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Spotify zankt sich mit Apple Music.

Aktuell zanken sich und der Musik-Streaming-Service halböffentlich über mutmassliche Wettbewerbsverzerrung. Apple dementiert umgehend. Aber der Reihe nach…

Spotify im Apple App Store

Den schwedischen Musikstreaming-Dienst Spotify gibt es seit Ende 2006. Als einer der ersten Anbieter hat Spotify das anhören von DRM geschützter Musik über das Internet angeboten ohne das man die Songs kaufen muss, sondern nur deren Wiedergabe bezahlt. Für eine hohe Nutzung hat Spotify dann eine kostenlose Version angeboten bei welcher der Benutzer nichts bezahlen muss, dafür hin und wieder mit Werbung berieselt wird. Genau hier sehen viele Künstler eine Entwertung der Musik und haben daher ihre Alben und Songs von Spotify abgezogen. Auch der Apple Streaming-Dienst wollte Musiker zuerst unbezahlt lassen bei der dreimonatigen Testphase, wurde dann aber von und den Independent-Labels zum Umdenken gezwungen. Aber eben. Jetzt war Apple Music gekommen um zu bleiben und damit bekommt Spotify einen ernsthaften Mitbewerber. Ernsthaft, weil Apple mit iTunes bereits ein wichtiger Player im Musik-Business ist und mit einem einfachen iOS Update die wohl grösste und zahlungskräftigsten Zielgruppe in der Musik erreichen kann.

Hass-Liebe zwischen Spotify und Apple

Spotify wurde unter anderem auch dank Apple so richtig gross. Es ist kein Geheimnis, dass Apple-Benutzer eher bereit sind für Dienste zu bezahlen. So auch für das Spotify-Musik-Abonnement. Der CEO von Spotify, wie auch Apple selber betonen die tolle Zusammenarbeit, bestätigen 160 Millionen App-Downloads im Apple und das bereits hunderte von Millionen US-Dollar von Apple zu Spotify geflossen seien. Allerdings, nachdem Apple 30% für die Benutzungsgebühr eingestrichen hat, bzw. 15% wenn es ein Dauer-Abonnement ist.

Apple behält 30% des Verkaufserlöses

Apple verlangt für alle App- und In-App-Verkäufe 30% des Erlöses für die Bereitstellung des Dienstes. Darüberhinaus will Apple, dass In-App-Käufe nur über die Apple Zahlungsmöglichkeiten abgehandelt werden können. Fragt man Apple, dann wegen der Sicherheit und dem Benutzererlebnis für die Endkunden.

Angriff auf Spotify zugunsten von Apple Music

Spotify ist hier aber der Meinung, dass es ein Angriff auf Spotify sei und man damit Apple Music stärken will. Denn Spotify kann es sich nicht leisten die 15 bis 30% an Apple abzudrücken. So wälzt man bereits heute den Preisaufschlag auf die Endbenutzer ab. Während ein Spotify Premium Konto auf der Website CHF 12.95 kostet, verlangte man im App Store CHF 16.-. In der neuen App will man nun die Premium-Funktion gar nicht mehr Anbieten und Interessierte auf die Website leiten für den Vertragsabschluss und die Zahlung. So könnte man diese Abgabe an Apple umgehen. Doch genau das ist gemäss Benutzungsbedingungen vom Apple App Store nicht erlaubt. Was auffällt, Spotify weisst seit

Apple argumentiert, dass diese Regel für alle Apps gelte. Aber aus Sicht von Spotify ist es natürlich eine Bevorzugung von Apple Music, denn damit werden die Nutzungsgebühren für Apple Music lediglich von der rechten in die linke Hosentasche gesteckt.

Und was ist mit Google Play?

Auch Google will für die Nutzung des Store Geld bekommen und verlangt, genau wie Apple, 30% des Verkaufserlös. Auch bei In-App Verkäufen wird verlangt, dass man die Zahlungslösung von Google Play verwendet. Eine Zuwiderhandlung kann zur Sperrung der App führen. Bisher ist allerdings unbekannt ob Google hier ein Auge zugedrückt hat, es bei der Prüfung der App einfach unter ging, oder man eigenen Richtlinien unterschiedlich bemisst. Ich frage mich auch, ob die Anwälte von Google ebenfalls besagtes Schreiben bekommen haben oder man schlicht nicht als Konkurrent empfindet…

Wie weiter?

Apple hat Jahre dafür gebraucht um das Wirtschaftssystem rund um iOS aufzubauen. Natürlich ist man daran interessiert den Verkaufskanal App Store gewinnbringend zu nutzen. Spotify hingegen möchte endlich einen Gewinn einfahren. Seit 2008 fährt man Jahr für Jahr Millionenverluste ein und lebt nur von den Investoren. Die Investitionen in die Absatzkanäle über Google Play und Apple App Store scheint man aber ausser Acht gelassen zu haben beim Businessplan. Wenn man also alle Gegebenheiten einhalten möchte, dann dürfte Spotify kostenlos die Apps zum Abspielen über die Stores von Apple und Google anbieten, darin aber nicht auf das Premium-Konto hinweisen, zumindest nicht mit Link. Das Premium-Konto dürfte nur lösen, wer selber die Website aufruft und sich dort registriert. Was natürlich für das Benutzererlebnis unpassend ist und die Endbenutzer eher dazu veranlasst sich bei Google Music oder Apple Music zu registrieren. Oder das Spotify-Premium-Konto kostet über die App direkt 30% mehr, wie bis anhin, als auf der Website.

Kleiner Wermutstropfen, zumindest bei Apple Music bekommen die Künstler ein kleines bisschen mehr Geld ausbezahlt für ihre gespielten Werke als bei Spotify.

Mein Fazit

Ich kann beide Seite gut verstehen. Allerdings hat sich die Welt seit der Gründung von Spotify im Jahr 2006 verändert und das vermeintliche Start-Up tut sich schwer mit den neuen Bedingungen. Wer die jungen, musikalischen Endbenutzer erreichen will, muss diese über das Smartphone erreichen. Den Zugang haben sich Google und Apple untereinander aufgeteilt. Ein bisschen geht noch an Microsoft und vielleicht sogar Amazon. Spotify hat die beiden Gatekeeper unterschätzt und sieht nun die Felle davon schwimmen und versucht es in einem verzweifelten David-Goliath-Akt, schliesslich hat es Taylor Swift damals auch gekonnt (ironischerweise hat Spotify überhaupt nicht auf den Aufruf der Künstlerin reagiert…).

Der Kampf von Spotify gegen den kleineren Mitbewerber mit der grossen Reichweite und dem App-Gatekeeper wird wohl nichts bringen abgesehen von etwas Aufmerksamkeit und einigen loyalen Spotify-Nutzer welche die Abos im Apple App Store kündigen und sich auf der Spotify Website eintragen werden. Spotify wird wohl sehnsüchtig die Zeit abwarten müssen, bis App Stores, egal von welchem Unternehmen, keine wichtige Rolle mehr spielen und alles über Web-Apps zugänglich sein wird.

Apple ist nicht mehr innovativ. Wirklich?

ApfelBlog - Apple Innovationen

Kürzlich hat Watson einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel „Analyse: Apple ist nicht mehr innovativ“ von Raphael Schuppisser. Eine bewusste Herausforderung der Apple-Fans inmitten des Sommerlochs? Egal. Schauen wir mal rein.

In der Einleitung weisst der Journalist darauf hin, dass Apple mit dem iPhone die Touchscreen Smartphones und mit dem iPad die Tablets massentauglich gemacht hat:

Der US-Konzern Apple hat unser Leben mit iPhone, iPad und iPod geprägt. Doch nun hechelt die Firma mit dem angebissenen Apfel-Logo der Konkurrenz hinterher.

Damit hat er sicher nicht unrecht. Jedoch, wirklich erfunden hat Apple das jeweils nicht. Es gab schon vor dem iPhone Smartphones mit Touchscreen von LG. Auch das Tablet haben gleich mehrere Hersteller bereits vor dem iPad angeboten. Apple hat das alles nicht wirklich erfunden, bloss vereinfacht und mit nützlichen Features im eigenen Umsystem angereichert und eben massentauglich gemacht. Genau das ist es was eine Innovation ausmacht. Für eine Innovation muss nicht etwas neu erfunden werden, sondern der Markt muss darauf anspringen, erst dann ist es eine Innovation.

Innovation gemäss Wikipedia:

In der Umgangssprache wird der Begriff im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Im engeren Sinne resultieren Innovationen erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden und den Markt durchdringen…

Beispielsweise Google Glass. Das mag eine Revolution sein wie wir Daten konsumieren aber eben noch keine Innovation, weil das Produkt zum einen kaum oder gar nicht erhältlich ist und zum anderen der Nutzen und alltagstauglich noch nicht transportiert wurde. Genau darin ist Apple stark. Zuerst kommt das Problem und dann warum Apple das Problem mit den eigenen Produkten oder Diensten lösen kann.

Die Erkenntnis von Innovation abgeleitet auf die Apple Watch und Apple Music muss man sagen, doch Apple ist immer noch Innovativ! Spotify gibt es schon wesentlich länger als Apple Music, hat jedoch „nur“ 20 Millionen Benutzer. Apple hat vom ersten Tag an 800 Millionen potentielle Benutzer! Zumindest in den ersten kostenlosen drei Monaten, danach wird sich zeigen ob Apple überzeugen konnte. Auch bei der Apple Watch gab es vorher schon diverse Datenuhren für’s Handgelenk. Der damalige Marktführer Samsung hat 2014 1,2 Millionen Smartwatches verkauft. Ein fünftel vom gesamten Marktvolumen. 2015 hat Apple bereits über 50% Marktanteil! Über Smartwatches wird in der breiten Öffentlichkeit erst seit dem Markteintritt von Apple debattiert. Worin liegt der Nutzen? Kann das Business davon profitieren? Das alles hat erst Apple in Bewegung gebracht.

Fehlt Steve Jobs für Innovationen?

Wahrscheinlich war Steve Jobs einfach sowas wie der perfekte Kunde! Was er mit Apple entwickelt hat, waren alles Produkte welche seine Probleme lösten, er selber benutzte oder einen direkten Nutzen abdeckte. Es musste einfach und vor allem fehlerfrei funktionieren! Für die schlechten Apple Maps sind damals Köpfe gerollt… Fehlt jetzt eine solche kompromisslose Person? Bisher, so finde ich, macht Tim Cook einen guten Job. Wie bereits erwähnt ist die Apple Watch erfolgreich gestartet. Wie sich Apple Music entwickelt werden wir sehen und die Entwicklungen im Umweltschutz wie auch in neuen Bündnissen wie mit IBM steckt grosses Potential.

Ist Apple nun Innovativ oder nicht?

Sofern man bei Innovation gemäss der richtigen Definition auch von Markt-Durchdringung spricht, dann ist Apple auch 2015 noch innovativ. Verwechselt man innovativ mit revolutionären Erfindungen, dann ist Apple nicht mehr Innovativ… Vielleicht ist Apple im Grossen und Ganzen auch nicht mehr Revolutionär, sondern Evolutionär oder ein Beschleuniger in einer revolutionären Bewegung.

Wie seht ihr das? Ist in der Bevölkerung nicht bekannt was eine Innovation ist? Hinkt Apple wirklich nur hinterher? Woher kommt der Erfolg mit den „alten Innovationen“?

Wo bleibt iTunes Radio für die Schweiz?

iTunes Radio

Schon bald wöchentlich vergewissere ich mich in der Musik App von Apple auf dem iPhone, ob nicht doch eventuell bereits still und leise der iTunes Radio Stream aufgeschaltet wurde. Und immer wieder werde ich enttäuscht. Im Juni 2013 wurde der Streaming-Service vorgestellt, seither darf man nur mit einem US oder australischen iTunes-Konto auf das Apple Radio zugreifen.

Gerüchten zufolge wird der Streaming Service verbessert mit dem Wissen und der Technologie von Beats Music. Dabei wäre ich schon froh wenn ich endlich mal über iTunes Radio frische, unbekannte Musik entdecken könnte… Also Apple, los! Macht mal vorwärts mit iTunes Radio!

Vermisst ihr auch iTunes Radio oder weicht ihr einfach auf Spotify und Co. aus?

iTunes Radio verdrängt in Amerika Spotify auf Platz 4.

Audio Streaming

 

Noch immer warten wir hier in der Schweiz sehnsüchtig auf iTunes Radio. Hin und wieder lässt sich der Musik-Streaming Service von Apple für wenige Minuten blicken, verschwindet dann aber meistens wieder, ohne dass man Musik hätte abspielen können. Es sei denn, man hat ein US iTunes-Konto.

Unter den amerikanischen Musik-Fans ab 12 Jahren und älter hat Statista, bzw. Edison Research, eine Umfrage gemacht. Dabei wurde klar, dass iTunes Radio bereits nach kurzer Zeit auf Platz 3 rangiert und Spotify auf den vierten Platz der Musik-Streaming-Services verdrängt hat. Unangefochten bleibt Pandora mit einem riesigen Vorsprung (noch) auf Platz 1!

Ich für meinen Teil kann es kaum abwarten iTunes Radio im normalen Zugriff zu haben mit meinem Schweizer iTunes-Konto. Einmal mehr macht die Einfachheit und die nahtlose Verbindung zu iTunes und all meinen Endgeräten den Vorteil für mich aus.

Apple stellt CarPlay vor am Automobilsalon Genf.

Carplay

Apple führt CarPlay ein und ermöglicht Autofahrern einen intelligenteren, sichereren und mehr Spass bringenden Weg iPhone im Auto zu nutzen
CarPlay gibt seine Premiere mit führenden Automobilherstellern auf dem Internationalen Automobil-Salon Genf

Apple hat heute überraschend neue zum Thema iOS in the Car vorgestellt. Zusammen mit führenden Automobilhersteller will man CarPlay einführen. CarPlay soll dem iPhone-Anwendern einen intuitiven Weg bieten, mit nur einem Wort oder einer Berührung Telefonanrufe zu tätigen, Karten zu nutzen, Musik zu hören und auf Nachrichten zuzugreifen. Anwender können CarPlay über die ursprüngliche Benutzeroberfläche des Autos steuern oder einfach den Sprachsteuerungsknopf des Lenkrads gedrückt halten, um Siri ohne jegliche Ablenkung zu aktivieren. Diese Woche wird CarPlay in Fahrzeugen von Ferrari, Mercedes-Benz und Volvo seine Premiere geben, während zusätzliche Automobilhersteller inklusive BMW Group, Ford, General Motors, Honda, Hyundai Motor Company, Jaguar Land Rover, Kia Motors, Mitsubishi Motors, Nissan Motor Company, PSA Peugeot Citroen, Subaru, Suzuki und Toyota Motor Corp CarPlay auf den Weg bringen werden.

Greg Joswiak, Vice President iPhone und iOS Product Marketing von Apple, freut sich:

CarPlay ist von Grund auf entwickelt worden, um Fahrern ein fantastisches Erlebnis mit ihrem iPhone im Auto zu ermöglichen. iPhone-Anwender wollen ihre Inhalte immer zur Hand haben und CarPlay lässt Fahrer ihr iPhone mit der minimalsten Ablenkung nutzen. Wir haben tolle Automobilhersteller als Partner, die CarPlay einführen werden, und wir sind begeistert, dass es diese Woche in Genf vorgestellt wird.

Apple führt die Integration von technischen Konsumgütern im Auto seit mehr als einem Jahrzehnt an. CarPlay kombiniert Auto und iPhone auf eine durchdachte Art und Weise, die dem Fahrer volle Konzentration auf das Fahren ermöglicht, während er sich alles vom iPhone holen kann, was er möchte.

CarPlay Phone

Telefon

Sobald iPhone über die CarPlay-Integration mit dem Fahrzeug verbunden ist, unterstützt Siri beim Zugriff auf Kontakte, bei Telefonanrufen, beim Rückruf von verpassten Anrufen oder dem Abhören von Sprachnachrichten.

CarPlay Message

 

Nachrichten

Wenn eingehende Nachrichten ankommen, bietet Siri die Möglichkeit die Anfragen über Sprachbefehle zu beantworten, in dem es die Nachrichten dem Fahrer vorliest, sich die Antworten diktieren lässt oder einen einfachen Rückruf ermöglicht – und das alles, ohne dass der Fahrer den Blick auf die Strasse verliert.

CarPlay Maps

Navigation

CarPlay macht die Planung von Routen intuitiver, indem es – durch die Verzahnung mit Karten – Ziele auf Basis kürzlich vorgenommener Fahrten über Kontakte, E-Mail und Nachrichten voraussagt und Streckenführung, Verkehrsinformationen und die voraussichtliche Ankunftszeit zur Verfügung stellt. Man kann auch einfach Siri fragen und gesprochene Turn-by-Turn-Anweisungen erhalten, die mit den Karteninformationen korrespondieren, die auf dem im Auto eingebauten Display angezeigt werden.

CarPlay Music

Musik

CarPlay gibt dem Fahrer Zugriff auf all seine Musik, Podcasts und Hörbücher durch simples Navigieren durch die Hörauswahl über die im Auto eingebauten Steuerungsmöglichkeiten oder durch das einfache Fragen von Siri, das abzuspielen, was man hören möchte. CarPlay unterstützt auch Musik-Apps von Drittherstellern inklusive Spotify und iHeartRadio, so dass man während der Fahrt seine Lieblingsradiodienst- oder Sportübertragungs-Apps hören kann.

Bedienung

CarPlay kann nicht nur über einen Touchscreen bedient werden, sondern auch über den Sprachbefehl-Knopf am Steuerrad, oder anderen mechanischen Bedienungselementen. Was auch immer den Bildschirm des Autos bedient, das kann auch CarPlay steuern.

Verfügbarkeit

CarPlay von Apple ist als Update von iOS 7 verfügbar und funktioniert mit Lightning-basierten iPhones inklusive iPhone 5s, iPhone 5c und iPhone 5. CarPlay wird in ausgewählten Automodellen, die ab 2014 ausgeliefert werden, verfügbar sein in den folgenden Länder: Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Italien, Japan, Mexiko, Korea, Spanien, UK, USA und in der Schweiz.

Wann kommt iTunes Radio für die Schweiz?

iTunes Radio

Bildquelle: Renato Mitra & Breezi PlaceIt.

Apple hat am 10 Juni 2013, an der Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) den iTunes Radio Dienst vorgestellt, was dann am 18. September 2013 auch gestartet wurde, jedoch nur in Amerika. Die restliche Welt wartet seit her vergebens, zumindest der Teil, der keinen amerikanischen iTunes Store Account hat. Ich selber hab den Dienst auch schon ausprobiert und bin begeistert.

Eddy Cue, Senior Vice President Internet Software und Services von Apple, erklärt iTunes Radio so:

iTunes Radio ist eine wunderbare Art personalisierte Radiosender zu hören, die ausschliesslich für den jeweiligen Hörer kreiert wurden. Es ist die Musik, die man am meisten liebt, die man lieben wird und die man mit nur einem Klick einfach im iTunes Store kaufen kann.

Hört man einen Song, der einem gefällt, so kann man Siri sogar darum bitten, weitere solche Songs zu spielen. Eine tolle Art und Weise neue Songs und Künstler zu entdecken. Aber auch sonst gibt es funktional einiges was toll ist bei dem Musik-Dienst. Während wir kostenlos zuhören können, werden die Künstler aber trotzdem bezahlt. Durch die eingebetete Werbung. Wer iTunes Match Kunde ist, hat bereits bezahlt und darf iTunes Radio werbefrei nutzen.

Natürlich kommt dann wieder die Frage, ob die Künstler über Streaming eigentlich genug Geld verdienen? Wahrscheinlich nicht… Aber dennoch machen alle mit! Nicht nur die Konsumenten, sondern auch die Musik-Labels und die Künstler. Sie alle hätten die Macht es zu ändern, wenn denn alle mitmachen würden.

Wann denn nun?

Leider ist der Dienst ausserhalb von Amerika noch nicht gestartet. Einer der Gründe dürften die komplizierten Lizenzrechte der Musikindustrie sein. So muss quasi für jedes Land eine Vereinbarung getroffen werden. Ein nicht ganz einfacher Job. Ich wünschte mir, dass iTunes Radio bald auch in die Schweiz kommt. Ich mag es neue Musik zu entdecken. Und wenn es mir richtig gut gefällt, so bin ich gerne bereit den Songs auch im iTunes Music Store zu kaufen.

Wie ist es mit euch? Wartet ihr auf iTunes Radio, oder habt ihr euch schon mit Spotify abgefunden?

iTunes Radio versetzt Twitter #Music den Todesstoss.

iTunes Radio

Bildquelle: Renato Mitra & Breezi PlaceIt.

Mit iOS 7 kam iTunes Radio. Zumindest für die Menschen, die einen iTunes Store Account für USA, Kanada oder Grossbritannien besitzen. Der Rest der Welt muss, wie immer, noch ein bisschen (vielleicht auch mehr) Geduld aufbringen. Wer iTunes Radio aber schon mal nutzen konnte ist mehrheitlich begeistert. Einen ähnlichen Weg gehen ja bereits andere Dienste wie Pandora oder Twitter #Music. Insbesondere Twitter #Music hat sich bis heute kaum etabliert und wird immer weniger genutzt. Es ist also naheliegend, dass iTunes Radio mit einer Öffnung in mehreren Ländern dem Twitter #Music Dienst den Todesstoss versetzen wird.

Auch bei Pandora fürchtet man sich vor iTunes Radio. Zuvor hat man noch grosse Töne gespuckt und bewusst den Dienst günstiger für die Nutzer gemacht. Doch das alles hat nichts gebracht. [tweetable]In nur zwei Wochen nach dem Markt-Start  sind 15% der Pandora-Benutzer rüber zu iTunes Radio.[/tweetable] Pandora hat Apple völlig unterschätzt und sieht das eigene Businessmodell zu recht gefährdet.

Auch Spotify muss sich ein wenig fürchten. Wer nämlich Spotify in erster Linie nutzt, um neue, frische Musik kennenzulernen, beispielsweise auf der Basis eines Künstlers den man mag, der ist bei iTunes Radio besser bedient. Kommt dazu, findet man den neu gewonnen Song gut, ist der Einkauf bei iTunes so nah wie nirgendwo. Insbesondere die Verführung der Konsumenten zum Kauf eines Songs sollte die Musikindustrie erfreuen, wenn da kann der Künstler, oder Rechteinhaber, wesentlich mehr verdienen als beim Stream.

Streaming tötet das Musik-Business. Schon wieder.

Amsterdam Dance Event Conference

Seit vielen Jahren reise ich immer im Oktober nach Amsterdam an die Amsterdam Dance Event. Eine Konferenz rund um elektronische Tanzmusik (EDM). Es geht um Artisten, Produzenten, Labels, Musikvertrieb, Event Manager und, und, und… Hier werden Bekanntschaften geknüpft, Geschäfte gemacht und sich über aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Szene ausgetauscht. Auf eine sehr unverkrampfte Art und Weise.

Natürlich bin ich aktuell auch in diesem Jahr wieder vor Ort. Das erste grosse Thema was mich hier, und die Branche, beschäftigt sind die aktuellen Entwicklungen im Bereich Musik-Streaming. Tatsächlich ist die Musik-Branche, nicht nur EDM jedoch insbesondere, wieder im Umbruch. Im Umbruch, weil die Technik sich im Moment rasant weiterentwickelt und dem Endkonsumenten neue Möglichkeiten bietet an Musik zu kommen. Zuerst immer illegal, später dann legal. Nach den MP3 und der Musik-Piraterie über Napster und Apple’s iTunes, was aufgeblasene Alben überflüssig machte killt Musik-Streaming das Business.

Man kann sich vorstellen, dass wenn der Endkonsument maximal CHF 13.- bezahlt um auf den gesamten Musikkatalog zu zugreifen, die Labels und die Artisten natürlich davon nicht mehr leben können. Spotify selber sagt von sich, dass man 70% aller Einnahmen an die Rechteinhaber ausschüttet. Je grösser die Spotify-Gemeinschaft ist, desto grösser ist der Ertrag den man dann auszahlen kann. [tweetable]Will ein Künstler bei Spotify 1’160 USD verdienen, so muss sein Song über 4 Millionen mal angehört werden.[/tweetable]

Digital Royalties

Wie geht es hier weiter? Können Musiker nur noch überleben, wenn man einen Zweitjob hat? Oder nur die grossen, welche mit Touren und Konzerten noch richtig Geld verdienen können? Oder muss das Umsystem der Künstler bestehend aus Manager, Musiklabel, Vertrieb und Services aussterben? Wehrt sich die Industrie und boykottiert die Streaming-Services?

Die Frage ist auch, wie verhalten wir Konsumenten uns? Gemäss Spotify will die Jugend gar keine Musik mehr besitzen wie es die ältere Generation vielleicht noch will. Dagegen spricht der Trend, dass vermehrt, auch bei Jugendlichen, der Musikstream aufgezeichnet wird, dass man die Musik unabhängig von Abo und Internet-Zugriff, hören kann.

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Apple versucht ja mit iTunes Radio die Brücke zu schlagen. iTunes Radio streamt die Musik mit interessanten Playlists um die Endkonsumenten auf neue, frische und unbekannte Musik aufmerksam zu machen. Gefällt die Musik, ist man nur ein Klick vom Kauf entfernt. Zumindest wesentlich näher als bei Spotify und Co.

Apropos Spotify. [tweetable]Hier an der #ADE13 geht das Gerücht um, dass Spotify bald auch Musikvideos streamen wird.[/tweetable] Spotify selber will dazu nichts sagen.

Wie dem auch sei, am Ende wird wohl die Technik und Endkonsumenten gewinnen. Die Musik-Branche muss sich, wie auch immer, anpassen. Es lohnt sich sicher die Auen und Ohren weit offen zu halten und nicht wie beim Internet den Trends völlig zu verschlafen.

iTunes Radio – So viel bezahlt Apple den Labels.

iTunes Radio

 

Vor dem Start von iTunes Radio, auch bekannt als iRadio, hat man sich gefragt, wie teuer der Dienst für die Kunden sein wird und viel die Lables und Künstler tatsächlich an dem Musik-Dienst verdienen werden. Inzwischen wissen wir, iTunes Radio ist für die Endkonsumenten kostenlos, bzw. werbefinanziert. Für iTunes Match Kunden ist iTunes Radio nicht nur kostenlos, sondern auch werbefrei! Doch wie sieht es für die Künstler aus?

The Wall Street Journal hat nun die Zahlen auf dem Tisch für einen Vertrag zwischen Apple und einem Independent Musik Label. Im ersten Jahr bezahlt Apple 0.13 Cents für jeden gespielten Song, plus 15% der Werbeeinnahmen proportional aufgeteilt nach Anzahl Songs die gespielt wurden. Im zweiten Jahr sind es dann 0.14 Cents pro Song und 19% der Werbeeinnahmen. Man kann davon ausgehen, dass die vier Major-Labels Sony Music, EMI, Warner Music und Universal Music einen anderen Deal haben.

Damit wären kleine Labels bei Apple wesentlich besser bedient als bei Pandora oder Spotify. Bei Pandora erhalten die Künstler 0.12 Cents pro gespielten Song, bei Spotify haben diverse europäische Künstler gemeldet, dass man nur 0.002 bis 0.003 Euro pro gespieltes Lied erhält. So oder so, für Apple ist iTunes Radio ein interessanter Weg dem potentiellen Publikum gute, passende Musik vorzuführen mit der Absicht, dass das Publikum dann die guten Songs einkauft. Natürlich im iTunes Music Store. Somit verdient Apple, wie aber auch das Label, bzw. der Künstler, doppelt. Vom Abspielen und vom möglichen Einkauf. Es gilt noch abzuwarten, ob ein unabhängiger Künstler mit 0.14 Cent plus Werbeeinnahmen auf einen höheren Betrag kommt als 0.2 Cent…

Bei diesen Zahlen muss man sich allerdings schon fragen, sind wir, die Endkonsumenten, zu geizig für gute Musik? Warum kaufen wir Musik nicht mehr zu den Preisen wie früher? Haben sich die Major-Labels zu lange bereichert und damit das Vertrauen in den Musik-Markt zerstört? Wo hörst Du deine Musik und kaufst du noch, oder streamst du nur?

Apple bewegt die Musikindustrie. Schon wieder.

iTunes

Es gehen schon länger die Gerüchte um, dass Apple einen eignen Musik-Stream-Service anbieten möchte. So ähnlich wie Spotify oder Pandora. Tim Cook persönlich trifft sich immer wieder mit den grossen aus der Musikbranche. Nun hat die New York Post einen spannenden Bericht veröffentlicht zu dem Thema.

Im Musik-Streaming ist es üblich, dass man der Musikbranche 21 Cent für 100 gespielte Songs bezahlt. Spotify bezahlt sogar mehr mit 35 Cent. Pandora hat besser verhandelt und muss gerade einmal 12 Cent abgeben. Gemäss einem Insider aus der Chef-Etage eines grossen Musik-Lables soll auch Apple ein Angebot gemacht haben mit 6 Cent für 100 gespielte Songs. Ein lächerliches Angebot… Wäre schön wenn Apple den Musikern auch etwas Geld lassen würde. Eigentlich schade sind die grossen Labels immer noch dazwischen. Eigentlich ist ja Apple der grösste Vertrieb von Musik…

Wirklich spannend ist aber ein Patent von Apple, in dem beschrieben wird, wie die Nutzungsrechte eines Musikstückes (DRM) von einem Endbenutzer zu einem anderen transferiert werden können. Damit würde das geschlossene Musik-System von Apple ein kleines bisschen geöffnet. Jeder von uns hätte dann die Chance Musik zu verschenken oder weiterverkaufen, wenn wir keine Lust mehr haben auf die Songs.

Ironischerweise war das bisherige System von Apple auch Vorbild für die neue Microsoft Xbox, wonach in Zukunft eingekaufte Spiele nur von dem einen Benutzer gespielt werden kann. Der Spieler hat danach keine Möglichkeit das Spiel als gebraucht zu verkaufen, sondern alle Spiele müssen neu eingekauft werden. Vielleicht lässt microsoft diese Pläne auch wieder fallen sobald man iTunes Inhalte weiter schenken und verkaufen kann.