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iOS Apps ganz leicht erstellen

Patent: App Maker

Apple hat wieder einmal ein paar Patente eingereicht. Unter anderem das oben gezeigte Schmuckstück. Gemäss dem Patentantrag „Content Configuration for Device Platforms“ will Apple eine Software veröffentlichen, mit welcher es kinderleicht sein soll, eigene Apps zu erstellen. Ganz ohne Programmierkenntnissen. Und das macht auch Sinn…

Nicht Apple weiss es, auch wir wissen: Der Erfolg der mobilen Betriebssystemen ist an die Möglichkeiten und Vielzahl von Apps gebunden. Daher ist es wichtig, dass iOS ungebrochen viel Zulauf von neuen, innovativen und interessanten Apps bekommt. Der Flaschenhals ist aber das Erstellen einer App. Damit man eine App erstellen kann, braucht man Erfahrung und Kenntnissen in den Sprachen Objective-C und Cocoa. Eine Hürde welche nicht alle Menschen nehmen wollen. Bleibt also der Ausweg über Spezialisten. Diese sind aber meist nicht billig und meistens aus gut ausgebucht…

Darum macht eine solche WYSIWYG (What you see is what you get) Applikation für das erstellen einer App mit Drag & Drop durch aus Sinn! Es reiht sich ein in eine Vielzahl von Apple Programmen mit welchen komplizierte Dinge vereinfacht wurden und somit eine neue Zielgruppe von kreativen Menschen erreicht wurde:

  • iWeb – Einfach Websites erstellen, ohne Programmierkenntnissen.
  • GarageBand –  Einfach ein Musikstück erstellen, ohne Kenntnisse der Noten und wie man ein bestimmtes Instrument spielt.
  • iPhoto – Per Drag & Drop mal eben ein Fotobuch, ein Kalender, Einladungen und viele weitere Drucksachen erstellen.
  • iMovie – Ganz einfach einen Film schneiden und mit diversen Effekten versehen.
  • iBook Author – Einfach wie bei Keynote oder Pages ein multimediales iBook erstellen
  • iAd Producer –  Einfach Werbemittel für iOS erstellen.

Ein solches Programm hätte nicht nur Vorteile
Bei meinem Arbeitgeber erreichen uns wöchentlich Anfragen für Apps. Meist sogar explizit für iOS. Aber leider haben sich die Auftraggeber kaum Gedanken darüber gemacht, was der Sinn der App sein soll. Damit der Endkunde auch wirklich die App herunter lädt und verwendet, was ist der Mehrwert dafür?  Nicht wenige wollen nur die Website 1:1 in einer App abbilden. Aber warum? Dafür gibt es schon eine App: Safari! Warum soll sich der Kunde eine App herunterladen, wenn die selben Informationen im Web stehen?

Ein solch einfacher WYSIWYG-Editor hätte wohl zur Folge, dass viele konzeptlose Apps den Apple iOS App Store überfluten würden. Hinterher gäbe es das grosse gejaule, warum niemand die App konsumiert. Analysten werden dann wohl errechnen, dass das App-Modell ein Auslaufmodell sei und… Ach, lassen wir das.

Grundsätzliche finde ich den App WYSIWYG-Editor eine feine Sache und hoffentlich kommen mehrheitlich gute Apps in den Store mit interessanten Inhalten oder tollen Funktionen.