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Wird Steve Jobs zum digitalen Diktator?

Wer meine Meldungen bei Facebook und Twitter mitverfolgt hat letzte Woche, der weiss das ich auf einen Beitrag im deutschen Sender ZDF aufmerksam gemacht habe. Die Sendung auslandjournal hat einen kritischen Bericht zu Steve Jobs und Apple ausgestrahlt mit dem Titel „Steve Jobs – der digitale Diktator?“.

Ganz nach dem Motto „Von Think different zu Think like us“ hinterfragt das auslandjournal kritisch, wie weit denn die Zensur von Apple gehen könnte. Zur Zeit verhindert Apple alles was die eigene  Software angreift oder konkurriert. Ebenso werden nackte Tatsachen nach Möglichkeiten verhindert. Tatsächlich mag das für Kinder eine gute Sache sein, aber wie hat der Philisoph und Autor David Weinberger so treffend gesagt:

…aber einige von uns sind keine Kinder!

Ich persönlich befürchte tatsächlich, dass wenn beispielsweise Porno-Apps zugelassen werden, dass genau diese sämtliche Download- und Verkaufs-Charts anführen werden. Genau so wie im Internet Websites und Filme mit nackten Tatsachen den meisten Traffic generieren. Diese Tatsache wäre natürlich schädlich für das Image einer grossen Firma!

Natürlich stand auch der App Store in der Kritik. Hin und wieder braucht Apple ein Signal von aussen, dass dann Apps doch noch zugelassen werden. Gerade hier wünschte ich mir etwas mehr Transparenz warum die jeweiligen Apps abgelehnt werden. Argumente wie Virus, Trojaner, schlechte Programmierung, Abstürze, Verletzung von rechtlichen Aspekten und sogar Pornographie kann ich verstehen und akzeptieren. Aber Faktoren wie beispielsweise politische Motivation, da hört der Spass auf.

Das ganze Thema ist aber etwas entschärft solange der Safari Browser offen ist und sämtliche Websites ansteuern kann. Klar, Flash-Inhalte sind nicht sichtbar, aber selbst die Porno-Industrie hat inzwischen begriffen, dass man für das abspielen von Filmen kein Flash benötigt. Was ich damit sagen will, wenn es eine App nicht in den App-Store schafft, dann kann man das selbe Angebot immer noch als Web-Applikation umsetzen und so allen iPhone und iPad-Nutzer zur Verfügung stellen. Und je mehr Apple Willkürlich Apps zurückhalten sollte, desto sicherer ist es, dass die Entwickler auf diesen Pfad umschwenken werden. Denn der zusätzliche Vorteil dabei ist, dass man das selbe Programm nicht noch für Android und andere Plattformen bauen muss… Interessant ist aber, dass auch der ehemalige Mitgründer von Apple, Steve Wozniak, den Vorteil der strikten Kontrollen sieht.:

Es ist einfach für ein gutes Erlebnis zu sorgen, wenn man dafür die Freiheiten einschränkt.

Auch die amerikanische Kartellbehörde ist mittlerweile auf Apple aufmerksam geworden. Aktuell wird ein Fall untersucht, bei dem Apple seine Herrschafft im Musikgeschäft ausgespielt haben und die grossen Musikkonzerne erpresst haben soll. Konkret geht es um die Aktion „MP3 Daily Deal“ von Amazon.com. Jeden Tag soll ein Musiktitel zu einem besonders günstigen Preis exklusiv angeboten werden. Angeblich soll Apple Druck auf die Musikverlage ausgeübt haben, damit diese nicht an dieser Aktion teilnehmen. Das jedoch sind vorerst noch Gerüchte und daher gilt wohl die Unschuldsvermutung.

Tatsache ist, dass wir Nutzer iTunes, den App Store und neu den iBookstore beobachten sollten. Je grösser Apple seine Verkaufsflächen ausweiten kann, desto mehr Wiederstand wird sich bieten, wenn Apple uns etwas aufzwingen will.

Kein Porno auf dem iPad?

Porn on the iPad

Steve Jobs hat es sich so sehr gewünscht… Das iPad ohne Porno, oder um es in seinen Worten zu sagen „freedom from porn“! Aber selbst in der Werbung bleibt das iPad von nackten Tatsachen nicht verschont. Ein kleiner Scherzkeks hat ein grosses iPad Werbeplakat in der Berliner U-Bahn Station Rosenthaler Platz mit extra erstellten Klebebildchen sabotiert. Und falls das Plakat noch nicht ausgewechselt wurde, dann hängt es noch heute so da…

Aber einmal davon abgesehen, sollte das iPad tatsächlich keine Fotos und bewegte Bilder von Menschen zeigen, welche sich gerade paaren, dann müsste der Safari Browser mit einem ungewöhnlich starken Filter versehen werden. Denn sogar Youporn, die YouTube-Plattform für nackte Tatsachen, hat den Trend zum iPhone und iPad entdeckt und die Flash-Filme neu encoded, damit man alle Filme per Browser mit HTML5 anschauen kann.

Hätte das iPad die Möglichkeit, mehrere Profile einzurichten, dann wäre sicher auch ein ähnlicher Kinderschutz möglich, wie das bereits seit Jahren beim Mac OS X der Fall ist. Denn minderjährige brauchen meiner Meinung nach nicht unbedingt solche Filme und Fotos zu sehen, ohne den wirklichen Zusammenhang zu kennen!