Aber hier, bei dem Apple-Smartphone, kann man halt schön auf der Hype-Welle mit reiten. Das wusste auch schon Greenpeace.

Ich persönlich finde das Verhalten eher peinlich und nicht einer seriösen Konsumentenschutzorganisation würdig. Daher frage ich mich ob der iPhone 4 Todesgriff nun wirklich rufschädigend für Apple ist, oder solche Medienmitteilung nicht eher schädlich für die Stiftung für Konsumentenschutz!