Posts tagged "terminal"

Versteckte Funktionen in Twitter for Mac 2.1

Der ApfelBlog.ch-Leser Sacha (@RadLikeWhoa_), hat sich die neue Twitter for Mac Version 2.1 etwas genauer angeschaut und dabei entdeckt, dass die versteckten Features aus dem MacHeist Nano Bundle immer noch vorhanden sind. Er war auch in der Lage alle diese Funktionen zu aktivieren. Welche das sind und wie diese aktiviert werden, dass erklärt er gleich selber in diesem Gastbeitrag. Viel Spass bei der Lektüre:

Mit dem Mac App Store erschien auch eine Applikation, die auch heute noch zu den beliebtesten gehört: Twitter for Mac. Nachdem MacHeist in einem ihrer bekannten Nano Bundles eine exklusive Vorschau auf Tweetie 2 versprachen, konnten sie dieses Versprechen jedoch nicht halten. Entschädigt wurden die Käufer mit verschiedenen geheimen Einstellungen, die nur Käufer des Nano Bundles freischalten konnten. Mit dem heute erschienen Update auf Version 2.1 wurden diese Einstellungen auch noch erweitert. Aber auch als normaler Nutzer müssen einem diese Einstellungen nicht vorenthalten bleiben. Mithilfe des Terminals und ein paar einfachen Kommandos kann man diese Einstellungen schnell selbst freischalten.

Öffne dazu erst einmal ein Terminal Fenster. Gib dann eines der folgenden Kommandos ein. Zu beachten ist, dass die vorgenommenen Änderungen erst nach einem Neustart der Applikation ihren Effekt zeigen. Um eine Funktion zu aktivieren, nutze eines der Kommandos von unten. Um die Funktion wieder zu deaktivieren, ersetze einfach das YES am Ende des Kommandos durch ein NO.

  • User timeline avatar derepeater
    Dies betrifft die Nutzerprofile. Bekannt ist diese Funktion aus der – jetzt veralteten – DM-Ansicht. Es geht darum, dass nicht bei jedem Tweet der Avatar des Users angezeigt wird, sondern der erste solange oben in der Ansicht fixiert bleibt, bis ein Tweet eines anderen Nutzers, also ein Retweet folgt. Ich rate jedoch davon ab, diese Einstellung zu aktivieren, da ich sie als eher experimentell empfinde, und es teilweise zu optischen Fehlern kommt, wie zum Beispiel einem flackernden Avatar.
    defaults write com.twitter.twitter-mac UserTimelineDerepeater -bool YES
  • Scroll over window will bring to front
    Dies betrifft die ganze Applikation. Wenn die Applikation im Hintergrund ist, dann muss man immer zuerst auf sie klicken, damit sie wieder aktiv wird, man also überhaupt erst tweeten kann. Ist diese Einstellung aktiviert, dann muss man nur mit der Maus über das Fenster fahren und nach unten oder oben scrollen. Dies ist vor allem praktisch, wenn man gleich in der Timeline weiter scrollen will.
    Diese Einstellung empfehle ich auf jeden Fall, denn sie ist sehr praktisch. Klar, es ist kein grosser Aufwand, kurz auf das Fenster zu klicken, aber vor allem wenn man gleich weiter scrollen will.
    defaults write com.twitter.twitter-mac ScrollingMakesKeyAndOrdersFront -bool YES
  • Type anywhere
    Will man einen neuen Tweet schreiben, so erfordert das entweder zwei Klicks oder eine Tastenkombination. Kein unglaublich grosser Aufwand, aber es geht auch noch schneller. Ist diese Option aktiviert, so kann man – sofern die Applikation aktiv ist – direkt den Tweet schreiben, ganz ohne Tastenkombination, ganz ohne Klicks.
    Wenn man will, dann kann man diese Funktion problemlos aktivieren. Ein Problem sehe ich nur, wenn man einen Tweet beispielsweise mit T oder F beginnen will, schliesslich sind diese Tasten ja bereits für Retweets, beziehungsweise Favs zuständig, was auch weiterhin die primäre Aktion bleibt. Natürlich kann man aber Tweets immer noch mit den Tastenkombinationen und übers Menü schreiben.
    defaults write com.twitter.twitter-mac TypeAnywhereToTweet -bool YES
  • Hide app in background
    Kann man als nützlich empfinden, muss man aber nicht. Verliert die Applikation den Fokus, benutzt man also eine andere Applikation, dann wird Twitter ausgeblendet und man sieht keine weiteren Spuren davon.
    defaults write com.twitter.twitter-mac HideInBackground -bool YES
  • Compose windows float over all windows
    Wenn diese Option aktiviert ist, dann bleibt das Fenster zum Erstellen eines neuen Tweets immer im Vordergrund.
    defaults write com.twitter.twitter-mac NormalComposeWindowLevel -bool YES
  • Show full names
    Eine Funktion, die ich persönlich anfangs vermisst habe. In vielen Twitterclients kann man, je nach Vorliebe, entweder den Usernamen oder den richtigen Namen der Twitterer anzeigen. Mit dieser Funktion werden die richtigen Namen angezeigt.
    defaults write com.twitter.twitter-mac ShowFullNames -bool YES
  • ESC closes compose windows
    Auch ein nützlicher Trick, wenn man zu faul ist um auf den Abbrechen-Knopf zu klicken. Schreibt man einen neuen Tweet, so kann man mithilfe dieser Funktion ganz einfach die Escape Taste drücken, um das Schreiben abzubrechen.
    defaults write com.twitter.twitter-mac ESCClosesComposeWindow -bool YES
  • Classic Mode
    Eher eine Spielerei als etwas wirklich Nützliches. Seit Version 2.1 bietet Twitter eine alternative Ansicht an, die an die alten Zeiten erinnern soll. Nur schwarz und weiss und dazu noch ganz viele Pixel.
    Wie gesagt, als Spielerei kann man es mal ausprobieren, sonst würde ich jedoch davon abraten.
    defaults write com.twitter.twitter-mac Chicago -bool YES
  • Bounce scroll view on 10.6
    Meiner Meinung nach eine enorm nützliche Funktion. Aus verschiedenen iPhone Applikationen ist bereits die Pull To Refresh Funktion bekannt. Seit dem neusten Update wird diese Funktion auch in Twitter for Mac nachempfunden. Scrollt man in der Timeline weiter nach oben als bis zum aktuellsten Tweet, dann wird die Timeline refresht.
    Ja, in Zeiten von User Streaming ist diese Funktion wohl nicht so unglaublich nützlich. Trotzdem sollte man sie mindestens einmal aktiviert haben, einfach schon weil sie so schön umgesetzt ist.
    defaults write com.twitter.twitter-mac ForceEnableScrollBouncing -bool YES
  • Quote Syntax
    Etwas, das viele User an den neuen Versionen von Twitter nicht mögen: Das Fehlen der alten RT Formate. Mit diesem Kommando kann man die Quote Tweet Funktion so umändern, dass Tweets im klassischen RT Format zitiert werden, oder auch mit via.
    defaults write com.twitter.twitter-mac QuoteTweetSyntax -string „RT @{USERNAME}: {TEXT}“
    defaults write com.twitter.twitter-mac QuoteTweetSyntax -string „{TEXT} (via @{USERNAME})“

FTP mit dem Mac

Es wird Zeit die Kategorie „Umsteiger“ wieder etwas aktiver zu pflegen. Damit ich mehr Inspiration und Inputs habe, was Euch beim umsteigen von PC auf den Mac beschäftigt, dürft Ihr mir gerne Eure Probleme, Sorgen und Fragen mitteilen. Danke schon mal im voraus für Eure Mitarbeit!

Aber zurück zum Thema. Gerade Webdesigner und Webentwickler müssen auf Server zugreifen können um da Dateien hoch zu laden, zu modifizieren oder gar löschen. Das ganze geht mit einer so genannten FTP-Verbindung (File Transfer Protocol). Bei Windows kann der Internet Explorer die Rolle eines FTP-Programms übernehmen um Dateien auf einem entfernten Webserver zu modifizieren. Auch der Mac hat eigene Bordmittel, jedoch beschränkt.

Finder
Der Finder kann sich per FTP zu Server verbinden. Wähle im Menü „Gehe zu“ und dann „Mit Server verbinden…„. Hier kann die FTP-Adresse dann eingetragen werden. Eigentlich einfach. Jedoch unschön an der Sache ist, damit lassen sich Dateien lediglich lesen. Also nicht für Webworker, sondern nur für Journalisten und Neugierige welche irgendwelche Daten von einem Web- oder FTP-Server herunterladen müssen.

Terminal
Terminal ist ein mächtiges Tool beim Mac. Per Befehl kann so ziemlich alles in und um den Mac bewegt und verändert werden. Dazu gab es auch schon Beispiele im ApfelBlog.ch. Mit eben diesem Befehlszeilen-Programm kann man auch eine FTP-Verbindung aufbauen und die Dateien nach belieben bearbeiten. Das Problem dabei, es gibt keine Visualisierung. Man gibt jeden einzelnen Befehl für jede Datei per Text an.

  • Verbindung aufbauen: ftp ftp.mein-server.ch
  • Datei uploaden: put meine-datei.html
  • Datei downloaden: get meine-datei.pdf
  • etc.

Safari
Gibt man die FTP-Adresse in Safari ein, dann gelangt man zuletzt auch nur zur „nur lesen“-Ansicht wie beim Finder.

Und jetzt?
Leider führt für Webworker kein Weg an Drittprogrammen vorbei. Es gibt da aber kostenlose Lösungen wie beispielsweise das Schweizer Programm Cyberduck oder der bekannte Filezilla.

Ich persönlich vertrete ja die Auffassung, dass gute Lösungen auch etwas kosten dürfen. Daher empfehle ich auch beim FTP-Programm eher kostenpflichtige Lösungen. Ein sehr gutes Programm ist beispielsweise Transmit von Panic. Meine persönliche Empfehlung geht aber an das schöne und Funktionsreiche Programm Forklift welches ich auch schon früher einmal vorgestellt habe. Übrigens soll es bei Forklift demnächst eine noch schnellere und bessere Version geben.

Welche Erfahrungen habt Ihr zum Thema FTP mit dem Mac gemacht? Habt Ihr andere Lösungen? Andere bevorzugte Programme?

Safari: Links immer in Tabs öffnen

Man lernt ja generell nie aus. So auch im folgenden Fall. Der Blogger Christian Leu hat per Twitter nach gefragt, ob es den beim Safari keine Einstellung gibt, dass alle Links generell in Tabs geöffnet werden. Bei Firefox kann man unter Einstellungen, Tabs wählen, dass neue Seiten immer in einem Tab geöffnet werden. Meiner Meinung nach ist das auch eine der besten Erfindungen in der Browser-Entwicklung, dass man nur noch ein Fenster hat mit mehreren Tabs.

Tatsächlich unterstützt Safari keine solche Einstellung. Grundsätzlich hat der Benutzer die Möglichkeit jeden Link zuerst mit einem Rechtsklick anzuwählen und dort im Kontextmenü auszuwählen ob der Link in einem neuen Fenster oder in einem Tab geöffnet werden soll. Oder man drückt, während dem Klick auf den Link, die CMD-Taste. Dann öffnet der Link ebenfalls in einem neuen Tab.

Doch es geht eleganter. Christian hat nämlich gleich selber die Antwort gefunden. Wieder einmal kommt das mächtige Terminal zum Einsatz. Dazu braucht Ihr nur das Programm Terminal zu starten und den folgenden Befehl auszuführen:

defaults write com.apple.Safari TargetedClicksCreateTabs -bool true

Falls Ihr aber doch lieber selber die Gewalt über das öffnen von Fenster und Tabs bei Euch halten möchtet, dann könnt Ihr das ganze wieder rückgängig machen mit dem folgenden Befehl:

defaults write com.apple.Safari TargetedClicksCreateTabs -bool false

Weitere Tipps was man mit Terminal so alles anstellen kann gibt es übrigens hier: Mac OS X Tips