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iTunes Radio verdrängt in Amerika Spotify auf Platz 4.

Audio Streaming

 

Noch immer warten wir hier in der Schweiz sehnsüchtig auf iTunes Radio. Hin und wieder lässt sich der Musik-Streaming Service von Apple für wenige Minuten blicken, verschwindet dann aber meistens wieder, ohne dass man Musik hätte abspielen können. Es sei denn, man hat ein US iTunes-Konto.

Unter den amerikanischen Musik-Fans ab 12 Jahren und älter hat Statista, bzw. Edison Research, eine Umfrage gemacht. Dabei wurde klar, dass iTunes Radio bereits nach kurzer Zeit auf Platz 3 rangiert und Spotify auf den vierten Platz der Musik-Streaming-Services verdrängt hat. Unangefochten bleibt Pandora mit einem riesigen Vorsprung (noch) auf Platz 1!

Ich für meinen Teil kann es kaum abwarten iTunes Radio im normalen Zugriff zu haben mit meinem Schweizer iTunes-Konto. Einmal mehr macht die Einfachheit und die nahtlose Verbindung zu iTunes und all meinen Endgeräten den Vorteil für mich aus.

iTunes Radio versetzt Twitter #Music den Todesstoss.

iTunes Radio

Bildquelle: Renato Mitra & Breezi PlaceIt.

Mit iOS 7 kam iTunes Radio. Zumindest für die Menschen, die einen iTunes Store Account für USA, Kanada oder Grossbritannien besitzen. Der Rest der Welt muss, wie immer, noch ein bisschen (vielleicht auch mehr) Geduld aufbringen. Wer iTunes Radio aber schon mal nutzen konnte ist mehrheitlich begeistert. Einen ähnlichen Weg gehen ja bereits andere Dienste wie Pandora oder Twitter #Music. Insbesondere Twitter #Music hat sich bis heute kaum etabliert und wird immer weniger genutzt. Es ist also naheliegend, dass iTunes Radio mit einer Öffnung in mehreren Ländern dem Twitter #Music Dienst den Todesstoss versetzen wird.

Auch bei Pandora fürchtet man sich vor iTunes Radio. Zuvor hat man noch grosse Töne gespuckt und bewusst den Dienst günstiger für die Nutzer gemacht. Doch das alles hat nichts gebracht. [tweetable]In nur zwei Wochen nach dem Markt-Start  sind 15% der Pandora-Benutzer rüber zu iTunes Radio.[/tweetable] Pandora hat Apple völlig unterschätzt und sieht das eigene Businessmodell zu recht gefährdet.

Auch Spotify muss sich ein wenig fürchten. Wer nämlich Spotify in erster Linie nutzt, um neue, frische Musik kennenzulernen, beispielsweise auf der Basis eines Künstlers den man mag, der ist bei iTunes Radio besser bedient. Kommt dazu, findet man den neu gewonnen Song gut, ist der Einkauf bei iTunes so nah wie nirgendwo. Insbesondere die Verführung der Konsumenten zum Kauf eines Songs sollte die Musikindustrie erfreuen, wenn da kann der Künstler, oder Rechteinhaber, wesentlich mehr verdienen als beim Stream.

iTunes Radio – So viel bezahlt Apple den Labels.

iTunes Radio

 

Vor dem Start von iTunes Radio, auch bekannt als iRadio, hat man sich gefragt, wie teuer der Dienst für die Kunden sein wird und viel die Lables und Künstler tatsächlich an dem Musik-Dienst verdienen werden. Inzwischen wissen wir, iTunes Radio ist für die Endkonsumenten kostenlos, bzw. werbefinanziert. Für iTunes Match Kunden ist iTunes Radio nicht nur kostenlos, sondern auch werbefrei! Doch wie sieht es für die Künstler aus?

The Wall Street Journal hat nun die Zahlen auf dem Tisch für einen Vertrag zwischen Apple und einem Independent Musik Label. Im ersten Jahr bezahlt Apple 0.13 Cents für jeden gespielten Song, plus 15% der Werbeeinnahmen proportional aufgeteilt nach Anzahl Songs die gespielt wurden. Im zweiten Jahr sind es dann 0.14 Cents pro Song und 19% der Werbeeinnahmen. Man kann davon ausgehen, dass die vier Major-Labels Sony Music, EMI, Warner Music und Universal Music einen anderen Deal haben.

Damit wären kleine Labels bei Apple wesentlich besser bedient als bei Pandora oder Spotify. Bei Pandora erhalten die Künstler 0.12 Cents pro gespielten Song, bei Spotify haben diverse europäische Künstler gemeldet, dass man nur 0.002 bis 0.003 Euro pro gespieltes Lied erhält. So oder so, für Apple ist iTunes Radio ein interessanter Weg dem potentiellen Publikum gute, passende Musik vorzuführen mit der Absicht, dass das Publikum dann die guten Songs einkauft. Natürlich im iTunes Music Store. Somit verdient Apple, wie aber auch das Label, bzw. der Künstler, doppelt. Vom Abspielen und vom möglichen Einkauf. Es gilt noch abzuwarten, ob ein unabhängiger Künstler mit 0.14 Cent plus Werbeeinnahmen auf einen höheren Betrag kommt als 0.2 Cent…

Bei diesen Zahlen muss man sich allerdings schon fragen, sind wir, die Endkonsumenten, zu geizig für gute Musik? Warum kaufen wir Musik nicht mehr zu den Preisen wie früher? Haben sich die Major-Labels zu lange bereichert und damit das Vertrauen in den Musik-Markt zerstört? Wo hörst Du deine Musik und kaufst du noch, oder streamst du nur?

Apple bewegt die Musikindustrie. Schon wieder.

iTunes

Es gehen schon länger die Gerüchte um, dass Apple einen eignen Musik-Stream-Service anbieten möchte. So ähnlich wie Spotify oder Pandora. Tim Cook persönlich trifft sich immer wieder mit den grossen aus der Musikbranche. Nun hat die New York Post einen spannenden Bericht veröffentlicht zu dem Thema.

Im Musik-Streaming ist es üblich, dass man der Musikbranche 21 Cent für 100 gespielte Songs bezahlt. Spotify bezahlt sogar mehr mit 35 Cent. Pandora hat besser verhandelt und muss gerade einmal 12 Cent abgeben. Gemäss einem Insider aus der Chef-Etage eines grossen Musik-Lables soll auch Apple ein Angebot gemacht haben mit 6 Cent für 100 gespielte Songs. Ein lächerliches Angebot… Wäre schön wenn Apple den Musikern auch etwas Geld lassen würde. Eigentlich schade sind die grossen Labels immer noch dazwischen. Eigentlich ist ja Apple der grösste Vertrieb von Musik…

Wirklich spannend ist aber ein Patent von Apple, in dem beschrieben wird, wie die Nutzungsrechte eines Musikstückes (DRM) von einem Endbenutzer zu einem anderen transferiert werden können. Damit würde das geschlossene Musik-System von Apple ein kleines bisschen geöffnet. Jeder von uns hätte dann die Chance Musik zu verschenken oder weiterverkaufen, wenn wir keine Lust mehr haben auf die Songs.

Ironischerweise war das bisherige System von Apple auch Vorbild für die neue Microsoft Xbox, wonach in Zukunft eingekaufte Spiele nur von dem einen Benutzer gespielt werden kann. Der Spieler hat danach keine Möglichkeit das Spiel als gebraucht zu verkaufen, sondern alle Spiele müssen neu eingekauft werden. Vielleicht lässt microsoft diese Pläne auch wieder fallen sobald man iTunes Inhalte weiter schenken und verkaufen kann.