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Ist Apple bei Jugendlichen uncool?

Ist Apple cool?

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/courosa/5536535796/

Mir kommt immer wieder zu Ohren, dass Jugendliche Apple inzwischen uncool finden weil die Eltern auch ein iPhone haben und überhaupt alles Mainstream ist… Vor ein paar Tagen durfte ich ein Schullager miterleben als Begleiter. Abends hatte ich dann Gelegenheit mit den Jugendlich aus einer Oberstufenschule über das Medienverhalten zu diskutieren. Was mich als erstes erstaunte, alle, ausnahmslos alle hatten ein iPhone. Von iPhone 4, über iPhone 4S bis iPhone 5. Dabei dachte ich, dass nun alle zu Samsung Galaxy SIII und S4 wechselten. Aber auch in Zukunft wollen die Jugendlichen beim iPhone bleiben und hatten viele Fragen zum iPhone 5S und waren zum Teil auch gut informiert.

Als ich meine neue Erkenntnis aus der nicht repräsentativen Feldstudie über Twitter verbreitete kamen natürlich die ersten Einwände:

Tatsächlich hätte es sein können, dass die Schüler die iPhones von den Eltern einfach geschenkt bekamen, weil diese ein neueres Modell gekauft haben. Aber es war der Wunsch der Kids ein iPhone zu haben und wollen auch zukünftig dabei bleiben. Angesprochen auf das Samsung Flaggschiff meinten die meisten, dass das im Vergleich zum iPhone eher kaputt geht wegen den dünnen Plastikgehäusen, was mich dann wieder erstaunte. Denn gerade die Glas-Rückseite des iPhone 4 oder 4S ist sehr empfindlich. Es wurden mir aber diverse Geschichten von Smartphone-Unfällen zugetragen und dabei kam das iPhone meistens ohne grösseren Schaden davon im Vergleich zur Konkurrenz. Aber eines ist sicher: Ob Samsung, Android war übrigens nie ein Thema, oder iPhone bei den Jugendlichen beliebter ist, das ist regionalen Trends unterlegen und kann kaum Global beantwortet werden.

Android ist kein Thema

Weil man eben nie von Android redet, sondern nur von Samsung, HTC, etc., kann das schnell gefährlich werden für Google, so glaube ich. Sollte sich Samsung tatsächlich dazu entschliessen das eigene Betriebssystem Tizen zu bevorzugen, so würden die meisten Konsumenten einfach beim Samsung Gerät bleiben und Android nicht vermissen. Denn Android hat kein Gesicht. Jeder Hersteller verändert Android so, wie es gerade passt. Der grosse Verlierer wäre natürlich Google, denn ohne Samsung verliert Google 50% weltweiten Marktanteil.

Und Facebook?

Ins gleiche Thema geht die Frage, nutzen die Jugendlichen noch Facebook? Meine Gespräche haben ergeben, ja. Aber lange nicht mehr so intensiv wie früher. Bilder werden eher über Instagram geteilt und mit Interaktionsraten von denen einigen grosse Marken nur träumen können. Kommuniziert wird über WhatsApp. Hier wird es Swisscom iO schwierig haben die grosse Masse zu bewegen.

Eigentlich sollte ich  viel mehr solche Feldstudien machen. Raus gehen und mit den Leuten, ausserhalb meines Kontaktnetzwerks, über solche Themen sprechen…

Teenager bekommt iPhone zu Weihnachten – Mit 18-Punkte Vertrag

iPhone 5

In Amerika hat die Mutter und Bloggerin Janell ihrem 13-jährigen Sohn Gregory ein iPhone zu Weihnachten geschenkt. Aber unter Auflagen! Zum Geschenk gehört auch ein 18-Punkt-Vertrag. Bei einem Verstoss gegen einen dieser Punkte muss der Junior das iPhone wieder abgeben und erhält es erst wieder zurück, wenn Mutter und Sohn ein ausführliches Gespräch über den Verstoss geführt haben.

Die Art und Weise, wie der Kleine an die neue Technik geführt wird gefällt mir. Über den Inhalt des Vertrages kann man sicher streiten:

  1. It is my phone.  I bought it.  I pay for it.  I am loaning it to you.  Aren’t I the greatest?
  2. I will always know the password.
  3. If it rings, answer it.  It is a phone.  Say hello, use your manners.  Do not ever ignore a phone call if the screen reads “Mom” or “Dad”.  Not ever.
  4. Hand the phone to one of your parents promptly at 7:30pm every school night & every weekend night at 9:00pm.  It will be shut off for the night and turned on again at 7:30am.  If you would not make a call to someone’s land line, wherein their parents may answer first, then do not call or text.  Listen to those instincts and respect other families like we would like to be respected.
  5. It does not go to school with you.  Have a conversation with the people you text in person.  It’s a life skill.  *Half days, field trips and after school activities will require special consideration.
  6. If it falls into the toilet, smashes on the ground, or vanishes into thin air, you are responsible for the replacement costs or repairs.  Mow a lawn, babysit, stash some birthday money.  It will happen, you should be prepared.
  7. Do not use this technology to lie, fool, or deceive another human being.  Do not involve yourself in conversations that are hurtful to others.  Be a good friend first or stay the hell out of the crossfire.
  8. Do not text, email, or say anything through this device you would not say in person.
  9. Do not text, email, or say anything to someone that you would not say out loud with their parents in the room.  Censor yourself.
  10. No porn.  Search the web for information you would openly share with me.  If you have a question about anything, ask a person – preferably me or your father.
  11. Turn it off, silence it, put it away in public.  Especially in a restaurant, at the movies, or while speaking with another human being.  You are not a rude person; do not allow the iPhone to change that.
  12. Do not send or receive pictures of your private parts or anyone else’s private parts.  Don’t laugh.  Someday you will be tempted to do this despite your high intelligence.  It is risky and could ruin your teenage/college/adult life.  It is always a bad idea.  Cyberspace is vast and more powerful than you.  And it is hard to make anything of this magnitude disappear – including a bad reputation.
  13. Don’t take a zillion pictures and videos.  There is no need to document everything.  Live your experiences.  They will be stored in your memory for eternity.
  14. Leave your phone home sometimes and feel safe and secure in that decision.  It is not alive or an extension of you.  Learn to live without it.  Be bigger and more powerful than FOMO – fear of missing out.
  15. Download music that is new or classic or different than the millions of your peers that listen to the same exact stuff.  Your generation has access to music like never before in history.  Take advantage of that gift.  Expand your horizons.
  16. Play a game with words or puzzles or brain teasers every now and then.
  17. Keep your eyes up. See the world happening around you.  Stare out a window.  Listen to the birds.  Take a walk.  Talk to a stranger. Wonder without googling.
  18. You will mess up.  I will take away your phone. We will sit down and talk about it. We will start over again. You & I, we are always learning.  I am on your team. We are in this together.

Punkt 18 ist sicher einer der wichtigsten Punkt. Eltern und Kinder müssen hier gemeinsam die neue Technik-Welt erkunden und gemeinsam lernen wie man damit umgeht. Denn hin und wieder können wir Erwachsenen auch von Kinder wieder etwas neues lernen. Dafür müssen wir offen sein.

Auf die Grundidee des Vertrages mit dem iPhone, werde ich in ein paar Jahren wohl zurück greifen wenn die kleine iTochter interesse an einem eignen Smartphone bekundet.

(via TUAW)