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Dokumentar-Film: Planet App

Planet App

Heute hab ich im Schweizer Fernsehen eine Dokumentation von Sandra Czeczelitz zum Thema Apps gesehen. Eigentlich ist das Video Planet App schon ein paar Monate alt, hat aber immer noch nicht an Aktualität verloren:

Eine bahnbrechende Innovation erobert die Erde: Kleine Miniprogramme – sogenannte Apps – übernehmen immer mehr Aufgaben im Alltag, versorgen die Menschen auf Knopfdruck mit Informationen und unterhalten sie. Sie verändern die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten. Es ist der Start in eine neue Ära, in ein Zeitalter unendlicher Möglichkeiten, aber auch neuer vielfältiger Herausforderungen an die Gesellschaft. Apps sind überall und für jedermann. Die Smartphone-Besitzerinnen und Besitzer von heute nutzen unzählige Apps – Spiele-Apps, Apps für Nachrichten, Sport, Sprachübersetzung, Navigation, Musik bis hin zu mobilen Social-Networks wie Facebook. Das sind nur einige der mittlerweile 550 000 weltweiten mobilen Applikationen.

Unter anderem darf man eine Blick hinter die Kulissen von Runtastic werfen, eine der besten Sport Apps. Wer sich die Dokumentation im Videoportal des Schweizer Fernsehen noch anschauen möchte, der muss sich beeilen. Das Video wird nur noch zwei Tage zur Verfügung gestellt.

Steve Jobs: Der Perfektionist, der die Welt veränderte

Steve Jobs

Die Wirtschaftssendung ECO des Schweizer Fernsehen (SF) hat sich dem Apple-Chef Steve Jobs angenommen und berichtete am Montag Abend:

Perfektionist, Minimalist und Visionär – Steve Jobs ist die treibende Kraft von Apple. Ob Pod, Pad oder Phone – die Geräte mit dem «i» sind mehr als Technik-Produkte – sie sind Kultobjekte. Ob Apple ohne Steve Jobs an die Erfolge der jüngsten Vergangenheit anknüpfen kann, ist die grosse Frage, die sich angesichts Steve Jobs‘ gesundheitsbedingter Auszeit stellt. «ECO» mit einem Porträt über den Chef des verschwiegenen Apple-Konzerns, den er zum Mythos machte.

Die Grundfrage des Berichts ist: „Kann Apple ohne Steve Jobs überleben?“ Sein Leben ist immer darauf konzentriert nebensächliches wegzulassen und sich auf’s wesentliche zu konzentrieren. So hat Jobs Apple aufgebaut und nach seinem Rausschmiss und der Wiedereinstellung den Computer-Konzern zum weltweiten Erfolg gebracht.

Nur wenige ehemalige Mitarbeiter wollen sich vor der laufenden Kamera zu Steve Jobs und Apple äussern. Aber SF hat ein paar wichtige Leute gefunden welche interessante Einblicke und Statements zu Jobs geben konnten.

  • John Sculley
    John Sculley wurde 1982 Präsident und CEO von Apple. Nach einem internen Machtkampf musste Steve Jobs das Unternehmen verlassen. Heute bereut Sculley, Jobs damals aus dem Unternehmen gedrängt zu haben. Seither sprach Steve nie wieder mit Scully.
  • Andy Hertzfeld
    Andy Hertzfeld war ein führendes Mitglied des Apple-Entwicklungsteams. Er war massgeblich an Design des Macintosh Computer beteiligt. Die Zeit damals bezeichnet er als die bedeutendste seines Lebens.
  • Leander Kahney
    Leander Kahney betreibt den Blog «Cult of Mac». Er hat 3 Bücher über Steve Jobs geschrieben und kennt den Charakter Steve Jobs‘ und seine Bedeutung für den Konzern.

Viel neues hat der Beitrag nicht hervor gebracht und die Frage wie denn nun die Überlebens-Chancen für Apple ohne Steve Jobs sind werden nicht einmal ansatzweise aufgegriffen. Schade.

Interessant ist der begleitende Blog-Beitrag von SF. Dieser Absatz ist es, was Apple zu befürchten hat:

Und hier zeigen sich die Schattenseiten eines Unternehmens, das derart auf seinen Chef zugeschnitten ist. Es bestehen bei Apple wenige Strukturen, letztlich hat Steve Jobs alles allein entschieden, alles allein begutachtet. Er hat den Daumen hoch gehalten oder gesenkt, er hat die Produkte auf diese radikale Bedienungsfreundlichkeit getrimmt, die das Markenzeichen des Konzerns ist.

Apple wird ab dem Zeitpunkt, an dem Steve Jobs nicht mehr für Apple verantwortlich ist, sicher noch fünf Jahre nach dessen Sinn weiter leben. Aber was ist dann? Wer bei Apple kann so unkonventionell, minimalistisch und einfach denken wie Jobs? Wird Apple danach eine ganz gewöhnliche Firma?

Im Beitrag wird immer wieder auf seine Rede an der Stanford University aus dem Jahr 2005 hingewiesen. Ausnahmsweise einer der wenigen Momente, an denen Steve Jobs einen Blick in sein Denken gibt.

Am Ende der Rede wünscht der Apple-Chef den Universitätsabgänger eines, was wir uns alle zu Herzen nehmen sollten:
Stay hungry, stay foolish! – Bleib hungrig, bleib tollkühn!

Das iPad und die Zeitungsverleger

Gestern Abend strahlte das Schweizer Fernsehen, bzw. die Wirtschaftssendung ECO einen interessanten Bericht im Zusammenhang mit dem iPad und den Zeitungsverleger aus: Das iPad als Hoffnungsträger.

Einmal mehr wurde darin der Axel Springer Chef Mathias Döpfner zitiert:

Jeder Verleger sollte sich einmal am Tag hinsetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er mit diesem Gerät die Verlagsindustrie rettet.

Eine happige Aussage welche nicht nur in der Branche für Kopfschütteln sorgte. Schliesslich ist es ja nicht so, dass Apple das kostenlos macht… Denn 30% der Einnahmen welche mit dem Verkauf der Apps gemacht werden behält Apple für sich. Wird die Werbeplattform iAd von Apple aktiviert, dann behält Apple da sogar 40% der Einnahmen! Eine mehr als grosszügige Abgabe!

Der Beitrag zeigt schöne Einblicke in die Verlage USA Today, welche sich mit Werbung finanzieren wollen, oder  das Wall Street Journal (WSJ), welches bereits auf bezahlte Inhalte setzt. Die Washington Post ist noch am konzipieren und weiss noch nicht wie man die Finanzierung lösen will.

iPad als Hoffnunsträger in der Schweiz
Der zweite Teil schwenkt den Fokus auf die Schweizer Verleger.

Der Unternehmsberater Kurt W. Zimmermann glaubt immer noch nicht an den Erfolg des iPads. Einmal mehr stellt sich die berechtigte Frage, bezahlen Benutzer für die Inhalte in den Zeitungs-Apps, wenn es doch die gleichen Inhalte bereits kostenlos im Internet zur Verfügung stehen?

Neben dem Blick (App folgt im Spätsommer) wird auch ein Blick auf den Tagi und 20 Minuten geworfen. Der 20 Minuten Online Chefredaktor Hansi Voigt ist überzeugt das Leser für guten Inhalt bezahlen! Nach seiner Aussage verdiene 20 Minuten bereits jetzt schon sehr viel Geld mit der iPhone Applikation. Und zwar weniger bei der Werbung als bei dem Payed Content.

Weiter erklärt Kurt W. Zimmermann, dass man für das iPad das Angebot ergänzen muss um Erfolg zu haben. Das Stichwort lautet: Mehrwert! Herr Zimmermann ist der Meinung, dass eine vernünftige iPad App Millionen, wenn nicht sogar dutzende Millionen kosten würde. Beim Blick winkte man aber ab, die kosten gehen nicht in die Millionen…

Im aktuellen Stand der Dinge sind die Zeitungsverlage aber noch lange nicht gerettet. Vielleicht muss Mathias Döpfner noch etwas lauter oder intensiver zu Steve Jobs beten, oder aber die Verlage sollten Ihre Konzepte genau prüfen und vorantreiben. Ich bin gespannt ob das iPad dafür sorgt, dass in Zukunft noch weniger Zeitungen auf Papier gedruckt werden…