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Bring! 2.0 ist auf dem Weg

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Wer die App Bring! noch nicht kennt, hat was verpasst. Wie ich schon berichtet habe, handelt es sich hierbei um eine Einkaufslisten App, mit welcher die Liste über mehrere Personen gehandhabt werden kann. Jeder kann was eintragen, jeder kann was einkaufen und man ist immer darüber informiert was noch fehlt. Aber es gab auch einen grossen Kritikpunkt: Push-Benachrichtigungen fehlten!

Die Entwickler haben reagiert bringen noch in diesem August ein Update auf die Version 2.0. Das zentrale neue Feature von der neuen Bring! Version ist die Push-Nachricht, welche hier exklusiv per Video vorgestellt wird. Endlich kann der Benutzer an seine Gruppe drei verschiedene Nachrichten senden

  • Ich gehe Einkaufen – letzte Chance für Anpassungen
  • Liste geändert – Guck mal drüber
  • Einkauf erledigt – kannst dich entspannen.

Aber warum gleich drei verschiedene Arten von Nachrichten? In einer Studienarbeit mit der Uni Basel und der Fachhochschule für Technik Rapperswil haben die Macher der Publisheria herausgefunden, dass Koordination beim Einkaufen eine sehr wichtige Rolle spielt. Am häufigsten sind genau diese drei Nachrichten-Typen. Die Konkurrenz-Apps unterscheiden nicht und senden blind zu jeder Anpassung einfach eine Push-Nachricht, dass die Liste geändert hat. Der Benutzer kann aber keinen Einfluss auf die Benachrichtigung nehmen, obwohl einige der Meldungen nicht nötig gewesen wären. Also kein Spam in Bring! 2.0, sondern wichtige Informationen wie „Ich gehe jetzt einkaufen, brauchen wir noch was?“.

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Und was sonst noch?

Aber es gibt auch noch weitere Neuerungen! In der kommenden Version von Bring! kann man beliebig viele Benutzer zu einer Bring! Liste einladen. Jeder Benutzer kann sich ein Profil mit Bild und Name anlegen. Abgerundet werden die Neuerungen mit einem „New-Badge“, der auf neue Artikel aufmerksam macht, sowie einem Badge Count auf dem Bring! Icon.

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Bring!

Bring! gibt es zur Zeit erst in der Schweiz, Deutschland und Österreich und wurde ca. 35’000 mal installiert. Eine englische Version für Australien, USA und UK ist in Arbeit. Ebenso eine Android Version welche später im Jahr 2013 erwartet wird. Offiziell wird Bring! 2.0 in wenigen Wochen veröffentlicht. Das Update wird für bestehende Bring! Benutzer kostenlos sein. Der Preis für Neukunden bleibt vorerst bei 2 CHF stehen.

Mein Fazit

Bring! ist für mich die erste Einkaufsliste welche ich tatsächlich genutzt habe und nicht nur wegen dem Design heruntergeladen habe. Mit den neuen Funktionen wird die App noch interessanter, insbesondere jetzt da meine Frau freiwillig und ohne Druck meinerseits sich einem iPhone 5 ergeben hat. Die Hoffnung steigt nun, dass Bring! 2.0 die offizielle Einkaufsliste in der Familie wird.

Bring! Einkaufsliste - Sandro Strebel

Apple lügt. Demnächst. Für uns.

Renato Mitra's Netzwerk

Wenn wir uns im Internet bewegen, dann hinterlassen wir Spuren. Interessante Spuren. Das wissen auch grosse Unternehmen und sehen in den Spuren grosses Potential in der Analyse dieser Spuren. Kein Wunder also das Google die Suchen peinlich genau auswertet. Kein Wunder hat Google das eigene Netzwerk Google+ eingeführt. Auch Microsoft sammelt über Bing Daten und Facebook weiss auch ganz genau, was wir ausserhalb von Facebook.com tun!

Nur Apple scheint bisher kaum Interesse daran gehabt zu haben, Daten über die Benutzer im Internet zu sammeln. Und wie ein Patent nun zeigt, will Apple uns sogar helfen, unsere Daten vor den grossen Daten-Sammlern wie Google, Facebook und Microsoft zu schützen. Das Patent „Techniques to pollute electronic profiling“ wurde nicht von Apple erfunden, sondern von Novell. Apple hat aber, gemäss dem Patent, das exklusive Recht das Patent zu nutzen oder gar Lizenzen zu verkaufen.

Sollte diese Technik zur Anwendung kommen, kann damit systematisch gelogen werden. Hier ein schönes Beispiel von Cult of Mac:

Angenommen Du wohnst in Kalifornien, benutzt einen Mac, besuchst Amazon und kaufst mit der VISA Karte das Buch „Animal Farm“ von George Orwell. Das wären natürlich super Daten für alle Datensammler! Google wie auch Amazon würden Dir für das Buch weitere Anzeigen und Bücher vorschlagen. Oder lokale Werbeanzeigen für Kalifornien würden Dir angezeigt. Diese Informationen, gepaart mit anderen, bereits gesammelten Infos werden mit jeder Bewegung noch aussagekräftiger über Deine Person.

Kommt jetzt aber das Lüge-Patent von Apple zum Einsatz, dann wird Euer Profil in den Augen der Datensammler einfach nur unbrauchbar. Beim oberen Beispiel würde dann andere Informationen an die Datensammler gesendet, als es tatsächlich der Fall ist. Firmen wie Google und Amazon würden dann beispielsweise dieses Profil erhalten:  Du wohnst in Kansas, benutzt einen Linux-PC und kaufst mit der American Express Karte das Buch „Cooking with Pooh“. So wäre es unmöglich ein Profil über Dich zu erstellen, weil bei jeder Bewegung hast Du einen anderen Wohnort, beispielsweise.

Apple könnte diese Technologie beim Safari einbauen und der Benutzer kann dann entscheiden, ob er das Lüge-Patent einschalten möchte oder nicht… Damit würde Apple und Benutzer nicht nur schützen, sondern den Mitbewerbern Google (Android), Amazon (Kindle), Microsoft (Windows) und Facebook einen schweren Schlag verpassen in Sachen Datensammeln.

Viel detailliert geht übrigens der Artikel bei Patently Apple auf das Thema ein. Sicher auch lesenswert, wenn man sich für das Thema, insbesondere für dieses Patent interessiert.

Was haltet ihr von dem Patent? Hilfreich oder überflüssig?