Posts tagged "Wall Street Journal"

iPhone 5: Dünner, leichter, schneller und 25 Millionen Stück ab September

Die Gerüchte rund um das iPhone werden immer ein Stückchen interessanter, ohne dabei lächerlich zu wirken. Das Wall Street Journal hat, unter Berufung auf diverse Zulieferer, einige neuen Informationen zum kommenden iPhone zusammengetragen.

Das neue iPhone, ob nun iPhone 5 oder iPhone 4S, soll dünner und leichter und natürlich schneller als der Vorgänger werde. Noch unklar ist, ob der Bildschirm wirklich grösser wird, oder ob die bestehende Grösse bei gehalten wird. Niemand zweifelt daran, dass Apple im kommenden iPhone den neuen A5 Prozessor einbauen wird. Mehrere Quellen haben auch bestätigt, dass Apple beim iPhone 5 auf eine 8-Megapixel-Kamera setzen wird.

Passend zu den neuen Gerüchten gibt es auch schon wieder spannende Mockups:

Beindruckend sind auch die Bestellungen welche Apple gemacht haben soll. Angeblich soll Apple die Produktionsmenge auf rund 25 Millionen Stück bis Ende Jahr gesetzt haben. Es muss jedoch mit einem Lieferengpass gerechnet werden bei den Touch-Displays. Man darf also wieder mit Engpässen beim Verkaufsstart rechnen… Man rechnet übrigens immer noch mit dem Verkauf ab dem dritten Quartal 2011, also ab September.

Heute Abend: iPhone 4 Pressekonferenz

iPhone 4

Heute Abend um 19:00 Uhr  findet in Cupertino eine aussergewöhnliche Pressekonferenz statt. Apple hat diverse Journalisten eingeladen um über das iPhone 4 zu berichten. Mehr Informationen gab der Apfel-Konzern dann aber auch nicht.

Die New York Times und das Wall Street Journal, die beiden amerikanischen Blätter mit den besten Verbindungen zu Apple, sind bereits am spekulieren was genau heute Abend kommuniziert wird.

Die New York Times zitiert einen Experten der das iPhone 4 Design genau kennen soll. Dieser behauptet nämlich, dass das Antennen-Problem eben doch mit einem Software Update gelöst werden kann. Ein Update, welches eben mehr bringt, als nur eine Empfangsbalken-Design-Anpassung:

One person with direct knowledge of the phone’s design said Thursday that the iPhone 4 exposed a longstanding weakness in the basic communications software inside Apple’s phones and that the reception problems were not caused by an isolated hardware flaw.

Instead, the problems emerged in the complex interaction between specialized communications software and the antenna, said the person, who agreed to speak on the condition of anonymity because he was not authorized to discuss the matter.

Das gestern veröffentlichte Update iOS 4.0.1 war jedoch eher für kosmetische Verbesserungen gedacht bei der Anzeige der Empfangsbalken. Endgültig gelöst werden soll das Problem mit dem Update auf iOS 4.1. Ursache für das Problem soll anscheinend „nur“ das komplexe Zusammenspiel zwischen Kommunikations-Software und Antenne sein, welches durch ein Update behoben werden kann.

Das Wall Street Journal meint, dass man auf keinen Fall mit einer Rückrufaktion rechnen dürfe:

The Cupertino, Calif., company has called a news conference at its headquarters to discuss the issue Friday. Apple doesn’t plan to recall the phone, a person familiar with the matter said.

Ein Analyst, mit dem namen Ashok Kumar, will dafür aus nahen Quellen der iPhone-Fertigungspartner wissen, dass man bereits modifizierte iPhone 4 produziert. Dabei wird die Antenne im inneren des Gehäuses besser isoliert und erreicht so quasi ein „interner Bumper“. Diese Aussage würde auch die aktuellen Lieferengpässe erklären, denn in Deutschland wartet man geschlagene 9 Woche auf das iPhone 4! Jedoch ist diese Analyse im Wiederspruch zum Bericht der New York Times…

Wenn man also den heutigen Abend zusammenfassen möchte:

  • Es gibt keine Rückrufaktion
  • Das Problem lässt sich mit einem Software-Update beheben
  • Das Problem lässt sich mit einer Modifikation beheben

Natürlich können wir noch weitere Spekulationen erstellen oder einfach den heutigen Abend abwarten…

Das iPad und die Zeitungsverleger

Gestern Abend strahlte das Schweizer Fernsehen, bzw. die Wirtschaftssendung ECO einen interessanten Bericht im Zusammenhang mit dem iPad und den Zeitungsverleger aus: Das iPad als Hoffnungsträger.

Einmal mehr wurde darin der Axel Springer Chef Mathias Döpfner zitiert:

Jeder Verleger sollte sich einmal am Tag hinsetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er mit diesem Gerät die Verlagsindustrie rettet.

Eine happige Aussage welche nicht nur in der Branche für Kopfschütteln sorgte. Schliesslich ist es ja nicht so, dass Apple das kostenlos macht… Denn 30% der Einnahmen welche mit dem Verkauf der Apps gemacht werden behält Apple für sich. Wird die Werbeplattform iAd von Apple aktiviert, dann behält Apple da sogar 40% der Einnahmen! Eine mehr als grosszügige Abgabe!

Der Beitrag zeigt schöne Einblicke in die Verlage USA Today, welche sich mit Werbung finanzieren wollen, oder  das Wall Street Journal (WSJ), welches bereits auf bezahlte Inhalte setzt. Die Washington Post ist noch am konzipieren und weiss noch nicht wie man die Finanzierung lösen will.

iPad als Hoffnunsträger in der Schweiz
Der zweite Teil schwenkt den Fokus auf die Schweizer Verleger.

Der Unternehmsberater Kurt W. Zimmermann glaubt immer noch nicht an den Erfolg des iPads. Einmal mehr stellt sich die berechtigte Frage, bezahlen Benutzer für die Inhalte in den Zeitungs-Apps, wenn es doch die gleichen Inhalte bereits kostenlos im Internet zur Verfügung stehen?

Neben dem Blick (App folgt im Spätsommer) wird auch ein Blick auf den Tagi und 20 Minuten geworfen. Der 20 Minuten Online Chefredaktor Hansi Voigt ist überzeugt das Leser für guten Inhalt bezahlen! Nach seiner Aussage verdiene 20 Minuten bereits jetzt schon sehr viel Geld mit der iPhone Applikation. Und zwar weniger bei der Werbung als bei dem Payed Content.

Weiter erklärt Kurt W. Zimmermann, dass man für das iPad das Angebot ergänzen muss um Erfolg zu haben. Das Stichwort lautet: Mehrwert! Herr Zimmermann ist der Meinung, dass eine vernünftige iPad App Millionen, wenn nicht sogar dutzende Millionen kosten würde. Beim Blick winkte man aber ab, die kosten gehen nicht in die Millionen…

Im aktuellen Stand der Dinge sind die Zeitungsverlage aber noch lange nicht gerettet. Vielleicht muss Mathias Döpfner noch etwas lauter oder intensiver zu Steve Jobs beten, oder aber die Verlage sollten Ihre Konzepte genau prüfen und vorantreiben. Ich bin gespannt ob das iPad dafür sorgt, dass in Zukunft noch weniger Zeitungen auf Papier gedruckt werden…

Das iPad verändert die Werbung

Viele Leute glauben, dass das iPad die Print-Medien frontal angreift und diese nun herausfordert. Tatsächlich erwarten viele, dass Ihr Lieblingsmagazin schon bald im iPad Format digital vorliegen wird. Wie man in den letzten Tagen aber erfahren hat, sollen sich einige namhafte Verlage noch sträuben, denn die haben genau beobachtet, wie Apple mit iTunes den gesamten, weltweiten Musikmarkt an sich gerissen hat. Nur verständlich das die Medienhäuser dieser Welt nun Angst haben, demnächst auch vom grossen Apfel abhängig zu sein!

Vielleicht sind grosse Medienhäuser noch unsicher was sie vom iPad halten sollen. Ich sehe darin aber eine ganz grosse Chance für kleine Verlagshäuser! Mit relativ kleinem Aufwand können Bücher und Magazine demnächst an eine grosse Herschar von Leser digital vermittelt werden.

Auch die Werbung verändert sich entscheidend! Erst gestern wurde bekannt, dass die grossen Online Zeitungen grosse Einnahmen bei den Werbeplätzen ihrer kommenden iPad Apps verzeichnen dürfen. Firmen wie FedEx, Toyota, Unilever, Capital One oder Buick bezahlen den Medien wie New York Times, Newsweek, Wall Street Journal, Time oder Sports Illustrated zwischen 75’000 und 300’000 US-Dollar für einige Monate Display-Werbung in deren iPad Apps!

Tatsächlich sind die Möglichkeiten Werbung zu betreiben in den iPad Apps wesentlich interessanter als in den Printmedien und Online. Auf einer ganzseitigen Display-Werbung kann man nach Wunsch Filme abspielen, Meinungen aus Twitter anzeigen mit einer Twitterwall oder einfache Spiele implementieren welche man direkt mit dem Finger machen kann. Und ist das iPad mit dem Internet verbunden, dann kann man die Teilnahme an einem Wettbewerb auch ohne weiteres per Twitter oder Facebook den Freunden mitteilen.

Kein Wunder haben hier erste Agenturen bereit Blut geleckt und sich entsprechend vorbereitet: