Posts tagged "sonntagszeitung"

Schweizer Politik und Datenschutz untersuchen den Fingerprint-Scanner!

Fingerprint Touch ID

 

Heute war in der zu lesen, dass sich die Schweizer Datenschützer den Fingerabdrucker-Scanner von etwas genauer anschauen wollen. , Mitarbeiter bei der eidgenössischen Datenschutzbehörde, macht darauf aufmerksam, dass biometrischen Daten wie Fingerabdrücke keineswegs harmlos seien. Schliesslich könne man aus einem Fingerabdruck Rückschlüsse auf Alter, Geschlecht und sogar Krankheiten ziehen.

Auch wenn Apple verspricht, dass die Daten verschlüsselt auf dem Prozessor und nur dem Prozessor gespeichert werden, die Daten nicht synchronisiert werden, weder mit Apps noch über das Internet, so ist Herr Meier doch in Sorge:

iPhones sind mit dem Internet verbunden. Es besteht deshalb die Gefahr, dass die Fingerabdrücke in fremde Hände geraten, auch wenn sie lokal gespeichert sind.

Tatsächlich ist es bestimmt heikles Thema und es tut der Diskussion gut, wenn unabhängige Stellen die Sicherheit des Fingerabdruck-Scanners untersuchen. Aber dennoch frage ich mich:

[tweetable]Wo war die -Behörde in den letzten sieben Jahren???[/tweetable]

IBM hat seit spätestens 2006 2004 einen Fingerabdruck-Leser in diversen Laptops verbaut. Damals hiess es bei IBM:

Today we raised the bar on security for the entire PC industry.

Wie uns allen bekannt sein dürfte, die sind auch mit dem Internet verbunden! Haben die Datenschützer bisher geschlafen? Oder wurde den Datenschützer erst jetzt bewusst, seit dem NSA-Skandal, dass man eigentlich ALLES da draussen im Internet hacken kann? Wer allerdings bereits einmal in Amerika war, der muss sich keine Sorgen machen um den Fingerabdruck. Jeder der emigriert ist, hat freiwillig den Fingerabdruck abgegeben und das Einverständnis für die Verwendung unterschrieben.

Im weiteren müsste sich Herr Francis Meier dann noch dem Schweizer Pass mit biometrischen Informationen annehmen. Dieser ist zwar nicht online, kann aber auch relativ einfach gehackt werden:

Wie die Europäische Union selbst feststellte, kann die Verbindung zwischen Leser und RFID-Chip abgehört und mittels sogenannter „Brute-Force-Attacken“ unter Nutzung bekannter kryptografischer Schwächen gehackt werden.

Auch die Politik möchte sich noch zu Wort melden in Form von SP-Nationalrat Jean-Christophe Schwaab. Er fordert , also das bereits während der Entwicklung der Produkte den Datenschutz zu gewährleisten und , dass das Unternehmen immer das Einverständnis der Benutzer einholen muss, wenn die Daten weiterverwendet werden. So wie das Apple eigentlich in den Apps bereits seit längerem macht. Will eine App auf die Fotos zugreifen, so muss das von Benutzer quittiert werden.

Schön wenn Apple die verstaubten Behörden wachgerüttelt hat, dennoch erstaunlich das die Datenschützer ein Produkt untersuchen welches man freiwillig kauft und dann nur optional den Fingerprint-Reader einsetzen muss. Ich bin gespannt wo die Reise hingeht! [tweetable]Ich hoffe die Endkonsumenten dürfen mündig bleiben und sich die Geräte, mit allen Vor- und Nachteilen, kaufen die sie möchten.[/tweetable]

Ein Büchergestell als iPod-Dock

Hohrizontal 51

Danke einem Artikel in der SonntagsZeitung bin ich auf dieses ungewöhnliche iPod-Doch gestossen. Wir kennen ja bereits das etwas klobige Baumstamm iPod-Dock. Mit dieser Variante hat man einen ähnlichen Coolness-Faktor, aber wesentlich günstiger und filigraner…

Die deutsche Firma Hohrizontal 51 hat ein normales Regalboard zu einem iPod-Dock mit integrierter Soundanlage umfunktioniert. Das Board hat die Masse 100 mal 30 Centimeter und ist nur 5 cm dick. Dennoch haben die deutschen Audiospezialisten darin Platz gefunden für zwei Hochtöner gegen vorne, vier Tieftonlautsprecher nach unten und einem Verstärker mit zweimal 25 Watt Leistung, inklusive Überlastungsschutz.

Als Eingänge hat das Board natürlich das Apple 30-Pin-Dock für iPod oder iPhone und USB Audio oder Line-In für CD-Spieler und Anderes. Raus geht’s durch die Boxen oder Composite Video. Übrigens, das Regal ist nicht einfach nur für Schön und Musik, da kann man auch ruhig noch was drauf packen. Je nach Beschaffenheit der Wand gehen da locker 10 bis 25 Kilogramm zusätzliche Last drauf auf das Board.

Hohrizontal 51 Red Dot

Leider konnte ich das Board (noch) nicht selber testen. Aber immerhin hat das Ding schon mal einige Innovations- und Design-Preise abgestaubt und kam in diversen Kritiken auch in der Soundqualität gut weg. Insbesondere wenn man bedenkt, in welch kleinem Raum das alles untergebracht ist. Neu kann man sich die Länge des Regalboard auch aussuchen und es gibt optional einen Ausgang für zusätzliche Subwoofer.

Preislich beginnt das Brett bei CHF 660.- und ist damit deutlich über den Kosten eines Ikea Buchregals. Aber das macht wiederum keine Musik…

MacBook Air vs. Samsung Chromebook

MacBook Air vs. Samsung Chromebook

Die Schweizer muss heute wieder herhalten und wieder ist der Journalist Barnaby Skinner betroffen. Der Gute hat das MacBook Air gegen das  antreten lassen. Grundsätzlich eine gute Idee, sofern man ausser acht lässt, dass es sich dabei um zwei unterschiedliche Klassen von Notebooks handelt. Aber schauen wir mal weiter…

Den direkten Vergleich, welcher in der Zeitung abgedruckt wurde, habe ich noch etwas angereichert:

 Samsung ChromebookApple MacBook Air
Bildschirm12 Zoll11 oder 13 Zoll
Auflösung1280x800 Pixel1366x768 oder 1440x900 Pixel
Harddisk16GB64 bis 256 GB
Prozessor1,6 GHz1,6 oder 1,8 GHz
Gewicht1,48 kg1,06 oder 1,32 kg
Batterie8,5 Stunden5 bis 7 Stunden
SoftwareGoogle ChromeMac OS X Lion
Preisab CHF 489.-CH 1049.- bis CHF 1649.-

Im Artikel kommt heraus, dass man das wegen der Verarbeitung mag. Das Chromebook muss einstecken, denn das Plastik-Gehäuse bekommt schnell Kratzer und das Trackpad reagiert, gemäss SonntagsZeitung, nicht immer wie gewollt… Aber man mag beim Samsung Chromebook den Blick in die Zukunft. Barnaby glaubt daran, dass wir in naher Zukunft nur noch in der Internet-Wolke arbeiten. Das ist an und für sich keine neue Erkenntnis, jedoch gibt es meiner Meinung nach bis dahin noch sehr viele Fragen zu beantworten. Ab welchem Zeitpunkt kann man private Daten bei Provider wie oder speichern? Steuererklärung? Bankauszüge? Wo ist die Schmerzgrenze und wo hört das Vertrauen auf?

In der oben abgebildeten Tabelle gewinnt das Chromebook, in meinen Augen, nur bei zwei Punkten: Batterie und Preis. Wobei der Preis natürlich dadurch besser aus sieht, dass eben an der Ausrüstung und Qualität gespart wurde. Die SonntagsZeitung hebt aber das Chromebook vor allem deshalb hervor, weil Programme nicht mehr auf dem Computer installiert sind und man trotzdem damit arbeiten kann, auch wenn man offline ist. Allerdings kann man das selbe auch mit dem Air. Denn ob die Programme im Internet benutzt werden und diese auch offline benutzt werden könne, ist keine Frage der Hardware, sondern des Browsers und der entsprechenden Lösung im Internet. In diesem Fall die Google Apps wie Google Mail oder Google Docs.

Somit wäre doch eigentlich das MacBook Air der Gewinner. Ein kleines, dünnes schnelles Notebook. Man kann Programme normal installieren, aber mit dem Google Chrome Browser auch die Google Software im Internet benutzen. Übrigens wird auch Apple den Trend der Internet-Wolke nicht verschlafen. Mit iCloud kommen die ersten Lösungen auch aus dem Hause Apple…

Wie seht Ihr das? Wo liegen weitere wirkliche Vorteile im Samsung Chromebook?

Über 100’000 iPhone 4 in der Schweiz

Apple iPhone 4

Die Schweiz hat die wohl grösste iPhone-Dichte auf der Welt. Freunde und bekannte aus Deutschland, Spanien und England sind bei einem Besuch in der Schweiz immer wieder erstaunt:

In der Schweiz hat ja jeder ein iPhone!

SonntagsZeitungNicht viel anders verhält es sich auch beim iPhone 4! Wie man in der SonntagsZeitung lese konnte, werden die, über Mobilfunkprovider, verkauften iPhone 4 auf insgesamt rund 95’000 Gerät geschätzt. Der Löwenanteil mit 50’000 iPhone 4 geht natürlich an den Platzhirsch Swisscom. Geht man nun davon aus, dass die Verkäufe von Apple hier nicht inbegriffen sind, dann dürften weit mehr als 100’000 iPhone 4 in der Schweiz verkauft worden sein. In dem Artikel in der SonntagsZeitung werden zudem die langen Wartezeiten der Kundschaft auf das beliebte Smartphone angeprangert. Tatsächlich sollen immer noch Swisscom-Kunden seit dem iPhone 4-Release Tag auf Ihr Mobiltelefon warten… Schuld sei Apple, weil alle Provider mit gleich vielen Geräten versorgt wurden und Swisscom, mit dem weit grössten Marktanteil, entsprechend unter akutem iPhone 4-Mangel leiden musste. Wie schon MacMacken richtig erkannte, dürfte das wohl spätestens ein Anlass sein, die Abhängigkeit zu Provider mit subventionierten Geräten noch einmal zu überdenken.

Die Lieferengpässe sind für mich jedoch mehr als erstaunlich, denn glaubt man einem Foxconn Report, so werden täglich 137’000 iPhone 4 hergestellt! Das sind 1,5 iPhone in der Sekunde! Aber die vielen iPhone 4 werden auch dringend gebraucht, denn Ende der Woche werden neue Länder erschlossen:

  • 23. September 2010 – Malaysia
  • 24. September 2010 – Israel und Türkei
  • 25. September 2010 – China
  • 26. September 2010 – Philippinen

Aufatmen dürfen aber alle diejenigen, welche auf das weisse iPhone 4 gewartet haben. Das soll nun tatsächlich noch bis Ende Jahr auf den Markt kommen. Ob es aber noch als Weihnachtsgeschenk reicht, das bezweifle ich jedoch… Denn ein Apple-Fan hat bei Steve Jobs bezüglich der Verfügbarkeit des weissen iPhone 4 per Mail nachgefragt und eine knappe Antwort erhalten:

Christmas is later this year.

So, das war mal wieder ein Rund-um-Blick in Sachen iPhone. Das hat mich jetzt inspiriert mein iPhone 3GS aus dem Ruhestand zu nehmen und die neueste iOS 4.2 Beta Version zu installieren…

Greenpeace: Apple könnte grüner sein.

Die SonntagsZeitung hat ein altes Thema wieder etwas aufgewärmt. Bekanntlich hat Greenpeace vor einiger Zeit Apple an den Umweltsünder-Pranger gestellt, jedoch mit einer sehr guten Kampagne welche auch einige Preise abgeräumt hat. Dank der Kampagne haben sich dann über 50’000 Personen bei Steve Jobs gemeldet mit der Bitte umweltverträglichere Produkte herzustellen. Einige Monate später hat Steve Jobs mit der Mitteilung „A Greener Apple“ sich selber hohe Umwelt-Auflagen erstellt und sich so Genugtuung bei den Umweltaktivisten geholt.

Doch dem Greenpeace-Chef Gerd Leipold geht das ganze, wie sich jetzt herausstellt, zu wenig schnell und hat das bei einem Meeting mit Steve Jobs auch offen gesagt. Gemäss den Aussagen von Leipold brachte das dann den eher sanftmütigen Jobs auch auf die Palme. Andererseits hat Apple sich hohe Ziele gesteckt und diese auch sehr offen kommuniziert. Steve Jobs hat sich und sein Unternehmen also selber zur Zielscheibe gemacht.

Wie dem auch sei. Mit dem neuen iPod nano und den MacBook-Modellen ist Apple auf dem besten Weg zum grünsten Elektronik-Hersteller zu werden: Arsenfreies Glas, keine bromierten Flammschutzmittel, kein Einsatz von Quecksilber, keine Verwendung von PVC und recycelbares Aluminiumgehäuse. Das musste auch Greenpeace eingestehen und man ist zuversichtlich, dass Apple wirklich sehr grün wird im nächsten Jahr.

Meiner Meinung nach ist Apple ein gutes Zugpferd für die Greenpeace-Kampagne. Wenn die Umweltschützer die selbe Kampagne gegen Dell oder Lenovo gefahren wäre, dann wäre das ganze im Mediensumpf untergegangen. Bei Apple-Themen melden sich nämlich die Fan-Extremisten und die Neider gerne und ausführlich zu Wort und tragen so die Diskussion in die Welt. Auch die Sonntagszeitung hat wohl verzweifelt einen Artikel gesucht und die alte „Apple vs. Greenpeace“ Geschichte als dankbaren Artikel gefunden. Das Microsoft und Nintendo seit Jahren als die grössten Umweltsünder gelten, darüber regt sich niemand auf.

Übrigens, Greenpeace selber setzt in den eigenen Büros Lenovo ein. Lenovo ist in der Rangliste der Grünen Elektronik-Hersteller hinter Apple. Eigentlich schade das selbst eine Umweltschützer-Organisation nicht etwas mehr Geld in die Hand nimmt um umweltfreundliche Produkte zu fördern.